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Lubera - Äpfel (Gelesen 168616 mal)
Moderator: cydorian
Re: Lubera - Äpfel
Ist der Era pilzresistent?
Lubera schreibt, reif ab ca Mitte September, braucht er noch Zeit um mehr Süße zu bekommen?
Lubera schreibt, reif ab ca Mitte September, braucht er noch Zeit um mehr Süße zu bekommen?
Grün ist die Hoffnung
- Aella
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Re: Lubera - Äpfel
Ja, bisher keinerlei Probleme mit Pilzkrankheiten.
Hier in der Gegend ist er definitiv früher reif. Ab September wird er am Baum mehlig und nichtssagend im Geschmack. Verliert zwar Säure, aber bekommt nicht mehr Zucker.
Hier in der Gegend ist er definitiv früher reif. Ab September wird er am Baum mehlig und nichtssagend im Geschmack. Verliert zwar Säure, aber bekommt nicht mehr Zucker.
Eigentlich kennen wir uns nur vom säen.
- Elro
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Re: Lubera - Äpfel
Roeschen1 hat geschrieben: ↑14. Aug 2020, 12:10
Ist der Era pilzresistent?
Lubera schreibt, reif ab ca Mitte September, braucht er noch Zeit um mehr Süße zu bekommen?
Ich möchte mal behaupten, daß alle rotfleischigen Äpfel säuerlich sind, das muß an dem roten Farbstoff liegen.
Ist doch kein Problem, Sauerkirschen und Johannisbeeren sind auch sauer ;)
Liebe Grüße Elke
Re: Lubera - Äpfel
Rote Johannisbeeren sind mir zu sauer, dagegen ist Baya Marisa schon süß, besonders fruchtiger Geschmack und bedeutend besser als Redlove Odysso oder Baya Franconia, wobei letzterer auch nur halb so groß ist, um nicht winzig zu sagen.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
- Elro
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Re: Lubera - Äpfel
Ich habe Baya Marisa auch aber außer, daß ich die Sorte ca. zwei Wochen später als den Roten Mond ernte merke ich da keinen Unterschied im Geschmack. Die sind sich so ähnlich.
Liebe Grüße Elke
- cydorian
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Re: Lubera - Äpfel
Elro hat geschrieben: ↑14. Aug 2020, 21:18
Ich möchte mal behaupten, daß alle rotfleischigen Äpfel säuerlich sind, das muß an dem roten Farbstoff liegen.
Die Produktion des roten Stoffs scheint Energie zu benötigen, die bei der Synthese anderer Inhaltsstoffe fehlt, unter anderem sind die Zuckergehalte aller roter Sorten höchstens mässig. Süss schmecken können sie aber aber trotzdem, aber nicht weil viel Zucker da ist, sondern weil die Säure schnell abgebaut wird oder von Anfang an niedrig. Allerdings wirkt das dann oft ausgezehrt und die Lagerfähigkeit ist mies, auch wieder nicht sehr erfreulich.
Das gilt sogar ein wenig für die Schale. Schwächeres Aroma und etwas weniger Zucker haben auch fast alle Mutanten ältere Sorten, die stärkere Schalenfarbe haben. Alter Berlepsch und roter Berlepsch, Gravensteiner... in der Parallelverkostung merkt man es.
Re: Lubera - Äpfel
Welche Sorte mit rotem Fruchtfleisch und Schale eignet sich zum Trocknen von Apfelringen?
Habt ihr ein Tipp?
Ist der Rote Mond eine Alternative zu den roten Luberaäpfeln?
Habt ihr ein Tipp?
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Re: Lubera - Äpfel
Technisch gesehen trocknen alle gut. Was gewünscht wird, ist in ganz starkem Masse Geschmackssache. Manche Leute lieben die Säure, die auch Gewürze verträgt, sie lieben die Farbe. Manchen schmeckt nur eine Süssigkeit. Manche gleichen aus, tauchen die Ringe erst in Zuckerlösung oder Zitronensaft.
Re: Lubera - Äpfel
Ein Apfel, der frisch schon kein Aroma hat, wird auch getrocknet nicht überzeugen, ohne eigene Säure ist ein Apfel langweilig.
Mit Zucker und Zitrone nachzuhelfen, gefällt mir nicht.
Du hast schon Erfahrung damit, welches sind deine Sorten für Apfelringe?
Mit Zucker und Zitrone nachzuhelfen, gefällt mir nicht.
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Re: Lubera - Äpfel
Wie gesagt, Geschmackssache. Erlaubt ist schliesslich alles, auch verändern mit Gewürzen oder Säure oder Zucker. Ich erkenne zum Beispiel die spezifischen Aromen einer Sorte nicht mehr in der Trockenware wieder, deshalb sind auch Aromasorten nicht die erste Wahl bei mir. Aromen von aussen können dagegen sehr apart sein, Sachen wie besagte Zitrone, aber auch etwas Zimt, Nelken, Honig.
