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Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 1. Okt 2026, 14:15
von Hans-Herbert
Speciosus und sativus.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 1. Okt 2026, 21:49
von Norna
Antida hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 12:20 Bei mir blüht der erste C. speciosus. Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Herbstkrokusse gibt!

Haben die alle die gleichen Ansprüche?
Ich dachte, die brauchen Sonne, aber Euren Fotos nach zu urteilen eher nicht?
Nein, die Ansprüche der Herbstkrokusarten sind teilweise doch sehr unterschiedlich, da sollte man sich vor einem Pflanzversuch informieren. Crocus goulimyi soll z.B. weniger winterhart sein. Am Niederrhein hält er ja offensichtlich aus, bei dir könnte das anders aussehen.
Der erste weiße Crocus speciosus ist unterm Walnussbaum aufgeblüht, da hat er aber schnell flach gelegen. Standfestere Krokusse wie Crocus pulchellus kann man aber auch gut im Halbschatten pflanzen. Viele meiner Krokusse haben sich durch Selbstaussaat ihren Standort ausgesucht, da hatte ich kein Wörtchen mitzureden. Am liebsten scheinen sie sich aber in den Rasen auszusäen

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 1. Okt 2026, 22:15
von Staudo
Hier übernimmt Crocus kotschyanus die Wiesen in schattigeren Bereichen. An dieser Stelle noch einmal die Warnung: Niemals Crocus kotschyanus aus Massenvermehrung kaufen. Die wachsen zwar gut, blühen aber nicht.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 1. Okt 2026, 22:22
von rocambole
C. banaticus mag es hier auch etwas schattiger, kommt in den hinteren Reihen unter der Walnuss reichlich als Sämlinge hoch. Da ich sie sehen will, habe ich sie wieder in vorderste Reihe mit wenig Nachmittagssonne gerückt.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 1. Okt 2026, 23:02
von Norna
Staudo hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 22:15 Hier übernimmt Crocus kotschyanus die Wiesen in schattigeren Bereichen. An dieser Stelle noch einmal die Warnung: Niemals Crocus kotschyanus aus Massenvermehrung kaufen. Die wachsen zwar gut, blühen aber nicht.
Meine sind ja alle aus Saat gezogen, die bekommt man aber auch nicht überall. Was würdest du denn als Bezugsquelle empfehlen? Die meisten Anbieter von Krokusknollen sind ja wohl nur Wiederverkäufer und damit in der Regel auch von Crocus kotschyanus aus Massenvermehrung.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 2. Okt 2026, 06:21
von Staudo
Norna hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 23:02 Was würdest du denn als Bezugsquelle empfehlen?
Gartenfreunde, bei denen sie jetzt blühen. Sie lassen sich recht gut blühend verpflanzen, setzen halt ein Jahr mit der Blüte aus.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 2. Okt 2026, 13:35
von Kasbek
Das, was Eugenijus Dambrauskas als Crocus kotschyanus ssp. kotschyanus verkauft, gehört offenkundig nicht zu den Nichtblühern. Foto von 2024 hier:
viewtopic.php?p=4232933#p4232933

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 3. Okt 2026, 12:59
von rocambole
Hier blühen die ersten C. speciosus, dieser Trupp in der Einfahrt ist schon recht ansehnlich und macht sich als Solodarsteller recht gut :D.
Crocus speciosus.jpg

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 3. Okt 2026, 17:40
von Antida
Norna hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 21:49
Antida hat geschrieben: ↑1. Okt 2026, 12:20 Bei mir blüht der erste C. speciosus. Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Herbstkrokusse gibt!

Haben die alle die gleichen Ansprüche?
Ich dachte, die brauchen Sonne, aber Euren Fotos nach zu urteilen eher nicht?
Nein, die Ansprüche der Herbstkrokusarten sind teilweise doch sehr unterschiedlich, da sollte man sich vor einem Pflanzversuch informieren. Crocus goulimyi soll z.B. weniger winterhart sein. Am Niederrhein hält er ja offensichtlich aus, bei dir könnte das anders aussehen.
Danke, Norna!

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 4. Okt 2026, 16:20
von Hans-Herbert
Crocus speciosus bei schönem Herbstwetter.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 4. Okt 2026, 18:09
von Norna
Die sind ja schön standfest bei dir!

Crocus ´Zephyr´ wird mal als Crocus pulchellus, mal als Hybride angegeben, weiß jemand da Genaueres? In meinem Garten kippt er auch an schattigen Standorten nie.

Bild

Ein Stück weiter im Beet, aber auch im Rasen sind weiße Sämlinge davon aufgetaucht.

Bild

Bild

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 4. Okt 2026, 19:46
von rocambole
Dito hier weiße Sämlinge, inzwischen sicher 20. Dies spricht doch eigentlich für eine Hybride, wenn sie bei uns gleichartig andersfarbige Sämlinge hervorbringt.

Ich bin immer noch dabei, den Zephyr wieder loszuwerden :P. Er drohte alle anderen herbstblühenden irgendwann zu überrennen mit seinen unzähligen Nachkommen über Brutzwiebeln ... der weiße vermehrt sich zurückhaltend und darf bleiben.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 5. Okt 2026, 12:42
von Kasbek
Hier haben die Nager (von denen ich am Sonntagmorgen wieder mal einen in der Falle hatte :D :D ) an beiden Stellen, wo ich die aus Hamburg hierhergelangten 'Zephyr' versenkt habe, den Bestand etwas dezimiert, aber es blühen immer noch erfreulich viele. Das darf auch gerne so bleiben ;)
knorbs hat geschrieben: ↑25. Sep 2026, 16:34 Obwohl ich früher sehr viel banaticus ausgesät hatte, war nie ein richtiger weißer dabei. Es tauchen zwar ab und zu sehr helle Typen auf, aber eben kein richtig weißer.
Im neuen Crocus-Buch schreibt Janis Ruksans, daß er von C. banaticus nur die Samen von 'First Snow' und 'Snowdrift', also seinen beiden weißen Sorten, gezielt aussät. Die Sämlinge seien überwiegend blau, aber pro Topf gebe es im Regelfall auch mindestens einen weißen. Die Anlage für Weiß scheint also sehr rezessiv vererbt zu werden, wenn selbst die Nachkommenschaft der weißen Sorten weitgehend blau aussieht – aber auf diese Weise könnte sie eben verborgen über etliche Generationen von blauen vererbt werden.

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 5. Okt 2026, 12:48
von Kasbek
Norna hat geschrieben: ↑4. Okt 2026, 18:09 Crocus ´Zephyr´ wird mal als Crocus pulchellus, mal als Hybride angegeben, weiß jemand da Genaueres?
Darüber hatten wir uns schon mal den Kopf zerbrochen:
viewtopic.php?p=3771958#p3771958

Re: Herbstkrokusse

Verfasst: 5. Okt 2026, 14:25
von rocambole
Kasbek hat geschrieben: ↑5. Okt 2026, 12:42 Im neuen Crocus-Buch schreibt Janis Ruksans, daß er von C. banaticus nur die Samen von 'First Snow' und 'Snowdrift', also seinen beiden weißen Sorten, gezielt aussät. Die Sämlinge seien überwiegend blau, aber pro Topf gebe es im Regelfall auch mindestens einen weißen. Die Anlage für Weiß scheint also sehr rezessiv vererbt zu werden, wenn selbst die Nachkommenschaft der weißen Sorten weitgehend blau aussieht – aber auf diese Weise könnte sie eben verborgen über etliche Generationen von blauen vererbt werden.
In dem Fall ist aber weiß dominant und blau rezessiv, zumindest wenn gezielt mit Pollen von weißen bestäubt wird ??? Bzw. wenn weiß rezessiv ist und Bienchen oder der Wind die Bestäubung übernehmen, sollte weiß und blau ca. zur Hälfte fallen, da Pollen von weißen direkt vor Ort sind und von den blauen erst herbeigeflogen werden müssen?
Vielleicht ist ja auch mehr als ein Gen für die Entstehung von weiß erforderlich, dass würde die Verteilung erklären.