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es wuchert zu sehr (Gelesen 14484 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

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pearl
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Weinbauklima im Neckartal

Re:es wuchert zu sehr

pearl » Antwort #30 am:

ach dann! Aber sie ist schon ziemlich früh, eure Horstig Wachsende Weidenblättrige Sonnenblume.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

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riesenweib
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windig. sehr windig.

Re:es wuchert zu sehr

riesenweib » Antwort #31 am:

bei uns blüht 'Lemon Queen'. Die scheint aber allgemein früher dran zu sein?wir sind OT 8)zum thema: die 'Lemon Queen' habe ich zu ähnlich wuchsstarkem gesetzt (von den pächtern geerbte solidago). Auch dort hingesetzte herbstanemonen (die wucherteile) wurden an dem areal von schnecken angegriffen, und der laubhügel war zu nieder. Gingen unter. Hab sie jetzt versetzt.Was ich öfter mache wie Chelsea choppen, ist ausbreitungsfreudiges teilzuroden (teilstücke kommen dann woanders hin), statt als ganzes zu versetzen. D.h. das beetareal ist so art ein mutterpflanzenquartier und versuchsfeld.gelb ist schön. hat energie, fast mehr wie rot.
will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)
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Henning
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Re:es wuchert zu sehr

Henning » Antwort #32 am:

Hallo pearl
hm, mir ist nicht ganz klar, warum ihr zartes oder niedriges zwischen dem hohen umkippenden haben wollt.
Mein "Schwäbisches Alpinum" ist ca 2 qm groß. 1 Jahr alt.
und was steht daneben, Niedriges ?Ich finde es prima, daß Du nix umkippendes hast, daß Deine Pflanzen Sturm und Regen offensichtlich abkönnen.Gruß Henning
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Paulownia
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Re:es wuchert zu sehr

Paulownia » Antwort #33 am:

Mit Interesse verfolge ich hier die Beiträge. Ich kann nur von meinen Erfarungen reden:Nachdem ich letztes Jahr ein Stück Wildwuchs unter alten Eichen entfernt habe. War ich fasziniert was dieses Jahr dort alles zum Vorschein kam und meine Pflanzpläne für diese Ecke habe ich verworfen.Walderdbeeren durch die ein Aronstab seinen Weg gefunden hat.Oder ein paar Schritte weiter die Büschelnelke, die für den Bodendecker der Walderdbeere wohl dankbar ist, oder umgekehrt, keine Ahnung.Nickendes Leimkraut umgeben mit blauen und weißen Veilchen. Daneben Habichtskraut welches weder die Veilchen noch das Leimkraut bedrängt.Campanula (zwei versch. Sorten) in Eintracht mit Potentilla.Irgendwas was aussieht wie Phlomis und noch Vieles mehr was ich nicht bestimmen kann.Ich bin fasziniert von der Artenvielfalt auf diesem kleinen Stück. Nichts wuchert und auch nichts kippt um. Kein Giessen, kein Düngen, kein zurückschneiden. Bzw.1x im Herbst mit der Motorsense drüber.Die einzigste Pflanze, die dort erheblich Ärger macht ist eine nicht heimische gelbe Fetthenne.Ich finde sie hat dort auch nichts zu suchen und stört das feine Geflecht der Wildpflanzen.
LG Margrit
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pearl
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Re:es wuchert zu sehr

pearl » Antwort #34 am:

das feine Geflecht der Wildpflanzen.
genau das! Den Blick für den Standort entwickeln. Störendes jäten. Allerdings, wenn man auf gestörten Flächen gärtnert. Oder störend in Flächen gärtnert oder ...
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Henning
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Re:es wuchert zu sehr

Henning » Antwort #35 am:

Hallo Paulowniaich habe auf ca 140 m² bepflanzter Fläche 5 Bäume und mehr als 100 verschiedene (sich teilweise prügelnde, da bin ich dann Schiedsrichter) Pflanzenarten in meiner Liste erfaßt.Gruß HenningBeamter
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Paulownia
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Re:es wuchert zu sehr

Paulownia » Antwort #36 am:

Pearl, da sagst du was :'störend in Flächen gärtnern...' trifft es genau.
LG Margrit
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Paulownia
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Re:es wuchert zu sehr

Paulownia » Antwort #37 am:

@Henning,ja, aber dann stimmt doch was mit Deiner Pflanzenwahl nicht, oder?So wie ich das hier bei mir sehe, kann es mit Wildstauden doch nicht so schwierig sein. Ich habe ja auch nicht die Ahnung von Stauden und versuche das durch beobachten zu kompensieren.
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pearl
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Re:es wuchert zu sehr

pearl » Antwort #38 am:

Chelsea chopping stelle ich mir vor wie Chelsea planting. Beides zusammen ist ein Formschnitt bei Blumensträußen mit Wurzeln. Also irgendwie ...Ich kann mir nicht helfen, gärtnerisch finde ich es nicht, wenn man immer mit der Schere hinterher sein muss: deadhead the flowers, cut down the ... dig out the ...Allerdings gibt es gärtnernde Damen, die in ihren Beeten rumfuhrwerken um zu eng oder falsch gepflanztes ständig zu korrigieren und die dabei hoffen einen immer üppig blühenden frühsommerlichen Garten herstellen zu können. Da wird eine Clematis dazwischengequetscht und eine Lenzrose druntergejubelt und ein paar Töpfe davor gestellt um abgestorbenes abzudecken ...Meine Pflanzungen betrachte ich im Laufe des Jahres und wenn etwas zu viel ist, dann buddel ich es kurz vor dem Pflanzentausch aus und das ist zweimal im Jahr. Umkippen, mal überlegen, neulich war doch so ein Gewitter, nein zweimal, was war umgekippt? Ach so, der Ficus benjamini , den ich nach draußen gestellt hatte im Topf.Nächstens werde ich es mal mit Aconogonon 'Johanniswolke' probieren, die Gartenlady mal gezeigt hatte, ein Hoher Juni-Knöterich. 200 cm. Wo pflanz ich den? In die volle Sonne und in frischen Boden.
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Henning
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Re:es wuchert zu sehr

Henning » Antwort #39 am:

Hallo Pawlowinadie entwickeln sich ja teilweise über die Jahreszeit verteilt,und dabei sind auch "Lückenfüller" wie Gundermann, Waldmeister etc. und einiges wenig geliebtes , was sich zu sehr breit macht (aber nix (fast nix) wird ausgerottet.Der Garten verändert sich übrigens von Jahr zu Jahr, z. B. ist mein "Wald" von Mauerlattich, 2 meter hoch, leiderleider verschwunden (nur noch küümerliche Reste, desgleichen ein ursprünglich üppig blühender Horst Habichtskraut - tja Ich war übrigens selbst überrascht von der Vielfalt. Jetzt würden mich noch die Insekten interessieren (bis auf die Sch.....Zecken, da hatte ich auch schon eine.Gruß Henning
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pearl
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Re:es wuchert zu sehr

pearl » Antwort #40 am:

Henning, was erwartest du unter diesen Umständen von deinem Garten?Ich kenne da eine Rosen- und Staudenfreundin, die will alles immer und sofort. Seit ich sie kenne beschäftigt sie sich mit ihrem kleinen Garten sehr intensiv. Sie schneidet seit ich sie kenne. Inzwischen ist sie des Schneidens müde, aber Freude an der Üppigkeit, die sie anstrebt kommt immer noch nicht auf. Sie will keine neuen Pflanzen. Meidet und hasst gute Gärtnereien. Hat aber weiter diese Anfälle, die sie in die Gartencenter treiben. Sie pflanzt immer mehrere Pflanzen in ein Pflanzloch. Hunderte von Clematis. Dutzende von Taglilien. Es kommt immer das gleiche raus. Nur die wüchsigsten. Immer dieselben violetten Clematis und die gleichen gelben Taglilien. Alles andere sind "Verreckerle".Dann kommt es zu Übergriffen. Sie schneidet ihre Clematis montana mit einem, nein mehreren Stammdurchmessern von 5 bis 10 cm "ganz runter" Sie schneidet alles "ganz runter". Sie hat in meinem Garten vor Jahren schon geschrieen "Die musst du ganz runter schneiden". Meine Rosen. Ihre Paulownia scheidet sie ... nein, die astet sie bis oben hin auf. Darunter will sie Iris Barbata Nana haben. Daneben Athyricum nipponicum. Der ist wiederum überwuchert von ... Sie reißt das drüberwallende einfach ab. Diese Rosen- und Staudenfreundin war zu Anfang des Jahres wegen Herzproblemen im Krankenhaus. Nur kurz. Sie macht einen sehr fahrigen Eindruck. Hat einen unsteten Blick ...140 qm 12 m x 12 m 1 Hausbaum: 30 qm1 Hecke 2 m x 48 m = 96 qm Rest 14 qm völlig schattiger Garten.
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Paulownia
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Re:es wuchert zu sehr

Paulownia » Antwort #41 am:

Henning,ich denke man muss wissen was man will. Wenn ich mir jetzt die Vegetationsphasen eines unbearbeiteten Stück Landes vor Augen führe, dann verhält es sich doch so:Jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt:Erst kommen die Stauden und Gräser,dann Sträucher die den Stauden das Licht usw. nehmen,dann kleinere Bäume wie Birken etc.dann die größeren, die durch ihre Ansprüche wiederum die kleineren unterdrücken.Irgendwann ist es ein Wald mit Büschen die dem Druck standhalten (natürlich je nach Lage des Stückes)Will ich jetzt eines dieser Phasen in meinem Garten erhalten, muß ich doch den Fortlauf der Vegetation unterbrechen.Ich denke wenn Du zu wenig oder das Falsche stehen läßt kommst du unweigerlich in ein Ungleichgewicht. Siehe auch Dein Link, der hochinteressant ist.Ich bin dort auf der Seite zwar noch nicht so weit vorgedrungen, aber wenn Dein Habichtskraut und Dein Mauerlattich verschwunden sind. Der Gundermann sich jedoch mächtig ausbreitet, passen die vielleicht nicht zueinander.
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pearl
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Re:es wuchert zu sehr

pearl » Antwort #42 am:

Paulownia,genau. Was du beschreibst ist Suczession. Henning, was du hast ist Wald. Bei 5 Bäumen auf 140 qm sogar ein recht dichter. Da gibt es Frühjahrsblüher und das wars dann. Was Paulownia noch mein ist, dass du dich entscheiden musst. Wenn du irgendwas haben willst was hoch wächst und nicht umfällt außer Eisenhut und Geißbart, dann müssen ein paar - 4 - Bäume weg. Dann muss aber eine Abgrenzung zum Nachbarn her. Also Hecke. Die muss bei so wenig Platz geschnitten werden ...Da sollte sich mal wer ganz grundsätzliche Gedanken machen. Oder eine Leidenschaft für Schattenstauden entwickeln. Es gibt dazu mehrere freds hier. Von Buschwindröschen allein gibt es 20 Sorten. Leberblümchen, da gibt es so viele Sorten, dass einem schwindelig wird, vor allem bei den Preisen. Uvularia, Trillium ...Gundermann würde ich jäten. In dem Falle. 140 qm sind zu schade um Perlen vor die S ...
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altrosa
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Re:es wuchert zu sehr

altrosa » Antwort #43 am:

Vielleicht liegt das Problem wirklich darin, dass Henning zu viele verschiedene Ansprüche an seinen Garten stellt. Mehr als 100 Arten auf so beschränktem und z,T. schattigem Raum, und ein schönes Gartenbild das ganze Jahr.... Im wirklich schattigen Teil meines Gartens blüht es nur im Frühjahr (Helleborus, Cyclamen und Leberblümchen), jetzt ist es grün, allerdings mit schönen Blattstrukturen. Sonnigere Gartenpartien mit Dost, Hauhechel, Mädesüss, Gräsern, Königskerzen blühen noch, werden aber im Laufe des Augusts immer unansehnlicher und ich werde mich von Fall zu Fall, und je nach Wetter und persönlicher Kondition entscheiden müssen, was ich stehen lasse und was ich abschneide. Glücklicherweise habe ich bei der Pflanzenauswahl auf die Herbstfärbung geachtet, sodass ich mich während des wüsten Augusts auf die Färbungen von Ahorn, wildem Wein, Zypressenwolfsmilch, Blutstorchschnabel.. freuen kann.
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riesenweib
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windig. sehr windig.

Re:es wuchert zu sehr

riesenweib » Antwort #44 am:

...sodass ich mich während des wüsten Augusts auf die Färbungen ... freuen kann.
;D genau. Dauer-blütenfeuerwerk (oder in meinem fall feuerwerklein) gibt es nur ein paar stellen, v.a. im bereich zwischen unserem und dem nachbarhaus. Ansonsten ist der garten so grün wie die kulturlandschaft ringsum. Ich schaue eher auf blattstrukturen, dass die ein mich erfreuendes bild ergeben, und licht und schatten. Die herbstfärbung mancher pflanzen ist bei uns in der au oft nicht gar so ausgeprägt wie auf trockeneren und leichteren böden (z.b. prunus padus). Aber es kommt genug zusammen.@pearlNach den letzten - richtig schweren längeren und öfteren regen - lagert bei mir schon manches, auch in der vollsonne auf zügigen stellen, z.b. die wegwarten, die ich entsprechenden fred gezeigt habe. Zum wuchern: es ist auch eine frage wo die persönliche grenze ist, was als unangenehm empfunden wird. Ich habe ein niederwäldchen gepflanzt, in der art wie bei uns in den siebzigern im zuge der felderkommasierung gerodet wurde, mit einem schmalen weg durch. Von der schauseite gibt es links und rechts rubus odoratus, der in wirklichkeit r. parviflorus ist. Jetzt hat das den eingang zum weg zugewuchert - für mich besonders einladend durch bauchhohes grossblättriges durchzugehen. EG stört genau das so sehr, dass er fast nicht mehr auf die feuchte wiese geht, er würde schon längst eingreifen, schneidend.@pearl:einmaliges oder zweimaliges grossflächiges rückschneiden (also wiesengrösse, wie z.b. unter der zweitjüngsten walnuss) ist, wenn ich Deine erwägungen extrapoliere, normale extensive pflegemassnahme?
will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)
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