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Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort (Gelesen 7204 mal)
Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Ich habe eine Frage. Eine Gärtnerregel besagt, dass Rosen an Standorten nicht gedeihen, an denen zuvor schon lange Rosen wuchsen. Ggf. sei ein Bodenaustausch notwendig. In verschiedenen threads wir hierauf immer wieder hingewiesen.Ist das ernstzunehmen? Wie erklärt sich das gärtnerisch, bodenkundlich, biologisch? Hat jemand vielleicht einen Link zu einem früheren Thread oder zu einer externen Seite? Für Antworten besten Dank im Voraus.
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Günther
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Nix Genaues weiß man nicht...Es gibt verschiedene Theorien, alle eigentlich unbewiesen.Vermutlich ists nicht ganz sooo kritisch, aber eine Sicherheitsmaßnahme nach dem Motto: Nutzt's nix, so schadt's nix.Faktum ist, daß einzelne Rosenexemplare wohl jahrhundertelang am gleichen Platz gedeihen können.Und ganz heikle Leute behaupten, daß überhaupt alle Rosengewächse nicht aufeinander folgen dürfen....Ich hab noch nicht so viele Rosen, daß ich vor dem Problem stünde.
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Rosana
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Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
In der letzten Gartenpraxis wurde das Thema behandelt. Fazit war: Die Rosen schein mit ihren Wurzel den Boden 'zuvergiften', ihr selber macht das nichts aus, da die Wurzeln ja ständig neuen Boden durchwurzeln. So wird verhindert das eigene Sämlinge zu nah an der Mutterpflanzen keimen und wachsen können und der Mutterpflanze Konkurenz machen. Ganz erforscht ist die Sache aber nicht.
GG: Im Garte schuffte isch guet gäg' de Speck uf de Hufte.
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Günther
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Ein mehrhundertjähriger Rosenstock hat nicht hunderte Jahre lang neuen Boden durchwurzelt...Egal.Wie gesagt, Hypothesen gibts genug....
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Constance Spry
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Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Es gibt inzwischen auch schon eine Universitätsstudie, beauftragt von einer Stiftung der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde. Das Ergebnis wurde in diesem Jahr veröffentlicht. So weit ich mich noch an den Artikel im Rosenbogen erinnern kann, soll wohl eine Art Bakterium, das von den Rosen ausgeschieden wird, für die Bodenmüdigkeit verantwortlich sein. Die Rose "vergiftet" sozusagen den Boden, ihre eigenen Ausscheidungen machen ihr nichts aus, aber einer nachfolgenden, anderen Rose dann schon.
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Erasmus von Rotterdam
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zwerggarten
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
ist aber doch alles ganz natürlich: wir fühlen uns ja auch nur im eigenen mief wohl...

Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Habt ihr einen Link parat? Welche Gegenmaßnahmen werden empfohlen? Dämpfen, Vergasen, oder antibiotikaverseuchte Jauche ...
Grüße
invivo
invivo
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bristlecone
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Ich hab mich auch schon immer gefragt, was an dieser Sache wohl dran sein mag.Tatsache ist, dass bei keinem anderen Ziergehölz ähnliche Bedenken bestehen, es wieder dort zu pflanzen, wo vorher schon ein Exemplar derselben Gattung stand.Allerdings werden andere Ziergehölze auch nicht so oft durch Neulinge derselben Gattung ersetzt.Wenn es etwas mit Wurzelausscheidungen oder an den Wurzeln lebenden Bakterien zu tun hat, so geht der Effekt jedenfalls über die Artgrenzen hinaus, denn Rosen werden auf unterschiedliche Unterlagen veredelt, sofern sie nicht - ggf. mit der Zeit - auf eigenen Füßen stehen.
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Günther
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Soferne "Gegenmaßnahmen" überhaupt nötig sind.....Wenn der Boden schlicht ausgelaugt ist - Rosen sind doch oft Fresser - dann muß was geschehen, sonst mickern die Nachfolger. Ansonsten....Habt ihr einen Link parat? Welche Gegenmaßnahmen werden empfohlen? Dämpfen, Vergasen, oder antibiotikaverseuchte Jauche ...![]()
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Constance Spry
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Nordbayern, Zone 6b, 300 m ü. NN
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Die Zeitschrift mit dem Artikel ist leider noch irgendwo in einem Umzugskarton. Falls ich sie zeitnah finden sollte, werde ich noch mal genau nachlesen.
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Rosana
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Weinberg/kalkhaltige Erde/am Rheinknie
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Allelopathie ist ein bekanntes, wenn auch wenig erforschtes Phänomen, das keineswegs nur Rosen vorbehalten ist.Der Artikel bei aus der Gartenpraxis ist leider nicht öffentlich einsehbar Klick!
GG: Im Garte schuffte isch guet gäg' de Speck uf de Hufte.
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bristlecone
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Wobei ausgerechnet der im verlinkten Artikel genannte Walnussbaum bzw. das Juglon zwar immer wieder genannt wird, die Wirkung im Garten aber offenbar nach Erfahrungen vieler Gärtner nicht besonders ausgeprägt ist.Allelopathie kann in natürlichen Pflanzengesellschaften (damit meine ich solche, die nicht wie die im Garten gepflanzt wurden) eine erhebliche Rolle spielen. Manche pflanzen halten dadurch einige Konkurrenten auf Abstand.Man muss hier aber sehr deutlich unterscheiden zwischen möglichen Wirkungen unter solchen Bedingungen und denen im Garten, wo wir durch allerlei Eingriffe (Bodenbearbeitung, Mulchen, Düngen, Schneiden, Unkraut jäten etc.) ganz andere und für Einzelpflanzen vorteilhafte, konkurrenzfreie Bedindungen schaffen.Unter natürlichen Verhältnissen würden die meisten Gartenpflanzen rasch verschwinden, weil sie unter den außerhalb des Gartens herrschenden klimatischen und Bodenverhältnissen von anderen Pflanzen verdrängt würden.
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Rosana
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Weinberg/kalkhaltige Erde/am Rheinknie
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Da habe ich keine Erfahrungen, aber Artemisia absinthium hat in meinem Garten andere Pflanzen unterdrückt, nach dem ich dann Artemisia absinthium entfernt habe, erholten sich die umgebenden Pflanzen nach einer Zeit deutlich.Wobei ausgerechnet der im verlinkten Artikel genannte Walnussbaum bzw. das Juglon zwar immer wieder genannt wird, die Wirkung im Garten aber offenbar nach Erfahrungen vieler Gärtner nicht besonders ausgeprägt ist.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Im Gartenpraxis empfehlen sie auch durch Kompostzugabe das Bodenleben so vielfältig wie möglich zuhalten, damit nicht ein Stoff oder Organismus Überhand gewinnt.Man muss hier aber sehr deutlich unterscheiden zwischen möglichen Wirkungen unter solchen Bedingungen und denen im Garten, wo wir durch allerlei Eingriffe (Bodenbearbeitung, Mulchen, Düngen, Schneiden, Unkraut jäten etc.) ganz andere und für Einzelpflanzen vorteilhafte, konkurrenzfreie Bedindungen schaffen.
Nun gerade Wildrosen sind auch in freier Wildbahn durchaus durchsetzungsfähig.bristlecone hat geschrieben:Unter natürlichen Verhältnissen würden die meisten Gartenpflanzen rasch verschwinden, weil sie unter den außerhalb des Gartens herrschenden klimatischen und Bodenverhältnissen von anderen Pflanzen verdrängt würden.
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marcir
Re:Warum keine neuen Rosen auf altem Rosenstandort
Eine Anmerkung noch. Es wurde aber auch geraten, Stecklinge so nah wie möglich an der Mutterpflanze zu stecken, wo sie dann eher wurzeln würden.