News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Lloydia serotina (Gelesen 3224 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

Antworten
Benutzeravatar
Eveline †
Beiträge: 3712
Registriert: 2. Mär 2010, 19:33

Lloydia serotina

Eveline † »

hat jemand erfahrung mit lloydia serotina?gedeiht sie in 500 m nn, zone 6b?
vormals "vanessa"
Benutzeravatar
HappyOnion
Beiträge: 1116
Registriert: 1. Aug 2010, 21:10

Re:Lloydia serotina

HappyOnion » Antwort #1 am:

Laut Wikipedia kein Problem.
Benutzeravatar
Starking007
Beiträge: 12161
Registriert: 24. Jan 2005, 19:10
Wohnort: 92237
Region: Mittelgebirge
Höhe über NHN: 440
Bodenart: steinig-lehm

Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.

Re:Lloydia serotina

Starking007 » Antwort #2 am:

In der Natur sah ich sie immer eher feucht stehen.........
Gruß Arthur
Benutzeravatar
Cyps
Beiträge: 446
Registriert: 9. Mär 2006, 17:19

Re:Lloydia serotina

Cyps » Antwort #3 am:

Ich kenne L. serotina von schönen Beständen auf Schiefer in der alpinen Tauernregion auf +- 2000m nn. Sie erscheint kurz nach der Schneeschmelze, zusammen mit Ranunculus glacialis. Nach der Blütezeit sind Samen kaum zu finden, da L. serotina wegen des grasartigen Laubes kaum zu sichten ist, bzw. R. glacialis-Samen von Schneehühnern rasch abgeweidet wird.L. serotina halte ich in tiefen Lagen für nicht kultivierbar. Kein mir bekannter Spezialist hat die Art länger wie 2 oder 3 Saisonen in Kultur halten können !
sarastro

Re:Lloydia serotina

sarastro » Antwort #4 am:

Laut Wikipedia kein Problem.
Lloydia habe ich schon früher mehrfach probiert. Blüht kaum, geht irgendwann ein. Ein Element der kühlen Schneetälchenflora, wie Ranunculus glacialis nur äußerst schwierig am Leben zu halten. Ich glaube das meiste, was in Wikipedia geschrieben wird, besonders geschichtliche und personelle Beschreibungen und bin darum froh, dass es W. gibt. Nur glaube ich nichts gärtnerisches. :o ;)
Benutzeravatar
Starking007
Beiträge: 12161
Registriert: 24. Jan 2005, 19:10
Wohnort: 92237
Region: Mittelgebirge
Höhe über NHN: 440
Bodenart: steinig-lehm

Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.

Re:Lloydia serotina

Starking007 » Antwort #5 am:

Das wär einfacher:Gewöhnliche Simsenlilie, Tofieldia calyculata
Gruß Arthur
sarastro

Re:Lloydia serotina

sarastro » Antwort #6 am:

Ja, aber entweder betrachtet man die Schönheiten der Natur mit der Lupe oder man kultiviert Phalaenopsis. ;D ;D
Benutzeravatar
Erdmännchen
Beiträge: 454
Registriert: 18. Mär 2009, 17:19
Wohnort: Hessen
Region: Taunus
Höhe über NHN: 300m
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re:Lloydia serotina

Erdmännchen » Antwort #7 am:

Wikipedia beschreibt das Vorkommen, in Höhenlagen zwischen 1600 und 3100mNN.die sp. Faltenlilie steht auch auf der roten Listehttp://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome ... rdmännchen
Liebe Grüße
Erdmännchen
sarastro

Re:Lloydia serotina

sarastro » Antwort #8 am:

Bei uns gibt es sie in Massen.
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Re:Lloydia serotina

lerchenzorn » Antwort #9 am:

Vielleicht im Tiefland einen Versuch wert: Die Pflanzung in eine nordseitige, kühl und frisch bleibende Steinwand. So habe ich sie in gut 2000 m Höhe in einer nordexponierten Felswand im türkischen Transkaukasus gesehen, möglicherweise Lavagestein. In der Wand wuchsen noch eine Braunwurz, Sedum pilosum und der hier im Bild zu sehende Farn, vielleicht ein Cystopteris. Es kann sein, dass die Spalten im Sommer ziemlich trocken werden. Am Fuß der Wand wuchs unter anderem Corydalis alpestris, was wiederum auf anhaltende Feuchtigkeit und kühles Mikroklima am Boden auch im Sommer hinweist.
Im trocken-heißen Brandenburg würde ich es wohl nicht versuchen, aber im luftfeuchteren Westen und im Mittelgebirge könnte es klappen.Sehr schön schreiben, wieder einmal, die Briten zu ihren wenigen Lloydia-Pflanzen, Entdeckungsgeschichte inklusive und, einfach wundervoll: Um sie in Snowdonia von Nahem sehen zu können, bedarf es des "abseiling"-s.UK-Wildflowers
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Re:Lloydia serotina

lerchenzorn » Antwort #10 am:

Gäbe es überhaupt eine Bezugsquelle?
Benutzeravatar
Cyps
Beiträge: 446
Registriert: 9. Mär 2006, 17:19

Re:Lloydia serotina

Cyps » Antwort #11 am:

Vielleicht im Tiefland einen Versuch wert: Die Pflanzung in eine nordseitige, kühl und frisch bleibende Steinwand. So habe ich sie in gut 2000 m Höhe in einer nordexponierten Felswand im türkischen Transkaukasus gesehen, möglicherweise Lavagestein. In der Wand wuchsen noch eine Braunwurz, Sedum pilosum und der hier im Bild zu sehende Farn, vielleicht ein Cystopteris. Es kann sein, dass die Spalten im Sommer ziemlich trocken werden. Am Fuß der Wand wuchs unter anderem Corydalis alpestris, was wiederum auf anhaltende Feuchtigkeit und kühles Mikroklima am Boden auch im Sommer hinweist.
Im trocken-heißen Brandenburg würde ich es wohl nicht versuchen, aber im luftfeuchteren Westen und im Mittelgebirge könnte es klappen.Sehr schön schreiben, wieder einmal, die Briten zu ihren wenigen Lloydia-Pflanzen, Entdeckungsgeschichte inklusive und, einfach wundervoll: Um sie in Snowdonia von Nahem sehen zu können, bedarf es des "abseiling"-s.UK-Wildflowers
Ich war nie an diesem Standort und kenne nur die von Dir gezeignten Bilder, aber nach L. serotina sieht dies nicht aus. Ich kann auch bei der Verbreitung keine so südlichen Standorte finden.Kannst Du ein Bild der Corydalis zeigen ?
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Re:Lloydia serotina

lerchenzorn » Antwort #12 am:

Den Cory hatte ich hier schon einmal gezeigt:post 858AbbildungDavis´ Flora of Turkey kennt noch keine Lloydia , auch unter Gagea habe ich dort keine der Arten gefunden. Ich glaube aber, Pilz hat Lloydia serotina in seinem Fotoband der "Flowers of Turkey" abgebildet. Sicher bin ich mir nicht, kann es erst in der nächsten Woche nachschlagen. Für den Kaukasus wird die Art angegeben und die nordöstlichsten türkischen Gebirge sind in ihrer Flora sehr ähnlich.Warum soll es nicht serotina sein?
Benutzeravatar
Cyps
Beiträge: 446
Registriert: 9. Mär 2006, 17:19

Re:Lloydia serotina

Cyps » Antwort #13 am:

Warum soll es nicht serotina sein?
Danke für den Hinweis auf c. alpestris ! Es dürfte wohl kein Materiial in M-Europa im Umlauf sein ?Nach Deinem Bild zu urteilen, kommen mir Zweifel, weil im Verhältnis zur Pflanze die Blüten zu groß sind, zu weit geöffnet und die Färbung/Zeichnung an der Blütenblätter-Aussenseite fehlt. Das Laub ist aufliegend und nicht aufrecht.Die Bestimmung anhand eines Bildes ist oft sehr schwierig, da Informationen wie Blütezeit, Blütengrösse etc.fehlen. Diese Infos können gewiss sehr aussagekräftig sein. Ich habe mir vor Jahren den Zorn eines Spezialisten eingefangen, da ich mir erlaubt habe zu sagen, dass sein auf der Webseite abgebildeter Cypr. farrerii nicht von einem Cypr. fasciolatum zu unterscheiden ist.....
Benutzeravatar
lerchenzorn
Beiträge: 18593
Registriert: 4. Apr 2008, 22:21

Alles in den Sand gesetzt

Re:Lloydia serotina

lerchenzorn » Antwort #14 am:

Na, dann werde ich mal weiter schmökern, was außerdem in Frage käme. Hinkommen werde ich an die Stelle wohl nicht mehr so schnell (Nationalpark "Karagöl-Sahara"). Es gäbe aber in der Umgebung so Einiges, was für die Flora der Türkei neu sein könnte und noch einmal überprüft werden müsste. Wenn hier jemand jemanden kennt, der vielleicht einmal ... . Ich könnte ein paar Fotos und Koordinaten von lohnenden Zielen beisteuern. Viola cf. persicifolia gehört dazu, die wir an einem ausufernden Bergsee gesehen hatten. Orchis ustulata war ebenfalls neu, muss aber nicht mehr geprüft werden.@... Experten: Das haben manche von Ihnen so an sich. Die besseren bedanken sich und kommentieren Ihre eigenen Darstellungen kritisch.
Antworten