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einige Fragen zur Topfkultur (Gelesen 4780 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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carabea
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einige Fragen zur Topfkultur

carabea »

Sieht so aus, als ob ich nun die nächste Stufe des Rosenfiebers erreiche... :DRosen in die Töpfe - möglichst dauerhaft!Über die Suchfunktion habe ich nicht genug finden können.Ich weiss, dass die Töpfe möglichst groß und hoch sein müssen. Genügend Wasserablauf durch Tonscherben, Perlite u. ä. sowie Schutz im Winter ist auch klar.Nehmt Ihr Rosenerde, Kübelpflanzenerde, normale "Blumenerde"?Mein Kompost reicht dafür keinesfalls aus, also selbst mischen ist nicht.Hornspäne, Dünger, Gebete beim Pflanzen?Wie oft muss umgetopft werden?Funktionieren Leckerlis wie die berühmt-berüchtigte Bananenschalen-Eierschalen-Mischung auch im Topf oder fault das Zeugs dann?Gibt es sonst noch irgendwelche Unterschiede zu "freilaufenden" Rosen zu beachten?....noch wäre Zeit, die Herbstbestellungen zu erweitern... :-[ ;)
liebe Grüße von carabea
Raphaela

Re:einige Fragen zur Topfkultur

Raphaela » Antwort #1 am:

Ich mische die Erdec selbst und versuche immer wenigstens ein Drittel Gartenerde dabei zu verwenden. Ganz gute Erfahrungen hab ich mit "Winter-Streu" in Form von Lavasplitt als Beimischung gemacht. Gibt´s wahrscheinlich wieder ab Oktober ganz günstig in diversen Baumärkten ;) Der Rest wird mit normaler Blumenerde (sollte aber gute sein, die nicht unbedingt teuer sein muß, am besten vorher im Freiland testen!) und vielleicht noch etwas grobem Sand aufgefüllt.Ganz wichtig ist regelmäßiges Düngen (das vergess ich zu oft ::))Topfrosen dürfen ruhig einmal wöchentlich Flüssigdünger haben. Gut scheint es zu sein, zwischendurch auch mal selbstangesetzte Kräuterjauchen (Beinwell!) zu verabreichen statt immer nur Fertigzeug.Größere Mengen noch nicht verrotteter organischer Dünger hab ich mich noch nicht getraut in Töpfe zu packen. Als reifer Kompost sind Banane und Co aber auch ein Festessen für Topfrosen :) Dann natürlich mal eine Weile keinen Flüssigdünger geben, sonst werden sie überdingt.Im Frühjahr bekommen die Topfrosen natürlich auch einen EL Rosendünger (bei feuchtem Wetter leicht einarbeiten).Das hält ca. vier bis acht Wochen vor (je nach Pflanzen- und Topfgröße), danach gibt´s dann Flüssigdünger oder selbst angesetzte Jauchen.Für Topfrosen besonders wichtig ist dann noch Kalimagnesia im Herbst.Bei der Überwinterung ist Trockenheit ein wichtiger Faktor: Mir sind z.B. noch keine Topfrosen wirklich erfroren aber einige ertrunken ::)Besonders bei Standorten an der Hauswand kann es zu Problemen führen wenn die achrinne überläuft oder der Regen plötzlich doch mal aus einer anderen Richtung kommt. Wenn sowas mal passiert müssen die Töpfe erstmal frostfrei aufgestellt werden (bis sie einigermaßen abgetrocknet sind) denn so gut wie keine Rose überlebt Frost wenn der Kübel bis zum Rand unter Wasser steht :-\So und nun erzähl mal was du alles Schönes bestellen willst! 8)
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Sarzine
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

Sarzine » Antwort #2 am:

Für Topfrosen besonders wichtig ist dann noch Kalimagnesia im Herbst.
Dumme Frage: Ist nicht schon Herbst? Soll heissen: wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kalimagnesia zu geben?
freiburgbalkon

Re:einige Fragen zur Topfkultur

freiburgbalkon » Antwort #3 am:

Also so gut füttern wie Raphaela tu ich meine Topfrosen nicht. Ich gebe Ihnen Langzeitvolldünger (Azet) im März und im Juni und im September Kalimagnesia. Weil ich Unkraut rausrupfe und auch Regenwürmer in den Kübeln sind, schrumpt die Erde, dann tue ich neue obendrauf. Ich nehme Bio-Universalerde ohne Torf mit Ökuhum?? Wahrscheinlich mit Kokosfasern oder so. Ist recht strukturstabil und wird für alles empfohlen. Aber ich hab meine Kübel auch erst seit Oktober 06 oder später.
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kaieric
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

kaieric » Antwort #4 am:

ich habe meine gloire de dijon - jeder sollte eine haben ;D btw 8) ;D..auch eine sdm :D natürlich ;D..die papillon hat ja eh schon jeder 8)..gelle, marcir ;) - seit 15 jahren in einem holzfass.die erde wurde nie ausgetauscht, natürlich weiss ich nun nicht mehr genau, welche ich damals nahm ::)...aber bestimmt keine spezielle selbstangefertigte mischung, sondern vermutlich handelsübliche rosenerde. unten rein kamen tonkügelchen, was ich mit meinen damaligen kenntnissen für den gipfel der drainagekunst hielt ::)..würde ich auf jeden fall NICHT mehr tun, weil der blähton eigentlich den gegenteiligen effekt hat, bzw haben sollte (gdd nimmts gelassen, vermutlich weil ihr holzbehälter eine stark feuchtigkeitsregulierende wirkung hat), also viel besser rheinkiesel 20-40mm, gibts im baumarkt.mittlerweile mische ich die erde selbst, wie raphaela beschrieb, aus gartenerde - bei mir ist sie etwas weniger fett als in labenz ;), komposterde und scharfem sand bzw maurersand 0-2mm ausm im baumarkt. ergibt eine durchlässigere bodenstruktur - dann habens die frolleins nicht so feucht umme beine ;Dorganischen dünger geb ich auch im märz und juni; nach der blüte - dieses jahr neu ;)..vergass ich sonst auch immer 8) - jeweils flüssigdünger.
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rorobonn †
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

rorobonn † » Antwort #5 am:

hei, erzähle mir mehr über den blähton ;Dich mache das nämlich immer noch so und war bisher ganz zufrieden:keramiktopf (frosthart)über das ausgussloch eine zerdepperte scherbe, darüber eine dünne schicht reinen blähtondann eine gemisch aus erde, blähton udn seramis, wobei ab 1/3 füllmenge nur noch seramis mit erde gemischt wirdan erde kaufe ich handelsübliche blumenerde, aber keinen billigangebote mehr, da seither mein garten durch so eine aktion mehr unkäuter hat als je zuvor :o 8) ::)düngen tue ich mittlerweile auch: am anfangd es jahres mit einem flüssigdünger 1x pro woche, dann in der hochsaison nach der ersten blüte dünge ich weniger
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

Raphaela » Antwort #6 am:

Nö! Richtig Herbst ist noch nicht (man kann ja noch keine Rosen umpflanzen :)), aber du hast recht: Kalimagnesia kann man schon Mitte Juli geben (in kalten Gegenden empfehlenswert) und dann bis Anfang/Mitte September.Wenn der Blähton ins Substrat eingemischt wird scheint das besser zu sein. Reine Blähtonschichten ganz unten können den von Kai-Eric beschriebenen Effekt bewirken (besonders in Verbindung mit Tonscherben doie genau über dem Abzugsloch liegen...)Niphétos ist hier die dienstälteste Topfrose (seit vier, fünf Jahren). Die werd ich demnächst mal (an einen geschützten Platz) "entlassen".Dieses Jahr ist sie im Topf nicht mehr wirklich weitergewachsen.- Man kann in solchen Fällen natürlich auch austopfen, die Wurzeln einkürzen und die Pflanze in frisches Substrat setzen, oder so weit wie möglich die obere Erdschicht ersetzen. Ich pflanz sie auch ausZeitgründen aus: Die Kübelgießerei im Sommer ist immer recht arbeitsintensiv.
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kaieric
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

kaieric » Antwort #7 am:

ich erzähl dir lieber mehr über kiesel ;Dwo ist der unterschied eigentlich zwischen blähton und seramis????
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rorobonn †
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

rorobonn † » Antwort #8 am:

gut gebrüllt, löwe :-)seramis ist ja eigentlich nur ein markenname ;Dalso, unter blähton verstehe ich etwa feinkieselige kugeln aus ton, unter seramis eine feines geriesel in orangebeides mische ich dem boden bei um feuchtigkeit zu speichern, den boden locker zu halten. habe gute erfahrungen damit gemachtwelchen effekt hat der blähton bei dir, kai eric???? ;D (also bei deinen topfrosen) ;)
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kaieric
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

kaieric » Antwort #9 am:

also gdd müsste ich mal fragen ;)..die hat sich wohl mittlerweile mit den kügelchen gut arangiert - und hat so ein dichtes wurzelgeflecht, dass sie sich 'selbst' drainiert quasi ;)sie steht im übrigen etwas regengeschützt unter einem dachvorsprung, sodass sie nur den halben regen abbekommt - das hat wohl auch geholfen.schlechtere erfahrungen machte ich vor meinem lokal, wo mir comtesse d'oxford und général jack - in halbschattiger und offener lage - verstarben, indem sie ertranken ::) :P..nur mit dem moos war viel los 8)in diesem fall - noch dazu in einem behältnis, dessen wände keine feuchtigkeit absorbieren konnten - hatte der blähton die situation verschärft, indem er die feuchtigkeit speicherte, die aber von den kleinen pflanzen auf keinen fall schnell genug aufgenommen werden konnte. ein durchlässigeres substrat wäre in diesem fall hifreicher gewesen; falstaff und ulrich brunner konnte ich durch trockenlegen retten.
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Scilla
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

