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Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde (Gelesen 39460 mal)

Lebendiger Boden, natürliche Düngemittel und fruchtbare Mulchwirtschaft
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Microcitrus
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Microcitrus » Antwort #285 am:

Staudo hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:12 So dreckige Ware kaufen nur noch alte Leute, die das von früher kennen.
Muss halt mit Brimborium verkauft werden:
"Torffrei dafür mit frisch aktivierten Mikronährstoffen" ;D ;D ;D

Braucht aber Bedienung wie frisches Brot durch die Brotschneidemaschine jagen. Auch ein neuer Trend.
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hobab
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

hobab » Antwort #286 am:

Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch, das dürfte mit Fogponics kaum möglich sein.
Die Idee an sich ist gut, mir gefällt vor allem, dass die Anwachsrate sicher bedeutend besser ist als mit Torfkultursubstrat. Da verliert man ja manchmal die Hälfte der gekauften Pflanzen. Wurzelnackte oder in lokale Erden gepflanzte Stauden wachsen dagegen zu fast 100 % an.
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Microcitrus
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Microcitrus » Antwort #287 am:

Staudo hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:12 So dreckige Ware kaufen nur noch alte Leute, die das von früher kennen.
Muss halt mit Brimborium verkauft werden:
"Torffrei, dafür mit frisch aktivierten Mikronährstoffen" ;D ;D ;D

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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Microcitrus » Antwort #288 am:

hobab hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:28 Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch, das dürfte mit Fogponics kaum möglich sein.
Mit Fogponics die Anzucht. Dann Umstellung zur Wasserpflanze (die dann natürlich regelmäßige Feinüberbrausung oder Ebbe-Flut-System zwecks Sauerstoffversorgung braucht.) Ist aber arbeitsintensiver fürs Marktstandl. Und ob das angelernte Baumarktverkäuferinnen schaffen?
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Gartenplaner » Antwort #289 am:

Floris hat geschrieben: 9. Jan 2026, 22:30 …die Neugier geweckt, …
Ja, ist sie, deshalb:
Gartenplaner hat geschrieben: 8. Jan 2026, 22:39
Dann führe Quellen für aktuelle Beschreibungen an, auf die man eine deiner Meinung nach redliche Meinung aufbauen könnte.
Mir fällt einfach nur „Geraune“ auf, das subtil versucht, Gepostetes in Richtung inkompetent zu rücken.
Ohne weiter Begründung, Erklärung, Ausführung.
Das finde ich ziemlich unredlich.
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Re: Geplantes Verbot von Torf für Blumenerde

Floris » Antwort #290 am:

hobab hat geschrieben: 10. Jan 2026, 09:28 Wird schon dran scheitern, das so verkaufte Ware kaum lagerfähig ist. Stauden stehen oft Monate auf dem Tisch
Nicht nur die: "Früher" wurden z. B. Stiefmütterchen, Bellis und auch Semperflorensbegonien, also die Arten die in einem relativ kurzen Zeitraum in erheblichen Mengen benötigt wurden, im Freiland im Boden angebaut, zum Verkauf ausgegraben und in Kisten gesetzt. Die Aufbewahrung ging auch ein paar Tage lang gut, reichte bei denen um sie z. B. dem benachbarten Lebensmittelgeschäft hinzustellen. Ebenso gerupfte und verpackte Gemüsejungpflanzen oder Astern- und Zinnienjungpflanzen.
Die Pflanzbeete wurden vorab aber auch hergerichtet, unter anderem mit Torf. Die Wurzelballen hielten später damit einfach besser als im reinen Boden. Vermutlich war der Torfverbrauch pro Pflanze dabei aber geringer als bei Topfkulturen. Aber auch bei denen bestand das Substrat damals nicht fast vollständig aus Torf.
Eine Erleichterung bei der Kulturführung war die Umstellung auf Industrieerden schon. Was war das immer ein Theater, geeignete Landerde für die Praxismischungen zu bekommen. Kam schon mal vor, dass die Kultur ähnlich scheußlich aussah wie Jahre später in einer Versuchsanstalt zum Thema Torfersatz...
Ich habe auch noch Erdkultur bei Azaleen und Eriken gesehen. Oder auch bei Topfchrysanthemen für Allerheiligen: im Beet kultiviert, Anfang Oktober ausgegraben, eingetopft und ins Gewächshaus gestellt. Bis die Anfang November blühten waren die Blätter vergilbt und wurden durch untergesteckte Mahonientriebe ersetzt.
Es gab noch andere Gründe den Anbau im Freilandboden aufzugeben: Irgendwann hat man sich Myconcentrospora, Fusarium oder eine andere Pest eingefangen und dann war eh Schluss.
Ich sehe daher durchaus Möglichkeiten, den Torfverbrauch zu verringern, die Notwendigkeit für das Totalverbot nicht.
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