News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht? (Gelesen 2866 mal)
- Extremkompostierer
- Beiträge: 443
- Registriert: 9. Nov 2009, 08:24
Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Wenn ich eine mehrere Wildrosen, z.B. rosa canina von verschiedenen Händlern kaufe, dann bekomme Pflanzen, die sich genetisch unterscheiden.Wenn ich nun eine Sorte kaufe, z.B. rosa canina Kiese, oder Gloria Dei,dann bekomme ich,wenn wir mal das Problem der Unterlage weglassen, immer eine genetisch 100 Prozent identische Pflanze.Unter den selben Bedingungen wachsende verschiedene Pflanzen sollten also ganz identisch blühen. (wenn wir mal annehmen sie seien wurzelecht, um Einflüsse der Unterlage wieder auszuschalten.Wenn eine Sorte also unterschiedlich ausfällt, dann müsste es sich um eine Fehllieferung handeln.Oder können da Einflüsse der Epigenetik dahinterstecken?
-
freiburgbalkon
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Genau die gleiche Bedingungen gibt es nur auf einem homogenen Rosenacker, sonst ist doch fast immer irgendetwas anders.Es gibt noch sog. Spantanmutationen, sog. Sports, eine genentische Veränderung, die meist nur einen Ast betrifft, so sind z.B. die vielen kletterden Varianten der Edelrosen entstanden. Oder die rosa und dunkelroten Varianten von Iceberg/Schneewittchen, da gab es eine Mutation die Farbe betreffend. Das ist aber selten. Dann gibt es natürlich noch die normalen Schwankungen in der Bandbreite einer Rosensorte, wetterabhängig, saisonabhängig, besonders schön macht das z.b. Gloire de Dijon, mal creme, mal apricot, mal rosé, mal alles zusammen. ;)Wenn es sich aber um mehrere Exemplare von vermehrten Rosensorten handelt, die gleich sein sollten aber voneinander abweichen, kann es auch daran liegen, daß von manchen Sorten verschiedene Varianten im Umlauf sind, z.b. Sombreuil oder Reine des violettes. Oder wie bei Roros Café, die sich dann als Julia's Rose entpuppt hat.Oder wie Du selber schon sagst: Fehletikettiert, Sortenverwechslung, aber dann muß auch das Laub anders sein.
-
zwerggarten
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
gugel findet dazu als erstes wiki
veränderungen von zellen bei unverändertem genom oder so ähnlich...
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
ich denke, es sind fehletikettierung oder falschlieferung schuld.wenn ich es richtig verstanden habe, wirken sich die epigenetischen vorgänge auf die dna bei der vererbung aus.die vermehrung einer rose durch stecklingsschnitt oder veredelung einer unterlage stellt aber die entnahme und transplantation eines bereits spezialisierten zellverbundes dar.deshalb: m.e. nein.
-
freiburgbalkon
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
aha, wenn sich also die Zellen zu Kelchblättern entwickeln oder zu Blütenblättern oder zu Holz oder Stielen usw. also die Spezialisierung, dann verändert sich das Genom ja auch nicht. Und solche Vorgänge könnten sich also auch phänotypisch auf das Aussehen von Rosen auswirken? Hm, da weiß ich zu wenig.
-
freiburgbalkon
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
laienhaft formuliert: Rosen-Augen sind also sowas ähnliches wie Stammzellen... noch nicht spezialisiert, können sich noch mit in vollen Bandbreite aller Zellarten spezialisieren.
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
nein, im gegenteil... 
- Extremkompostierer
- Beiträge: 443
- Registriert: 9. Nov 2009, 08:24
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Das ist mir klar.Genau die gleiche Bedingungen gibt es nur auf einem homogenen Rosenacker, sonst ist doch fast immer irgendetwas anders.
Das ist mir neu. Kann ich mir das so vorstellen. Da trifft ein Strahl oder eine Chemikalie auf ein Auge, ändert da das Erbgut, und dann wächst daraus ein Ast mit einer neuen Rosensorte?Es gibt noch sog. Spantanmutationen, sog. Sports, eine genentische Veränderung, die meist nur einen Ast betrifft, so sind z.B. die vielen kletterden Varianten der Edelrosen entstanden. Oder die rosa und dunkelroten Varianten von Iceberg/Schneewittchen, da gab es eine Mutation die Farbe betreffend. Das ist aber selten.
Hat in diesen Fällen immer jemand einen Fehler gemacht. z.B.hat ein Züchter 2 verschiedene Rosen unter dem selben Namen verkauft,jemand hat eine ähnliche Sorte unter falschem Namen verkauft, oder hat irgendein geheimnisvoller Naturprozess eine Rose verändert.Leider sind meine Genetikkenntnisse so schwach, dass ich kaum den Wikiartikel zur Epigenetik versteheDann gibt es natürlich noch die normalen Schwankungen in der Bandbreite einer Rosensorte, wetterabhängig, saisonabhängig, besonders schön macht das z.b. Gloire de Dijon, mal creme, mal apricot, mal rosé, mal alles zusammen. ;)Wenn es sich aber um mehrere Exemplare von vermehrten Rosensorten handelt, die gleich sein sollten aber voneinander abweichen, kann es auch daran liegen, daß von manchen Sorten verschiedene Varianten im Umlauf sind, z.b. Sombreuil oder Reine des violettes.
- Staudo
- Beiträge: 36293
- Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
- Wohnort: Südbrandenburg
- Höhe über NHN: 84
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Ich versuche es mal ganz simpel zu machen:- Zuchtrosen (also Sorten, die durch Stecklinge oder über Veredlung vermehrt werden) sind ein Klon.- Innerhalb des Klones können Spontanmutationen auftreten. Diese sind aber sehr selten. Rosenliebhaber kennen es vielleicht, dass eine rote Sorte plötzlich eine rosa Blüte hat. Sollte so etwas in Vermehrungsbeständen auftauchen, gehören die aussortiert.- Gewisse Abweichungen in Wuchshöhe, Laubfärbung und ähnlichem sind sicher meist auf unterschiedliche Standorte oder Unterlagen zurückzuführen.Leider ist es eine Unart, Sämlinge von Klonsorten unter dem Namen der Klonsorte zu verbreiten. Dadurch kann es unterschieldiche Typen geben. Außerdem gibt es Verwechslungen, die evtl. schon Jahrzehnte zurückliegen. So kann es zu einem Sortennamen verschiedene Klone geben.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- Extremkompostierer
- Beiträge: 443
- Registriert: 9. Nov 2009, 08:24
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Sind das dann die Spots?Ich versuche es mal ganz simpel zu machen:- Zuchtrosen (also Sorten, die durch Stecklinge oder über Veredlung vermehrt werden) sind ein Klon.- Innerhalb des Klones können Spontanmutationen auftreten. Diese sind aber sehr selten. Rosenliebhaber kennen es vielleicht, dass eine rote Sorte plötzlich eine rosa Blüte hat.
Bis dahin verstehe ich deinen Beitrag.Sollte so etwas in Vermehrungsbeständen auftauchen, gehören die aussortiert.- Gewisse Abweichungen in Wuchshöhe, Laubfärbung und ähnlichem sind sicher meist auf unterschiedliche Standorte oder Unterlagen zurückzuführen.
Fallen Sämlinge von Klonsorten nicht ganz anders aus die Eltern.Ist es nicht eine Art der Rosenzucht sehr viele solche Sämlinge zu produzieren, um dann durch Zufall vielleicht eine neue Sorte zu bekommen, die dann aber ganz anders aussieht wie die Elternsorte?Leider ist es eine Unart, Sämlinge von Klonsorten unter dem Namen der Klonsorte zu verbreiten. Dadurch kann es unterschieldiche Typen geben. Außerdem gibt es Verwechslungen, die evtl. schon Jahrzehnte zurückliegen. So kann es zu einem Sortennamen verschiedene Klone geben.
- Staudo
- Beiträge: 36293
- Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
- Wohnort: Südbrandenburg
- Höhe über NHN: 84
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re:Alle Zuchtrosen sind Klone-oder nicht?
Spots nicht, Sports ist richtig.Sind das dann die Spots?
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck