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Primeln 2008 (Gelesen 36181 mal)

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pearl
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Re:Primeln 2008

pearl » Antwort #105 am:

... man kann ganz gut erkennen, daß es alles Sämlinge mit unterschiedlichen Eltern sind.
woraus schließt du das? Es sind unterschiedliche Farben der Primula x polyantha
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Susanne
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Re:Primeln 2008

Susanne » Antwort #106 am:

Vielleicht kann man es auf diesem Bild besser erkennen...
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Fruhlingsgewusel_17.4.08.jpg
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pearl
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Re:Primeln 2008

pearl » Antwort #107 am:

für mich sind das immer noch Polyanthas
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Susanne
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Re:Primeln 2008

Susanne » Antwort #108 am:

Ist ja okay, Pearl, du kannst morgen vorbeikommen und eine Chromosomenanalyse machen... :P
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pearl
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Re:Primeln 2008

pearl » Antwort #109 am:

danke für die herzliche Einladung, aber ich muss erst für fars die Dame klonen, die Männer mit Bierfahne erotisch findet.
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cornishsnow
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Re:Primeln 2008

cornishsnow » Antwort #110 am:

Die Blüten der Wildform hängen immer auf einer Seite nach unten. Niemals stehen die allesamt aufrecht. Und das bei keiner der verschiedenen Unterarten, die zudem allesamt schwefelgelb blühen. Neuerdings wird P. amoena zu P. elatior gerechnet. Nur diese alpine P. elatior ssp. meyeri besitzt dunkelpurpurviolette Blüten und ist auf Dauer nahezu unkultivierbar. Kein Wunder bei ihren Standortansprüchen.Auch unsere heimische P. vulgaris ssp. vulgaris besitzt nur schwefelgelbe und in geringerem Prozentsatz cremeweiße Blüten. Die unterschiedlichen Fartöne im gärtnerischen Sortiment steuerten die anderen Unterarten von P. vulgaris bei. Nur sind diese von Griechenland entlang den Schwarzen Meeres bis in den Nordiran beheimatet. So liefert P. vulgaris ssp. sibthorpii rosapurpurne Farbtöne. Die P. vulgaris ssp. iberica überrascht mit rein weißen, über zartrosa zu dunkelroten Blüten und blau verdanken wir P. vulgaris ssp. heterochroma. Erst als diese in die Gartenkultur eingeführt wurden, begann die Primelzüchtung so richtig. Da P. elatior, P. veris und P. vulgaris in Kultur sehr leicht miteinander bastardieren, wird bei diesen nur noch von Polyantha-Hybriden gesprochen. Die Gold Laced werden deshalb auch zu den P. x polyantha gerechnet. Entstanden sind sie etwa Mitte des 18. Jahrhunderts aus P. elatior und P. vulgaris.
Danke Pumpot, für die gute Daarstellung! So hatte ich es bisher auch verstanden. ;)LG., Oliver
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pumpot
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Re:Primeln 2008

pumpot » Antwort #111 am:

pumpot, abgesehen, dass es etwas unverschämt ist, dass du behauptest ich hätte noch nie einen Wildtyp von P.elatior gesehen muss ich dich in Bezug auf die P. x polyantha korrigieren. Wobei mir egal ist wie du deine Primeln nennst, aber im Sinne der Sache möchte ich doch sagen, dass die Engländer alle Primeln, die eine Dolde haben Polyanthas (Poly- = viele; anthos = Blumen) nennen. Dann dazu übergegangen sind auch die P.acaulis Syn. P.vulgaris so zu nennen. Die Kultivare der Polyantha-Hybriden und die der Primrose Hybriden unterscheiden sich nun allerdings darin, dass die einen eine Dolde haben, also Doldenprimeln sind, die anderen sind Kissenprimeln.Das Wort Hybride für die oben genannten Kultivare berücksichtigt nur Gärtnerische Notwendigkeiten aber unterscheidet nicht zwischen Auslesen und Kreuzungen. Leider.Die mit den nickenden Blüten war übrigens P.veris. In Post #51 und #52 auf Seite 4 zeige ich Bilder von P.veris 'Sunset Shades'. Die haben nickende Blüten. Die P.elatior in Post #53 lässt keinen Zweifel über ihren Namen aufkommen.P.elatior zeigen in Kultur gelbrote Blumen während bei P.veris selten auch bei wilden Pflanzen rote Blumen vorkommen. In Kultur treten bei P.veris bunte Blumen und kronenartige Kelche auftreten.Dass Unterarten an dem Farbenspiel beteiligt sein könnten, diese Idee hatte ich auch, daher hatte ich ja diese mir abstrus vorkommende Kulturanleitung, die für P. amoena (Syn. P. elatior subsp. amoena) gilt, beschrieben. Feuchter Torfboden bei gutem Wasserabzug.Ich halte es allerdings wie bei anderen Gattungen auch, für sehr unwahrscheinlich, dass Pflanzen, die erst sehr spät in Deutschland unter Botanikern bekannt geworden sind oder kultiviert wurden, an der Vielfalt unserer seit Jahrhunderten kultivierten und ausgelesenen Pflanzen beteiligt sind.
Aus deiner Antwort spricht sehr viel Unkenntnis über die Historie der Primelzüchtung und der Namensgebung. :-X ;)Anfangs, und das ist richtig, wurden nur Hybriden aus P. vulgaris mit P. elatior als Polyantha bezeichnet. Es wurden jedoch auch fortlaufende Kreuzungen vorgenommen, deren Nachkommenschaft den typischen vulgaris Wuchs beibehielten, ohne eine gestielte Dolde zu entwickeln. Die P. veris wurde z.T. bei der Züchtung mit beteiligt, ohne jedoch einen allzugroßen Einfluß zu spielen. Deswegen werden (nicht erst neuerdings) alle diese Hybriden zur Polyantha-Gruppe gerechnt. Auch die millionenfach im Frühjahr verkauften bunten stengellosen Topfprimeln gehören dazu. Die sind nicht das Resultat aus fortlaufender Auslese von ständigen reinrassigen P. vulgaris Absaaten. ;)Die Primelzüchtung begann etwa um 1630 mit der Einführung von P. vulgaris ssp. sibthorpii. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten nur wenige Auslesen, welche alle cremefarben, oder schwefelgelb blühten. Aus dieser Zeit hat sich eine echte gefüllt blühende P. vulgaris bis heute erhalten (war ein Wildfund). Wenngleich sie sehr rar ist. Diese eingeführte P. vulgaris ssp. sibthorpii machte rosa und purpurne Farbtöne möglich und es wurde munter mit P. elatior und P. veris experimentiert. So richtig zu explodieren begann es Anfang des 18. Jahrhunderts als P. vulgaris ssp. heterochroma und P. vulgaris ssp. iberica eingeführt wurden. Um 1850 wird schon von 1800 Sorten in nur einer Sammlung berichtet. Auch die Gold- und Silver Laced Hybriden entstammen aus dieser Zeit. Von dieser Vielfalt überdauerte fast nichts. Von den Gold- und Silver Laced Sorten existierten einige wenige noch bis ca. 1950. Fast alle sind verloren und heutige Exemplare entstammen Saatstrains. Die heutige Züchtung bedient sich an den überkommenen Resten der alten Vielfalt. Einen ähnlichen Verlust an ehemals riesigen Sortimenten erlebten die Veilchen, oder die der Hyazinthen um nur zwei Beispiele zu nennen. Meiner Kenntnis nach, wird seit mindestens 40 Jahren wieder von Primula vulgaris gesprochen, die das lange gebräuchliche P. acaulis ersetzte. In Gärtnerkreisen wird u.U. bis Heute das synonyme P. acaulis als Name verwendet. Seit ca. 10 Jahren wird P. amoena zu P. elatior gestellt und heißt gültig P. elatior ssp. meyeri. Die Wildform von P. veris besitzt goldgelbe Blüten und selten können orangerote angetroffen werden. Da vielfach bei den P. veris Auslesen in Kultur die Blüten vergrößert sind, ist eine Hybridisierung anzunehmen. Die Artmerkmale können dabei dominant bleiben. Nur sind Sämlinge von diesen Exemplaren meist stabil. Wildbestände aller drei Arten sind durch Kontamination von "Gartenprimeln" im Umkreis von mindestens einem Kilometer um die Gärten bedroht. Teilweise gibt es Bemühungen die heimische Natur davon zu schützen, aber dies findet meines Wissens nur in England statt. Selber konnte ich schon mehrfach auf den hier noch häufigen Primula elatior Wiesen solche Hybriden entdecken. Meist sind die Blüten dreimal so groß und oft von schmutzigrosaner Farbe. Solche Exemplare fallen sofort auf und finden sich immer in Siedlungsnähe.
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Susanne
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Re:Primeln 2008

Susanne » Antwort #112 am:

Da vielfach bei den P. veris Auslesen in Kultur die Blüten vergrößert sind, ist eine Hybridisierung anzunehmen. Die Artmerkmale können dabei dominant bleiben.
Du meinst zum Beispiel so eine wie auf dem angehängten Foto? Von solchen Sämlingen, bei denen die Mutter Primula veris zu sein scheint, deren Blüten und Habitus aber größer und vor allem rot sind, habe ich viele mit minimalen Abstufungen was die Größenverhältnisse und die Blütenfarbe angeht.
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Re:Primeln 2008

Susanne » Antwort #113 am:

Bevor sie hier verlorengeht, möchte ich nochmal auf meine Überraschungsprimel hinweisen... was ist das für ein Ding?Es wäre nett, wenn ich dazu etwas erfahren könnte. Danke.Bild
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pearl
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Re:Primeln 2008

pearl » Antwort #114 am:

Aus deiner Antwort spricht sehr viel Unkenntnis über die Historie der Primelzüchtung und der Namensgebung. :-X ;)
ich halte es nicht für nötig, hier wieder persönlich zu werden.
Seit ca. 10 Jahren wird P. amoena zu P. elatior gestellt und heißt gültig P. elatior ssp. meyeri.
Die aktuelle Nomenklatur nach dem St. Louis Code von 2000 hat der Primel Primula amoena M.Bieb. Syn. P.elatior (L.) Hill subsp. meyeri (Rupr.) Valentine & Lamond Syn. P.elatior var. amoena (M. Bieb.) Duby, einen eigenen Artstatus gegeben.In deinen übrigen langen Ausführungen sehe ich nicht welche meiner Argumente du damit in Widerspruch siehst.Die Unterscheidung von Primrose und Polyantha Sortengruppen ist durch den ICNCP ebenfalls festgelegt.
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fars
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Re:Primeln 2008

fars » Antwort #115 am:

An dieser Hybride waren gewiss P. elatior und P. vulgaris beteiligt. Meist ergibt diese Kombination nur langstielige Tuffs oder hochstielige Großblüten, die nicht nur einseitig gewendet sind. Diese hier aber bildet regelrecht ein "Köpfchen".
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Primel_Hybride_fars_2008.jpg
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Re:Primeln 2008

fars » Antwort #116 am:

Bei dieser hat sich offensichtlich eine "Kissenprimel" hineingemendelt.
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Re:Primeln 2008

fars » Antwort #117 am:

Obwohl ich mit Kugelprimeln nicht allzuviel Glück habe: Diese kommt treu jedes Jahr wieder und das schon seit langem. Sie steht leider (oder zum Glück?) ziemlich versteckt unter einem Rhododendronstrauch.
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Re:Primeln 2008

pearl » Antwort #118 am:

fars, gibt es auch hinausmendeln?
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Re:Primeln 2008

fars » Antwort #119 am:

Keine Ahnung. Aber etwas muss ja hinzu = hinein gekommen sein.
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