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Seit mehreren Jahren prutsche ich hier in meinem Garten herum, und jetzt ahne ich in welche Richtung es geht.Ich interessiere mich schon immer für heimische Pflanzen,und seit einiger Zeit geht mein Interesse immer mehr in Richtung Mittelalter.Aus meinem Jugendtraum Geschichte zu studieren wurde Liebhaberei,und ich möchte nun 2 meiner Liebeleien vereinen :Garten und Mittelalter.Das Projekt soll sein, meinen Garten nach und nach mit Pflanzen zu bestücken,die wenigstens seit dem 12. Jahrhundert im Rheinland bekannt sind.Ich werde mich in der Gestaltung nach meinem Geschmack richten,und den örtlichen Begebenheiten.Einige Pflanzen sind bereits vorhanden, andere möchte ich unbedingt hinzufügen.Es wird eine Mischung aus Nutz-und Zierpflanzen, aber keine wirkliche Nutzanbauung, dafür fehlt mir der Platz.Vorhanden sind:- Walnuss- Haselnuss- Rosa gallica- Alchemilla mollis- Filipendula ulmaria- div. Küchenkräuter- große Brennnessel - Epimedium grandiflorum- div. AmpfersortenBestimmt noch mehr, was mir spontan nur nicht einfällt.Ich möchte hier meine Fortschritte in Planung, Recherche und Ausführung festhalten.Ich nehme auch gerne Ratschläge und Hinweise an.Vll hat der ein oder andere Freude an meiner Planung hier .
Das klingt ja spannend! Als Inspirationshilfe böte sich die Capitulare de villis an (kennst Du vermutlich schon). Hier gibt es auch ein paar Gärtner, die sich mit dem Thema befassen, aber ich hab das letztes Jahr nicht mehr so mitverfolgt. Finde ich gut, dass Du uns hier teilhaben lässt.
Diese Liste kannte ich, aber diesen praktischen Wiki-Link noch nicht .Natürlich sind auch die Rezepte von Hildegard von Bingen so wie verschiedene Kochrezepte dieser Zeit für mich Quellen.
Dieses Buch kennst Du ? Das gibt es gelegentlich auch sehr viel günstiger und dürfte für Dich interessant sein . Auch dieses dürfte interessant sein , eigentlich fast unverzichtbar für geschichtlich interessierte Pflanzenfreaks .
Danke, ich hatte mich bisher auf Primärquellen gestützt und erst vor kurzem mit Sekundärliteratur begonnen.Das 2. Buch hört sich sehr interessant an, ich frage mal in unserer Bücherei nach.
Schon klar , aber bei den Nutzpflanzen wird so weit wie möglich der Beginn der Nutzung durch Menschen zurückverfolgt ( 2. Buch ) und im Eichstätter Garten gibt es jeweils erläuternde Texte zu den Bildtafeln in denen auch der Zeitpunkt der "In-Kulturnahme" angegeben wird . Sehr brauchbar fand ich auch dieses Buch - aber natürlich auch nicht speziell aufs Mittelalter fokussiert .
Hallo, Mufflon, reivolles Projekt - danke, dass du uns teilhaben lassen willst.Hast du eigentlich auch Platz für Obstbäume? Es gibt m. W. die eine oder andere Sorte mit sehr langer Anbaugeschichte (Veredeln durch Pfropfung war schon früh geläufig). Und zu den Quellen: Hast du schon einen Rundgang durch Kunstmuseen gemacht? MA-Maler haben viele Pflanzen identifizierbar festgehalten. Häufig solche mit symbolischer Bedeutung - spontan fallen mir Päonien, Lilien, Veilchen ein. Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
... und noch zwei Buchtipps: hier und hier (Penelope Hobhouse ist eine hervorragende Rechercheurin...). Und noch ein Gedanke zur Sekundärliteratur: Es gibt etliche Bücher über Pflanzen, die symbolisch mit Maria und/ oder diversen Heiligen in Verbindung gebracht werden. Da wirst du sicher auch fündig.Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Super spannend Mufflon.Wie ich das jetzt verstehe möchtest Du keinen reinen Nutz-, Kräutergarten, sondern auch die damaligen Zierpflanzen mit einbeziehen.Vieles ist ja durch die Römer mit eingeführt worden und die Wandlung vom Nutz-,Heilgarten zum gemischten bzw. Ziergarten war fließend.Spontan fällt mir ein:.mispel, fingerhut, tollkirsche und bibernelle, hülsenfrüchteWeinrebe, Maulheerbaum, Holunder, Schlehe und Weißdorn, Holzapfel, Walnuss.Pfingstrose, Lilien und Goldlack.Ich würde in Richtung Burgen und Burggärten mal forschen.
LG Margrit
"Willst du wertvolle Dinge sehen, so brauchst du nur dorthin zu blicken, wohin die grosse Menge nicht sieht" (Laotse)
Paulownia kam mir zuvor. Eine spannende Aufgabe, denn vieles wurde tatsächlich schon vor dem Mittelalter durch die Araber und dann durch die Römer eingeführt. Und alles nach 1492 gilt ja im Prinzip nicht mehr.Glaubst du wirklich, dass das japanische Epimedium grandiflorum schon seit dem Mittelalter in Klostergärten vorhanden ist?