News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Schwacher Stand, was nun? (Gelesen 9004 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

Antworten
ManuimGarten

Schwacher Stand, was nun?

ManuimGarten »

Liebe Rosenfreunde,was macht ihr eigentlich zur Sicherung eurer Rosen gegen das Umfallen aufgrund schwacher Triebe oder des Windes? Der starke Wind der letzten Tage drückt die Triebe mancher Rosen wie z.B. The Alnwick Rose zu Boden und knickt sie tw. Diverse Eisenpyramiden, Stützgitter... die ich schnell hinstelle, fliegen mit und fallen dann auf die Rose drauf :'(BildWeiters habe ich eine Rose, die sehr dünntriebig wächst, sodass die Triebe umfallen. Offenbar ist es normal, dass bei manchen Rosen die Triebe herunterhängen. Es passiert aber nicht gleichmäßig und sieht unharmonisch aus, und auch das wird im Sturm schlimmer. Gibt es eine Form der Stütze für so dünntriebige Rosen bzw. was ist es bei diesen Arten üblich?BildWie macht ihr das?lg, Manu
zwerggarten

Re:Schwacher Stand, was nun?

zwerggarten » Antwort #1 am:

bei mir hängt auch alles kreuz und quer... :-\ der scarman-schnitt könnte wohl bei manchen rosen helfen - oder aber mindestens rechtzeitiges anbinden an gut im boden verankerte obelisken/stangen/o.ä. ::)
Querkopf
Beiträge: 7890
Registriert: 15. Dez 2003, 07:00

Saartal, WHZ 7b/ 8a, 245m ü. NN, toniger Lehmboden

Re:Schwacher Stand, was nun?

Querkopf » Antwort #2 am:

Hallo, Manu,meine Nothilfe sind Staudenstützen: Stahlstäbe, die man recht tief in den Boden stecken kann (mindestens 30 cm) mit in der Höhe verschiebbaren Stahlringen dran - dieses System. Funktioniert bei kleineren/ schmaleren Rosen gut, auch auf längere Sicht. Die Stäbe sind, wenn ich's recht im Kopf habe, max. 2,2 m lang, und bei dieser Höhe muss man sie mindestens einen halben Meter in den Boden rammen, damit's hält - für höhere Rosen reicht das nicht. Und bei fülligeren Pflanzen kippt die Chose auch mit einer ganzen Batterie von Stäben und Ringen irgendwann. Hier wie dort hilft dann nur ein Holzpfahl. Der sieht bei breiten Sträuchern freilich doof aus. Deshalb habe ich mir im vorigen Jahr für drei Monsterrosen, die sich ständig auf die Nachbargewächse legten, vom lokalen Schlosser solide Riesen-"Obelisken" bauen lassen. 'Ghislaine de Féligonde', 'Mme Plantier' und 'La Belle Sultane' wachsen jetzt in diesen stählernen Gerüsten. Die Dinger haben vier stabile senkrechte Stützen, 2 m hoch und 50 cm tief im Boden; für Halt in der Waagerechten sorgen dünnere (Halb-)Ringe, die im 50 cm-Abstand angeschraubt sind. Es funktioniert. Und nach dem für den Gerüst-Aufbau nötigen Rückschnitt wachsen die Rosen bereits wieder so üppig, dass vom Metall bald nichts mehr zu sehen sein wird. Aber es war ein Elend, Stützen rund um bereits sehr große Pflanzen zu montieren. Wenn man sowas baut, sollte man's möglichst früh tun (so lange die Sträucher noch recht klein sind) und mit Provisorien am besten gar nicht erst anfangen...Manche Rosen kann man auch mit konsequentem hartem Schnitt - über Jahre - zur Standfestigkeit erziehen; bei 'Louise Odier' und 'Mlle Cécile Brunner climbing' zum Beispiel habe ich das hingekriegt (jetzt muss ich leider neu beginnen, beide Rosen sind im vorigen Winter extrem zurückgefroren :'(). Aber das klappt längst nicht bei allen Sorten.Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
ManuimGarten

Re:Schwacher Stand, was nun?

