News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Ein paar Fragen zu Stauden (Gelesen 3225 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

Antworten
Benutzeravatar
uliginosa
Beiträge: 7641
Registriert: 2. Jan 2007, 22:20
Kontaktdaten:

Carpe diem!

Ein paar Fragen zu Stauden

uliginosa »

Gestern habe ich endlich einen Gutschein vom letztjährigen Geburtstag im Blumenlädchen des Nachbardorfs eingelöst. Statt eines Blumenstraußes sind mir verschieden Staudentöpfe in den Fahrradkorb gehüpft.BildLewisia cotyledon: Ziemlich missmutig habe ich gelesen, was Gm dazu schreibt. Trocken, auch im Winter hätte ich gute Plätze, aber kalkfrei kaum - überlebt sie trotzdem oder ist dann Topf Pflicht (Wie pflegeleicht sind sie im Topf - Zeit zum Gießen ist rar)?Dianthus deltoides kenn ich von mageren, sonnigen Wiesen - wie reagiert er wenn er neben einer Rose von deren Düngung profitiert? Üppig, blühend wäre ideal, aber vergeilend, kaum blühend, eingehend schlechtere Alternativen.Geht auch Halbschatten?Die Nelken im Vordergrund seien Überraschungeier von der Farbe her (jetzt hoffe ich, dass keine quietschrote dabei ist). Weiß jemand, wie die heißen? Wie hoch werden die denn? Brauchen die eher einen Hätschelplatz oder können die auch in ein eher wildes Staudenbeet?
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 43515
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

pearl » Antwort #1 am:

Lewisien gehen gut in Töpfen mit Rhododendronerde und Granitgrus. Heftig düngen mit Rhododendrondünger. Oder sowas. Die Töpfe im Winter auf der überdachten Terrasse draußen stehen lassen ist sehr erfolgreich. Alternativ in den Dränagekies dicht ans Haus pflanzen.Die Nelken sind ebenfalls Kübelpflanzen. Oder Pflanzen für Gemüsebeete um Schnittblumen zu ernten. In Staudenpflanzungen sehen sie doof aus. Dianthus deltoides wird super an trockenen Hängen in Steinanlagen. Sonst nicht. Die geringste Konkurrenz vertreibt sie.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Benutzeravatar
marygold
Beiträge: 9348
Registriert: 29. Feb 2008, 17:34
Kontaktdaten:

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

marygold » Antwort #2 am:

Ich kultiviere die Lewisien nur in Töpfen, mit ordentlicher Drainageschicht aber regelmäßigen Wassergaben. Im Winter "vergesse" ich sie im ungeheizten Gewächshaus.Dianthus deltoides habe ich am sonnigen, trockenen Südhang.
Benutzeravatar
uliginosa
Beiträge: 7641
Registriert: 2. Jan 2007, 22:20
Kontaktdaten:

Carpe diem!

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

uliginosa » Antwort #3 am:

Danke für eure Antworten! :) Für die Lewisia ist wohl dann der Topf wirklich am besten. :-\ "regelmäßige Wassergaben" Darf sie nicht ganz austrocknen? D. deltoides in rot habe ich in einem sonnigen, eher magren Staudenbeet - da hält er sich schon seit Jahren kaum auffallend (wenn er nicht gerade blüht) zwischen den anderen Staduen.Konkurrenz wäre neben der Rose nicht das Problem - die mickert eher.
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 43515
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

pearl » Antwort #4 am:

Lewisien vertragen extremste Trockenheit. Zu Blühbeginn brauchen sie natürlich Wasser, es ist ja ihre vegetative Phase. Danach können sie furztrocken stehen. Zu feucht und die Rübenwurzel fault.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Benutzeravatar
uliginosa
Beiträge: 7641
Registriert: 2. Jan 2007, 22:20
Kontaktdaten:

Carpe diem!

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

uliginosa » Antwort #5 am:

Das klingt doch gut - zu Blühbeginn ist die Motivation zu gießen auch groß. ::)
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Benutzeravatar
Staudo
Beiträge: 35586
Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
Kontaktdaten:

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

Staudo » Antwort #6 am:

Bei mir stehen Lewisien unmittelbar an der Südwand des Hauses in sandiger Erde und sind geradezu riesig geworden.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
löwenmäulchen
Beiträge: 2943
Registriert: 7. Jun 2006, 13:59

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

löwenmäulchen » Antwort #7 am:

Oh je, Lewisien vertragen keinen Kalk? :o Habe letztes Jahr eine geschenkt bekommen und schön trocken nah ans Haus gesetzt, von kalkfrei wußte ich nix - der Boden hier strotzt vor Kalk ::) Sie ist gut über den Winter gekommen, treibt wieder und setzt Knospen an - soll ich sie nun raus buddeln?
Smile! It confuses people.
Benutzeravatar
oile
Beiträge: 32291
Registriert: 9. Jan 2004, 20:13
Höhe über NHN: 35 m
Bodenart: sandig
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

oile » Antwort #8 am:

Bei mir stehen Lewisien unmittelbar an der Südwand des Hauses in sandiger Erde und sind geradezu riesig geworden.
Riesig ist meine nicht, sie steht dafür zu mager. Aber sie überlebt seit Jahren unterm Dachüberstand (Südwand). Im Winter bekommt sie noch eine Abdeckung (Glasplatte).
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.

Don't feed the troll!
Benutzeravatar
uliginosa
Beiträge: 7641
Registriert: 2. Jan 2007, 22:20
Kontaktdaten:

Carpe diem!

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

uliginosa » Antwort #9 am:

Auf unserer Haussüdseite ist die Terrasse. Nur an den Rändern wenig Steinschüttung, die wird aber von Stauden und Rosen beschattet ...Löwenmäulchen, wenn deine Lewisia trotz Kalk treibt und Knospen ansetzt, das klingt doch erst Mal gut! Lass sie stehen und berichte wie es ihr weiter ergeht. Ein nicht ganz uneigennütziger Rat ... ::) Wenn niemand weiß, wie Dianthus deltoides auf Düngung und Halbschatten ohne Konkurrenz reagiert, muss ich das wohl mal ausprobieren. Und wie hoch werden die großen Nelken in den 3 Töpfen im Vrdergrund?
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Benutzeravatar
krimskrams
Beiträge: 570
Registriert: 16. Mai 2009, 21:35
Wohnort: Unterfranken

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

krimskrams » Antwort #10 am:

Ich wusste bei der Lewisia, die ich mir letztes Jahr kaufte, auch nichts von kalkfrei. Da ich aus der gleichen Gegend wie Löwenmäulchen komme, haben wir hier sehr kalkhaltigen Boden. Ich habe sie unter eine Steinbank in der Sonne gepflanzt und als ich vor ein paar Tagen nach ihr gesehen habe, wirkte sie recht vital. Mal gucken, ob sie demnächst blüht.
Viele Grüße Gaby
Benutzeravatar
Mediterraneus
Beiträge: 28494
Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
Region: Südspessart
Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
Bodenart: Roter Buntsandstein
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

Mediterraneus » Antwort #11 am:

Die Nelken werden 30 cm groß. Wahrscheinlich Dianthus caryophyllus, eher einjährig.Im Gegensatz zu Pearl finde ich, dass Nelken als "altmodische" und eine Zeit lang verpönte Pflanze wieder im Kommen sind. Ich hab schon Blut geleckt. Allerdings nicht von Dianthus caryophyllus, sondern eher an alten Dianthus gratianopolitanus und Dianthus plumarius :-*
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 43515
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

pearl » Antwort #12 am:

gegen Dianthus gratianopolitanus und Dianthus petraeus in Kiesbeeten ist überhaupt nichts einzuwenden. Dianthus knappii ist toll im Steingarten und Dianthus sperbus in der Feuchtzone super.Alles andere ist Gemüse zum Ernten von Schnittblumen oder ist für den Balkonkasten gut.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Benutzeravatar
RosaRot
Beiträge: 17861
Registriert: 11. Mai 2007, 20:53

Regenschatten Schattenregen Nordöstliches Harzvorland, Podsol, Regosol 7b 123m

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

RosaRot » Antwort #13 am:

Dianthus plumarius geht auch gut in Kiesbeeeten,nur nicht überdüngen. Dianthus deltoides wächst hier zu Massen wild auf trockenen mageren Hängen. In meinem Garten, der ja im Prinzip den gleichen Boden hat, hält sie sich nie sehr lange.
Viele Grüße von
RosaRot
Benutzeravatar
pearl
Beiträge: 43515
Registriert: 28. Aug 2006, 16:09
Kontaktdaten:

Weinbauklima im Neckartal

Re:Ein paar Fragen zu Stauden

pearl » Antwort #14 am:

stimmt, der Zauber von Dianthus deltoides hält nicht lange. Dianthus plumarius hat sich in meinem Garten immer liederlich verhalten. Die gehört nicht zu den Pflanzen, die auf anmutige Art liederlich ist. ;) ;D
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”

— Robert M. Sapolsky
Antworten