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invasive Rosenbegleiter (Gelesen 11049 mal)
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freiburgbalkon
invasive Rosenbegleiter
Hallo, habe eben meine Kübel ein bißchen gepflegt. Unkraut raus, Astern zurückgeschnitten, Clematis zurückgeschnitten, Totholz bei den Rosen weg und so und in fast jedem Kübel hat sich doch dieser Storchschnabel geranium phaeum samobor derartig breitgemacht, den hatte ich nur mal in einem Kübel vor 3 Jahren und der muß sich vom Wind von einem Kübel zum nächsten so ausgebreitet haben, irre! und diese Knollen saßen so fest, die waren so schwer raus zu kriegen ohne die Wurzeln der Hauptpflanzen zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen, das war mir jetzt echt zu arg. Verhält sich diese Pflanze bei Euch auch so? Gibt es auch gesittetere gerne niedrige Storchschnabel?bin jetzt echt am überlegen, was ich in die Kübel pflanze, das Bärenfellgras gefällt mir und ist wintergrün, aber ich hab langsam den Eindruck, das Rosenäste darunter geren absterben.Jetzt hab ichs mal mit der Grasnelke probiert, ist aber erst einige Wochen her, kann noch nix dazu sagen. Und das Sternmoos wird ja manchmal braun, was dann auch nimmer schön ist. Ich vermute, wenns zu feucht wird. Und Zwiebelpflanzen sehen nur kurz schön aus und man muß sie einziehen lassen, was dann in der Zeit auch nicht schön ist. Und diese kleinen Campanulas verschwinden im Winter gern, aber da kenn ich mich auch noch zu wenig aus. Bei einer neuen Rose habe ich jetzt kleine Zwergröschen aus dem Baumarkt drunter gesetzt, aber da hab ich auch noch keine Ahnung, wie das in Zukunft wird, ob sie den Winter überleben und sie zwergig sie bleiben... Hat wohl alles einen Haken... oder?
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Rosana
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Weinberg/kalkhaltige Erde/am Rheinknie
Re:invasive Rosenbegleiter
Ich schreibe hier mal auf was mir so als Bodendecker in den Sinn kommen, welche bei mir unproblematisch sind und gut im Griff zu halten sind: Thymian, Phlox sublata und Campanula portenschlagiana oder Campanula poscharskyana und auch Nelken (Dianthus plumaris) wachsen wenn es auch etwas länger dauert zu einem schönen Teppich zusammen.
GG: Im Garte schuffte isch guet gäg' de Speck uf de Hufte.
- rorobonn †
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Re:invasive Rosenbegleiter
sehr schön machen sich auch die verschiedenfarbigen ajugas zwischen rosen...am besten gefällt mir das immer noch in tilias dunklen beet mit der dunklen ajugavariante: sehr edel udn efektvollin schwarz sind auch die von mir so geliebten schwarzen schlangengräser schön 
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zwerggarten
Re:invasive Rosenbegleiter
stimmt. und ophiopogon dürfte auch gerne invasiv sein. 
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Irisfool
Re:invasive Rosenbegleiter
.... ist es aber nicht wirklich......
Passt auf was ihr zu den Rosen pflanzt. Im Schlossgarten kam man mal auf die glorreiche Idee mit Veilchen zu unterpflanzen und dann wunderten sie sich, dass die Rosen aus der Veredelung keine neuen Austriebe mehr machten, die Rosen wurden elend erstickt. Nun bekamen die freiwilligen Helferlein von mir den Auftrag, alles an Veilchen zu jäten. Es ist eine Sklavenarbeit, aber soviel Dummheit muss bestraft werden. Leider hilft der Initionator ( also der das "verbockt" hat) nicht beim Jäten
. Ajuga könnte auch zum Problem werden, lässt sich aber viel leichter jäten als Veilchen

- rorobonn †
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Re:invasive Rosenbegleiter
ophiopogon braucht etwas, breitet sich aber auch gut aus im laufe der zeit...ich hatte bisher zum glück noch kein einziges grünes nachkömmlinglein :-)sind veilchen wirklich soo schlimm? lässt sich doch eigentlich ganz gut im zaume halten, meine ich...oder täusche ich mich da nur, weil ich es auf kleinster fläche nur habe???minzen und rosen können auch zum wettstreit auf leben und tot führenschön ist auch papanische purpurpetersilie
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Re:invasive Rosenbegleiter
So, wie ich die Frage von FBB verstanden habe, geht es hier um Pflanzung im KÜBEL und nicht im Beet.Also erstmal etwas Grundsätzliches:Rosen sind Tiefwurzler und Starkzehrer, besonders im Kübel, sonst entwickeln sie sich nach einigen Jahren rückwärts. Insbesondere im Kübel, wo die Kübelerde mal gerne vermatscht, vernäßt und verdichtet und wo Bodenlebewesen eher Mangelware sind, ist es wichtig, die Bodenkrumme oberflächlich jedes Frühjahr zu lockern und den Wurzeln Luft zuzuführen. Wenn man die Oberfläche der Kübel mit Bodendeckern zuflastert, leiden die Rosen darunter. Rosen brauchen einen "freien, luftigen Fuß" - auch im Kübel!Die Frage lautet also, was Dir wichtiger ist: die Gesundheit der Rosen (die in Kübelhaltung wegen der geringen Kübelhöhe und der Erwärmung des Kübels im Sommer grundsätzlich Stress ausgesetzt sind) ODER der ästhetische Anblick. Bei letzterem mußt Du wohl Abstriche im Laufe der Jahre machen, was den Stressfaktor der Rosen angeht. Bodendecker, die sich mattig ausbreiten, würde ich persönlich nicht empfehlen (Ajuga, Veilchen, Storchschnäbel, etc. würde ich ausschließen). Auch sollte der Fuß der Kübelrose im Winter geschützt werden mit Laub oder Ähnlichem. Wenn die Oberfläche des Kübels bereits mit Immergrünen Bodendeckern überwuchert ist, geht sowas natürlich schlecht. Von daher würde ich, also wenns nach mir ginge, nur Pflanzen nehmen, die entweder im Winter einziehen, oder aber kleine Tuffs bilden, die man zusammen mit dem Rosenfuß im Winter mit Tannenreisig oder Laub abdecken kann. Die Auswahl an geeigneten Pflanzen ist dementsprechend gering. Gut bewährt haben sich Campanulas (poscharskyana oder portenschlagiana), die auch farbmäßig zu allen Rosenfarben passen und nicht aggressiv sind. Wie eingangs erwähnt, sind Rosen Starkzehrer. Die Unterpflanzung müßte also die größere Düngermenge, die die Rosen im Kübel verlangen, auch ertragen können. Und da passen Campanulas noch am besten. Andere Bodendecker würden bei zu viel Dünger ins Kraut schießen - insbesondere Storchschnäbel oder Steingartengewächse - oder aber eingehen. LG
- rorobonn †
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Re:invasive Rosenbegleiter
danke schön, lisa, dass du uns gerade einmal "geerdet" hast: wenn man sich kennt und irgendwie alle themen gedanklich schon 3x durchgekaut hat, dann vergisst man wirklich, dass man bei solchen fragen doch auch immer noch einmal die grunddaten sich bewußt machen sollte, wie du es gerade getan hast!!! 
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Re:invasive Rosenbegleiter
Hallo rorobonn
ich kann Eure Begeisterung und Überschwenglichkeit durchaus verstehen, da ich anfänglich auch unüberlegt jede Menge Erfahrungen sammeln mußte, die mich im Laufe der Jahre auf den Boden der Tatsachen (auch schmerzlichen) zurückgebracht haben. Von daher kann ich auch nur Erfahrungen weitergeben, die ich selbst gemacht habe oder aus der einschlägigen Literatur kenne. Ich liebe Rosen über alles, aber diese Liebe vertiefte sich erst, als ich von den Rosen selbst gelernt habe, was sie wirklich wollen, um prächtig gedeihen zu können...
Wir Menschen tendieren ja naturgemäß dazu, unseren Willen auch unseren Pflanzen aufzuzwingen, wundern uns dann aber, dass diese nicht so gedeihen möchten, wie wir das gerne hätten und stellen irgendwann entsetzt fest, dass das letzte "Wort" immer die Pflanze hat, die dann eingeht. Irgendwann lernt man, sich als Mensch zurückzunehmen und den "Willen" der Pflanze zu respektieren, bzw. die Kulturbedingungen kennenzulernen und diese dann auch strikt einzuhalten. Manchmal kollidiert dies natürlich mit unserem ästhetischen Empfinden und so muss man irgendwann Kompromisse schließen und die Gesundheit der Pflanzen der reinen Ästhetik vorziehen. Andersrum geht das überhaupt nicht - leider.
Re:invasive Rosenbegleiter
Um nochmal auf das Eingangsthema zurückzukommen (Begleitpflanzung für Rosen im Kübel):Nichts falsch machen kann man mit Einjährigen, die in der Regel selbst Starkzehrer sind und die im Herbst entsorgt werden können, so das die Rose unbehelligt in Winterruhe gehen kann (mit Abdeckung des Fußes bzw. des Kübels). Die Auswahl an geeigneten Partnern ist sehr groß, die Gärnereien bieten im Frühjahr viele niedrig wachsende Balkonpflanzen an, die in der Regel die ganze Saison gut aussehen. Beispiel: Bacopa (weiss) oder Männertreu (Lobelien), Petunien, etc.
- rorobonn †
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Re:invasive Rosenbegleiter
..da sprichst du ein großes wort gelassen aus :Dmir geht das immer so, wenn ich fen garen eines freudnes besuche, der regelmässig die pflanzne gegen blatt und schädlinge spritzt...zudem einen sonnigen, luftigen garten hat...da werde ich immer richtig neidisch ;Dich habe eine große schwäche für die sog zarten, morbidfarbigen rosendamen....was so ziemlich heftig mit den bedingungen in meinem garten kollidiert (schattiger, tief gelegener hinterhofgarten)...eben eine unerwiderte leidenschaft, der ich dennoch fröhne...demenstsprechend sehe ich es immer gelassen udn weiß, dass ich dann eben keine wuchtbrummen habe
meist sind die rosen eh härter im nehmen, als man glaubt, wenn man eben die abstriche in punkto wuchtbrumme macht 
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- rorobonn †
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Re:invasive Rosenbegleiter
ophiopogon geht wunderbar im kübel und sieht ganzjährig gut aus...wenn man denn schwarz mag, natürlich...aber es gibt ja auch grünlaubige arten, die ich aber nie "ausgetestet" habe...überraschend gut harmonisieren übrigens auch rosen und heucheras im kübel, wie ich berichten kanngute erfahrungen habe ich auch mit beipflanzung von küchenkräutern gemacht, die in meinem schweren lehmboden im garten sonst immer vergehen, eh gepfalnzt quasi...rosen mit ausgewählten oregano-sorten, bzw thymian zu kombinieren, klappt ebenfalls sehr gutneben den weissblühenden schnittlauch, der in den beeten bei mir nie recht zur geltung kommt und daher in die töpfe wanderte, habe ich dieses jahr sehr schöne zierende oreganos entdeckt..neben bristol cross, buckland, dingle fairy, kent beautyebenfalls sehr schön im leuchtenden rot eine lobelie, deren name mir nicht einfällt...stammt auch von bastin, wo sie aber nicht mehr auf der bestellliste steht
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- Rosenbitch
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Re:invasive Rosenbegleiter
Hallo, ich lese grade interessiert mit, weil ich auch immer mehr Kübelrosen besitze.Von Campanulas unter Rosen kann ich aus eigener Erfahrung nur abraten. Ich habe sie 3 mal als Unterpflanzung, bei zwei Hochstämmchen und einer TomTom. Und was soll ich sagen, diese erst so schüchternen Glockenblümchen übernehmen innerhalb von kurzer zeit das Regiment und wuchern und wuchern
sie fühlen sich so wohl, das die Rosen arg in Bedrängnis kommen und das wohl auf Dauer nicht mitmachen...kann bei Gelegenheit mal Bilder davon zeigen...
" C`est le temps que tu as perdu pour ta rose si importante "
Antoine de Saint-Exupery
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juttchen
Re:invasive Rosenbegleiter
Ichkann Lisa nur beipflichten. Viele Stauden sind imTopf einfach nicht zu bremsen.Am ehesten geeignet ist der SChlangenbart und Heuchera.Ansonsten würde ich auch auf Sommerblüher ausweichen. Heuchera ist gut geeignet,die einziehenden Zwiebelpflanzen zu kaschieren.Ich habe zwar nur 2 Rosen imTopf auf dem Balkon, aber auf Unterpflanzung habe ich verzichtet. Ich stelle dann zur Ablenkung lieber mal einen üppigen Ananassalbei zwischen beide Töpfe, oder davor, oder.......Gerade fällt mir noch ein, dass man dieTöpfe evtl. doch auch gut mit Moos abdecken könnte, um kahle braune Erde zu kaschieren, oder? Acuh würde sich die Feuchtigkeit nach dem Gießen viel länger halten... 
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freiburgbalkon
Re:invasive Rosenbegleiter
Danke für die Tipps und Ratschläge: Was hältst Du denn von Sternmoos, wenn man um die Rose in der Mitte einen kleinen Ring mit der Grabegabel lockert um z.B. den Langzeitdünger unterzuarbeiten? tja, ich möchte halt beides: Rosen überhaupt und geht bei mir nur im Kübel UND einen nett bedeckten Boden, ich finde den Anblick von nackter Erde in nächter Nähe auf dem Balkon scheußlich.Um nochmal auf das Eingangsthema zurückzukommen (Begleitpflanzung für Rosen im Kübel):Nichts falsch machen kann man mit Einjährigen, die in der Regel selbst Starkzehrer sind und die im Herbst entsorgt werden können, so das die Rose unbehelligt in Winterruhe gehen kann (mit Abdeckung des Fußes bzw. des Kübels). Die Auswahl an geeigneten Partnern ist sehr groß, die Gärnereien bieten im Frühjahr viele niedrig wachsende Balkonpflanzen an, die in der Regel die ganze Saison gut aussehen. Beispiel: Bacopa (weiss) oder Männertreu (Lobelien), Petunien, etc.