Ich bin vor zwanzig Jahren im Herbst mit der Gärtnerei umgezogen. Dazu haben wir alle Pflanzen abgeschnitten und das Mypex von den alten Flächen geräumt. Übrig blieben nackter Boden und Berge von Staudenschnitt, auch und gerade verblühte Asternstängel. In den anschließenden Jahren standen auf der Fläche tausende Rau- und Glattblattastern in allen bekannten Farben und Höhen. Irgendwo hier im Forum gibt es auch Bilder davon. Mittlerweile wächst auf der Fläche Wiese ohne eine einzige Aster.Mottischa hat geschrieben: ↑22. Okt 2026, 07:40 Mir wurde übrigens geraten meine Novi-Belgii komplett rauszureißen, da sie immerhin invasiv ist und in der Schweiz schon verboten ist, hier tlw. auf der schwarzen Liste steht. Andererseits ist sie spät im Jahr für Insekten hilfreich, daher möchte ich das eigentlich nicht tun und achte darauf, dass sie nicht aus dem Garten abhaut. Wie steht ihr dazu?
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Astern (Gelesen 327796 mal)
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Re: Astern
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Re: Astern
Also meinst du dass maßlos übertrieben wird?
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Re: Astern
Astern verwildern nicht oft, aber Symphyotrichum lanceolatum sieht man schon an und zu. Keiner verbietet exotische Pflanzen, nur weil sie exotisch sind. Verboten wird einmsl meist nur der Verkauf, nicht der Besitz und dann auch nur Pflanzen die invasiv sind, wie eben die Hanfpalme im Tessin. Die machen jetzt ja nicht für jede Region ein Extragesetz…
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Re: Astern
Ich kenne verwilderte Astern nur von dort, wo Gartenabfälle entsorgt wurden. Vermutlich verschwinden die Astern auch an solchen Stellen nach einigen Jahren wieder.
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Re: Astern
Ich habe beim Spaziergang tatsächlich eine Aster hier am Ortsrand an einem renaturiertem Bachlauf entdeckt. Vermutlich ist es ein Sämling aus einem der nahegelegenen Gärten. Ob sich die dauerhaft etabliert, weiß ich nicht, aber ob da nun ein Dickicht von Schilf, Brennnesseln, Brombeeren, Schachtelhalm, Mädesüß oder eben Goldruten und Astern steht, dürfte relativ egal sein. Ansonsten kommen dort seit ein paar Jahren unglaublich viele Erlensämlinge hoch, nicht einzelne Bäume, sondern wirklich ein wildes, fast undurchdringliches Dickicht. Die Fläche soll sich selbst überlassen werden, aber ob das dauerhaft funktioniert?! Natürlich gilt es, konkurrenzschwache Naturräume wie Trockenrasen oder Almwiesen zu schützen, aber solche Ruderalstandorte werden ohnehin nur von wenigen Pionierarten erobert, bis sich irgendwann die Bedingungen ändern.
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Re: Astern
Da geht es um weit mehr als den Verkauf, du darfst dir auch keine neue Topfpalme in den Garten stellen.
Die Schweizer regeln aber auch das Setzen von Astern. Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... er_Schweiz
Aster novi-belgii aggr. ist in der Schweiz verboten. Im Vergleich zu einer Palme überlebt eine Aster den Winter viel leichter.
Da gibt es eine Reihe von Pflanzen, die in D im Garten sind und in der Schweiz verboten, zB Schmetterlingsstrauch
LG Horst
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Re: Astern
Ja, nicht zu unrecht, wenn man mal gesehen hat, wie das Scheißzeug ganze Hänge bedeckt…
Und in dem von dir eingestellten Link steht: „Bestehende Pflanzen sind davon grundsätzlich nicht betroffen, es muss jedoch sichergestellt werden, dass (bei Gartenumbau etc.) eine Weiterverbreitung ausgeschlossen ist.[3]“
Sehr vernünftig!
Und in dem von dir eingestellten Link steht: „Bestehende Pflanzen sind davon grundsätzlich nicht betroffen, es muss jedoch sichergestellt werden, dass (bei Gartenumbau etc.) eine Weiterverbreitung ausgeschlossen ist.[3]“
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Rokko21
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Re: Astern
Ich schneide Rauh- und Glattblattastern immer nach der Blüte ab, weil ich mich nicht mit den Sämlingen plagen will. Das geht alles in die Kompostieranlage, dort sterben bei der Heißrotte auch alle Samen ab.
- hobab
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Re: Astern
Gestaltet sich oft schwierig, weil die meist noch in der Blüte versamen. Mir fällt es schwer die letzten Blüten des Jahres zu opfern...
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Re: Astern
Hier hat man schon Probleme, Glattblattastern und andere überhaupt durch den Sommer zu kriegen.
Es fällt auch kaum eine Aster um, weil sie nicht so hoch werden.
Problematisch sehe ich vielleicht stark ausläufernde Astern, wo jedes Stück wieder anwächst.
Die Alpenbereiche sind halt auch speziell, viele konkurrenzarme Pflanzengesellschaften (Almwiesen) mit trotzdem regelmäßigem Niederschlag. Da fühlt sich die Aster wohl wohl.
Es fällt auch kaum eine Aster um, weil sie nicht so hoch werden.
Problematisch sehe ich vielleicht stark ausläufernde Astern, wo jedes Stück wieder anwächst.
Die Alpenbereiche sind halt auch speziell, viele konkurrenzarme Pflanzengesellschaften (Almwiesen) mit trotzdem regelmäßigem Niederschlag. Da fühlt sich die Aster wohl wohl.
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Re: Astern
Hm, meine tw. ausläufernden Glattblattastern haben mir in diesem Jahr wieder richtig viel Freude gemacht - und waren eine ganze Zeit die Hauptnahrung vieler Bienchen, so ein Betrieb. Und das gehört verboten??
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Re: Astern
Aster novi belgii "Karminkuppel" ist jetzt auch fest etabliert und macht nette Sämlinge, die sich gut verschenken lassen. Aufgrund ihrer mittleren Höhe nervt sie auch nicht. Die Rauhblattaster "Rosa Sieger" macht auch schöne Sämlinge, die sind tw. hübscher als das Original, aber die pinziere ich zeitig im Jahr, ist ein Monster.
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Re: Astern
Was ist denn das für eine schöne Chrysantheme auf Bild 1?
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Re: Astern
.Mediterraneus hat geschrieben: ↑23. Okt 2026, 09:09 ...vielleicht stark ausläufernde Astern, wo jedes Stück wieder anwächst...
Auf einer kleinen feuchten Wiese (Neckarersatzbiotop) sah ich früher im Vorbeifahren immer einen "verwilderten" Bestand Glattblättriger. Hoch, klein-/viel-/spätblühend, vital, hellstes Lila in div. Tönen. Bevor es dann dort mit den Arbeiten für ein bekanntes umstrittenes Bahnprojekt losging, habe ich ein paar Abstiche geholt und in Garten-Randecken gepflanzt.
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Samen eher moderat aus, dabei sind allerdings Individuen, deren Wucherei ich schon als äußerst aggressiv bezeichnen würde. Entfernen ist nicht unmöglich, aber Arbeit. Bei Trockenheit werden sie halt nur einem statt zwei Metern, über Kahlfraß durch Schnecken lacht das Wurzelgeflecht. Nix was ich in der freien Natur wissen wollte.
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In den Gartenhybridensorten scheinen solche Typen, bis auf Ausnahmen (e. g. `Vasterival´), nur wenig Einfluss gefunden zu haben. Zumindest habe ich bei schon reichlich gesehenen Sämlingen keine bemerkt, die sich in die Richtung gemendelt haben.
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PS, am ursprünglichen Standort ist seit >zehn Jahren Baustelle, Aster finis. Könnte man vmtl. als Schlag gegen einen potentiellen Invasoren ansehen. Andererseits war dort an sonnigen Tagen insektenmäßig Hochbetrieb, fanden so spät sonst nix mehr. Wenns mal fertig ist, wird das auch drumrum nicht mehr anders werden. Keine Ahnung was besser war/ist, eh egal.
- Mediterraneus
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Re: Astern
Du solltest nach den Bauarbeiten vielleicht guerrillamäßig tätig werden 
In urbanem Bereich könnte sie ja wuchern.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
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