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Hepatica 2008 (Gelesen 32442 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- Gartenlady
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Re:Hepatica 2008
Dieses Leberblümchen ist als Hepatica nobilis var. pyrenaica Norakamo strain bezeichnet. Sehr schön, das junge marmorierte Laub
eine Nachzüglerblüte gibt es auch noch.
- Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re:Hepatica 2008
Bald gibt`s neue Farben!Bisher war ich mir nicht sicher - aber dieses Jahr zeigten drei Sämlinge bunte Blüten.
Eine Pflanze hatte vier Blüten, alle farblich unterschiedlich!Ich lass mal alles wachsen, Sämlinge gibt`s reichlich.Hat einer von Euch so was schon mal gesehen?
Gruß Arthur
Re:Hepatica 2008
krass, Arthur.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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- knorbs
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Re:Hepatica 2008
nö...sieht total verrückt aus. zeig noch mehr von deinen sämlingenHat einer von Euch so was schon mal gesehen?
sapere aude
- Starking007
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Re:Hepatica 2008
Nix Strahlen!Ich fand mal in der Natur einen ganzen Fleck blau-getüpfelter - den Fleck gibt`s noch,nun vermischen die sich mit den anderen - drum wird`s nun bunt.Anbei die Pflanze mit den 4 verschieden Farben.
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Gruß Arthur
- Starking007
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Re:Hepatica 2008
Und noch was buntes.............
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Gruß Arthur
Re:Hepatica 2008
eine Pflanze mit 4 verschiedenen Farben! Ein dolles Ding!Übrigens sehr beruhigend, dass es noch jemanden hier gibt, der nicht an die ewig strapazierten Mutationen glaubt.
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Re:Hepatica 2008
Mit Cäsium wird es wohl nichts zu tun haben, aber solche Wunder gibt es gar nicht so selten. Ich könnte mit Bildern von Tulpen, Rosen und Dahlien dienen, aber stabil sind solche Mutationen meist nicht. Oft hat dieselbe Pflanze im Folgejahr wieder nur das gewöhliche Blau etc. Ob über Saatgut diese Eigenheit weitergegeben wird, ist nicht sicher. VG Hortus
Viele Grüße,
Hortus
Hortus
Re:Hepatica 2008
eigentlich suchen wir für solche Variationen in Farbe oder Gestalt bei Pflanzen, die bei verschiedenen Individuen immer wieder in gleicher Weise auftreten können, ein anderes Wort als das ganz falsche aber ewig strapazierte Wort Mutation.
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Re:Hepatica 2008
Hallo Pearl, Deine Ablehnung des Begriffes Mutation ist unverständlich, weil in der Regel jede Veränderung von Eigenschaften eines Lebewesens auf Veränderungen des genetischen Materials basiert. Solche Prozesse können lediglich ein Gen (welches z.B. die Blütenfarbe festlegt) oder ein Chromosom oder das gesamte Genom betreffen. Und sie lösen Mutationen aus : andere Blütenfarbe, Blütenfüllung, Blattfärbungen, Chromosomenvervielfachung uvam.Mutationen können aber auch zu Krankheiten (wie Krebs, Albinismus etc.) führen.Mutationen ermöglichen erst die genetische Bandbreite der Pflanzen, aus denen der Gärtner durch Selektion auswählt.Mutationen können spontan erfolgen, aber auch durch mutagene Chemikalien (z.B. Colchicin) oder durch Strahlung ausgelöst werden.Auch Fehler während der Chromosomenreduktion nach der Befruchtung führen zu Mutationen.Das Beispiel der Blütenfarbveränderung zeigt, daß nur ein Teil der Blüte mutierte Zellschichten enthält. Da Pflanzen auch inder Lage sind, fehlerhafte Gene zu reparieren, bleibt abzuwarten, ob die neue Eigenschaft stabil bleibt. LG Hortus
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Viele Grüße,
Hortus
Hortus
Re:Hepatica 2008
Hortus,stutz? Was machen die bunten Farben hier bei den zarten Leberblümchen? Klar, du willst zeigen, dass an einer Pflanze verschiedene Farben gleichzeitg auftreten können.Nun ich bin natürlich nicht gegen Mutation im allgemeinen und auch nicht im speziellen. Aber das Wort kommt mir vor wie auch die Viren und wie das Klima, die immer mal wieder als Schlagwort benutzt werden.Die Variegataformen von Pflanzen und das gefleckte und gestreifte an den Hepaticas erinnern mich an die ersten Mäusechimären, deren Abbildung ich vor 20 Jahren in der Zeitschrift Nature gesehen habe. Mir widerstrebt es solche Veränderungen im Muster des Phänotyps als Mutation zu bezeichnen, weil ich darunter auch genau das verstehe, was du beschreibst, die vielen häufig auftretenden Veränderungen in der DNA-Sequenz, die durch chemische, physikalische und mechanische Ereignisse noch erhöht werden.Solcherart ist die Bildung der gescheckten Hepaticablüte nicht zu erklären. Auch sind so die häufig bei verschiedenen Pflanzengattungen und Individuen in die gleiche Richtung zielenden Veränderung der Blatt- und Blütenfarbe nicht zu deuten. Spontane Mutationen der DNA-Sequenz wären zufällig und würden immer verschiedene Genorte treffen.Bei den gescheckten Blüten müssen wir davon ausgehen, dass es etwa Grundsätzliches ist und dass es ein ganzes Regulationssytem betrifft.