ManuimGarten » Antwort #3 am:

Danke Querkopf,so ganz kann ich mir deine Konstruktion noch nicht vorstellen, vor allem wie die Querverstrebungen befestigt sind. Aber es klingt sinnvoll und optisch auch gut. Diese Gitterringe im Link können für kleinere Rosen gut passen. Allerdings ist bei der dzt. Größe und den Trieben ein Durchfädeln schon verd... schwer. Hätte ich's doch vor dem Austrieb gemacht.... aber da wirkte alles stabiler als jetzt unter dem Gewicht der Blüten. :-[Ich habe leider nicht immer richtig abgeschätzt, wir groß und hängend die Rose nach einigen Jahren wird. Neulich habe ich wieder einmal im Rosenbuch geblättert, da fiel mir auf, dass meine Rosen durchwegs größer sind, als die Angaben bei den Sorten. :o So habe ich tw. nicht von vornherein die Notwendigkeit einer Stütze gesehen. Gibt es ausser Metall auch ansehnliche Lösungen? Der Garten ist eher rustikal, mit Holzzaun und Baumhaus... Oder unsichtbare Stützen?lg, Manu
zwerggarten

Re:Schwacher Stand, was nun?

zwerggarten » Antwort #4 am:

unsichtbare stützen, hmhm... ::) glas ist noch deutlich sichtbar und dürfte auch zu brüchig sein, eis dito - außerdem taut das weg... gibt es nicht vielleicht schon transparenten stahl? berührbare energieschirme o.ä. wurden meines wissens noch nicht erfunden, sind technisch nicht genug ausgereift, verbräuchten die energie einer kleinen sonne oder sind schlicht noch nicht marktgängig... vielleicht hülfen schon zwei, drei starke gebläse, die immer gegen die aktuelle windrichtung pusten?
Benutzeravatar
June
Beiträge: 2837
Registriert: 19. Apr 2006, 21:02
Kontaktdaten:

Ich bin gartensüchtig!

Re:Schwacher Stand, was nun?

June » Antwort #5 am:

Bei den meisten Rosen fällt so eine Stütze gar nicht auf, gerade wenn sie zum Wuchern neigen...
June

"Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden." Karl Foerster
ManuimGarten

Re:Schwacher Stand, was nun?

ManuimGarten » Antwort #6 am:

unsichtbare stützen, hmhm... ::) glas ist noch deutlich sichtbar und dürfte auch zu brüchig sein, eis dito - außerdem taut das weg... gibt es nicht vielleicht schon transparenten stahl? berührbare energieschirme o.ä. wurden meines wissens noch nicht erfunden, sind technisch nicht genug ausgereift, verbräuchten die energie einer kleinen sonne oder sind schlicht noch nicht marktgängig... vielleicht hülfen schon zwei, drei starke gebläse, die immer gegen die aktuelle windrichtung pusten?
Was hältst du von einer klitzekleinen Namensänderung: Gnomgarten?? :PZur Frage: es wird wohl Stütztechniken geben, wo man bei überhängenden Zweigen die Stütze nicht mehr sieht. Aber ich bin an allen Arten der Stützen interessiert. Da gibt es sicher verschiedene Ansätze.... super wären Fotos.Hast du auch Stützen für deine Rosentriebe zu zeigen, bei deiner Kreativität müßten sie interessant sein?Blumige Grüße, Manu
Benutzeravatar
Lavender
Beiträge: 170
Registriert: 28. Feb 2008, 10:32

Re:Schwacher Stand, was nun?

Lavender » Antwort #7 am:

>:( Heute lagen wieder 2 Stützen von Strauchrosen quer - samt der Rose - vom starken Nordost weggedrückt.Ich werde die entsorgen wie schon andere und die Rosen müssen sehen, wie sie zurechtkommen.Das mit dem Holzpfahl ist eine Überlegung - wie bei Bäumen und dann festbinden.
rosige Grüße  elma
martina.
Beiträge: 7072
Registriert: 29. Sep 2006, 23:52
Kontaktdaten:

Mittlerer Niederrhein | 8a | 80 m

Re:Schwacher Stand, was nun?

martina. » Antwort #8 am:

Diese Gitterringe im Link können für kleinere Rosen gut passen. Allerdings ist bei der dzt. Größe und den Trieben ein Durchfädeln schon verd... schwer.
Es gibt diese Ringe auch ohne "Innenleben". Auf die Schnelle habe ich diesen Link gefunden. Hier lohnt sich die Investition ins Original. Die billigeren Nachahmer taugen nach m.E. nicht viel.
Ganzjährig Sommerzeit bitte
=^..^=
freiburgbalkon

Re:Schwacher Stand, was nun?

freiburgbalkon » Antwort #9 am:

als ich Querkopfs Bescheibung der maßgefertigten Rosenstrauchstützgerüste (tolles Wort, gell? ;D) gelesen habe, fiel mir sofort ein nicht mehr genutzes Klettergerüst für Kinder in der Nähe ein. Ihr wißt, die einfallslosen eckigen Dinger aus unserer Jugend in Stadtspielplätzen vor allem ärmerer Gegenden, wie eine Pyramide aus Würfeln, bei denen nur die Kanten zu sehen sind. Wenn man an solche Teile, die eh nach und nach ausgemuster werden, rankommen könnte... Aber sind wahrscheinlich im Beton verankert und gehen da nimmer raus.Raphaela hat mal beschreiben wie sie mit Moniereisen Bögen "bastelt" ;D ;). Wenn man nun über so eine bestehende Rose einige Moniereisen, zum Halbkreis gebogen, in die Erde rammt, am besten nach viel Regen, dann bekommt man sie tief in den Boden. So würde eine Art "Gerüst" in Iglu-Form entstehen, an dem man entweder Äste festbinden könnte oder sie einfach durchwachsen lassen könnte. Ich fürche, Ihr könnt Euch's nicht vorstellen. Ich schneide übrigens die meist noch sehr dünnen Rosenäste der Sämlinge nach der Blüte sehr weit zurück, da sie oft auch die manchmal schon großen Blüten noch nicht tragen können, vor allem bei Nässe.
freiburgbalkon

Re:Schwacher Stand, was nun?

freiburgbalkon » Antwort #10 am:

...Auf die Schnelle habe ich diesen Link gefunden...
Huch, Pinnups und Straps , wo sind wir hier ;) ;)
casa

Re:Schwacher Stand, was nun?

casa » Antwort #11 am:

Ich würde Wackelkandidatinnen, bevor ich sie mit Stützen, Straps und Moniereisen aufbinde, ganz einfach mit der Schere in eine Form bringen, die Wind und Wetter standhält und für die nächsten Jahre stabilen Wuchs verspricht. Klingt nicht schön, ich weiß, aber ich habe gerade dieses Frühjahr viele Rosen, die letzte Saison viel zu groß und instabil waren, auf den Stock gesetzt und zu kompakten Büschen zurück geschnitten.
zwerggarten

Re:Schwacher Stand, was nun?

zwerggarten » Antwort #12 am:

... Gnomgarten?? :P
nein danke, ein echter troll werde ich wohl nicht mehr... 8) ;D
... Hast du auch Stützen für deine Rosentriebe zu zeigen, bei deiner Kreativität müßten sie interessant sein? ...
sobald die rosen endlich fotogen sind, versuche ich gerne, ein aussagefähiges bild meiner baumarkt-armierungseisen-dreibeine zu knipsen. ;)
Querkopf
Beiträge: 7890
Registriert: 15. Dez 2003, 07:00

Saartal, WHZ 7b/ 8a, 245m ü. NN, toniger Lehmboden

Re:Schwacher Stand, was nun?

Querkopf » Antwort #13 am:

Hallo, Manu,knallhart schneiden, wie auch Casa geschrieben hat, ist die vorrangige Maßnahme ;)...
... so ganz kann ich mir deine Konstruktion noch nicht vorstellen, vor allem wie die Querverstrebungen befestigt sind. Aber es klingt sinnvoll und optisch auch gut. ...
Ich versuch's mal zu beschreiben (die Konstruktionsdetails hat der Schlosser ausgetüftelt): Die senkrechten Stützen sind aus Vierkantstahl, quadratisch, 3x3 cm. Stütze 1 hat Bohrungen im 50 cm-Abstand. Stütze 2 hat in derselben Distanz beidseitig angeschweißte Nippel mit je einer Bohrung. Stütze 3 ist wie Nr. 1 gemacht, Stütze 4 identisch mit Nr. 2. Die waagerechten Halbringe haben Bohrungen jeweils in der Mitte (zum Anschrauben an Stütze 1 oder 3) und an beiden Enden (zum Anschrauben an die Nippel der Stützen 2 und 4). Man muss natürlich nicht alles separat schrauben, könnte sowas auch mit viel weniger - dann direkt geschweißten - Teilen fertigen. Macht die Sache in der Herstellung einfacher, ergo kostengünstiger; mein Schlosser hat anfangs sowas vorgeschlagen. Der Nachteil ist aber, dass dann die einzelnen Komponenten sehr schwer werden und man fürs Aufbauen mehrere Leute braucht. Deshalb habe ich drauf bestanden, dass die Konstruktion vielteilig wird. So konnte ich die Montage allein bewältigen - und "Kollateralschäden" im Beet begrenzen. 'Ghislaine de Féligonde' hat ihren Knast übrigens schon jetzt fast unsichtbar werden lassen (ich mach' demnächst mal ein Foto). Die beiden anderen Rosen sind auf bestem Wege dazu.Wenn du's lieber rustikaler bzw. weniger sichtbar hättest, könntest du dünne Holzpfähle (Robinie oder Kastanie) im Drei-, Vier-, Fünf-, Sechseck rund um die Rose einschlagen und zur waagerechten Abstützung mit Edelstahlseil bespannen. Ist technisch aber auch nicht ohne: Bei Robinienpfählen gibt es Höhengrenzen, hat mit dem Wuchs dieser Bäume zu tun. Und ins extrem harte Holz kriegt man keine Nägel rein, sondern muss bohren und schrauben. Bei Kastanie habe ich nach dem ersten Blick auf die Preise nicht weiter recherchiert ::). Aber andere Hölzer taugen für solche Zwecke nix, sie verrotten in Windeseile. Nur Robinie und Kastanie sind dauerhaft. Die Staudenringe kriegt man auch ohne Gitter, Durchfädeln muss nicht (die Gitter eignen sich eh nur für nicht allzu große Pfingstrosen). Bei Bedarf kann man auch mit Halbringen, an zwei Stäben befestigt, größere Durchmesser herstellen. Und weil man die Ringe jederzeit aushaken kann, lassen sich neue Triebe leicht in die Stütze einfügen. Nur hält sich die Tragkraft in Grenzen: Was passt für einen Ritterspornhorst, reicht noch nicht unbedingt für einen gewichtigen Rosenstrauch.
ManuimGarten hat geschrieben:... Neulich habe ich wieder einmal im Rosenbuch geblättert, da fiel mir auf, dass meine Rosen durchwegs größer sind, als die Angaben bei den Sorten. :o So habe ich tw. nicht von vornherein die Notwendigkeit einer Stütze gesehen. ...
Falls dich das tröstet ;): Hier ist das mit den Größen ebenso, die meisten meiner Rosen überschreiten die "Buchform" erheblich. Und: 'Mme Plantier' hat 12 Jahre auf eine vernünftige Stütze warten müssen, 'Ghislaine de Féligonde' 10 Jahre - Provisorien tendieren halt zur Dauer ;D. Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Benutzeravatar
Anne Rosmarin
Beiträge: 2666
Registriert: 8. Jun 2006, 10:59

Re:Schwacher Stand, was nun?

Anne Rosmarin » Antwort #14 am:

Ich würde Wackelkandidatinnen, bevor ich sie mit Stützen, Straps und Moniereisen aufbinde, ganz einfach mit der Schere in eine Form bringen, die Wind und Wetter standhält und für die nächsten Jahre stabilen Wuchs verspricht. Klingt nicht schön, ich weiß, aber ich habe gerade dieses Frühjahr viele Rosen, die letzte Saison viel zu groß und instabil waren, auf den Stock gesetzt und zu kompakten Büschen zurück geschnitten.
bei manchen Rosen funktioniert das leider nicht. Zum Beispiel Tour de Malakow. Macht immer wieder im Frühjahr lange Triebe an deren Enden dann die schweren Blüten sitzen. Abschneiden bringt einen um die Blüten.
Liebe Grüße, Anne

ich bin die/der ich bin
Antworten