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Verjüngungskur durch Frost (Gelesen 1725 mal)
Verjüngungskur durch Frost
Die emisten meiner Rosen haben sehr stark unter der überaus langen Frostperiode gelitten.Jetzt stelle ich fest, dass sie kräftiger als je zuvor von unten neu austreiben.Sollte man Rosen somit immer fast bis zur Veredelungsstelle zurückschneiden (Ausnahme Strauch- und Kletterrosen)?
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marcir
Re:Verjüngungskur durch Frost
Eher nicht. Oder besser gesagt, das ertragen nicht alle Rosen.Es kommt halt auf die Rose drauf an. Auch genügt, wenn man sie, eher Strauchrosen, 10 bis 20 cm oder zwischen 3 bis 5 Augen schneidet.Oder tief alle zwei Jahre. Die Rose braucht ja Kraft um wieder ganz von vorne zu beginnen.Hast Du ein kronketes Beispiel?Z.B. Vor ein paar Jahren wurde mir angeraten, bei Rindenflecken die Triebe ganz runter zu schneiden. Durch Frost und mastige Erde.Heute mache ich das nicht mehr. Seither, habs glaub schon ein paar Mal erzählt, treibt mir Magaret Merril nicht mehr richtig durch. In vier Jahren! hat sie es auf genau 20 cm gebracht. Letztes Jahr sogar mit einer kleinen mickrigen Blüte.Die fleckigen Triebe treiben wie immer aus, so ersetze ich sie dann nach und nach durch jüngere.Jetzt habe ich genau die von Dir erwähnte Ausnahme beschrieben. Ich lass es mal stehen.Klar einmal blühende sicher nicht, die blühen sonst erst im nächsten Jahr wieder.Auch Kletterrosen nicht, wäre schade.Welche hast Du dann tief zurück schneiden müssen?
Re:Verjüngungskur durch Frost
In meinem alten Wohnort kannte ich jemanden, der seine Rosen jedes Jahr radikal herunterschnitten hatte, das war halt seine Philosophie:"Die Rosen müssen aus der Veredlung wieder neu durchtreiben". Nun, der Erfolg gab ihm in seinem Falle recht. Aber ob dies in jedem Fall zutrifft oder nötig ist, bezweifel ich.lg
LG vom Bodensee
Re:Verjüngungskur durch Frost
Das hatte meine Schwester bei einem Schnittkurs in Steinfurth (einer der namhaften Rosenzüchter) auch so gelernt. Brutalo-Methode.Ich habe auch stets recht kurz zurückgeschnitten, aber mehr nach marcirs Weise.Die bei mir jetzt so erfreulich neu austreiben sind die Austin-Hybriden und etliche rote "Edelrosen".In meinem alten Wohnort kannte ich jemanden, der seine Rosen jedes Jahr radikal herunterschnitten hatte, das war halt seine Philosophie:"Die Rosen müssen aus der Veredlung wieder neu durchtreiben".
Re:Verjüngungskur durch Frost
Ich denke, man sollte wissen um welche Rosen es sich handelt. Sicherlich nicht um historische Rosen, Rambler oder Strauchrosen.Beet- oder Edelrosen werden im Frühjahr auch von mir kurz geschnitten. Dieses Jahr mussten fast alle Rose von unten wieder anfangen zu treiben, ich bin gespannt wie hoch die Strauchrosen werden 
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marcir
Re:Verjüngungskur durch Frost
Ja, diese Brutalo-Methode hatte ich auch bei einem namhaften Rosenzüchter gelernt. Scheint irgendwie ein uraltes "Wissen" zu sein, wie man gewisse Rosen behandeln sollte."Die bei mir jetzt so erfreulich neu austreiben sind die Austin-Hybriden und etliche rote "Edelrosen".Dann scheint es nun, als Erfahrungswert, richtig zu sein bei diesen.Wie das Schneewittchen, dass ich immer auf 3 Augen zurück schnitt, dann aber jemand traf, der mir erklärte, dass er das Schneewittchen Aug in Aug sehen möchte und es immer so geschnitten hatte. Aha, zwei Erfahrungswerte.Das hatte meine Schwester bei einem Schnittkurs in Steinfurth (einer der namhaften Rosenzüchter) auch so gelernt. Brutalo-Methode.Ich habe auch stets recht kurz zurückgeschnitten, aber mehr nach marcirs Weise.Die bei mir jetzt so erfreulich neu austreiben sind die Austin-Hybriden und etliche rote "Edelrosen".In meinem alten Wohnort kannte ich jemanden, der seine Rosen jedes Jahr radikal herunterschnitten hatte, das war halt seine Philosophie:"Die Rosen müssen aus der Veredlung wieder neu durchtreiben".
Re:Verjüngungskur durch Frost
Zweifellos. Mir geht es aber gar nicht so sehr um unterschiedliche Schnittmaßnahmen je nach Rosensorte, sondern um eine tatsächliche oder vermeintliche "Verjüngung" (in Tüttelchen, weil sich der Rosenstock ja nicht wirklich verjüngt) durch Radikalschnitt entweder durch Frost oder durch Schere.Viele meiner wurzelechten historischen Rosen sind bis zum Boden zurückgefroren, treiben jetzt aber, nach Entfernen der schwarz gewordenen Alttriebe stärker als zuvor aus. Was die Rose vorher an Kraft in 1,50 bis 2 m hohe Zweige schicken musste, verwendet sie nun in einen deutlich kräftigeren Aufbau von unten.Wie es mit der diesjährigen Blüte aussehen wird, bleibt abzuwarten. Zunächst aber geht es doch wohl mal um die Rettung und "Wiederbelebung" des Rosenstocks.Um einem Irrtum vorzubeugen: Auch "Historische Rosen" lassen sich durchaus zurückschneiden, ohne dass man auf Blüten verzichten muss. Als meine "Cuisse de Nymphe émue" zu üppig wurde, trat die Schere in Aktion. Die Nymphe hat es mir nicht übel genommen und ihre Schenkel erröteten im gleichen Jahr.Ich denke, man sollte wissen um welche Rosen es sich handelt. Sicherlich nicht um historische Rosen, Rambler oder Strauchrosen.
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freiburgbalkon
Re:Verjüngungskur durch Frost
Hm, dieser schlüpfrige Jargon gefällt mir irgendwie gar nicht, finde ich obszön und unpassend....Die Nymphe hat es mir nicht übel genommen und ihre Schenkel erröteten im gleichen Jahr
Re:Verjüngungskur durch Frost
... weswegen in England dann die Rose auch unbenamst werden musste
, - anständiges Errörten (blush).Ich mag Rosen, weil sie so sinnlich sind
. Die Schenkel (oder Umarmung) der Nymphe ist doch dezent eindeutig und wundervoll
.LG Loli
Man flieht die Farben, weil es so schwer ist, sich ihrer mit Geschmack und Anmut zu bedienen.
(Johann Wolfgang von Goethe)
(Johann Wolfgang von Goethe)
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Raphaela
Re:Verjüngungskur durch Frost
Obwohl dieser Name eigentlich unzutreffend ist: Die so benannte Rosensorte "errötet" ja nicht, sondern verblasst während der Reifung der Blüten ;)Die Idee mit der "Verjüngungskur" ist mir auch schon gekommen (irgendwie muß man sich ja über das ganze Totholz wegtrösten
):So nach dem Motto: Alles auf Anfang, ganz neu, ganz rein, ganz pilzsporenfrei...Ich halte das aber für eine Illusion: Die Pflanzen sind durch den immensen Kraftakt des kompletten Neuaustriebs (ohne Assimilitationsmöglichkeit für einen längeren Zeitraum als sonst) m.E. ganz schön gestresst und können in der Folgezeit daher leichter durch Pilze u.a. infiziert werden. Wir werden sehen...
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juttchen
Re:Verjüngungskur durch Frost
Bereits im letzten Winter haben einige Rosen bei mir schon einige Rosen "Verjüngungskur" gemacht. Einen stärkeren Befall mit SRT konnte ich nicht feststellen. Allerdings waren diese Rosen auch dieses Jahr wieder mit dabei. Wie viele Winter die das so durchhalten..........
Das wäre für mich so die Frage aller Fragen.Mein persönlicher Eindruck war, dass sich dieser "Neustart" auf die Blühfreudigkeit gravierend ausgewirkt hat. Alle haben zwar geblüht, aber nicht wie gewohnt und die Nachblüte war auch eher bescheiden, was mich bei dem Kraftaufwand eigentlich auch nicht verwundert.
Re:Verjüngungskur durch Frost
Dann setz dich in die dunkle Ecke deines Zimmers und nimm übel!Hm, dieser schlüpfrige Jargon gefällt mir irgendwie gar nicht, finde ich obszön und unpassend....Die Nymphe hat es mir nicht übel genommen und ihre Schenkel erröteten im gleichen Jahr
Re:Verjüngungskur durch Frost
Da es aber um das Überleben der Rosen geht, muss uns ein Durchhänger für eine Saison nicht Leid tun.Ist leider plausibel.
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Günther
Re:Verjüngungskur durch Frost
Dann setz dich in die dunkle Ecke deines Zimmers und nimm übel!Hm, dieser schlüpfrige Jargon gefällt mir irgendwie gar nicht, finde ich obszön und unpassend.