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Autor Thema: Klima  (Gelesen 86685 mal)

Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #150 am: 28. Oktober 2004, 16:15:36 »

"Das ist alles so kompliziert."
Einerseits ists ein rein mechanischer Verdunkelungseffekt durch egal welche Partikel, andererseits spielt der Herkunftsort der Verunreinigung ebefalls eine große Rolle (z.B. wegen der globalen Winde...).
Die Zusammensetzung ist da vermutlich eher sekundär.
In diesem Zusammenhang ein Beispiel: Durch den Luftverkehr (und durch Luftverschmutzung?) kommt es - möglicherweise - zu verstärkter Wolkenbildung. Das ist schon der erste Streitpunkt - kommt es wirklich dazu.
Die Auswirkung dieser eventuellen Mehrwolken wird auch in zwei grundlegend verschiedenen Hypothesen behandelt:
1.) Es wird kälter, weil die hellen Wolken mehr Sonnenlicht reflektieren und so weniger erwärmend zur Erdoberfläche durchdringt.
2.) Es wird wärmer, weil diese Wolken die Wärmeabstrahlung verringern und dadurch weniger in den Weltraum entweichen kann.
Fazit: Nix Genaues weiß man nicht ;D
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sarastro

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #151 am: 28. Oktober 2004, 18:18:05 »

Wierum auch immer?!?!
Aber alles trotzdem kein Grund, den Auto- und Flugverkehr in der Welt schrankenlos zu fördern, als sei dies das Alleinseligmachende!
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Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #152 am: 28. Oktober 2004, 18:24:25 »

Schon mal vom Popanz "Wirtschaftswachstum" gehört? Oder vom heiligen "Shareholder Value"?
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #153 am: 28. Oktober 2004, 18:33:34 »

Wierum auch immer?!?!
Aber alles trotzdem kein Grund, den Auto- und Flugverkehr in der Welt schrankenlos zu fördern, als sei dies das Alleinseligmachende!

Vollkommen richtig. Aber das wäre eine Frage der Selbstbeschränkung (die ja auch stets von Fisalis eingefordert wird) und der Freiwilligkeit. Oder wollen wir Regelungen per dubioser Gesetze, die dann wieder zum Missbrauch einladen?

Es steht jedem frei, auf australischen Wein, spanische Erdbeeren, eingedoste Champignons aus Taiwan, holländische Pflanzen, Hochseefisch und was weiß ich zu verzichten. Damit leistet er einen - so meint er - winzigen Beitrag zum Ressourcenerhalt.
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sarastro

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #154 am: 28. Oktober 2004, 18:52:18 »

Finde ich ebenfalls vollkommen richtig! Doch der Mensch ist leider bequem, unaufgeklärt und gedankenlos. Das hat leider überhaupt nichts mit Freier oder gar Sozialer Marktwirtschaft zu tun.
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SouthernBelle

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Re:Klima
« Antwort #155 am: 28. Oktober 2004, 19:00:05 »

Da fällt mir jetzt noch was anderes ein.
Als 1815 der Krakatau in die Luft flog, hat sich die Aschewolke über den ganzen Erball verteilt und führte 1816 zu schweren Hungersnöten in Europa (in deren Folge viele Menschen auswanderten), weil aufgrund der abnehmenden Lichteinstrahlung durch die Luftverschmutzung verheerende Kälteeinbrüche die Ernten vernichteten.

Durch die Industrialisierung wurden nun auch zumindest noch bis vor wenige Jahrzehnte unglaubliche Mengen an Schmutz in die Atmosphäre geblasen. Hätte nicht zumindest in abgeschwächter Form ein ähnlicher Effekt auftreten müssen? Was unterschiedet die eine Asche von der anderen in der Zusammensetzung? Oder ist er doch aufgetreten, nur nicht bei uns?

Auch wenn das vielleicht eine blöde Frage ist, aber es interessiert mich trotzdem.

LG Silvia

Das ist wohl zuerst ein "Menge Partikel pro Zeiteinheit"- Problem,
dh der Vulkanausbruch hat vergleichsweise sehr viel Material in
kuerzester Zeit geliefert, was die folgende Vegetationsperiode
ruiniert hat ("Jahr ohne Sommer"). Weiterhin kommt es auch
darauf an, was fuer Partikel man da verteilt, manche verhindern
ueberwiegend die solare Einstrahlung (=>es wird kaelter an der
Erdoberflaeche), manche verhindern ueberwiegend die Ausstrahlung
(=> es wird waermer an der Erdoberflaeche), manche beides. In letzterem
Fall wird es richtig kompliziert, da bestimmen dann auch noch die Breite
und ggf die Jahreszeit, also der Ein- und Ausstrahlungswinkel den Nettoeffekt.
Kann man prinzipiell relativ einfach ausrechnen, wenn (tja wenn) man die
Eigenschaften des/der beteiligten Stoffe(am besten aller) kennt.

Cornelia

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Gruesse

Günther

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Re:Klima
« Antwort #156 am: 28. Oktober 2004, 19:04:11 »

Kann man prinzipiell relativ einfach ausrechnen, wenn (tja wenn) man die
Eigenschaften des/der beteiligten Stoffe(am besten aller) kennt.

Cornelia



O glücklich, wer noch hoffen kann,
Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!

(Goethe, Faust)
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Hortulanus

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Re:Klima
« Antwort #157 am: 28. Oktober 2004, 19:09:55 »

Finde ich ebenfalls vollkommen richtig! Doch der Mensch ist leider bequem, unaufgeklärt und gedankenlos. Das hat leider überhaupt nichts mit Freier oder gar Sozialer Marktwirtschaft zu tun.


Mit "freier" schon, nämlich grenzenlos frei, aber nichts mit "sozialer". Jedes System und nahezu jeder Mensch testet seine Grenzen aus. Nicht die freie Marktwirtschaft ist der Schuldige, sondern einzig und allein der Mensch.

Fassen wir Gartenfreaks uns doch an die eigene Nase. Welche Energieverschwendung für ein harmloses Hobby! Was kostet allein eine makellose rote Rose zur Weihnachtszeit!
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sarastro

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #158 am: 28. Oktober 2004, 19:13:28 »

Ja, du sprichst mir aus der Seele, obgleich ich mit dieser Einstellung gegen meine Zunft antrete!
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SouthernBelle

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Re:Klima
« Antwort #159 am: 28. Oktober 2004, 19:22:58 »


Einerseits ists ein rein mechanischer Verdunkelungseffekt durch egal welche Partikel, andererseits spielt der Herkunftsort der Verunreinigung ebefalls eine große Rolle (z.B. wegen der globalen Winde...).
Die Zusammensetzung ist da vermutlich eher sekundär.


die Zusammensetzung ist durchaus nicht sekundaer, sie bestimmt die
Wirkung auf Ein- und Ausstrahlung,
darueberhinaus finden auch noch Reaktionen statt, die ebendiese
Auswirkung auf die Strahlungsbilanz veraendern koennen.
Es ist kompliziert, weil die relative Wichtigkeit der vielen
beteiligten Stoffe (noch?) nicht annaehrend vollstaendig
erfasst ist.

Cornelia



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Gruesse

Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #160 am: 28. Oktober 2004, 19:26:28 »

Es ist kompliziert, weil die relative Wichtigkeit der vielen
beteiligten Stoffe (noch?) nicht annaehrend vollstaendig
erfasst ist.

Damit sind Zweifel angebracht, ob die damalige "Eiszeit" überhaupt vom Vulkanausbruch ausgelöst wurde (vielleicht nur "unterstützt" wurde)?
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Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #161 am: 28. Oktober 2004, 19:33:02 »

Das ist die alte, oft falsche These : "Post hoc, ergo propter hoc."

Experimentelle Wiederholung ist eher unpraktikabel ;D
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #162 am: 28. Oktober 2004, 19:40:16 »

Na, ja, ich pieks halt gerne rein, wenn irgendeine These mal wieder von einem Wissenschaftler "bewiesen" worden sein soll. Ich bewahre mir mein gesundes Misstrauen.

Schon den SPIEGEL-Artikel über Akupunktur gelesen? Ist zwar OT hat aber was mit der "Gläubigkeit" zu tun.
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Silvia

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Re:Klima
« Antwort #163 am: 28. Oktober 2004, 19:47:40 »

Das hört sich wirklich kompliziert an, muss ich zugeben. Ich denke ja auch eher, dass alles viel zu wenig von uns durchblickt wird. Was natürlich nicht bedeutet, dass es ohne negative Auswirkungen für das Klima ist. Aber mal völlig unabhängig davon, was dieses empfindliche Gefüge ausmacht: Aus der Pflicht sollten wir uns nicht stehlen, nur weil die Zusammenhänge nicht klar sind. Was diese ganze Luftverschmutzung mit dem Klima macht, ist eine Sache, aber uns schadet sie mit Sicherheit.

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #164 am: 28. Oktober 2004, 19:53:27 »

Wohl wahr! Nur war die Luftverschmutzung früher geringer?
Der berüchtigte Londoner Nebel stammte aus den unzähligen Kaminen. Er war erst kein Thema mehr, als das Verbrennen von Holz und Kohle in den offenen Kaminen verboten wurde.

Das Ruhrgebiet war früher ein Dreckstall. In der Schule lernten wir noch, dass die Wupper so dreckig sei, weil sie ein "fleißiger" Fluss ist (Dampfhämmer antreibt etc.).

Rom war zu Goethes Zeiten eine Kloake. Paris ebenfalls.
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