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Garten auf altem Tennisplatz anlegen (Gelesen 1727 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Garten auf altem Tennisplatz anlegen
Hallo Forum Gemeinde,Ich bin völlig neu hier und brauche als "Gartenneuling" mal grundsätzliche Hilfe.Das Tehma Garten war bisher komplett meiner besseren Hälfte vorbehalten und beschränkte sich bei mir lediglich auf das Rasenmähen.Von einem Bekannten haben wir nun allerdings in unserem Wohnort die einmalige Chance bekommen, auf einem Areal mit 2 alten Tennisplätzen (35 x 35 m) einen Garten anzulegen. Für mich stellt das ein absolutes Großprojekt dar, da ich mir erst mal alles aneignen muss. Es scheitert sicherlich nicht an den Werkzeugen und dem handwerklichen Geschick, als vielmehr an der Ahnungslosigkeit bezüglich dieses Projektes!
!Daher nun meine Frage(n) an Euch:Es handelt sich bei den alten Tennisplätzen um Vereinsplätze mit Tennissand. Die Plätze wurden fachmännisch erbaut, demnach befindet sich unter dem roten Sand auch eine dicke Schotterdrainage.Kann ich auf diesem Untergrund mit entsprechender Erde die Beete / Rasenflächen anlegen, oder muss hier erst mal alles raus?Da die Plätze total zugewuchert sind, scheinen zumindest die Flachwurzler kein Wachtumsproblem zu haben. Bitte gebt mir für den Start in mein "grünes" Jahrhundertwerk reichlich Tips und Anregung, damit das Projekt zum Erfolg führt.Ich habe vor, das ganze Projekt zu dokumentieren und entsprechend zu posten. Der Plan sieht vor, dass neben einem schönen Gartenhaus und entsprechender Grünanlage auch ein Pool mit entstehen soll.Aber erst mal eins nach dem Anderen...!Also, ran die Tasten und her mit den Info´s / Tips von Euch.Bin schon total gespannt auf die ersten Feedbacks.

- Gartenplaner
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Re:Garten auf altem Tennisplatz anlegen
Hallo woodboy,hm...wenn du einen Kiesgarten mit trockenheitsliebenden Pflanzen anlegen wollen würdest, hättest du ideale Startbedingungen
Natürlich erobern sich im Laufe der Zeit Trockenheits-Pionierpflanzen und Gräser die feine Sandschicht, aber die brauchen ja auch nicht viel zum Leben.Für Rasen und normale Gartenbeete wäre der Untergrund arg trocken, würdest du nur Mutterboden aufschütten lassen
Du solltest dir überlegen, von wo nach wo Wege führen sollen und wo Bauwerke mit Fundament hinsollen - da kann der Schotter gleich drin bleiben und als Unterbau für Weg oder Fundamentplatte dienen, wenn er nicht zu sehr mit Erde oder Sand vermischt ist.An den Stellen, wo du Rasen oder Staudenbeete willst, muss er raus und mit gutem Ober/Mutterboden aufgefüllt werden.Oder du überlegst wirklich, einen Kiesgarten anzulegen - gibt nen ausführlichen Tread dazu hier
Ich hab so im Hinterkopf, dass in den 60er/70er Jahren manchmal Zeugs für die Besandung von Tennisplätzen genommen wurde, die heute auf die Sondermülldeponie gebracht wird - das solltest du als erstes recherchieren oder abklären!Viele Grüße,Gartenplaner



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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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- Knusperhäuschen
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Re:Garten auf altem Tennisplatz anlegen
Eine evtl. Belastung durch: Kieselrotwäre evtl. vorher abzuklären, wenn man auch Gemüse anbauen will.
Warum bin ich eigentlich gerade nicht im Garten?
Re:Garten auf altem Tennisplatz anlegen
Also Oberboden anfüllen (Auchtung: die Qualität ist hier das A und O - kein Lehmbatz, kein mit Unkrautrhizomen versautes "Zeug", nicht zu arm, ohne Samenunkräuter) ist unumgänglich.Zu klären ist, wie stark die Drainschicht ist. 30-40 cm kann man aufreißen lassen (im Laufe der Jahre hat sich das u.U. mit Feinanteilen zugesetzt) und den Oberboden (am besten mit Bimssteinzusatz oder ähnlichem - damit nicht alles gleich im Untergrund "versandet") dann aufbringen. So "verzahnen" sich die beiden Schichten halbwegs.Wenn es mehr als 40cm sind, dann würde ich was davon entfernen lassen. Bauschuttentsorgung ist aber nicht besonders billig, sollte das ganze irgendwie belastet sein, dann wird es richtig teuer (würde ich persönlich dann die Finger von lassen!)Pflichlektüre: "Der Kiesgarten" von Beth Chatto.Macht Lust auf einen solchen. Üppige Prachtbeete dürften dort nämlich nur mit großem Aufwand (vollständigen Bodenaustausch) gedeihen. Da würde ich die Gegebenheiten annehmen.Auch gut: schau mal in den Kiesgarten-Thread.
Wenn Du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)
Re:Garten auf altem Tennisplatz anlegen
O.K.>>>Also erstmal drüber nachdenken, was wie und wo hin soll. Den Untergrund für Wege und Fundamentbebauung lassen, klingt logisch.Steingarten finde ich persönlich nicht schlecht. Aber meine Frau möchte eben auch Nutzbeete anlegen. Demnach müsste das Zeug da raus, oder zumindest analysiert werden, ob es schädlich ist...!Das ist doch mal ein Anfang. ::)Mal schaun, ie es weitergeht... ???Danke für Eure Beiträge, macht weiter so!!!