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Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen (Gelesen 3051 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

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baeckus
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Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

baeckus »

Hallo!Als absoluter Staudenneuling habe ich ein paar Fragen an die erfahrenen Staudengärtner.Ich habe in den letzten Wochen einige Stauden,Rosen und Kletterpflanzen verbuddelt und möchte diesen nun die kommende kalte Jahreszeit so angenehm wie möglich gestalten.Große RabatteEs sind einige recht kritische Pflanzen dabei, deren Winterhärte im unteren Werratal grenzwertig sein dürfte.Lobelia, Anemona Japonica "Bressingham Glow", Gaura Lindheimeri uÄ.All diese blühen momentan noch prächtig und scheinen sich wohl zu fühlen.Nun meine Fragen:1. Sollte ich die Pflanzen jetzt köpfen oder dies Väterchen Frost überlassen?2.Schon jetzt Winterschutz auflegen oder warten bis wirklich richtiger Frost droht?3.Wie sieht optimaler Winterschutz aus?Empfohlen wird ja immer Lauberde, da ich aber keine Bäume in meinem Altstadtgarten habe wird dies schwierig.Mir steht ca. 400 Liter halbfertiger Kompost und 600 Liter keingeschnittenes Ast und Blattwerk meiner Kübelpflanzen zur Verfügung.200 Liter Chamaecyparis Äste.Ich hatte mir nun gedacht auf die empfindlichen Pflanzen eine Matte aus unverrottbaren Sichtschutzmatten/Antirutschmatten aufzulegen(erleichtert das abräumen im Frühjahr), darauf eine dicke Schicht Ast und Laubschnitt und dies dann mit den Chamaecyparis Ästen abzudecken.Was haltet Ihr davon?Ciao baeckus
sarastro

Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

sarastro » Antwort #1 am:

Hallo Baeckus,Unbedingt Gaura bis auf ein Drittel abschneiden, damit die sich unten durch Neutriebe bestockt, Anemone jap nicht abschneiden! Bei den anderen genügt eine geringe Laubschicht gegen Barfrost, die du aber erst sehr viel später aufbringen kannst. Je länger die Pflanzen ohne Schutz ausharren, desto besser, das härtet sie sozusagen ab. Winterschutz erst ab Ende November oder bei Einsetzen von Dauerfrost aufbringen. Falls reichlich Schnee fällt, erübrigt sich jeglicher Schutz.Wenn tief genug gepflanzt wurde, dann besteht die Gefahr des Hochfrierens nicht. Kompost kannst du jederzeit verteilen!Dein letzter Absatz ist eindeutig zuviel des Guten und fördert nur eine Mäuseinvasion. :o
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Paulownia
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

Paulownia » Antwort #2 am:

Oh, da scheine ich ja zeimlich brutal zu sein, aber wenn ich mich jetzt noch mit Winterschutz rumplagen müßte.Da bleibe ich doch lieber bei meinem Motto: Nur die Harten kommen in den Garten ;)
LG Margrit
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baeckus
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

baeckus » Antwort #3 am:

Hallo!Ganz vergessen hatte ich die Lavateras......die zwei Gaurae (weiß und rosa) habe ich gerade geköpft.Ciao baeckus
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pearl
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Weinbauklima im Neckartal

Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

pearl » Antwort #4 am:

Lavateras, vergiss sie!Ansonsten schau mal hier so rum und stöber, hier ist schon viel über Winterschutz geschrieben worden und welche Probleme dabei so auftreten.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
raiSCH
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

raiSCH » Antwort #5 am:

Oh, da scheine ich ja zeimlich brutal zu sein, aber wenn ich mich jetzt noch mit Winterschutz rumplagen müßte.Da bleibe ich doch lieber bei meinem Motto: Nur die Harten kommen in den Garten ;)
Auch ganz meine Devise: Ich betreibe grundsätzlich keinen Winterschutz, wie ich auch (außer bei Neupflanzungen) zur Verwunderung meiner Nachbarn nie gieße und keinen Gartenschlauch mehr benutze.
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pearl
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

pearl » Antwort #6 am:

aaah! Wir werden uns immer ähnlicher raiSCh, aber GsD nur zur hälfte. In meinem kleineren Hausgarten mit Topfquartier und Anzugkästen, da verwende ich ganz gerne das Brauchwasser aus unserem Bach.Zu dem Thema gibt es eine herrliche Diskussion zwischen Christopher Lloyd und Beth Chatto in dem wunderbaren Buch Dear Friend and Gardener, das den Briefwechsel dieser beiden hervorragenden Menschen enthält.Beth Chatto ist aus ökologischen Gründen gegen das Wässern und Christopher Lloyd argumentiert aus Liebe zu seinen exotischen Prachtstauden für hohen Wasserverbrauch. Ich habe beides. Einen Garten, der nicht bewässert wird, und einen Garten, der durch den Bach genügend mit Wasser versorgt ist.
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

raiSCH » Antwort #7 am:

