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Wilde Blaubeeren (Gelesen 19219 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

martina 2
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Region: Waldviertel, nordwestliches Niederösterreich
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Bodenart: Urgestein, Sand
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

martina 2 » Antwort #15 am:

Paulownia, ich tät ja gern für dich freveln, bei uns im Waldviertel ist der Waldboden zum größten Teil von Heidelbeersträuchern bedeckt. Ich fürchte nur, daß die kaum im Garten zu kultivieren sind, warum sonst die Mühe mit den Zuchtsorten? Hab aber keine Ahnung, weil sich die Frage für mich naturgemäß nicht stellt. [size=0]Ich mag es, wenn eine ganze Tischrunde nach dem Genuß von Heidelbeerknödl, -nocken oder -kuchen lacht 8) [/size]
Schöne Grüße aus Wien!
FEIGling

Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

FEIGling » Antwort #16 am:

Hallo Martina !Wenn das Substrat paßt ( sauer-humos ) gibt es keine Probleme.Man kultiviert sie bloß nicht weil sie eben so winzig sind und kaum wirtschaftlich produzieren würden ...Bei uns in Wien ginge es also nur in einem Moorbeet, aber es geht ...Ciao !
FEIGling

Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

FEIGling » Antwort #17 am:

Danke Feigling, dann kann ich also die amerikanischen knicken.Aber Du hast mich falsch verstanden, ich suche nicht die Frucht, sondern Pflanzen unserer einheimischen Blaubeere.
Hallo Margit !Hab Dich schon richtig verstanden und hab gemeint Du solltest die aus Samen ziehen .. also die natürliche Methode ohne Waldfrevel ...Ciao !
cornishsnow
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

cornishsnow » Antwort #18 am:

Blaubeeren sind keine Parasiten, sie leben in Symbiose mit einem Pilz, daher lassen sie sich nur sehr schwer kultivieren, es gibt einige die damit erfolg haben, trotzdem bleiben es heikle Gartenpflanzen die viel Pflege verlangen. LG., Oliver
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partisanengärtner
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

partisanengärtner » Antwort #19 am:

Wenn ihr grabt sucht euch jetzt Pflanzen aus die gut !!! tragen. Es gibt da sicher Unterschiede. Wäre schade die ganze Arbeit für ein mickriges Ergebnis. Die Amerikaner sind einfach anderes Obst für mich kein Vergleich, aber auch nicht schlecht. 8)Ganz schlaue könnten erst etwas Boden mit dem Pilz verpflanzen (mehrere Portionen) und dann Stellen mit guten Pflanzen auch jetzt markieren und dann im Frühjahr vor dem Austrieb verpflanzen. Wird aber für dich zu umständlich da Du ja keine Gelegenheit hast zum graben.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel
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Paulownia
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Paulownia » Antwort #20 am:

Also wenn ich Euch jetzt richtig verstehe, ohne Pilz keine Blaubeere.Das wusste ich nicht. In meiner alten Heimat wachsen die ja schließlich auch wie Unkraut.Wenn es so schwierig ist sie zu verpflanzen, dann gingen ja auch Stecklinge, oder?Hat jetzt jede Blaubeerpupulation einen anderen Pilz?Die benötigte Erde vom Standort wäre ja dann ein Muss wegen dem Pilz. Erscheint mir logisch.
LG Margrit
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Staudo
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Staudo » Antwort #21 am:

Vielleicht sollte der Frevler ein paar Handvoll original Blaubeerwaldboden mitschicken?
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Paulownia
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Paulownia » Antwort #22 am:

@FeiglingAus Samen, da hatte ich Dich tatsächlich falsch verstanden.Doch der ist hier genauso schwierig zu bekommen. Hier gibt es nur die amerikanischen.
LG Margrit
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Paulownia » Antwort #23 am:

Genau Staudo,das war jetzt gerade auch spontan meine Überlegung. ;D.Also versuchen möchte ich es, wird ja richtig spannend.
LG Margrit
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Gurke » Antwort #24 am:

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Fragaria
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Fragaria » Antwort #25 am:

Aus Samen, da hatte ich Dich tatsächlich falsch verstanden.Doch der ist hier genauso schwierig zu bekommen. Hier gibt es nur die amerikanischen.
Eigentlich sollte jeder Ericaceen-Gärtner wissen,wie man von selektierten Klonen der Wilden europäischen Heidelbeeren Stecklinge macht.Ich entsinne mich eines Vortrags auf einer Tagung, wo jemand für die Industrie Hybriden aus amerikanischen und europäischen Heidelbeeren hergestellt und bonitiert hat (eben wegen Größe und Farbe!). Das war nicht mein Ding. aber vielleicht hat jemand diese Entwicklung weiter verfolgt und kann darüber berichten??.
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Paulownia
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Paulownia » Antwort #26 am:

So, ich habe mich jetzt mal schlau gemacht.Die Symbiose mit dem Pilz ist zur verbesserten Mineralstoff- und Wasserversorgung nötig.Die Heimat der Blaubeeren ist ja nährtoffarmer und mitunter auch trockener Boden.Warum es nun in der Kultur im Garten schwierig sein soll, erkläre ich auf evtl. Nährstoffüberverorgung aber insbeondere in einigen Gegenden an der fehlenden Luftfeuchtigkeit.Gerade auch Die Moorbeetpflanze Rhododendron braucht eine gewisse Luftfeuchte.Für den Anbau bedeutet das für mich:Magerer, humider Boden.Einbringen von Wasserschalen im Beet.Auf gar keinen Fall mit salzhaltigen Dünger arbeiten.
LG Margrit
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Galeo
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Galeo » Antwort #27 am:

Hallo Paulownia,
Warum es nun in der Kultur im Garten schwierig sein soll, erkläre ich auf evtl. Nährstoffüberverorgung aber insbeondere in einigen Gegenden an der fehlenden Luftfeuchtigkeit.
Dann gibt es in Berlin/Brandenburg andere Heidelbeeren.Hier ist es knorztrocken in den sandigen Kiefernwälder. Zumindest die Wälder, die ich kenne, sind übervoll.Bin erst mal ab WE weg.Wenn Du bis 1. Oktoberwoche nichts erreicht hast, melde Dich per PM bei mir.LG Galeo
Dumme rennen,
Kluge warten,
Weise gehen in den Garten.
Rabindranath Thakur
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Gurke
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Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

Gurke » Antwort #28 am:

Die Wildform sollte auf keinen Fall zu feucht stehen, sie sind allgemein etwas schwieriger zu kultivieren als die großfruchtigen Kultursorten.
lemo

Re:Bezugsadresse Wilde Blaubeeren

lemo » Antwort #29 am:

die in Wurzelsymbiose mit umgebenden Bäumen leben.
insbesondere mit Rottannen/Fichten. Ich habe auch ein gekauftes Sträuchlein vaccinium myrtillus (die amerikanische Wilde heisst vaccinium corymbosum) als Befruchtungshilfe für Zuchtheidelbeeren (unter anderem den schönen und ertragreichen "Patriot". Die Wildheidelbeere selbst gibt bloss ein paar wenige Beeren, schon ein Wunder, dass sie noch lebt. Das Moorbeet wird jedenfalls mit Vorteil jährlich mit Fichtennadeln gemulcht.
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