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Meconopsis gammelt weg :-( (Gelesen 1453 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Meconopsis gammelt weg :-(
Hallo zusammen,ich habe Frage zu meinen kläglichen Meconopsis, vielleicht kennt ja jemand die Antwort und Hilfe:Ich habe mit einigem Erfolg kleine M. grandis und betonicofolia aus Samen gezogen, dazu einen M. betonicofolia aus dem Baumarkt und zwei M. sheldonii von einer Gartenschau geplanzt. Nach wenigen Wochen im Freiland fing das Elend an: Zunächst wurden an den sheldonii einige Blätter grauschwarz und papierdünn, dann immer mehr und auch an den anderen Pflanzen. Im Baumarkt habe ich mir dann ein Mittel gegen Pilze andrehen lassen, aber wenn das Pilze sind, haben die nur kräftig gelacht... Jetzt ist der eine sheldonii wohl in den ewigen Jagdgründen, die meisten Sämlinge auch schon, nur der eine sheldonii und der gekaufte betonicofolia bekommen ein paar neue Blätter.Gegossen habe ich eigentlich immer gut, die Wurzeln waren auch in der Hitze ab Mitte Juni nicht ganz trocken.Was kann das sein? Vor allem: Was kann ich machen, um den Rest noch zu retten, damit ich nächstes Jahr ein paar Blüten sehe?Danke!Andreas
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
hallo + willkommen hier im forum andreas
tja die meconopsen...wir sind halt nicht im himalaya
. was du beschreibst habe ich heuer auch erlebt. meine sämlinge von m. grandis, die heuer blühstärke erreichten faulten weg wie nix...genau das schadbild, das du auch beschreibst. es setzte schon ein vor der hitzeperiode im juni/juli, wo es zumindest hier in franken sehr nass + zu kalt war. wahrscheinlich hatte tatsächlich ein schadpilz zugeschlagen. die dann einsetzende hitze gab den geschwächten pflanzen den rest. gießen allein hilft da auch nichts, weil meconopsis eine hohe luftfeuchtigkeit braucht. jedenfalls sind soweit ich das überblicke meine ganzen meconopsis hinüber, selbst der als dauerhaft erklärte m x sheldonii von der gärtnerei kruchem. den hab ich erst die tage als verfaulten strunk aus dem boden gezogen
. ich finde mich damit ab, dass das hiesige klima eben meconopsisfeindlich ist. es kann mal ein-zwei jahre geben, wo's klappt, aber längerfristig eben nicht, auch wenn man ständig für nachschub durch sämlingsanzucht sorgt. aus deinem alias schließe ich, dass dein garten evtl. vom nordseeklima beeinflusst ist, dann würde ich nicht so schnell die flinte ins korn werfen...dort klappt das bestimmt, auch wenn mal was schief läuft.
z6b
sapere aude, incipe
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Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Hallo Knorbs und danke für die freundliche Begrüßung!Ich fühle mich hier schon ganz zu Hause :DZum Thema: Nicht Nord-, aber Ostsee (Kiel).Ich hoffe, dass das hier auch etwas wird!
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
sag mal was zum pflanzstandort (licht, boden). wie sieht's denn mit der luftfeuchtigkeit aus da oben in kiel...an heißen tagen...würd mich unabhängig vom thema mal interessieren, ob an sonnigen tagen sich das bemerkbar macht.
z6b
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Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Die Meconopsis habe ich in Erde auf Torfbasis mit etwas Hornspäne gesetzt, was ihnen zunächst auch ganz gut zu bekommen schien. Die Erde in unserem Garten scheint mir stellenweise etwas mager und zu sein. Ich werde da in empflindlichen Bereichen mit Kompost nacharbeiten müssen.Das Licht war zunächst ein Problem; Ich dachte, es wäre lichter Schatten, bis dann ab Juni die Sonne nur so brannte. Aber seitdem ich zwei Windspiele davor gesetzt habe, ist es nur phasenweise sonnig, meist Halbschatten. Luftfeuchte habe ich teilweise durch Sprühnebel erzeugt, aber ich hatte das Gefühl, dass ich dem Pilz damit noch den Turbo angeschaltet habe, so dass im mich jetzt stark zurückhalte.Generell ist bei uns die natürlich feuchter als im Binnenland, vor allem bei anhaltendem Westwind, wie wir ihn zwei Drittel des Jahres haben. Das merkt man dann, wenn es bei ähnlichen Temperaturen im Süden deutlich milder ist. Meist ist es bei uns aber 3 bis 5 Grad kälter als im Süden, was im Sommer sehr angenehm ist.Wenn wir Ostwind haben, haben wir meist andauerndes, gutes Wetter mit verhältnismäßig trockener Luft. Gemessen habe ich das aber noch nicht, alles nur gefühlt...Die Sonnenscheindauer - um mit einem Vorurteil aufzuräumen, das selbst viele Kieler glauben - ist bei uns an der Küste teilweise deutlich höher als im Binnenland, weil wir durch den fast ständigen Wind und die beiden Meere mehr Wechsel haben.So, das soll es jetzt mit der Klimabeschreibung erst einmal gewesen sein
.
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
hast du die hornspäne in das substrat reingemischt oder oberflächlich aufgestreut? im substrat könnten die der "turbo" für einen schadpilz gewesen sein.danke für die infos...ich vermute mal bei den meconopsen...je höher die luftfeuchtigkeit, desto sonniger kann der pflanzplatz sein.
z6b
sapere aude, incipe
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Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Wenn du mal die Suchfunktion benutzt, Nordlicht, findest du etliche Beiträge zu den Meconopsen. Scheint nach wie vor nicht ganz klar zu sein, welche Bedingungen diese Pflanzen eigentlich brauchen. In einem Jahr meinst du, du hättest die Kultur im Griff und erfreust dich an den unvergleichlichen Blüten, im anderen Jahr dann wieder Totalausfall. Wenn man solche Pflanzen halten will, wird man sich wohl damit abfinden müssen. 
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
hast du die hornspäne in das substrat reingemischt oder oberflächlich aufgestreut? im substrat könnten die der "turbo" für einen schadpilz gewesen sein.Aha, das wird dann also vielleicht gewesen sein... Dabei hatten wir am selben Tag wie die sheldonii auch eine Rose gekauft, für die uns das der Händler so empfohlen hatte. Ich dachte, dass das, was für die Rosen gut ist (die sieht zwar anders, aber auch nicht gut aus...) für die nährstoffbedürftigen Meconopsis (das habe ich in alten Beiträgen gelesen, glaube ich) nicht falsch sein kann.Ich glaube, das nächste Mal bekommen die nur torfige Erde und ab und zu etwas Flüssigdünger.
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Ich hab jetzt gezögert, ob ich dazu noch was sagen soll, aber was solls. Ich hab ja den blauen Mohn schon ca. 15 Jahre im Garten, habe die letzten Jahre den Nachwuchs selbst ausgesät und damit schon etwas Erfahrung mittlerweile.Also, was der blaue Mohn liebt ist, wie oben schon gesagt, Halbschatten bis Schatten, feuchte Luft, Kühle, Helligkeit, saure Erde, feuchte Erde, lockere Erde.Was er haßt: Knallhitze, Knallsonne, trockene Erde, tierischen Dünger.Im Schachengarten standen so schöne Pflanzen, soooo toll sind sie in meiner Berliner Sandwüste nie
aber immerhin verliere ich die Pflanzen nur, wenn ich vergesse, Schneckenkorn zu streuen, wenn die Pflanzen noch klein sind (so wie dieses Jahr
). Mein Meconopsis steht in reiner Moorbeeterde in einem Minimoorbeet, in dem die Erde ständig feucht ist, da am Grund des eingegrabenen Holzfasses durchlöcherte Wasserkanister sind. Da die Erde nie austrocknet, ist auch die Luftfeuchtigkeit höher. Gedüngt wird nur in der Wachstumsphase und nur mit Flüssigdünger. Ich will jetzt nicht behaupten, dass blauer Mohn nur in Moorbeeten wächst
es ist halt ideal für die Gegend, in der ich wohne (Berlin) und für die Erde, in der ich gärtnere (Sand).
- Dateianhänge
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- Meconopsis_horridula_-_Schachen.JPG (32.4 KiB) 147 mal betrachtet
Nur langweilige Naturen sind frei von Widersprüchen.
(Erich Mühsam 1878-1934)
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Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Ach Quatsch knorbses kann mal ein-zwei jahre geben, wo's klappt, aber längerfristig eben nicht, auch wenn man ständig für nachschub durch sämlingsanzucht sorgt.
Nur langweilige Naturen sind frei von Widersprüchen.
(Erich Mühsam 1878-1934)
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Re:Meconopsis gammelt weg :-(
Weil du oben M. horridula zeigst, Irm - der ist aber doch wohl nur zweijährig, oder? Der hat mich am Schachen schwer beeindruckt! 
Re:Meconopsis gammelt weg :-(
ja, der stirbt nach der Blüte definitiv. Ich hatte ihn mehrere Jahre im Garten, aber niemals in so einem wunderbaren Blau !! Mich hat er auf dem Schachen auch unglaublich beeindruckt
deshalb nochmal das Foto hier ...
Nur langweilige Naturen sind frei von Widersprüchen.
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