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Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge (Gelesen 42220 mal)

Vom Unkrautstecher bis zum Aufsitzrasenmäher - alles, was die Arbeit erleichtert. Fragen, Erfahrungen, Berichte

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Querkopf
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

Querkopf » Antwort #150 am:

Noch eine Frage - insbesondere an Staudo und Gartenplaner - zu Akku-Geräten.
Kürzlich habe ich fasziniert zugeguckt, wie der Profi meines Vertrauens mit einem Akku-Hochentaster einen Baum verkleinert hat. Ging ruckzuck - mit meinem manuellen Hochentaster (Japan-Turbosäge) hätte ich mindestens doppelt so lange gebraucht. Mindestens. Als ich das Teil zur Hand nahm, war allerdings klar: Ich könnte damit nicht arbeiten, zu schwer.
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Was wiegen diese Dinger?
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Bei deiner Akkuschere, Gartenplaner, habe ich nachgesehen: 1,25 kg. Meine Handscheren wiegen grad mal 200-300g...
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thuja thujon
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

thuja thujon » Antwort #151 am:

Bei den Akkuhochentastern ist nicht das absolute Gewicht entscheidend, sondern wie sie ausbalanciert sind, wie kopflastig das ist. Ich kenne nur einen von Stihl und mit dem schneide ich nicht gerne, weil es eine Plackerei ist. 30 Minuten sind kein Problem, aber danach wird es Mist.
Teleskophandsägen haben das gleiche Problem.

Normale Schere, meine wiegt 900g, der Akku dazu 2240g. Da lässt sich ein ganzer Tag mit schneiden.

Gibts mittlerweile auch mit Verlängerung: https://www.youtube.com/watch?v=HZRym9JftS4
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hobab
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #152 am:

Meine wiegt mit Akku 1360g - liegt gut in der Hand und läuft ewig. Ich brauch die vor allem für Gehölzschnitt bei Stellen wo man nicht, oder unbequem rankommt, man also keine Kraft einsetzen kann: unbequeme Winkel, etwa, oder zu weit für den Arm, zu wenig Platz für Teleskopschere. Da ist die super, der Schnitt sauber. Lieber schneide ich mit der Felco, aber für viele Situationen ist die Akkuschere ein netter Luxus. Was auch gut ist: man braucht nicht zusätzlich die Astschere rumschleppen - was die kann, kann die Akkuschere meist genauso gut.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #153 am:

Wie gewünscht: drei Universaljäter, links eher das Modell für Mitarbeiter, die gerne Werkzeug liegen lassen, Spieß und Allzweckschere.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

thuja thujon » Antwort #154 am:

Ja, hier übernimmt die Akkuschere auch die Aufgabe der Astschere, geht bis rund 5cm, bei Weichholz wie Weide auch 7. Astschere benutze ich kaum noch, auch vor der Akkuschere kaum. Eigentlich nur noch wenn gehäckselt wird, damit es in den Trichter passt. Also einmal vorher durch den Haufen und danach greifbar hinstellen. Astschere ist mehr was wenn Gemeinschaftsarbeiten sind mit vielen Personen anstehen, Stadt putzt sich usw, dafür habe ich noch ein halbes Dutzend rumstehen.

Die Jäter, danke fürs Foto, das ist mit auf den Knien rumrutschen verbunden, eigentlich eine Arbeit, die ich möglichst vermeide. Gelingt ganz gut, kommt im Jahr nur sehr wenig vor. Liegt aber auch am Garten/Bepflanzung.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #155 am:

Naja, sind halt Kundengärten die man eher im Sechswochenabstand besucht. Nicht alle wollen Mulch…
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

Querkopf » Antwort #156 am:

Danke auch von mir fürs Foto, hobab.
Mit "Spieß" konnte ich zunächst nix anfangen. Aber das Bild hilft: Es ist das, was mir als "Unkrautstecher" geläufig ist.

Meine wichtigsten Jätewerkzeuge sind diese:
Bild
Von unten nach oben: Zweizackgabel - Unkrautstecher - Minispaten.
Die Gabel ist ständig im Einsatz. Der Unkrautstecher kommt hinzu, wenn ich hebeln muss, bei größeren Löwenzähnen z. B. oder beim Bäumchenausreißen ("Stecher" ist eine ungenaue Bezeichnung, denn die Spitze schneidet nicht, sie ist stumpf). Und der Minispaten ist fürs ganze Harte, z. B. für anfangs übersehene und schon größere Eichensämlinge, bei denen tiefes Hebeln zählt.

Einen "Universaljäter" hab' ich auch. Aber den finde ich hier im Lehm wenig nützlich, er liegt irgendwo rum.
hobab hat geschrieben: 18. Sep 2026, 18:46...Lieber schneide ich mit der Felco, aber für viele Situationen ist die Akkuschere ein netter Luxus. ...
So wie du den Akkuscheren-Einsatz schilderst, scheint mir die für meine Zwecke entbehrlich. Erstens ist sie verdammt schwer. Zweitens benutze ich für schwierige Gehölzschnitt-Situationen gerne kleine Klappsägen, bei denen man den Schnittwinkel verstellen kann. Ok, das dauert länger als ein Scherenschnitt - aber dieses Mehr an Zeit kann ich mir als Hobbygärtnerin ja gönnen ;)...
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #157 am:

Die kleine Klappsäge, oder eher die Säge mit Plasteholster am Gürtel benutze ich auch, aber eher wenn es mir wichtig ist saubere Schnitte zu setzen. Oft schneide ich mir der Akku vor und säge dann. Es kommt auf den Baum an: bei verbauten Gehölzen ist die Akkuschere eine echte Arbeitserleichterung. Bei gut durchkultivierten brauche ich sie kaum.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

Querkopf » Antwort #158 am:

Nochmal danke, hobab.
Das ist eine gute Entscheidungshilfe :).
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

Blush » Antwort #159 am:

Querkopf, kannst Du zur kleinen Klappsäge bei der der Schnittwinkel einzustellen ist, bitte mehr erzählen? So etwas könnte ich gut gebrauchen. Eine ganz kleine Klappsäge habe ich, Felco, und auch eine größere von Silky. Silky-Sägen haben ein sehr feines Schnittbild, die finde ich wirklich gut. Etwas mit verstellbarem Winkel könnte noch eine prima Erleichterung sein.

Ich habe ich übrigens bei allem, was ich mal wieder im Hocken erledige, tt "im Ohr", ob's wohl nicht mit langem Stiel ginge. Vor allem dann, wenn mir die Beine lahm werden. ;D
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

thuja thujon » Antwort #160 am:

Beine lahm, Knie kaputt, gibt ja vieles, vor allem schafft man auch kaum Meter. Muss man zwar nicht immer, aber wenn man fertig wird, bevor das Unkraut hinten wieder am Hinterm kitzelt, ist das schon besser.

Ich glaube kaum, dass man bei einer Klappsäge den Schnittwinkel einstellen kann. Also ja, Hand drehen. Wenn das Sägeblatt für die enge Stelle zu breit ist, entweder wie hobab den Weg freischneiden oder dünneres Sägeblatt benutzen. Silky Tsurugi etwa. Weg freischneiden ist oft kompromisslos, aber effektiv.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #161 am:

Wir schaffen da schon Meter - zumal bei Stauden, anders als im Gemüsebau vielleicht, es nicht sinnvoll ist mit Geräten mit Stiel zu arbeiten. Die sind zu ungenau und man wühlt unnötig viel Erde auf, was wieder dafür sorgt das Unkrautsamen ans Licht kommen und sofort keimen. Wegen solcher Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen werden weder Grubber noch Schuffel eingesetzt (letzteres höchstens auf Wegen) - das waren die Werkzeuge der 70er. Leider ist deren Einsatz immer noch schwer aus den Köpfen zu kriegen, immer wieder werden neu angelegte Staudenbeete von angestellten Pflegekräften beim Unkraut machen vernichtet, die dabei die Wurzeln der Stauden zerstören und gezielt den Unkrautwuchs fördern - das braucht ja gestörte Böden.
Aber natürlich nimmt man schon mal die Hacke bei komplett zugewachsenen Flächen ohne Stauden. Da pflanze ich aber nie direkt rein, auch bei frisch umgebrochener Erde nicht, sondern warte immer bis die erste Unkrautrunde hochgewachsen ist. Dann gehts wieder auf die Knie…
Ist ja alles nichts neues, aber jede Sparte hat halt ihre eigenen Techniken.
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

thuja thujon » Antwort #162 am:

Verstehe ich, ist aber ein falscher Umgang mit der Hacke. Ich arbeite nach dem pflanzen rund 2cm tief, später, wenn die Pflanzen etabliert sind, wird mit der Hacke an der Oberfläche oder bis 1cm gearbeitet. Kein stupides auf den Boden einschlagen in der Hoffnung, mit groben Schollen das Unkraut zu verschütten und dabei noch viel mehr Unkrautsamen an die Oberfläche zu holen.

Das funktioniert auch nur im Garten oder wenn man dranbleiben kann, nicht mit 6 Wochen Abstand.

Beispiel im Vorbeet, 20. April, erste mal hacken im 2 Blattstadium
Zuckerrüben 20260420.jpeg

2 Hackdurchgänge später, diesmal mit Grubber verschüttet statt gehackt und für eine offene Bodenoberfläche
Zuckerrüben 20260509.jpeg
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Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

hobab » Antwort #163 am:

Versteh ich auch - beim Gemüsebeet: aber wenn da überall Pflanzen mit unterschiedlicher Größe und Wuchsform stehen würden, sieht es schon ganz anders aus. Versuch mal aus Aster pansos ‚Snowflurry‘ mit der Hacke die Vogelmiere rauszuhauen. Die keimt nach zwei Wochen wieder, die Aster ist tot und hat sich hier noch nie versamt. Oder zwischen hohen Astern Quecke rausholen - ist da die Hacke sinnvoll? Nur wenn man Astern hasst….
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Besonders körperschonende Methoden, Techniken oder Werkzeuge

Blush » Antwort #164 am:

Die letzten Beispiele von Dir, hobab, verstehe ich selbstverständlich. Ich hacke aber auch zwischen Stauden flach, zum Beispiel nach Beregnung oder Regen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Also die Kapillarwirkung zu unterbrechen. Oder ist das auch schon nicht mehr aktueller Kenntnisstand? Bei den Unkräutern versuche ich zu unterscheiden, welches ich durch Unterschneiden mit der Blatthacke effektiv entfernen und liegen lassen kann und welches ich vom Beet entfernen muss, weil's sonst wieder anwächst.

Die Säge schaue ich mir an und bin trotzdem gespannt auf Querkopfs Säge.
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