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Läuse, Meisen, Gefahrenzonen (Gelesen 3798 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Marion

Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Marion »

Gestern abend beobachtete ich von der Terrasse aus, wie die Meisen in den Rosen herumhüpften und die Blattläuse wegpickten, sehr fleißig, sehr schön.Heute machte ich Läusevernichtung mit dem Wasserschlauch.Dabei fiel mir auf, daß die Rosen in Hausnähe mit Absatnd am meisten befallen waren. An den Kletterrosen, die fast ins Wohnzimmer hereinwachsen, hingen sie in dicken, ekligen Trauben, ihr seht es vor euch. Je weiter ich mich vom Haus entfernte, desto geringer war der Läusebefall. Just zwei Meter weg schon ganz wenige dieser Viecher, in fünf Meter Entfernung vom Haus: nichts mehr, clean. :oIch nehme an, daß der unterschiedliche Befall daran liegt, daß sich die Meisen nicht in unmittelbare Nähe des Hauses trauen. Zu gefährlich. Was meint ihr dazu? Habt ihr das auch schon mal beobachtet?
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Susanne
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Susanne » Antwort #1 am:

Warum hast du die Läuse abgespritzt? Die Meisen haben gerade Junge und brauchen die Läuse als Erstfutter... je größer und hungriger die Kinder werden, desto näher hätten sich die Meisen auch ans Haus getraut, da bin ich sicher.
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Mathilda1
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Mathilda1 » Antwort #2 am:

nichts gegen singvögel, aber ich würd auch nicht meine rosen total lausig anschaun wollen, dafür hat man sie nicht
Irisfool

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Irisfool » Antwort #3 am:

Also meine Meisen kommen auf einen Meter heran. ( Dass mir nun keiner sagt , Irisfool hat ne Meise! :-X ;D ;)) Ich denke , der Befall liegt eher an der Wärme des Hauses und der windgeschützten Seite, da vermehren sich die Viecher extra schnell. Das GH war auch fürchterlich befallen. Die ersten dicken Läuseattacken vernichte ich mit Schmierseife und Brandspiritus aufgelösst in Wasser, das macht den Vögeln garnichts, auf Gift würde ich verzichten. Brennnesseljauche geht auch, wenn die Rosen noch nicht blühen.
Marion

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Marion » Antwort #4 am:

Also meine Meisen kommen auf einen Meter heran.
Ja, einen Meter, bei mir auch. Aber dichter eben nicht. Wegen der Menschennähe, dachte ich mir.Wobei Susannes These, daß sie näher rücken sobald die Jungen noch mehr Kohldampf haben, klingt schon interessant.
Ich denke , der Befall liegt eher an der Wärme des Hauses und der windgeschützten Seite, da vermehren sich die Viecher extra schnell. Das GH war auch fürchterlich befallen.
An Wärme dachte ich zunächst auch und habe den Vergleich am Fahradschuppen gemacht. Dort ist es ebenfalls windgeschützt und "mollig", allerdings relativ ruhig und relativ menschenleer: Die Kletterrose dort (Himmelsauge) ist befallsfrei, keine einzige Laus.Wuselst du öfter am Gewächshaus rum?
Die ersten dicken Läuseattacken vernichte ich mit Schmierseife und Brandspiritus aufgelösst in Wasser, das macht den Vögeln garnichts, auf Gift würde ich verzichten. Brennnesseljauche geht auch, wenn die Rosen noch nicht blühen.
Nach Susannes entsetzter Frage, 'warum ich die Läuse nicht den Meisen gelassen hätte', habe ich mich gefragt, warum wir diese Viecher nicht tatsächlich einfach lassen?Wenn ich es richtig sehe, richten die doch - bei durchschnittlichem Befall - gar keine Schäden an. Läuse sind keine Sympathieträger, okay. Aber sonst?Manche reden von Sekundärschäden: Der sogenannte Honig, die Exkremente der Laus, würde den Pilzbefall begünstigen. Nun, ich jedenfalls sehe da keinen Zusammenhang, zumal der Honig beim ersten Regen oder bei der nächsten Dusche mit dem Wasserschlauch verschwindet.Und sowieso: spätestens zur Blüte ist der Spuk vorüber. Warum die Läuses also nicht den Vögeln und Insekten als notwendiges Futter belassen? Eine offene Frage.Sollte man es nicht aushalten, an der Terrasse, direkt an Sitzplätzen etc. kann man ja den Wasserschlauch nehmen. Die Läuse purzlen herunter, die Meisen finden sie bestimmt.
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Susanne
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Susanne » Antwort #5 am:

Im GH = Gewächshaus fallen Läuse wahrscheinlich anders ins Gewicht. Da würde ich auch versuchen einzugreifen. Aber da, wo noch vergleichsweise ungestörte und nützlingsreiche Natur vorhanden ist, mache ich gar nix. Heute habe ich zum ersten Mal an Phyllis Bide Läuse gesehen, gerade mal ein Knospenstielchen voll. Sowas juckt mich nicht, die sind in kürzester Zeit auch wieder weg.
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Marion

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Marion » Antwort #6 am:

Sowas juckt mich nicht, die sind in kürzester Zeit auch wieder weg.
Die Befallszeit dauert eh nur 3-4 Wochen, höchstens. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Marion

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Marion » Antwort #7 am:

Im GH = Gewächshaus fallen Läuse wahrscheinlich anders ins Gewicht.
Das stimmt natürlich. Da habe Meisen auch keinen Zutritt. ::) Ich sah sie "am" GH ... :P
freiburgbalkon

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

freiburgbalkon » Antwort #8 am:

ich mach schon was auf unserem Balkon gegen die Läuse, erstens sieht es scheußlich aus und zweitens und wichtiger, hab ich gelesen, daß die Ausscheidungen der Läuse SRT-Befall begünstigen, und da bin ich auch nicht scharf drauf. Wenn ich einen großen Garten hätte würde ich es wahrscheinlich anders sehen, da habe ich heute wieder etwas Schönes dazu gelesen (wen's interessiert: Im VDR-Rosenjahrbuch von 1992, ab S. 91, Artikel von Otto Vogel: Von der Unmöglichkeit, vollkommene Rosen zu züchten.) da wird die Rose bezüglich Parasiten als Bestandteil eines Biotops betrachtet.
Marion

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Marion » Antwort #9 am:

und zweitens und wichtiger, hab ich gelesen, daß die Ausscheidungen der Läuse SRT-Befall begünstigen, und da bin ich auch nicht scharf drauf.
Dazu habe ich gerade etwas geschrieben. Diese Sekundärschäden halte ich für ein Gerücht, bei Normalbefall zumindest.
Wenn ich einen großen Garten hätte würde ich es wahrscheinlich anders sehen, da habe ich heute wieder etwas Schönes dazu gelesen (wen's interessiert: Im VDR-Rosenjahrbuch von 1992, ab S. 91, Artikel von Otto Vogel: Von der Unmöglichkeit, vollkommene Rosen zu züchten.) da wird die Rose bezüglich Parasiten als Bestandteil eines Biotops betrachtet.
Müsst ich haben, klingt interessant, schau ich mal rein. Guter Hinweis.
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Susanne
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Susanne » Antwort #10 am:

Die Befallszeit dauert eh nur 3-4 Wochen, höchstens. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Blattlausbefall kommt wohl in mehreren Phasen und ist auch wetterabhängig, aber ich achte nie besonders drauf, weil sich das Thema wirklich immer zügig von selbst erledigt. Ich ignoriere die Blattläuse nicht nur wegen der Meisen, sondern weil auch meine Nützlinge Futter brauchen, damit sie wiederkommen, beziehungsweise sich vermehren können.Das GH bezog sich auf Irisfools Satz "Das GH war auch fürchterlich befallen." :)
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Darena
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Darena » Antwort #11 am:

hier werden die Läuse schon weniger - obwohl es noch ein paar Pflanzen gibt, die richtig dick befallen sind. Meisen habe ich allerdings noch nie an den Rosen beobachtet - was vielleicht daran liegt, daß die Pflanzen noch relativ klein sind (letztes Jahr und im Herbst bzw Frühling wn gepflanzt) oder in Kübeln auf der Terrasse stehen.Meinen verlausten Oleander habe ich mitten auf die Wiese gestellt, damit sie gut rankönnen, aber das hat die Meisen nicht interessiert. noch 2 Wochen, dann ist der Läusespuk vermutlich vorbei :)
lg, Darena
freiburgbalkon

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

freiburgbalkon » Antwort #12 am:

Es kann schon eklig sein mit den Läusen, heute wollte ich den Albéric barbier ein bißchen in der Waagerechten unter dem Balkon über uns an Drähten festfinden, dabei fielen die Viecher direkt auf mich drauf, bäähh ::).
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Susanne
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Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Susanne » Antwort #13 am:

Scheint eine gute Methode zu sein... ich würde mich unter alle läusebeladenen Rosen stellen und dann duschen gehen. ;)
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Mufflon

Re:Läuse, Meisen, Gefahrenzonen

Mufflon » Antwort #14 am:

Meine Meisen und Rotkehlchen kommen auch ans Haus.Dort wächst eine "Meg" und der Efeu, und wir haben drinnen den Spaß, die quasi vor unserer Nase rumhüpfen zu sehen. Wenn die im Läuserausch sind, merken die nichtmal, wenn man ans Fenster geht zum gucken.Ich schieß die Läuse dann mit dem Schlauch runter, wenn der Befall an den Knospen arg ist. Gibt ja auf Rosenzweiglein, die zu dünn für Meisen sind. Aber ich guck vorher, ob da Marienkäferlarven dran sind oder nicht- wenn die da sind, hat sich der Befall eh fast erledigt.
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