Um den letzten Satz (d. h., dessen inhaltliche Grundlage) beneide ich dich - das wäre immer mein Wunschtraum gewesen, aber künstliche Bachläufe gehen mir etwas gegen den Strich.
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pearl
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

pearl » Antwort #8 am:

ganz besonders welche, die durch künstliche "Alpine Matten" fließen.
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

raiSCH » Antwort #9 am:

Iiiii!
sarastro

Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

sarastro » Antwort #10 am:

RaiSch, du sprichst mir aus der Seele! Ich tue dies auch grundsätzlich nicht. Und man wundert sich immer, dass sogar in Regionen, die einen wesentlich höheren Niederschlag aufweisen, für eine Tröpfchenbewässerung Hunderte Euro aufgewendet werden, die an sich nichts bringt, außer dass sich der Handel freut. Ich halte es wie Beth, denn wir haben dies in Natura bei ihr miterlebt, wie ihr Englischer Rasen total braun war, im nächsten Jahr wieder frisch grün zeigte. Und dies nach 7 Wochen spätsommerlicher und herbstlicher Trockenheit! Da existieren sogar noch Dias davon.Aus ökologischer Sicht nämlich besonders dann, wenn es sich um Trinkwasser handelt.
baeckus
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

baeckus » Antwort #11 am:

Hallo!Ich bin zusehr "Kübelgärtner" - da ist Bewässerung und Winterschutz eine Grundübung und unabdingbar, so dass es mir auch bei dem neu angelegten Staudenrabatten nichts ausmacht.Ciao baeckus
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Susanne
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

Susanne » Antwort #12 am:

Ich finde es völlig verständlich, daß du dich um deine neuen Pflanzen sorgst. Natur betreibt schließlich auch Winterschutz, indem sie eine Laubdecke verteilt. Alles, was dem ähnlich ist, also natürlich, luftdurchlässig und nicht zu schwer, läßt sich als Winterschutz verwenden. Plastikmatten eignen sich nicht, weil sie luft- und wasserdicht abschließen.Häcksel und Kompost sind zwar etwas schwerer als Blätter, zersetzen sich aber mit der Zeit und können als Mulchdecke auf den Beeten bleiben. Abräumen im Frühjahr entfällt. Bevor du deinen Winterschutz aufbringst - hast du schon Blumenzwiebeln versenkt?
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
baeckus
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Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

baeckus » Antwort #13 am:

Bevor du deinen Winterschutz aufbringst - hast du schon Blumenzwiebeln versenkt?
Hallo!Danke für die moralische Unterstützung ;)Blumenzwiebeln habe ich Massen versenkt........Ciao baeckus
sarastro

Re:Winterschutz für neue Staudenanpflanzungen

sarastro » Antwort #14 am:

Bei Beetstauden ist Winterschutz oft kontraproduktiv! Man tut viel, um sein Gewissen zu beruhigen. Hingegen ist bei einer Herbstpflanzung eine optimale Bodenvorbereitung, tieferes Pflanzen und der richtige Rückschnitt (oder Nichtschnitt!) mancher Pflanzen wesentlich wichtiger. Grundsatz: der Boden ist noch bis in den Dezember hinein warm, besonders wenn er mit Kompost versorgt wurde. Ergo alle Stauden wachsen wunderbar an und sind den frühjahrsgepflanzten einen wesentlichen Sprung voraus. Ich wage mal zu behaupten und die Theorie aufzustellen, dass gerade wegen eines übertriebenen Winterschutzes nicht nur Mäusefraß, sondern Fäulnis und Hochfrieren bei zu flacher Pflanzung geradezu vorprogrammiert ist. Nicht nur deswegen sehen viele Gartler heutzutage von einer Herbstpflanzung ab, das meiste Personal von Gartencenter, Baumarkt und Co. hat keinen blassen Dunst und ist in dieser Sichtweise völlig inkompetent und naturentfremdet. Die Altvorderen wussten noch viel besser mit natürlichen Prozessen umzugehen und plädierten stark für Herbstpflanzungen. Mir fiel dies eben im Laufe der letzten Jahre immer wieder auf und einige Gärtnerfreunde bestätigen dies. Ein Kollege aus dem Schwäbischen behauptet sogar, dass Gartenliebhaber aus Slowenien, England oder Frankreich noch ein natürlicheres Verhältnis zu vielen Gartenprozessen haben, was ich so nicht direkt bestätigen kann.Kübelpflanzen sind etwas völlig anderes und natürlich mit Beetstauden nicht zu vergleichen. Ebenfalls Halbschattensituationen, denen Laubschüttung ein natürlicher Winterschutz bildet.
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