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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 13060 mal)

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Nox
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Nox » Antwort #465 am:

Ja das ist doch spannend ! Wahrscheinlich ist sie an Ort und Stelle ausgesät sogar noch robuster, weil sie ihre Pfahlwurzel nach unten schicken kann.
Ich habe gerade meine Tochter in Luxemburg besucht und die erzählte mir, dass die meisten Ausländer dort aus Portugal kommen .... Ganz schön tief eingeschnittene Täler gibt es dort.
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semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #466 am:

Nox hat geschrieben: 18. Aug 2026, 16:21
semicolon hat geschrieben: 18. Aug 2026, 14:12
Dann probiere doch direkt eine der robusteren Sorten aus? An der Kälte kann es bei euch schonmal nicht liegen. Könnte mir aber auch vorstellen, dass Bretagne im Winter deutlich feuchter ist als bei uns? Ich hatte bisher noch nie Probleme, weder zurückfrieren noch irgenwelche Krankheiten, und wir hatten jetzt eine Reihe an üblen Wintern mit bis zu -10° und meine damals einzigen beiden Sorten sind nicht für besondere Winterhärte bekannt. Generell werden innerstädtisch seit Jahren keine Oleander mehr eingeräumt. Mir sind schon einige tote Kübel-Orangen oder geschädigte Oliven begegnet, Oleander sahen bisher aber immer gut aus.
Bei uns hier im Winter kann es in der Nacht -3°C bis -5°C geben. Ganz kalt sagen wir, wenn es dann einige Zeit tagsüber auch nicht mehr taut. Aber es gibt halt sehr viel Regen. Welche robusten Sorten in Bezug auf Pilzfestigkeit kennst Du denn ?
-5 ist für die meisten Oleander ein Kinderspiel, selbst wenn es Tage anhält. Es muss also unmittelbar mit der Feuchtigkeit zutun haben. Zu der Pilzfestigkeit kann ich Dir leider keinen zuverlässigen Tipp geben aber auf Deine Beschreibung würde die Oleanderblattfleckenkrankheit am ehesten passen (ausgelöst durch einen Pilz) oder Oleanderkrebs (latente bakterielle Infektion). Beide haben unmittelbar mit Feuchtigkeit zutun (noch ein Grund mehr, Oleander trocken zu kultivieren). Rein intuitiv würde ich eine starkwüchsige Sorte mit nicht sehr dichtem Wuchs nehmen, definitiv keine kompakte oder Zwergsorte. Bei mir performt 'Dr. Ragionieri' extrem gut, gilt zwar nicht als extrem winterhart, steht aber seit Jahren bei Wind und Wetter unter freiem Himmel und hat auch sehr regenfeste Blüte in sensationeller Farbe. Mit 'Villa Romaine' machst Du definitiv nichts falsch - ist so der goldene Standard für Mitteleuropa. Ebenso 'Italia'. 'Provence'/'Souvenir de Michel' sind extrem wüchsig und robust, aber durch die gefüllte Blüte etwas regenempfindlicher. Bei Gelben wäre ich vorsichtig, hier ist m.M. am ehesten 'Luteum Plenum' geeignet - hat gefüllte aber ziemlich robuste Blüten und sogar leichten Duft. 'Atlas' und 'Atlas Nain de Tidili' haben in Mitteleuropa die beste Winterhärte überhaupt - letzterer gilt zwar als eine zwergige Mutation, ich empfinde die Pflanze aber noch als "luftig genug" und vor allem hat sie sehr festes Gewebe. Bei Weißblütigen kann ich leider nichts sagen - persönliche Antipathien ;-). Ebenso wäre ich mit den wunderschönen Gotsis-Sorten vorsichtig - griechische Herkunft und oft übertrieben riesige Blüten sprechen nicht für Robustheit.

Und ich würde die Pflanze definitiv sehr mineralisch und durchlässig kultivieren, unbedingt kalkig, dafür aber mit Dünger aufpassen.

Aus der Verwandtschaft kann ich Dir einen Sämling der Alstonia yunnanensis anbieten. Eine "baumförmige Miniaturmischung" aus Oleander und Plumerie, reichhaltige aber dezente Blüte, gute Performance bei gefrierender Nässe und super Hitzebeständigkeit.
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Buddelkönigin
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Buddelkönigin » Antwort #467 am:

Ja, der Thread geht offenbar tatsächlich fast komplett in Richtung Exoten... schade. Das ist dann nicht mehr meins... ich hatte das Thema anders verstanden.
Ist aber voll OK.
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Mediterraneus
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Mediterraneus » Antwort #468 am:

Ich denke, die meisten von uns werden mit Oleander im Freiland eher Schiffbruch erleiden, nur die allerwintermildesten Gebiete in D könnten gehen. Und natürlich die südlich und westlich angrenzenden Nachbarn. Nox hat denk ich mit die besten Chancen.

Zum Thema Exoten, ich denke, unser Klima ändert sich, also brauchen wir Pflanzen, die dazu passen. Und was ist dann der Unterschied zwischen seltener Pflanze und Exot.

Momentan kommen mir einige Gartenbilder hier mit satt grünen Staudenbeeten fast exotischer vor, als mancher sogenannter Exot ansich. Meine Hanfpalmen haben keine Probleme mit der momentanen Witterung, Taglilien und Clematis jedoch schon gewaltig.

Wir müssen halt weiterhin unsere frostigen Winter berücksichtigen.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #469 am:

So sehe ich das auch, Oleander find ich nicht so spannend, der wird noch lange keine Rolle spielen - zumal ich den Verdacht habe, das sein Durst als Containerpflanze nicht auf einmal verschwindet, wenn er ausgepflanzt wird. Mein Vermutung wäre, dass er tiefe Wurzel in wasserhaltige Schichten schiebt, wo er dann weiter säuft. Bei uns gibt es leider normalerweise keine wasserhaltige Schichten.
Aber generell Exoten auf künftige Klimaeignung abzuklopfen, das ist definitiv lohnenswert und finde ich sehr spannend. In manchen Regionen funktioniert manches halt schon, in anderen noch nicht. Das ist aber genauso auch mit der Trockenverträglichkeit stinknormaler Gartenpflanzen in verschiedenen Regionen.
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