News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Staudenpflanzung in Sand (Gelesen 12191 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- oile
- Beiträge: 32748
- Registriert: 9. Jan 2004, 20:13
- Höhe über NHN: 35 m
- Bodenart: sandig
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
-
Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Staudenpflanzung in Sand
Ich habe lange mit Split (Grauwacke) gemulcht. Der verschwindet mit der Zeit im Boden. Die Kiesschüttung aus meinen ersten, ahnungslosen, Gartenjahren macht sich auch nur noch als Hindernis bei jedem Grabeversuch bemerkbar.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Don't feed the troll!
Don't feed the troll!
- hobab
- Beiträge: 5828
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Verdichtung wahrscheinlich, oder Lehmschichten weiter unten, wenn Wasser stehen bleibt.
Das Konzept von Sandpflanzungen ist es vor allem in der Anwachsphase Konkurrenz auszuschließen und eben auch Feuchtigkeit zu halten, sie sind nicht für die Dauer gedacht: die Idee ist da eher, das in den ersten Jahren sich die Pflanzung schließt, so dass das Unkraut, das sich auch im Sand irgendwann festsetzt, weniger Chancen hat. Typische Anwendung wäre zum Beispiel das Umwandeln von Rasenfläche: da kann man direkt auf den Rasen 15 cm Sand schütten und einpflanzen.
Bei Sandboden würde ich nicht noch oben drauf mehr Sand schmeißen, sondern eher Split. In dem keimt das Unkrautsaatgut deutlich länger nicht und dazu noch schlechter als im Sand. Und wenn man vorher noch Lehm in den Sand einarbeitet, noch besser.
Was Oile schreibt stimmt: auch Splitt hält nicht ewig, und wenn man nicht die richtige Schichtung macht mit 32/45er, dann 8/16er vermischt mit etwas Boden in die gepflanzt wird und dann noch eine Mulchschicht aus beispielsweise 3/5 er, wandert der Stein nach unten: daher eher nicht gröber als 8/16er Körnung
Das Konzept von Sandpflanzungen ist es vor allem in der Anwachsphase Konkurrenz auszuschließen und eben auch Feuchtigkeit zu halten, sie sind nicht für die Dauer gedacht: die Idee ist da eher, das in den ersten Jahren sich die Pflanzung schließt, so dass das Unkraut, das sich auch im Sand irgendwann festsetzt, weniger Chancen hat. Typische Anwendung wäre zum Beispiel das Umwandeln von Rasenfläche: da kann man direkt auf den Rasen 15 cm Sand schütten und einpflanzen.
Bei Sandboden würde ich nicht noch oben drauf mehr Sand schmeißen, sondern eher Split. In dem keimt das Unkrautsaatgut deutlich länger nicht und dazu noch schlechter als im Sand. Und wenn man vorher noch Lehm in den Sand einarbeitet, noch besser.
Was Oile schreibt stimmt: auch Splitt hält nicht ewig, und wenn man nicht die richtige Schichtung macht mit 32/45er, dann 8/16er vermischt mit etwas Boden in die gepflanzt wird und dann noch eine Mulchschicht aus beispielsweise 3/5 er, wandert der Stein nach unten: daher eher nicht gröber als 8/16er Körnung
Berlin, 7b, Sand
- thuja thujon
- Beiträge: 24618
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Wenn Wasser stehen bleibt: wenns keine Verdichtungen darunter gibt, kommt hydrophober Sand in Frage. Da umhüllt das Bodenleben die Sand- und Humuspartikel mit Wachsen, deshalb wirds Wasserabweisend.
Mit ein Grund, warum der Sand zum abdecken unbedingt humusfrei sein sollte.
Mit ein Grund, warum der Sand zum abdecken unbedingt humusfrei sein sollte.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- Mediterraneus
- Beiträge: 30082
- Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
- Region: Südspessart
- Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
- Bodenart: Roter Buntsandstein
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Deshalb unbedingt die feine Körnung (ich nehm nur noch die 3-8mm), durch feine Steinchen kann ich mit jedem Spaten und jedem Handschäufelchen einfach durchstechen.
Gröberer Kies verkantet, das bleibt ein ewiges Hinderniss,noch dazu verletzt man sich daran.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
- hobab
- Beiträge: 5828
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Hydrophobber Sand dürfte es immer mehr geben, mulchen wäre da auch ein Mittel gegen - auch Sand, oder Splitt.
Der feine Splitt hat den Nachteil, das da eben doch das Unkraut keimen kann, daher nehme ich lieber 8/16er, stört etwas beim Pflanzen, aber ich leg Beete meist in einem Rutsch an und pflanz nicht so oft nach und nehm das gern in Kauf, wenn es dafür weniger Wildwuchs gibt.
Und grade das Verkanten ist ja ein Grund Splittt zu nehmen, mit der harten Schicht oben haben es Hirse und Franzosenkraut schwer durchzukommen, wenn sie es doch schaffen zu keimen.
Der feine Splitt hat den Nachteil, das da eben doch das Unkraut keimen kann, daher nehme ich lieber 8/16er, stört etwas beim Pflanzen, aber ich leg Beete meist in einem Rutsch an und pflanz nicht so oft nach und nehm das gern in Kauf, wenn es dafür weniger Wildwuchs gibt.
Und grade das Verkanten ist ja ein Grund Splittt zu nehmen, mit der harten Schicht oben haben es Hirse und Franzosenkraut schwer durchzukommen, wenn sie es doch schaffen zu keimen.
Berlin, 7b, Sand
- thuja thujon
- Beiträge: 24618
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Die meisten Unkräuter keimen nur aus einer gewissen Tiefe. Die Triebkraft und Vorräte im Samenkorn sind begrenzt, irgendwann zu Ende. Eine Fingerhirse schafft es nicht aus 10cm Tiefe nach oben zu kommen. Die jeweilig relevanten Tiefen kann man in Büchern nachlesen. Meist sind es nicht viel mehr wie 4cm.
Das muss halt abgedeckt werden, dann funktioniert die Geschichte initial. Anfliegende Samenunkräuter wie Löwenzahn oder Kreuzkraut nisten sich dann ein, wenn es mal 4-5 Tage feucht an der Oberfläche vom Split ist. Dauer die Nässe nicht so lange an, keimen die Samen an und vertrocknen, bevor sie Fuß gefasst haben.
Das muss halt abgedeckt werden, dann funktioniert die Geschichte initial. Anfliegende Samenunkräuter wie Löwenzahn oder Kreuzkraut nisten sich dann ein, wenn es mal 4-5 Tage feucht an der Oberfläche vom Split ist. Dauer die Nässe nicht so lange an, keimen die Samen an und vertrocknen, bevor sie Fuß gefasst haben.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- hobab
- Beiträge: 5828
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Staudenpflanzung in Sand
Genau - und da sich im feinen 3/5 die Feuchtigkeit besser hält, schaffen sie bei etwas längerer feuchten Witterung zu keimen und findet dann auch tiefer noch Feuchte. Der Vorteil bei Sand ist das sich gekeimtes Zeug leicht rausziehen lässt, nicht so sehr das nichts keimt. Es keimt weniger, aber schon was, bei groben Splitt ist in der Regel ein paar Jahre Ruhe (erkauft natürlich mit der aufwendigeren Vorarbeit)
Berlin, 7b, Sand