Richtig getrocknet sind alle Äpfel geeignet. Ich hau die in den Ofen, siehe Bild. Und trockne alles, am liebsten Herbstsorten die sowieso nur kurz haltbar sind und schon etwas Säureabbau haben. Davon kann man am meisten essen :-) Und ehrlich: Es ist vor allem eine Übermengenverwertung mit viel Handarbeitskosten. Die Lubera-Sorten, um die es hier geht, haben eine grosse Bandbreite, die sind da keine Ausnahme. Rotfleischiges habe ich nur einmal probiert, die Farbe halt wieder, war auch als Chips etwas prickelnd und stechend. Vielleicht auch sehr lecker, wenn man sie vor dem trocknen mit Zuckerlösung bestricht.

Richtig getrocknet sind alle Äpfel geeignet. Ich hau die in den Ofen, siehe Bild. Und trockne alles, am liebsten Herbstsorten die sowieso nur kurz haltbar sind und schon etwas Säureabbau haben. Davon kann man am meisten essen :-) Und ehrlich: Es ist vor allem eine Übermengenverwertung mit viel Handarbeitskosten. Die Lubera-Sorten, um die es hier geht, haben eine grosse Bandbreite, die sind da keine Ausnahme. Rotfleischiges habe ich nur einmal probiert, die Farbe halt wieder, war auch als Chips etwas prickelnd und stechend. Vielleicht auch sehr lecker, wenn man sie vor dem trocknen mit Zuckerlösung bestricht.
Re: Lubera - Äpfel
Deine Konstruktion ist einmalig, werde ich auf jeden Fall nachbauen.
Hast du einen bestimmten Hobel, damit die Scheiben so schön gleichmäßig sind?
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Re: Lubera - Äpfel
Ich nehme dafür eine in Ehren gereifte Julienne mit Hobeleinsatz. Leider ist da unglaublich schlechter Schrott Standard geworden, billigst in China hergestellt und hier mit einem Etikett veredelt.
Für Äpfel ist nur zu beachten, dass sie eine etwas breitere Hobelfläche hat.
Für Äpfel ist nur zu beachten, dass sie eine etwas breitere Hobelfläche hat.
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Herr Döpfel
Re: Lubera - Äpfel
Elro hat geschrieben: ↑14. Aug 2020, 21:18
Ich möchte mal behaupten, daß alle rotfleischigen Äpfel säuerlich sind, das muß an dem roten Farbstoff liegen.
Das kann sein, begründet aber keine Kausalität.
Die einfachste Erklärung für das Phänomen wäre, dass die Merkmale rotes Fruchtfleisch und mangelnder Zucker gekoppelt vererbt werden, also dass die verantwortlichen Gene zumindest mal auf einem gemeinsamen Chromosom liegen. In dem Fall ist die freie Merkmalkombination, wie sie Mendel beobachtet hat, aufgehoben.
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Re: Lubera - Äpfel
Nein, Zucker haben die modernen rotfleischigen Sorten genug. Baya Marisa wird mit 15 Brix (hoher Wert) und einem Säuregehalt von 8 g/l angegeben (hoher Wert).
Franconia (Lagersorte) hat ähnliche Brix-Werten, die aber in der Lagerung steigen. Genussreife wird mit November angegeben. Dann hat er max 17 Brix. Der Säuregehalt liegt bei der Ernte aber so bei 10 g/l, sinkt aber bis zur Genussreife auf 8 g/l. Im März fällt der Gehalt auf 4 g/l. Da sollte er schon recht süß schmecken. (Werte beziehen sich auf Erfahrungen im CA-Lager).
Weirouge (Roter Mond) dümpelt mit 10 Brix (mittelguter Wert) und einem Säuregehalt von 11 g/l in einer anderen Liga.
Bedenke, Franconia und Marisa sind Abkömmlinge von Weirouge.
Zuckergehalt und Anthocyangehalt sind somit nicht miteinander gekoppelt.
Franconia (Lagersorte) hat ähnliche Brix-Werten, die aber in der Lagerung steigen. Genussreife wird mit November angegeben. Dann hat er max 17 Brix. Der Säuregehalt liegt bei der Ernte aber so bei 10 g/l, sinkt aber bis zur Genussreife auf 8 g/l. Im März fällt der Gehalt auf 4 g/l. Da sollte er schon recht süß schmecken. (Werte beziehen sich auf Erfahrungen im CA-Lager).
Weirouge (Roter Mond) dümpelt mit 10 Brix (mittelguter Wert) und einem Säuregehalt von 11 g/l in einer anderen Liga.
Bedenke, Franconia und Marisa sind Abkömmlinge von Weirouge.
Zuckergehalt und Anthocyangehalt sind somit nicht miteinander gekoppelt.
Re: Lubera - Äpfel
Na, da bin ich ja auf die erste Kostprobe von Odysso und Franconia gespannt. Mit Marisa war ich letztes Jahr schon zufrieden, wobei die dünnen Äste kaum einen Apfel tragen können, hab ich alles anbinden müssen.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx