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Hauswasserwerk ohne Druckbehälter (Gelesen 34969 mal)
Moderator: Nina
Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
Hi,wir haben (hatten) ein Hauswasserwerk mit Druckbehälter. Die Pumpe ist während des Urlaubs hoppsgegangen (war eingeschaltet zur Bewässerung einiger Kübelpflanzen mit Hilfe eines Bewässerungssystems).Als Ersatz hätte ich gerne eine bessere Pumpe die ohne Druckbehälter auskommt (anstelle eines einfaches Ein/Aus Druckschalters besitzen diese Pumpen meines Wissens nach elektronische Steuerungen welche den Druck und die Fließgeschwindigkeit messen und die Drehzahl kontinuierlich regeln)Welche Pumpe würdet ihr nehmen?Ulrich
Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
Hallo,ich habe solch eine Pumpe mit einem Schalter, der bei Durchfluss einschaltet. Das funktioniert problemlos. Nur bei sehr geringer Wasserabnahme (Tröpfchenbewässerung) kann es passieren, dass die Pumpe permanent läuft.Viele GrüßePeter
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- riesenweib
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Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
da das thema für mich auch relevant ist, hab ich ein bisserl geguckelt. Laut poster hier in antwort 3 ist sowas offenbar störanfälliger wie systeme mit druckbehälter.
will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)
Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
Ich vermute, dass eben dieser Druckbehälter bei uns für die Probleme verantwortlich ist.Meines Wissens nach ist dieser Druckbehälter mit einer Gummiblase gefüllt (nicht unähnlich einem Luftballon). Damit der Druckbehälter optimal funktioniert müsste dieser beim Einschaltdruck der Pumpe den Behälter nahezu ausfüllen und beim Ausschaltdruck der Pumpe nahezu zusammengedrückt sein.Es kommt also auf die Luftmenge in diesem Gummisack an. Mit meinen Hobbymitteln (einfache Luftpumpe mit Manometer) kann ich aber nur den Druck messen und nicht die Luftmenge. Das macht die Wartung schwierig.Außerdem ist die Haltbarkeit dieser Blase begrenzt und es besteht die Gefahr einer Verkeimung.Letztes Jahr hatten wir schon mal Probleme nach dem Urlaub (ständiges Ein- und Ausschalten der Pumpe). Irgendwie scheint der Druckbehälter die Tröpfchenbewässerung nicht zu mögen (ich habe nicht den Hauch einer Idee warum). Ich konnte durch Aufpumpen eine Verbesserung erzielen, es hat aber nie wieder so gut funktioniert wie vorher.Dieses Jahr ist uns die Pumpe gestorben (dauerhaft eingeschaltet, baut aber keinen Druck mehr auf)Ich hatte auch gegooglelt und folgendes gefunden: http://www.bau.net/forum/wasser/709.htm.Letztendlich will ich eine Pumpe haben die jahrelang zuverlässig funktioniert, wenn es sein muss gebe ich dafür auch etwas mehr Geld aus (die kaputte Pumpe hätte ja z.B. die Sicherung heraushauen können: dann hätten wir nach dem Urlaub vergammelte Lebensmittel in dem Gefrierschrank vorgefunden. Im denkbar übelsten Fall schmort was durch und löst einen Brand aus).
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Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
ja, der druckbehälter geht alle drei bis vier jahre ex.für die bewässerung haben wir einen extra geschlagenen brunnen, und eine pumpe ohne druckbehälter.
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Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
die entnommene wassermenge ist hierbei im verhältnis zur leistung sehr gering.deshalb schaltet die pumpe laufend ein und aus. das hat folgende nachteile:- der motor wird durch den sich ständig wiederholenden hohen einschaltstrom überhitzt (ein mehrfaches der leistung, die sonst bei dauerbetrieb anfällt).- auch der elektrische druckschalter wird übermäßig belastet.- in der pumpe setzen sich jedesmal sandbestandteile ab, die den abrieb erhöhen.was kann man dagegen tun?im ausgeschaltenen zustand und offenem wasserhahn die gummiblase im druckbehälter auf den vorgeschriebenen druck aufpumpen (ca. 1,5 bar).einen 2. druckfesten behälter (300 l - boiler o.ä.) anschließen und diesen mit luftpolster betreiben. diese variante funktioniert bei mir seit jahren einwandfrei...die pumpe schaltet erst ein wenn ich 2 eimer wasser entnommen habe (füllzeit 10 l in 3 sekunden). eine kontrolle der gummiblase entfällt, weil das luftpolster im boiler den schalter betätigt.das wasser ist um so sauberer je länger eine pumpe fortlaufend fördert - kontra ohne druckbehälter.die konstruktion ist für die gartenanwendung ideal, weil das wasser vorgewärmt wird.für die verwendung als trinkwasser ist die standardausführung anzuraten. dort ist die gefahr der keimbildung gering, wenn die pumpe an einem kühlen standort aufgebaut wurde.das problem ist oft hausgemacht, indem eine zu leistungsstarke pumpe für den betrieb nur eines regners angeschafft wurde.Letztes Jahr hatten wir schon mal Probleme nach dem Urlaub (ständiges Ein- und Ausschalten der Pumpe). Irgendwie scheint der Druckbehälter die Tröpfchenbewässerung nicht zu mögen (ich habe nicht den Hauch einer Idee warum). Ich konnte durch Aufpumpen eine Verbesserung erzielen, es hat aber nie wieder so gut funktioniert wie vorher.
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Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
genial. jeder alte ausgediente boiler geht :DWelche (trinkwasser)pumpen sind nach Eurer erfahrung besonders leise im betrieb?...einen 2. druckfesten behälter (300 l - boiler o.ä.) anschließen und diesen mit luftpolster betreiben. ...die konstruktion ist für die gartenanwendung ideal, weil das wasser vorgewärmt wird....
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Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
Hi,wir haben uns eine Grundfos MQ 3-35 gekauft. Ich hoffe mal, dass die Pumpe ihren doch recht hohen Preis wert ist und die nächsten Jahre problemlos funktioniert.Diese Pumpe besitzt (im Gegensatz zu billigen Baumarkt Pumpen) eine Schutzschaltung, die im Fehlerfall abschaltet (das war mir wichtig). Die Grundfos ist wesentlich weniger laut als unsere alte Pumpe (der Motor wird zur Kühlung vom Wasser umspült, dass soll auch das Betriebsgeräusch vermindern). Gut versteckt im Service-Manual ist die Angabe, das die Pumpe bei 1,2 l/Minute (oder 72 l/h) abschaltet. Unsere Tropfbewässerung würde ich daran anpassen, dass dieser Wert nicht unterschritten wird (die >15 Töpfe werden dann eben nicht mit 2-4 l/h Tropfer versorgt sondern mit verstellbaren 0-20 l/h Tropfer).Eine Drehzahlregelung scheint für eine Kreiselpumpe nicht wirklich von Vorteil zu sein (Ich hatte wohl an eine Kolbenpumpe gedacht). Auch ohne Regelung sinkt die Leistungsaufnahme bei geringer Wasserentnahme auf unter 600 Watt. (Von TIP gibt es einen Hauswasserautomaten mit Drehzahlregelung: ESP 50, diese hat eine Nennleistung von 550-800 Watt, ist als nicht wesentlich besser)Die Grundfos hat auch einen kleinen (nur 0.16l) Druckbehälter, dieser wird aber vom Wasser durchspült, so das sich Keime/Dreck nicht festsetzen können (die Pumpe hat eine Trinkwasserzulassung). Ich hoffe mal, das die Membran etwas länger lebt (könnte hinkommen, die Membran biegt sich nur etwas durch und ist kein Luftballon der ständig komplett aufgeblasen wird).Ulrich-----------Ich hatte den Druckbehälter bei offenen Hahn auf 1,5 bar aufgepumpt, aber ich schätze mal die Membran war schlicht kaputt. Die Variante mit großem Windkessel ohne Membran hat was, kommt für uns aber aus Platzmangel im Keller nicht in Frage.
Re:Hauswasserwerk ohne Druckbehälter
wenn dieser druckbehälter mit wasser durchspült wird hat er keine funktion. ;)dieser winzige druckbehälter soll verhindern, daß die pumpe bei kleinen lecks in der wasserleitung (tropfender hahn) anläuft.vom wirkprinzip ist es aber ein hauswasserwerk ohne druckbehälter.auf die gefahr, mich unbeliebt zu machen, möchte ich dennoch folgende fakten nennen:falls die pumpe bei 75 l/h noch nicht abschaltet würde jeder der 15 töpfe mit 5 l/h getränkt! :oeinen stromverbrauch von knapp 0,6 kwh (600 watt * 1 h) für 75 l wasser halte ich für verschwendung. eine zeitschaltuhr mit hoher schaltleistung könnte die bilanz verbessern.Die Grundfos hat auch einen kleinen (nur 0.16l) Druckbehälter, dieser wird aber vom Wasser durchspült...Ich hatte den Druckbehälter bei offenen Hahn auf 1,5 bar aufgepumpt