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Re:Hepatica 2008
weil ich das so nicht habe stehen lassen können, und weil der Sekt schmeckt, habe ich mal nachgeforscht.Bei sämtlichen panaschierten Formen geht es um Chimären, die Zellen verschiedener genetischer Ausrüstung besitzen. Die Veränderung des Genotyps ist kein Ereignis das im Falle der Hepaticablüte im Blütenknospenmeristem stattgefunden hat. Das gescheckte Aussehen ist also keine Mutation, das die Blütenknospe betroffen hat, sondern liegt vor wie bei uns gewisse Erbkrankheiten. Farbenblindheit zum Beispiel.Der Ausdruck für die phänotypischen Phänomene ist somatische Segregation. Das bezeichnet einen Entmischungsprozess, in dem die Faktoren, die die Farbe der Pflanzenzellen bestimmen bei jeder Zellteilung - mitotische Spaltung - ungleichmäßig auf die beiden neuen Zellen verteilt werden.Welche Faktoren sind das? Pflanzenzellen haben Zellorganellen, die Plastiden, die ihre eigene Erbsubstanz tragen - bei Menschen sind das die Mitochondrien, die für die Atmung und Energiegewinnung zuständig sind. Diese Plastiden-DNA wird nur über die mütterliche Linie weitergegeben. - eben nachdenken warum - Für die Farben der Pflanzen sind die Chromatiden zuständig, für die Assimilation die Chloroplasten. Ein sehr kleiner Teil der Plastiden haben genetisch defekte DNA, die in der mütterlichen Linie auf die Tochterzellen übergeht und während weiterer Zellteilungs-, Wachstums- und Differezierungsschritte in den Zellen der Pflanze ungleich verteilt wird. Häufig gehen diese defekten Chromoplasten oder Chloroplasten zugrunde und die Zellen bleiben einfach leer und weiß.Von einem farbenblinden Menschen würden wir nun nicht behaupten, dass er mutiert sei. Die Mutation, die diesem Unvermögen zugrundeliegt und der Defekt der DNA-Sequenz für die Genprodukte, die für das Farbensehen zuständig sind, liegen weiter zurück. Wir sagen, dass der farbenblinde Mensch eine erblich bedingte Besonderheit hat, die seine Farbwahrnehmung beeinflusst.Wie häufig bestimmte Merkmale in einer Population verändert sind hängt davon ab, ob sie einen Nachteil oder einen Vorteil für das Überleben haben. Farbenblindheit ist also kein Handicap.Panaschierte Blätter oder gescheckte Blüten sind ein Selektionsvorteil. Sie werden von bestimmten Gärtnern gehätschelt. Daraus ergibt sich, dass defekte Chromoplasten und Chloroplasten in allen kultivierten Populationen von Pflanzen behaupten können.So. Prost. Das letzte Glas Sekt für diese Nacht.
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Katrin
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Re:Hepatica 2008
Interessante Ausführungen gibt es hier und außergewöhnlich hübsche Hepaticas!Ich möchte lediglich die schönste marmorierte Fundpflanze zeigen, die ich bisher finden konnte, heuer hat sie richtig große Blätter bekommen.VLG, Katrin
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."
ich
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Re:Hepatica 2008
Ich muss Euch an dieser Stelle mal um einen Rat fragen, denn meine im Frühjahr neugekauften kräftigen Leberblümchen haben so hässliche und etwas beängstigende Stellen auf/an/in den Blättern: von oben sieht es wie eine Art Pustel aus, das Blatt verformt sich etwas an der Stelle: