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Zwiebeln für nasse Böden (Gelesen 7593 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Wären Bodendecker, die zwar nicht einziehen, aber größere Stauden nicht stören, auch eine Möglichkeit? Da wäre natürlich Pfennigkraut, aber auch Veronica filiformis. Beide wachsen bei mir innerhalb der Teichfolie, also staunass, und letztere ist der Traum aller Blaueblumen-Fans (im Frühjahr).
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Trillium ist noch eine Pflanze für feuchte Standorte, die im Sommer einzieht und den Schatten durch andere Pflanzen braucht. Allerdings verträgt sie keine Sonne, sondern müsste durch andere Pflanzen auch im Frühjahr geschützt werden.LG Silvia
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Re:Zwiebeln für nasse Böden
steht an anderer Stelle, wird mir in dem Teil auch zu hoch.Camassia leichtlinii
- die werde ich nächstes Jahr dort ansiedeln, jetzt bekomme ich sie leider nicht mehr.Narcisus bulbocodium
ist eigentlich schön, habe ich aber schon so häufig. Schneeglöckchen und Märzbecher habe ich in Norddeutschland auf dauerfeuchten Marschwiesen gesehen, offensichtlich macht ihnen die Staunässe wenig aus.Galanthus nivalis
kommen und gehen zu spät.Freesien
ist auch zu schön, um in einer Frühlingszwiebelpflanzung unterzugehen....Arisaema Triphyllum
ist leider zu spät.Zigadenus venenosus
werde ich nächstes Jahr reichlich einbauen, vor allem die niedrigen Sorten.Fritillarien
hat bei mir schon in normal feuchtem Boden Schwierigkeiten. Leider.Erythronim 'Pagoda'
ziehen nicht ein. Und sie stünden hier bereits überall, wenn ich sie nicht beständig kontrollieren würde.Schlüsselblumen
kommen nicht in Frage. Das Ziel ist doch, nur im Frühjahr die leeren Stellen zwischen den Stauden zu nutzen. Im Laufe des Sommers schließt das Blattwerk der Stauden diese Lücken, und zwar gründlich. In der Konsequenz würde der Boden zwischen den Stauden immer feucht weil bedeckt, aber nicht staunass sein.Bodendecker
habe ich gerade mit viel Mühe aus meinem Garten verbannt. Das Zeug ist hier schlimmer als Quecke.Pfennigkraut
mag ich persönlich auch gerne, beschränke seinen Lebensraum aber auf den Rasen, wo es sich mit dem Wiesenschaumkraut kebbeln kann.-Der Boden hier ist entsetzlich fruchtbar, deshalb muß ich mit manchen Pflanzen sehr vorsichtig sein. Zwiebeln werden nicht ganz so schnell zur Pest...Für Trillium wäre der Standort sicher zu sonnig, außerdem blühen sie erst im Juni.Veronica filiformis
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Roscoe cautleoides blüht im Sommer. Ist aber dennoch wunderschön und in solchen milden Gegenden sicher auch standfest.Narzissenmäßig habe ich recht gute Erfahrungen mit Engelstränennarzissen gemacht, z.B. der weißen Narcissus triandrus "Thalia", noch robuster schien mir aber die schwefelgelbe, kleinblütrigere N. triandrus "Hawera".Funktioniert hat bei mir auch Galanthus nivalis gut. Wenn bei dir dort Leucojum aestivum gut wächst, wäre auch Hepatica nobilis sicher ganz gut. Die wachsen häufig in der Natur am gleichen Standort und ergänzen sich recht nett. Korrigiert am 3.02.09: ich meinte Leucojum vernum, den Frühlingsmärzenbecher! L. aestivum (die sog. Sommerknotenblume) wird in der Regel fast sumpfig gepflanzt, was Hepatica überhaupt nicht ab kann. Hepatica steht im Frühling gern etwas feuchter, möchte im Sommer aber auch gern etwas trockener sein. Ich kenne sie vom Naturstandort auf felsigerem, gut drainiertem Untergrund in Buchen-, Eichen- und Fichtenwäldern, wo sie im Frühling häufig auch durch schmeldenden Schnee vernässt wird. Doch steht es dort unter den Bäumen im Sommer etwas trockener...@Silvia: Wo hast du geslesen, dass
) und würde sie mit ihren dicken, nährstoffreichen Zwiebeln nicht der Staunässe aussetzen.Narcisus bulbocodium hat bei mir etwas Schwierigkeiten. Sie kommt eigentlich auf felsigem Grund und/oder torfigen, moorigen Böden. Sie verlangen im Garten einen sonnigen Standort mit durchlässigen (!) Boden, der im Frühjahr zur Blütezeit viel Wasser hält und im Sommer nie ganz austrocknet (aber durchlässig ist). Sie ist wunderschön und vielleicht einen Versuch wert. Falls du sie im Teichüberlauf dauerfeucht erfolgreich versuchst, wäre ich über eine kurze Info hier im Forum sehr dankbar!Liebe Grüße,Iris
dauerhaft große Feuchtigkeit vertragen???Vom Aussehen und natürlichen Verbreitungsgebiet dieser wunderbaren Pflanzen würde ich einen anderen Standort empfehlen.F. raddaena wächst zwischen Felsen und Gestrüpp. SieF. raddeana und F. pallidiflora
(Die Freiland-Schmuckstauden, Ulmer Verlag).F. pallidiflora stuft Kammerlander in Kulturgruppe A ein, als "gedeiht bei gut drainiertem Standort im Freiden, ist jedoch wegen der frühenn Blütenzeit spätfrostgefährdet, sicherer ist die Kultur unter Glas.
" (Die Freiland-Schmuckstauden, Ulmer Verlag).Zumindest von der wunderschönen F. raddaena kenne ich den stolzen Preis (und die Beschaffungsproblemerelativ robuste Art, die in gut drainierten, durchlässigen Böden im Freien zu halten sind. Verwendung im Steingarten, am Rande von Gehölzpflanzungen und im lichten Baumschatten. Diese Arten sollten im Sommer nie völlig austrocknen
Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt?
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Iris: Ich habe mal gelesen, dass N. triandus, und speziell 'Hawara' nur in saurem Boden dauerhaft ist. Das glaube ich vorläufig auch (bis du widersprichst), weil sie in meinem pH-7-Boden die Angewohnheit hat, schon im zweiten Jahr mehr oder minder zu verschwinden. Ich pflanze sie trotzdem und hartnäckig immer wieder, weil ich sie so besonders hübsch finde. Falls aber dem so ist, dann dürfte die Kombination mit kalkliebenden Leberblümchen doch nicht klappen.
Gruß, Mara
Re:Zwiebeln für nasse Böden
@Iris, dass Fritillaria raddeana und F. pallidiflora Feuchtigkeit vertragen, habe ich aus dem RHS 'Blumenzwiebeln und Knollen' von Dumont. Als Standort wird dort bei den beiden Zwiebeln 1 bis 3 angegeben, wobei 1 vollsonnige Lagen und Steingärten angibt und 3 Wälder und Feuchtwiesen. LG Silvia
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Es ist schon enorm, wie sehr die Angaben zu Standortbedingungen in den unterschiedlichen Büchern schwanken. Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, daß ich bei planten mal das Problem mit Nectaroscordum aufgeworfen hatte. Ulmer sagt trockene Böden, RHS sagt feucht und durchlässig... So gesehen habe ich es vorgezogen, hier zu fragen. Es scheint mir oft besser, aus dem Fundus der eigenen Erfahrungen anderer zu lernen als aus den mir vorliegenden Büchern.Zum Beispiel: Hepatica habe ich zusammen mit Leucojum vernum, verschiedenen Cyclamen und Corydalis flexuosa zwischen Lenzrosen stehen. Angeblich alle mit den gleichen Standortvorlieben: feuchter, humoser, kalkhaltiger Boden im Halbschatten. Aber Corydalis flexuosa scheint schon auf der Flucht zu sein...Soweit zu Kombinationen nach Buchwissen.Iris,ich bin in den letzten Tagen nochmal durch ein paar Gärtnereien getingelt. Das hat mir einen Berg Fritillaria imperialis 'Rubra' eingebracht, zum Spottpreis.Narcissus bulbocodium scheint aber überall ausverkauft. Der Erfahrungsbericht muß also noch etwas warten. Ich werde die Reifrocknarzissen aber sicher nächsten Herbst versenken.Obwohl es mich stutzig macht, daß Ulmer als ideale Partner zu Narcissus bulbocodium Hundszahn (Erythronium dens-canis), Enzian (Gentiana acaulis) und Krokusse (Crocus tommasianus und Crocus vernus) empfiehlt. Die Empfehlung hält den eigenen Angaben zu diesen Pflanzen an anderer Stelle nicht stand. Ich weiß nicht, wie oft ich mich schon über dieses Schrottbuch geärgert habe...
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Von meinen Erfahrungen her müßte ich jetzt tatsächlich widersprechen. Narcissus triandrus 'Hawera' und die genannte 'Thalia' waren bei mir - leider nur über 2 Jahre Erfahrung - sehr standfest. Der Boden war staunaß, lehmig, im Sommer eher trocken durch die hohen Kirschbäume (daher auch schattig) und hatte einen pH über 7,6. Im zweiten Jahr kamen sie in einer größeren Vielfalt wieder und beim Ausgraben der Zwiebeln mußte ich feststellen, dass sie gesund und prall waren und sich schon durch Teilung vermehrt hatten oder vermehren konnten. Dennoch sind dafür vielleicht auch noch andere Faktoren verantwortlich und da ich meine Erfahrung leider erst über einen Zeitraum von gut 2 Jahren sammeln konnte, ist sie mit Vorsicht zu genießen.Iris: Ich habe mal gelesen, dass N. triandus, und speziell 'Hawara' nur in saurem Boden dauerhaft ist. Das glaube ich vorläufig auch (bis du widersprichst), weil sie in meinem pH-7-Boden die Angewohnheit hat, schon im zweiten Jahr mehr oder minder zu verschwinden.
Der ist bei mir auch immer geflohen. Ich habe auch öfter gehört und gelesen, dass der etwas heikel und in der Regel wenig standfest ist. Allerdings dachte ich auch, dass der im Gegensatz zu dem bei uns wild vorkommenden Lerchensporn keinen Kalk verträgt und saure, feucht-humose Waldböden bevorzugt.Hepatica hat sich bei mir anfangs etwas schwer getan mit dem Anwachsen. Das lag an der schlechten Qualität der von mir gekauften Pflanzen. Diese waren in reinem Torf großgezogen und hatten kaum Wurzeln. Andere Pflanzen aus einer guten Gärtnerei sind wunderbar eingewachsen und haben sich sehr gut etabliert.Sollten die Cyclamen (ich nehme an, es sind C. coum oder C. hederifolium) irgendwann Schwierigkeiten machen, so würde ich versuchen, sie im Sommer etwas trockener zu "legen". Am Wildstandort trockenen sie im Sommer in der Regel aus und machen eine Ruhepause. Optimal ist daher die Kombination mit laubabwerfenden Bäumen, die sie quasi "trockenlegen", wenn sie im Sommer einziehen.@Silvia: Danke für die Info. Ist tatsächlich interessant, was in der Literatur alles so an verschiedenen Dingen drinsteht. Man weiß gar nicht, ob man sich freuen soll oder nicht: immerhin scheinen nicht alle voneinander abzuschreibenZum Beispiel: Hepatica habe ich zusammen mit Leucojum vernum, verschiedenen Cyclamen und Corydalis flexuosa zwischen Lenzrosen stehen. Angeblich alle mit den gleichen Standortvorlieben: feuchter, humoser, kalkhaltiger Boden im Halbschatten. Aber Corydalis flexuosa scheint schon auf der Flucht zu sein...
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Re:Zwiebeln für nasse Böden
.. von Camassia gibt es noch zwei weitere Arten beim "Hollaender".zumindest Q. quamash ist zierlich und sehr feuchteresistent, allerdings blueht keine C. richtig frueh. Da kommt es draufan, wie schnell die umgebenden Stauden im Fruehjahr in diePuschen kommen. Ich habe C. leichlenii zwischen Herbstastern,was sehr gut geht und C. quamash zwischen niedrigen Astern.Siehe auchhttp://www.bulb.com/springguide98/camassia.aspGruesseCornelia
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Re:Zwiebeln für nasse Böden
Hallo SusanneHab deinen nassen Thread ausgegraben, finde den noch immer interessant. Wie waren denn deine Erfahrungen mit den Narzissen in dem nassen Beet? Was hast Du denn alles ausprobiert?Einen Garten indem alles tolle zu Unkraut wird hätt ich auch gern.Gladiolus palustris (leider spät)könnt ich mir dort vorstellen, aber auch lieber Samen die vertragen das Feuchte dann besser. Hast Du schon den schönen Corydalis cava probiert?Ich hab hier Samen vom Naturstandort (alles zwischen weiß, flieder und violett) gesammelt und ausgesäht. (Der liebt feuchte Orte, kommt aber eigentlich überall zurecht).Dauert so 3/4 Jahre bis zur ersten Blüte. Macht sich aber sehr gut und wird nie lästig. Cardamine bulbifera wär noch eine zierliche Kostbarkeit (optisch) die Feuchtigkeit sehr gut verträgt.Den Winterling hätt ich auch mal (als Samen) probiert.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
Axel
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Jetfire hat sich breitgemacht, Fritillaria rubra hingegen wird immer weniger. In den letzten Jahren habe ich mich um den Teil des Staudenbeetes wenig kümmern können, es ist erst jetzt wieder aktuell.Wie waren denn deine Erfahrungen mit den Narzissen in dem nassen Beet?
Zu wenig...Was hast Du denn alles ausprobiert?
Noch nicht, den habe ich an anderer Stelle... mal sehen, ob ich eine schöne Farbe finde, denn die Pflanze gefällt mir.Hast Du schon den schönen Corydalis cava probiert?
Die steht inzwischen da, ebenso die Winterlinge.Cardamine bulbifera wär noch eine zierliche Kostbarkeit (optisch) die Feuchtigkeit sehr gut verträgt.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Re:Zwiebeln für nasse Böden
Ja, schön dass der Thread aus dem Sumpf wieder hochgeholt wurde
. Ich habe bei der Gelegenheit gleich ein Geschmarri von mir korrigiert. Bitte entschuldigt den fatalen Flüchtigkeitsfehler in meinem Beitrag Nr. 18. Ich habe es zu korrigieren versucht...Liebe Grüße von Iris
Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt?
- Staudo
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Re:Zwiebeln für nasse Böden
Auf dem, was hier als nass gilt wachsen Märzenbecher und Bärlauch.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Zwiebeln für nasse Böden
und sonst nichts!
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
— Robert M. Sapolsky