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Autor Thema: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans  (Gelesen 160211 mal)

leni w †

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #75 am: 29. Juni 2006, 00:31:56 »

bisher trägt er sehr gut, wir haben ihn gerade wieder gestützt, damit er die früchte tragen kann.
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liebe grüße von leni w

max.

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #76 am: 29. Juni 2006, 00:34:50 »

probier doch mal, vielleicht im nächsten jahr, die früchte auszulichten,
wenn sie etwa murmelgroß sind.
die übriggebliebenen werden dann größer, sind schmackhafter und du brauchst nicht abzustützen.
weißt du die sorte?
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leni w †

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #77 am: 29. Juni 2006, 01:22:56 »

wir haben schon ausgedünnt. GG ist ein grosser "ausdünner"!!! hat immer angst, dass wir zuviel obst ernten müssen! ;)

die sorte hab ich mir vorhin schon überlegt, bin aber nicht sicher. denke, es ist amsden.

« Letzte Änderung: 29. Juni 2006, 01:56:08 von leni w »
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liebe grüße von leni w

cydorian

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #78 am: 08. Januar 2011, 17:18:21 »

Heute habe ich gegen Kräuselkrankheit an den Pfirsichen selbst angerührte Peressigsäure gespritzt. Wir hatten 15°C, (ausnahmsweise) trocken und sonnig. Wasserstoffperoxid 3% und Haushaltsessig mit 5% auf 3% Säuregehalt verdünnt zusammengekippt und mit dem Handsprüher von allen Seiten auf die Zweige der Pfirsiche gespritzt. Pro Baum benötigte ich 200ml.

Problem 1: H2O2 ist in der Apotheke sauteuer, verkauft wird es hier in 100ml Fläschchen. Die Drogeriemärkte führen kein H2O2. Wie ich jetzt weiss, gibt auch eine fertige Einliterpackung, P W Beyvers Wasserstoffperoxid Loesung 3%, Pharmazentralnummer 4652521, bei Versandapotheken um 3,5 EUR plus Versand. Vielleicht auch über die örtliche Apotheke zu bestellen, dann aber sicher auch zu örtliche-Apotheke-Preisen...

Problem 2: H2O2 scheint nur recht kurz haltbar zu sein. Ich habs im Herbst gekauft, konnte es aber nicht mehr anwenden wegen dem anhaltenden kalten Wetter. Mittlerweile scheint sich der Stoff etwas zersetzt zu haben. Wenn es nochmal warm ist werde ich nochmal welches kaufen und anwenden.
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Aprikosenmöchtich

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #79 am: 08. Januar 2011, 19:51:17 »

Hallo,

habe auch heute behandelt aber mit CU-Kalk; das hat mir die letzten Jahre das Problem gelöst

Gruß
AMI
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Werner987

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #80 am: 06. Februar 2011, 18:46:06 »

dieses jahr werde ich erstmalig peressigsäure einzusetzen.
interessieren würde mich ob auch eine wirkung gegen monilia zu erwarten ist. dann könnte man gleichzeitig die sauerkirschen spritzen. wer hat diesbezüglich erfahrungen?
ich habe bisher noch nicht den pfirsichbaum behandelt - wenn die temperaturen mal 10 grad erreichten war regelmäßig nasses wetter.
ich besorgte mir eine literflasche H2O2 (30%ig) in der apotheke für ca. 10 euro, deren bezugsquelle ist: Hedinger (Stuttgart).
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netrag

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #81 am: 07. Februar 2011, 15:51:56 »

dieses jahr werde ich erstmalig peressigsäure einzusetzen.


Habe ich vor 2 Jahren probiert.Der Erfolg war sehr mäßig.
Man kanns auch so ausdrücken:Außer Kosten nichts gewesen.
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Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag

Rieke

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #82 am: 07. Februar 2011, 16:08:24 »

Ich habe letztes Jahr die Pfirsichbäume mit Knoblauch gespritzt.

Hier, Post #17 habe ich es schon mal beschrieben.

Dieses Jahr werde ich das wiederholen.
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Wo bleibt der Regen?

Moneydrops

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #83 am: 09. Februar 2011, 11:51:50 »

Problem 1: H2O2 ist in der Apotheke sauteuer, verkauft wird es hier in 100ml Fläschchen.

Das Problem hatte ich auch! Da ich mich Online informiert hatte, wusste ich, das der Preis für 1 Liter H2O2 zwischen 3,40 und 3,95 EUR liegt, zzgl. Versand. Natürlich haben die 3 Versandapotheken, welche versandkostenfrei sind H2O2 nicht im Programm! DAchte dann auch, dass ich in der örtlichen Apotheke dann ja auch so um die 7 EUR zahlen könnte, Pustekuchen! 100 ml für 1,80 EUR, also 18 EUR/Liter! Ich hatte bereits seit Anfang Januar mich umgeschaut. Nun war ich beruflich viel unterwegs und hielt dann gleich gezielt nach den Apotheken Ausschau, welche gleichzeitig einen Online Versand haben und den mir zusagendem Preis. Hatte dann eine Filiale von Doc Mor..is direkt vor der Nase. 3,95 EUR/Liter, Klasse.

Extra rumfahren deswegen lohnt natürlich nicht, aber ich konnt es ja immer irgendwie verbinden.

Ich spritze seit mehreren Jahren mit Peressigsäure und kann nur Positiv darüber berichten.

@ Werner 987
H2O2 30% oder 3%? Für 30% ist der Preis ja ok, lässt sich runterverdünnen auf 3%, aber sind dann 10 Liter! Wohin damit? Hält nicht ewig.

Liebe Grüße
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cydorian

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #84 am: 09. Februar 2011, 17:45:02 »

Ich spritze seit mehreren Jahren mit Peressigsäure und kann nur Positiv darüber berichten.

Welche Pfirsichsorten hast du damit behandelt, waren die dann ganz kräuselfrei oder gab es noch einen schwächeren Befall? Genau in der Weise wie hier schon empfohlen, 3%iges H2O2 und 3%ige Essigsäure zusammenkippen und bei >10°C spritzen ?
« Letzte Änderung: 09. Februar 2011, 17:45:22 von cydorian »
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Werner987

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #85 am: 09. Februar 2011, 19:31:29 »

H2O2 30% oder 3%? Für 30% ist der Preis ja ok, lässt sich runterverdünnen auf 3%, aber sind dann 10 Liter! Wohin damit? Hält nicht ewig.

deshalb hatte ich nach erfahrungen zur wirkung auf andere krankheitserreger im garten(monilia) gefragt.
mein 30%iges H2O2 ist mit phosphorsäure stabilisiert.
die haltbarkeit wird mit 4 jahren angegeben, bei kühler, dunkler lagerung bestimmt noch länger.
(entsprechend verdünnt) wird H2O2 auch zum desinfizieren oder bleichen von textilien verwendet.
falls es doch mit dem aufbrauchen eng wird kann ich mir einige male die haare entfärben und trendgerecht colorieren lassen. ;) ;D

an deinen ergebnissen mit dieser spritzmethode bin ich ebenfalls interessiert.
manchmal sind es kleinigkeiten - wie der optimale spritzzeitpunkt/standort - die mißerfolg oder positive resultate bewirken können.
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Moneydrops

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #86 am: 10. Februar 2011, 14:54:00 »

 Vorab:
Eine Textauszüge stammen aus bereits von mir in anderen Foren getätigten Post. Deshalb ist es wohl ein wenig länger, aber wenn es halbwegs die Fragen beantwortet, warum soll ich alles nochmal schreiben, zum gleichen Thema.

Welche Pfirsichsorten hast du damit behandelt, waren die dann ganz kräuselfrei oder gab es noch einen schwächeren Befall? Genau in der Weise wie hier schon empfohlen, 3%iges H2O2 und 3%ige Essigsäure zusammenkippen und bei >10°C spritzen ?
an deinen ergebnissen mit dieser spritzmethode bin ich ebenfalls interessiert.
manchmal sind es kleinigkeiten - wie der optimale spritzzeitpunkt/standort - die mißerfolg oder positive resultate bewirken können.

Also, ich spritze meine 8 Pfirsichbäume (Halbstamm) mit Peressigsäure, zusammengesetzt aus 3% Wasserstoffperoxid plus 3% Essigsäure (stell ich mir aus Essigessenz her) im Verhältnis 1:1. Klingt schlimm,aber ich kann mich damit beruhigen, dass das als ökologischer Verarbeitungshilfsstoff gemäß EG-Verordnung Nr. 889/2008, Anhang VIII,Abschnitt B durchgeht. Wie gesagt, ich kann mich damit beruhigen, dafür spritze ich keinerlei Schwermetalle (wie z.B. die Alternative:Kupferpräparate), sondern lediglich Brühen und Jauchen, wenn im Vorjahr Befall zu beklagen war.

Wie oft man spritzt, spielt überhaupt keine Rolle, sondern der genaue Zeitpunkt! Wobei ich diese Aussage auch langsam revidieren muss , da ich eine Publikation zur Peressigsäure gelesen habe, welche besagt, dass es gerade beim Spritzen mit Peressigsäure nicht ganz so termingerecht zu gehen muss, wie z.B. beim Spritzen mit Kupfer, da bei Kupferspritzungen lediglich die Einhaltung des genauen Spritztermines Erfolg versprechen könne.

In der Zeitschrift 'Obstbau' 8/2004 gab es einen interessanten Artikel, eben o.g. Publikation, ("Taphrina deformans - Neue Wege zur Bekämpfung" von Andreas Thomas und Dr. Guido Albert, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Rheinhessen-Nahe-Hunsrück). Der Grundgedanke war: die Pilzsporen überwintern auf den Zweigen und Knospen. Wenn man sie durch Desinfektionsmittel abtötet, bevor sie im Spätwinter, wenn sich die Knospenschuppen lockern, die Triebe infizieren, dann hat man gewonnen. In dieser Abhandlung war der Termin bereits ab Laubfall (Okt./Nov.) bis Anfang/Mitte Februar.

Es wurden verschieden Desinfektionsmittel getestet, beste Ergebnisse wurden mit Peressigsäure erzielt.

Bei der Kräuselkrankheit handelt es sich um eine Pilzkrankheit, welche über die Blattknospen eindringt. Die Pilze überwintern u.a. an den Knospenschuppen. Beim Aufplatzen der Knospen dringt das Mycel in die Blattkospen ein und durchdringt die noch nicht entfalteten Blätter. Daher ist allein eine zeitnahe Spritzung kurz vor Aufbrechen der Knospen von Erfolg gekrönt. Ist das Mycel erst einmal in der Blattknospe, kannst man die Kräusekrankheit lediglich am weiteren Ausbreiten hindern, was allerdings befallen ist lässt sich nicht mehr ändern. Ich habe gehört (ich selbst habe dies noch nicht gemacht), dass manche Obstbauern vereinzelt Knospen mit Gold-Edding o.ä. kennzeichnen um den Beginn des Knospenschwellens anhand des Zerreisens der Farbschicht punktgenau zu bestimmen.

Letztes Jahr hatte ich am 20.02. und am 27.02. gespritzt, hatte bis März immer wieder Frost und Neuschnee. Bei Regen spritzen bringt natürlich nix, und 5 °C plus sollten es schon sein.

Dieses Jahr habe ich letzten Sonntag, dem 06.02.2011, bei sonnigen 13°C Grad am Südhang gespritzt.

Ich habe South Haven (stärkster Befall 2006, deswegen habe ich auch mit Peressigsäure angefangen!), Red Haven, Suncrest und Dixired. Also alles gelbfleischige, von der Kräuselkrankheit bevorzugte Sorten. Ich hatte seit 2007 keinen Befall mehr, als Referenz: mein Nachbar in 30m Entfernung hat eine alte weißfleischige Pfirsichsorte, ca 5 Stk. so als riesige Büsche, er hat (bis auf 2008) jedes Jahr Totalausfall, also auch bei weißfleischigen Sorten. Es gibt halt Gegenden mit mehr oder weniger Befallsdruck, ich lieg da wohl echt beschi...en.

Seit letztem Jahr habe ich noch einen Blutpfirsich, welcher ja eigentlich auch sehr resitent sein soll. Diesen habe ich nicht mit gespritzt, mal sehen.

Und allen Spritzgegnern sei gesagt, ich habe leider erhöhten Befallsdruck und bei der Kräuselkrankheit hilft halt nur präventives Spritzen. Und Peressigsäure muss ich nicht unter Vollschutz spritzen, Wasserstoffperoxid zerfällt dann in Wasser und Sauerstoff (kein Schwermetall oder so´nen Sch...ß), 3% benutzt es man als Mundspülung, etc. etc.
Und ansonsten spritze ich lediglich als Austriebsspritzung Rapsöl (0,3L Rapsöl auf 10l Wasser, mit Kernseife als Emulgator) und ansonsten bei Bedarf Jauchen und Auszüge.

War arg lang, oder?
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Starking007

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #87 am: 11. Februar 2011, 12:03:17 »

War lang, aber gut. Tatsachen, kein Esoterik-Geschwafel.
Desinfektion: Dann müßte doch auch Kaliumpermanganat gehen, Mangan und Kali können nicht schlecht sein, und die Farbe macht sich bestimmt prima ;D
Wird auch am Menschen angewandt, also müßte es auch ein Baum verkraften?
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Gruß Arthur

Werner987

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #88 am: 11. Februar 2011, 19:12:28 »

@Moneydrops

danke für deine ausführliche anwort!
sachliche, tiefergehende beiträge lese ich gern. 8)

Bei der Kräuselkrankheit handelt es sich um eine Pilzkrankheit, welche über die Blattknospen eindringt. Die Pilze überwintern u.a. an den Knospenschuppen. Beim Aufplatzen der Knospen dringt das Mycel in die Blattkospen ein und durchdringt die noch nicht entfalteten Blätter. Daher ist allein eine zeitnahe Spritzung kurz vor Aufbrechen der Knospen von Erfolg gekrönt.

...das erinnert mich an oidium bei weinreben.
vlt. werde ich ein oder zwei reben versuchsweise mit P. spritzen, bevorzugt jene, die im vergangenen jahr pockenmilbenbefall hatten. eine evt. mögliche nebenwirkung gegen pockenmilben wäre nicht schlecht...
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wollemia

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #89 am: 11. Februar 2011, 20:15:10 »

Desinfektion: Dann müßte doch auch Kaliumpermanganat gehen, Mangan und Kali können nicht schlecht sein, und die Farbe macht sich bestimmt prima ;D
Wird auch am Menschen angewandt, also müßte es auch ein Baum verkraften?

Der Baum wird es verkraften. Ich habe aber meine Zweifel, ob Kaliumpermanganat stabil genug ist.
Außerdem dürfte es eine ziemliche Fleckenorgie werden...

Wenn es hilft, ist ein Gemisch aus Essig und H2O2 in ökotoxikologischer Hinsicht an Harmlosigkeit wirklich kaum zu toppen.
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