Brainstorming, was überwinternd bei mir in Frage kommt und zu welchem Zeitpunkt:
Wenn man im Oktober erst einsät, dann bleiben mir nur Wintergetreide oder Winterwicke. Dafür reicht es bei gemulchten Beeten aus, das Saatgut unter den Mulch zu streuen und ein wenig anzudrücken. Macht kaum Arbeit.
Im August ist mir Spinat und Mangold schon recht gut als überwinternde ZF vor einiger Zeit gelungen. Das möchte ich in einem meiner sechs Hochbeete dieses Jahr noch machen. Mit anderem Blattgemüse wie Bärlauch und Blütenknospen vom Grünkohl für grüne Lasagne gut zu verwenden.
Ringelblume wäre eventuell noch spätestens Anfang September möglich ohne zu erfrieren, aber gezielt habe ich das noch nicht versucht. Nur zufällig hat das schon funktioniert bei mir.
Weißklee und Co wäre möglich, aber nicht bei gemulchten Beeten. Außerdem habe ich schon viel Leguminosen in meiner Fruchtfolge. Also eher nicht meines.
Winterlauch zwischen / unter die Paprika geht gut. Die entwickeln sich dann aber nur zu brauchbar großen Stangen, wenn die Pflanzen nicht zu spät in die Zwischenreihen gepflanzt werden. Im Schatten unter voll etablierten Paprika wachsen sie nicht weiter, die starten dann über den Winter erst richtig durch. Aber frischen Lauch im April kann man immer gebrauchen.
Feldsalat wäre noch möglich, aber den bekomme ich vom Timing selten gut flächendeckend hin.
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Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter (Gelesen 119111 mal)
Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Weiß ich nicht mehr, vermutlich mitte Oktober.Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑5. Mai 2026, 01:53 "...im Herbst..." = ? (also wann konkret ausgesät?)
Roggen kann man gut von September bis Ende Oktober säen. Je nach Witterung auch länger. Winterweizen geht auch recht lange. Die Entwicklung im Frühjahr bleibt dann natürlich etwas zurück,
Gräser sind im Gemüsegarten die Gründüngung der Wahl. Beste Bodenstruktur, keine/kaum Verwandschaft mir Kulturplfanzen, überjähriger Anbau möglich wenn die meisten Kulturen abgeräumt sind.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Zwischen "erst" im Oktober bis "auch länger (als Ende Oktober)" tut sich ja noch nen gewisser Spielraum auf - der aber für Tomaten z.B. auch die flächige Aussaat ohne Zwischensaatgehampel möglich macht...
Geht Winterweizen länger als (Winter-)Roggen...?
Und sind mit "Gräsern" tatsächlich GRÄSER gemeint oder Getreide...?
Danke für den Praxis-Tipp mit Aussaat unter Mulch-Deckschicht als Erd-Ersatz: Wie dick darf der zu dem Zeitpunkt denn noch sein?
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Ich hab schon vom Landwirt gehört, der seinen Winterweizen kurz vor Weihnachten in der fränkischen Schweiz gesät hat und eine gute Ernte hatte.
Wenn man zum Pflanz/Säzeitpunkt im Frühjahr dann nur unbestockte Pflanzen hat, muss jeder für sich entscheiden, ob es das Wert ist.
Weizen und Roggen gibt sich bzgl. Säzeitpunkt aber im allgemeinen nicht viel, meiner Erfahrung nach jedenfalls. Tendenziell geht Weizen etwas länger.
Mit Gräsern meine ich Gräser inkl. der Süßgräßer, also auch Getreide.
Weidelgras hab ich auch schon probiert. Geht, sollte aber im September schon in den Boden. Und es ist schwerer zu bearbeiten als Getreide.
Wenn man zum Pflanz/Säzeitpunkt im Frühjahr dann nur unbestockte Pflanzen hat, muss jeder für sich entscheiden, ob es das Wert ist.
Weizen und Roggen gibt sich bzgl. Säzeitpunkt aber im allgemeinen nicht viel, meiner Erfahrung nach jedenfalls. Tendenziell geht Weizen etwas länger.
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Weidelgras hab ich auch schon probiert. Geht, sollte aber im September schon in den Boden. Und es ist schwerer zu bearbeiten als Getreide.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Vom Profi lernen hieße also hier: Dünner aussäen, damit die Getreide-Süßgräser Platz zum Bestocken haben - oder gar mal (in welcher Größe am besten?) mit irgendwas drüberrollen, damit es Bruchstellen zum Seiten-Triebbilden gibt... 
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Ab Mitte September wirds feucht, da kann man wirklich nur ausstreuen und bisschen anwalzen, es keimt trotzdem.
Gerade Gräser brauchen Luftfeuchtigkeit zum keimen, dann kommen die zuverlässig. Trotzdem nicht die Ablagetiefe vernachlässigen wegen Wurzelarchitektur.
Ich habe noch nicht alle Gräser durch, Roggen zB macht hier wenig Sinn, da nimmt Weizen mehr N im Herbst auf. Und gerne auch nicht nur Gräser zum auflockern, sondern auch Zeit. Also auch mal nach Paprika im Frühjahr bis gut Mitte April nichts, Brache, danach Mais. Oder noch im November wenn es trocken genug ist einen Weizen. Ist in Gemüsefruchtfolgen definitiv Phytosanitär. Es gibt kaum eine bessere Aufräumfrucht wie Gras, die noch weniger Arbeit macht und sich so vielseitig verwenden lässt.
Beim Weizen kann man sich die Frage stellen, was gibt der Standort her. Winterweichweizen oder geht auch Winterhartweizen? Wechselweizen oder Sommerweichweizen oder Sommerhartweizen?
Die Gräser bieten mehr als man denkt, kann man durchaus auch mal als eine Hauptkultur einplanen. Bringt evtl mehr Punkte als Kleegras in einer Buschbohnen oder Erbsenfruchtfolge. Oder zB nach Kohlrabi Mais und im Winter mit dem Rasenmäher Reste kleinmachen, wenn es den ersten Frost gibt untergraben und im Frühjahr ab März Kartoffeln dort rein.
Und dann ist da noch Sandhafer gegen Nematoden, Miscanthus zum häckseln, Reis...
Gerade Gräser brauchen Luftfeuchtigkeit zum keimen, dann kommen die zuverlässig. Trotzdem nicht die Ablagetiefe vernachlässigen wegen Wurzelarchitektur.
Ich habe noch nicht alle Gräser durch, Roggen zB macht hier wenig Sinn, da nimmt Weizen mehr N im Herbst auf. Und gerne auch nicht nur Gräser zum auflockern, sondern auch Zeit. Also auch mal nach Paprika im Frühjahr bis gut Mitte April nichts, Brache, danach Mais. Oder noch im November wenn es trocken genug ist einen Weizen. Ist in Gemüsefruchtfolgen definitiv Phytosanitär. Es gibt kaum eine bessere Aufräumfrucht wie Gras, die noch weniger Arbeit macht und sich so vielseitig verwenden lässt.
Beim Weizen kann man sich die Frage stellen, was gibt der Standort her. Winterweichweizen oder geht auch Winterhartweizen? Wechselweizen oder Sommerweichweizen oder Sommerhartweizen?
Die Gräser bieten mehr als man denkt, kann man durchaus auch mal als eine Hauptkultur einplanen. Bringt evtl mehr Punkte als Kleegras in einer Buschbohnen oder Erbsenfruchtfolge. Oder zB nach Kohlrabi Mais und im Winter mit dem Rasenmäher Reste kleinmachen, wenn es den ersten Frost gibt untergraben und im Frühjahr ab März Kartoffeln dort rein.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
Sollte man nicht vergessen, dass es das gibt. Aber die Sorten oder Getreidearten sind schon unterschiedlich, also wenn man spät sät und eine Sorte hat die nicht gut bestockt, muss dichter gesät werden.Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑13. Mai 2026, 23:34Dünner aussäen, damit die Getreide-Süßgräser Platz zum Bestocken haben
Der Zeitpunkt spielt da mit rein, die Saatstärke, es muss alles passen. Nichts ist schlimmer als ein Gründüngerbestand, der zu früh gesät wurde , zu dicht ist und deshalb abstirbt, bevor er seine Aufgabe erfüllen konnte. Im Gegensatz dazu können einzelne gut entwickelte Einzelsteher in einem lückigen Bestand auf die Fläche betrachtet nicht das rausholen, was ein dichter oder optimaler Bestand leisten kann.
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