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Rosen in Kübeln - historisch gesehen (Gelesen 1183 mal)
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Jedmar
Rosen in Kübeln - historisch gesehen
Im berühmt-berüchtigten Thread "Rosen in Kübeln - Langzeiterfahrungen" wird der Eindruck vermittelt, dass Rosen in Kübeln eine neuere Entwicklung ist (böse moderne Welt) und das es dies früher in Katalogen nicht gegeben hat. Dem möchte ich mit einem neuen Thread entgegenwirken.Als Zeuge nehme ich zunächst mal Johannes Wesselhöft mit der 1873'er Ausgabe seines "Der Rosenfreund" (s.3):"Noch ein Hauptvorzug der Rose besteht darin, dass sie sich bei einiger Aufmerksamkeit mit dem besten Erfolge auch in Töpfen ziehen lässt und sich hier ebenfalls den verschiedensten Verhältnissen anbequemt. Nicht selten kommt es vor, dass eine zärtliche, dabei aber sehr schöne Rose besonders in unserm nördlichen Klima, im Freien nicht gedeihen will, oder nur sehr mangelhaft entfaltet, während sie, in den Topf gepflanzt und, wenn es nöthig, unter Glas gehalten, die herrlichste Blüthe gewähren. Aber, davon abgesehen, wie viele Rosenliebhaber und Liebhaberinnen giebt es nicht, welche weder über ein kleines Beet, geschweige denn über einen Garten zu verfügen haben, sondern im günstigsten Falle auf ein Gewächshäuschen, oder einen Kasten, meistens aber nur auf ein Blumenfenster oder Blumenbrett vor dem Fenster angewiesen sind? Für diese gewährt die Kultur der Rosen in Töpfen noch einen besonderen Genuss und sie können sich auch während der Zeit, wo die Natur erstarrt ist, blühender Rosen erfreuen"Der Gesamt 2. Abschnitt dieses Buches (s. 49-68) ist der Kultur der Rosen in Töpfen gewidmet. Auch im beschreibendem Teil werden viele Rosen als geeignet für Topfkultur charakterisiert.Habt ihr weitere frühe Hinweise auf Rosenkultur in Töpfen (oder Kübeln)
?
Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
eigentlich findet man die überall.früher war die topfhaltung gang und gäbe (und auch ideologisch unbelastet).bei rudolf geschwind 'die theerose und ihre bastarde' 1884 findet sich ein abschnitt dazu ab seite 46:> im topfe (man wähle, meiner erfahrung nach, für rosen mehr tiefe als breite gartengeschirre, sogar solche bei denen sich die breite zur höhe wie 1 zu 3 verhält) muss der wasserabzug durch unterlage von kohlenstücken,ziegeln, kies gesichert werden; deshalb lasse man auch das abzugsloch in einer breite von mindestens 2 centimetern im durchmesser anfertigen und vermeide, wo thunlich, unterschalen gänzlich.....<im folgenden geht es um die richtige substratmischungen und das aufstellen der töpfe. zu deren überwinterung äussert er sich nicht - ich nehme an, dass er kalt- oder gewächshäuser bei seiner leserschaft voraussetzte...
Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
Hinweise auf geeignete Substrate lassen sich auch hier finden:Der Rosenzüchter oder die Cultur der Rosen in den Töpfen und im freien Land, nach eigener mehrjähriger Erfahrung, von Adoph Otto, Obergärtner auf Belvoir bei Zürich,1858. Kapitel: Die Kultur der Rosen in Töpfen, S. 6 ff., dort heißt es: „Die Rosen, welche in den Töpfen kultiviert werden sollen, erheischen eine lockere nahrhafte Erde, deren Bestantheile wohl verwest und mehrere Male mit Kuh- oder Abtrittsjauche durchtränkt wurden, jedoch bis zum Gebrauch oder ihrer Komposition mit Stroh oder langen Pferdemist bedeckt bleiben, wodurch weder zu einer schädlichen Ausdünstung Veranlassung zu einem Krankheitsstosse gegeben werden, noch die in der Jauche enthaltenen kräftigen Dungtheile entweichen können.“ usw.Habt ihr weitere frühe Hinweise auf Rosenkultur in Töpfen (oder Kübeln)?
- spatenpauli
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Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
Ich glaube die genannten haben alle abgeschrieben ::)William Paul widmete bereits 1854 dem Thema ein ganzes Buch:Ueber die Cultur der Rosen in TöpfenIch wünsche frohes Topfen ;DLG SP
Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
schöne lektüre - danke!
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Constance Spry
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Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
Es ist auch ganz interessant zu wissen, dass es das vielzitierte Rosarium der Kaiserin Joséphine in Malmaison im eigentlichen Sinne des Wortes in Wirklichkeit anscheinend gar nicht gab. Die wenigsten Rosen waren wohl tatsächlich ausgepflanzt, die meisten Rosen der Sammlung wurden in Töpfen kultiviert und nur zur Blütezeit im Mai/Juni ins Freie gestellt. Quelle: Les Roses de l'Impératrice: La rosomanie au temps de Joséphine von Francois Joyaux
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Erasmus von Rotterdam
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zwerggarten
Re:Rosen in Kübeln - historisch gesehen
und wer kam nun auf die blöde idee, rosen nicht in töpfen zu ziehen? das gemeine fußvolk?
