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Iris für den Gehölzrand? (Gelesen 9503 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Iris für den Gehölzrand?
Moin,über die Pur-Suche nach Iris cristata oder Iris foetidissima habe ich keinen passenden Thread gefunden.Welche Arten habt ihr und könnt sie für einen halb- bis lichtschattigen Standort mit leicht saurem, humosen und eher frischen Boden empfehlen? Wieviel Licht brauchen sie? Wie dauerhaft und "pflegeleicht" sind sie bei euch?Begleitpflanzen wären u.a. Dicentra eximia, Phlox divaricata, Heuchera u.a., die an diesem Standort gut zurechtkommen.
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Troll, ich habe mehrere I. sibirica-Sorten in Rhododendron- und Hortensienbeeten als Begleitstauden untergebracht. Das klappt tadellos. I. versicolor kermesina wächst sogar besonders üppig dort. Einen Versuch habe ich mit I. spuria im letzten Herbst gewagt. Da bin ich sehr gespannt, weil sie es im Sommer eigentlich etwas trockener liebt. Aber I. spuria etabliert sich meistens erst nach 3-4 Jahren, so dass ich da noch keine Aussage machen kann. Iris graminea hat hier nicht mehr so üppig geblüht im Halbschatten und steht jetzt doch wieder sonniger.
- Dunkleborus
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Iris foetidissima funktioniert hier sowohl in saurem als auch in alkalischem Boden.I. sibirica hatte ich mal am Gehölzrand versucht, aber die Wurzelkonkurrenz (Linde) mochte sie gar nicht.
Alle Menschen werden Flieder
Re:Iris für den Gehölzrand?
Iris foetidissima ist auch hier, ebenfalls auf kalkhaltigem Boden, äußerst robust. Sowohl in recht sonniger, eher trockener Lage als auch im halbschattigen Bereich.
- Dunkleborus
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Da fällt mir ein: in den letzten Jahren weist sie hier einen Befall von der Blattminierfliege Cerodontha iridis auf. Das sieht unschön aus. Obwohl ich letztes Jahr gefühlt alle befallenen Blätter entfernt habe, sind sie wieder da.
Alle Menschen werden Flieder
Re:Iris für den Gehölzrand?
Iris foetidissima wächst bei mir halbschattig zwischen Hortensien und Apfelbaum. Am Wildstandort in der Bretagne wuchs sie in einer Senke zwischen Kiefern auf Dünensand. Iris sintenisii habe ich auch halbschattig unter einer Eiche vor dem Nieswurzbestand.Iris cristata ist bei mir Schneckenfutter.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Ist die Einstufung Z7 mit Kahlfrostschutzempfehlung also überflüssig?Bei Maisgeiers ist die ehedem hochgelobte Art seit dem vorigen Winter nicht mehr erhältlich, was mich etwas skeptisch macht.Iris foetidissima ist auch hier, ebenfalls auf kalkhaltigem Boden, äußerst robust. Sowohl in recht sonniger, eher trockener Lage als auch im halbschattigen Bereich.
Re:Iris für den Gehölzrand?
völlig verständlich. Mein Bestand hat in den letzten beiden Wintern sehr gelitten. Die Pflanzen sehen bis in den Sommer hinein desolat aus, weil der Neuaustrieb spät erfolgt. Blüten in braunem Laub sehen nicht berauschend aus.Auf der Alb dürfte der Bestand deutlich mehr gelitten haben als im warmen Neckartal.
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Bei mir erhält sich ein kleiner Bestand seit vielen Jahren vor der Südwand des Hauses. Teilweise erneuert er sich durch Selbstaussaat.Ist die Einstufung Z7 mit Kahlfrostschutzempfehlung also überflüssig?
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Ich bin nun kein großer Irisexperte. Mit Iris sibirica habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, je schattiger sie stehen umso blühfauler werden sie.Nach der Erweiterung des Teichbeetes im letzten Jahr sind mir in recht schattiger Lage viele Iris pseudacorus Sämlinge aufgefallen, die jedoch noch zu klein sind, um zur Blüte zu kommen.Ich bin auf diese Irisarten gekommen, weil man Iris cristata auf amerikanischen Webseiten vielfach als Waldpflanze abgebildet sieht.
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Iris cristata ist bei mir bisher immer sang- und klanglos eingegangen, stand halbschattig, aber vermutlich zu trocken. Ich habe es dann aufgegeben. Eine Option wäre vielleicht auch Iris tectorum, die steht bei mir im lockeren Schatten von Kiefern. Wenn sie gut gefüttert wird blüht sie sehr reich.
Viele Grüße von
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Ich hab sie überall, wo ich eine niedrige, immergrüne Strukturpflanze haben will, die auch unter Sträuchern wächst, von sonnig bis schattig unter dem Nussbaum des Nachbarn. Sie sät sich stark aus, so dass ich immer wieder neue Stellen bestücken kann. Im starken Schatten blüht sie weniger.Bei mir in 7b auch bei Kahlfrost und im letzten Februar winterhart.Iris foetidissima ist auch hier, ebenfalls auf kalkhaltigem Boden, äußerst robust. Sowohl in recht sonniger, eher trockener Lage als auch im halbschattigen Bereich.
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Danke für eure Antworten. Versuch macht kluch. ;DIch werde wohl bei I. foetidissima und I. cristata mein Glück selbst versuchen.Beim Stöbern bin ich noch auf diese Iris gestoßen. Passt das Foto wirklich zu der Pflanze?
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Re:Iris für den Gehölzrand?
Nein. Iris pseudacorus ist gelb oder weiß und wuchert bei mir im Teich. Anderswo ausgepflanzte sind wieder verschwunden.
Viele Grüße von
RosaRot
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