Scilla » Antwort #10 am:

Uff ! ich sehe schon, ich bin topfrosentechnisch nicht mehr so ganz up to date ;) 8)Bisher verwende ich auch Blähtonkügelchen / kugeln als Drainage :-\Kies oder Winterstreu mal ausprobieren könnte ein Versuch wert sein.Einen Vorteil haben die Tonkügelchen oder Seramis aber doch : der Kübel oder Topf wird nicht so abartig schwer wie bei Kiesbeimischung ....1 x pro Woche Flüssigdünger ? O weia, was müssen meine Topfrosen hungern ???Sie bekommen zu Anfang der Saison Rosendünger in Granulatform oder einen Langzeitdünger .Später nur höchstens 1 x pro Monat etwas Flüssigdünger .Ich werde mal Euren Rat beherzigen und nächstes Jahr etwas üppiger düngen ;)Carabea - bin auch gespannt, welche Rosen bei Dir einziehen werden :) ;-)
Ich habe meine Ernährung umgestellt.
Die Kekse liegen jetzt links vom Laptop.
Raphaela

Re:einige Fragen zur Topfkultur

Raphaela » Antwort #11 am:

Vorratsdünger ist mir zu riskant denn es ist schwer abzuschätzen wann die Düngewirkung einsetzt. Den Flüssigdünger verwende ich daher ersatzweise dafür. Beides zusammen wäre etwas zuviel des Guten.Für Altersheimerpatienten wie mich wäre der Vorratsdünger aber wahrscheinlich geeigneter ::) ;)
carabea
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

carabea » Antwort #12 am:

Aber hallo! Wer dumm fragt, kriegt viel kluge Antwort ;)Das die Tonscherben-Blähton-Kombination im Topfboden nicht so gut ist, hätte wirklich schon lange mal jemand erwähnen können - meine diversen Kübelpflanzen hätten sich bedankt :DIch hoffe nur, dass ich nicht die Rosen vergesse, wenn ich die Töpfe mit Erde, Sand, Rheinkieseln, Blähton, Splitt usw. gefüllt habe... ???Wieso Splitt aus dem Baumarkt? Ich dachte, den gibt es kostenlos aus diesen hässlichen Behältern, die manchmal am Straßenrand stehen? 8) ;)Tja, welche Röslein? Da habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht. Am sinnvollsten wären wahrscheinlich welche, die von der Veranlagung her nicht größer werden (theoretisch) als 1,50 m oder so?Öfterblühend/remontierend auf jeden Fall, Duft käme auch gut, keine oder wenig Stacheln wäre auch sinnvoll. Farbe: weiß, zart- bis mittelrosa, apricotIhr wisst schon, worauf das hinausläuft, ja? ;D ;DJa, Ihr dürft mir Vorschläge machen :D - falls Ihr Lust habt ;)Nachtrag: Blütenform gefüllt oder ungefüllt mit hübschen Staubgefäßen (á la Dainty Bess), keine Kugelblüten (wie Raubritter)
liebe Grüße von carabea
Constance Spry
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Re:einige Fragen zur Topfkultur

Constance Spry » Antwort #13 am:

Topferdmischung: Ich mische Gartenerde, Rosenerde, Blähton und Sand jeweils 1:1:0,25:0,25. Unten rein kommen wie schon erwähnt Tonscherbe und Kiesschicht. Dazwischen ein Vlies. Bisher bin ich damit ganz gut gefahren.Rosenvorschlag: Ich habe Grace Gracein einem großen Terrakotta-Kübel. Das geht sehr gut. Sie ist momentan die einziger meine Austin-Rosen, die absolut pumperlgesund ist.
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.     Erasmus von Rotterdam
Raphaela

Re:einige Fragen zur Topfkultur

Raphaela » Antwort #14 am:

Das Vlies scheint wirklich wichtig zu sein ::)Diese Investition werde ich bei eventuellen Topfkandidaten dann auch mal tätigen. - Jetzt weiß ich ja wie man dafür am Splitt sparen kann 8)Du wirst es kaum glauben Carabea :o aber Tee Rosen eignen sich auch sehr gut für die Haltung in Töpfen ;DNicht zu vergessen die vielen Polyanthas und kleineren Chinensis u.a.
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