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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Mediterraneus am 24. September 2012, 15:35:04

Titel: Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 24. September 2012, 15:35:04
Es ist bald wieder soweit. Calluna, Erika und Stiefmütterchen treffen sich zum Ratschen auf dem Friedhof. Allerheiligen naht. ;)

Da ich auch (mindestens) ein Grab zu betreuen hab, such ich nach Anregungen.

Ich möchte nun mal etwas "alternativ" werden, und nicht das machen, was Alle haben.
Angefangen hab ich schon mal mit einem bleibenden Rahmen als Umrandung einer Insel mit Wechselbepflanzung. Im "Rahmen" sind Hauswurze, Thymiane, Sedum "Angelina", Carex humilis "Hexe", Paxistima canbyi.

Jetzt gehn die Ideen aus. Gehts euch auch immer so?

Auf zum fröhlichen Friedhofsaustausch!
Titel: Re:Grabgestaltung 2012
Beitrag von: Lehm am 24. September 2012, 15:43:31
Auf zum fröhlichen Friedhofsaustausch!

Immer wieder fällt mir auf, dass Grabpflege offenbar eine fröhliche Angelegenheit ist. Das sollte in der Bepflanzung zum Ausdruck kommen. Warum es also nicht mal mit Wurzelgemüse versuchen? So hat der Tote die Chance, dem Pflegenden was zurückzugeben. Was sicher kommt ist Topinambur.
Titel: Re:Grabgestaltung 2012
Beitrag von: ninabeth am 24. September 2012, 17:49:19
Auf das Grab das ich zu betreuen habe kommen immer nur die Lieblingspflanzen des Verstorbenen.
Ich halte mich nicht nach dem üblichen Schema, also keine Violen, Erika, usw. ;D
Titel: Re:Grabgestaltung 2012
Beitrag von: murkelbi am 24. September 2012, 18:31:39
Hallo ninabeth,
bei mir ist es so ähnlich.
Das Grab meiner Eltern wird wie ein kleiner Garten behandelt, bepflanzt zur Zeit mit Stauden. (Bergenien, Geranium, Waldsteinia ternata ,mehrere Gäser, Heuchera und eine Euphorbie)-alles erstaunlich trockenheitsverträglich.
Im Winter wird das Grab eingedeckt. Ich weiß aber noch nicht genau, was ich über den Winter stehen lasse. Auf alle Fälle kommen unter die Abdeckung Frühlingsblüher, die dann im Frühling für Farbe sorgen.(letztes Jahr Hyazinthen) Meine Mama war eine Seelenverwandte und liebte Pflanzen, besonders Rosen. Oft weiss ich, wenn ich Gärtnereien besuche, dass sie daran auch ihre Freude hätte. Manchmal auch hab ich Pflanzen für meinen Garten gekauft und die landen dann irgendwie auf dem Friedhof.
Ihr hätte der kleine Garten gefallen :-)

LG
murkelbi
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 28. Mai 2013, 09:55:11
Hallo, es ist wieder soweit für die Sommerbepflanzung. Bißchen spät dieses Jahr.

Ich überlege, ob man die Hängegeranien auch als "Bodendecker" aufs Grab setzen kann. Normalerweise nimmt man ja die stehenden Geranien (Pelargonium zonale).

Oder faulen die irgendwie, wenn sie am Boden aufliegen?
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juli 2013, 13:52:59
hmm, nicht so viele grabgärtner hier 8)

also, ich betreue 2 gräber, lage vollsonnig.

grab 1:
rose "planten und Blomen", unter/hinter der rose als bodendecke Veronica "Georgia blue" mit primula veris.
als hauptbodendecker habe ich die graue Teppiche bildende Veronica surculosa.
in diesem hauptbodendecker ist ein 40 cm loch frei für die wechselbepflanzung, die dieses jahr aus rosa hängepelargonien besteht.

im Hintergrund vor dem Grabstein ist noch Euphorbia myrsinites, bergenia stracheyi "alba" und Asparagus tenuifolius.

ganz vorne hab ich noch ein paar dianthus gratianopolitanus und Geranium dalmaticum.

mal gespannt, ob sichs bewährt. ich möchte nämlich künftig nur noch die wechselbepflanzung austauschen
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Santolin am 11. Juli 2013, 14:03:05
Ich finde es ziemlich schwer, das Grab für einen längeren Zeitraum schön zu bepflanzen. Unseres liegt auch bis zum späten Abend in der prallen Sonne. Das macht das Gießen auch nicht leicht. Entweder sehr früh oder fast schon Nachts.
Ein seltsamer Nebenaspekt der Grabpflege ist, dass ich mich dort irgendwie unbeholfen fühle. Vielleicht weil es so öffentlich ist. Ich wühle sonst mit Wonne in der Erde, aber am Grab stelle ich mich schon mit der Hacke an, als ob ich noch nie in einem Garten gewesen wäre.
Dieses Jahr sieht wieder alles richtig struppig aus.
Wir haben als Rahmen immergrün und eine Art Mauerpfeffer.
Innen seit letztem Sommer einen Kreis aus Buchs, der dieses Jahr mit lila Kriechverbenen und dieser fluffigen Euphorbie bepflanzt ist.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juli 2013, 14:28:23
gärtnerlampenfieber ;D

bei mir isses immer so, dass ich immer das benötigte gerät nicht dabei habe. ich hab mir deshalb schon ein altes schäufelchen und eine billighacke hintern Grabstein gelegt, dass immer was Vorort ist.

für mich ist das "grabgärtnern" vor allem interessant, weil ich im eigenen garten weniger sonne hab. und ich mag ja solche mediterranen brutzelstellen :D
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juli 2013, 14:33:07
grab 2:

als gehölz: prunus x cistena (Zwergblutpflaume).

rahmen: Geranium dalmaticum, Sedum "angelina, teucrum montanum "Purpureum", miniblattbergenie, Thymus vulgaris (kompakte form), gypsophila "Filou rose" und carex humilis (weinbergsegge).

als wechselbepflanzung; kirschrote Pelargonium zonale und schwarzblättrige orange-einfachblühende Begonie.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 11. Juli 2013, 14:37:06
Ich behandle hiesige Gräber eigentlich auch nicht anders als den eigenen Garten.
Ich habe entsprechende Pläne erstellt und wähle pflegeleichte "Ordnungshelden" und "Langspielplatten". Das beginnt mit Geophytenwellen von Januar bis Mai, geht dann in eine Grünphase des Staudenblattwerks über, eine blühende, zentrale Deschampsia caespitosa und alte Wurmfarne geben dann Struktur, in der Sonne vor allem Geranium renardii, Nepeta und Festuca glauca.
Derzeit blühen Hostas, Astilben im Schatten, kleine Sedum-Arten, später dann hohe Sedum, frühe und späte Astern (A. amellus, A. dumosus) etc. in der Sonne.
Winterstruktur geben erneut Astilben, Astern, Fetthennen, kleine Sedum und allerlei andere Staudenreste.
Also praktisch ein Garten im Miniaturformat. Im Prinzip brauchts nicht mal einen monatlichen Pflegegang und natürlich auch keine Bewässerung, da alles standortgerecht gepflanzt ist.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juli 2013, 15:04:18
das ist der Idealfall, danilo.

hier ist die grabpflege noch sehr ähem..traditionell. da ich die Betreuung neu übernommen habe, werde ich mich so peu a peu von der masse absetzen. gerade weil halt neu gepflanzte gräber aus kleinwüchsigen stauden noch nicht soviel hermachen, wie mit üppig wachsenden und blühenden vorkultivierten einjährigen bepflanzten Gräbern, werde ich auch eine "Insel" aus wechselflor beibehalten. erst mal.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Santolin am 11. Juli 2013, 16:18:08
Das hört sich richtig nachpflanzenswert an danilo. So zu pflanzen, dass nacheinander ein schöner Eindruck entsteht, ist bei mir immer noch eher Glückssache. Es ist das Grab meiner Großeltern und meine Mutter hätte am liebsten im Sommer "Gottesaugen" Lässt du die Zwiebelpflanzen in der Erde?
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. Juli 2013, 17:11:19
Spannendes Thema!
Ich kann das Grab meiner Eltern leider nicht selber betreuen, ist zu weit weg.
Da meine Eltern aber auch große Gartenfreaks waren, wollten wir ihnen eigentlich nicht die übliche 0-8-15-Bepflanzung zumuten und haben es erst einmal mit einem Kompromiss versucht:
(Es ist ein Einzelgrab, Urne über Sarg)
Buchsumrandung, hinten eine Rose Bernstein, vorne liegt die Grabplatte, dazwischen hatten wir Frühlingszwiebeln, eine Glockenblume und ein kleines Gras sitzen. Die Pflegegärtnerei platziert dann immer noch einige Saisonpflanzen (nacheinander Hornveilchen, Apfelblütchen, Heidekraut). Das passt aus unserer Sicht eigentlich gar nicht so richtig (bis auf die Hornveilchen).
Wegen des Buchbaumpilzes musste die Umrandung weg, und wurde nach Rücksprache durch buntlaubigen Euonymus ersetzt.
Das sieht jetzt vermutlich völlig anders aus, und deshalb hatten wir die Idee, zwischen Platte und Rose 3 Heuchera Osidian (nach unten offenes Dreieck) und Salvia Caradonna (in die Mitte des Dreiecks) setzen zu lassen, als Gegenpol zu der hellen Rose und der bunten Umrandung.
Ein Gras würde uns auch gefallen, aber das passt vermutlich nicht mehr.
Was könnte man der Rose zu Füßen setzen, damit die Pflegegärtner auf die Saisonpflanzen verzichten können? Das Grab liegt in der Sonne.

Übrigens gab es auf der Buga 2011 hier in Koblenz wunderschöne Grabgestaltungen zu sehen. Von einigen Ideen war ich ganz begeistert!
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 11. Juli 2013, 17:43:45
Das hört sich richtig nachpflanzenswert an danilo. So zu pflanzen, dass nacheinander ein schöner Eindruck entsteht, ist bei mir immer noch eher Glückssache. Es ist das Grab meiner Großeltern und meine Mutter hätte am liebsten im Sommer "Gottesaugen" Lässt du die Zwiebelpflanzen in der Erde?

Hier sind (waren) es gar fünf Gräber, bis zu den Urgroßeltern, also viel pflanzlicher Spielraum an verschiedenen Standorten. Ziel war (schon der Menge an Grabstellen wegen) eine Bepflanzung, die nicht auf übermäßig zeit- und kostenintensive Pflege angewiesen ist. Ein paar "Gottesaugen" und weiterer Wechselflor ist aber ebenfalls eingestreut, jedoch profitieren diese Pflanzen vom dichten Staudenwuchs, der sich positiv auf die Bodenfeuchtigkeit auswirkt.
Die Zwiebeln blieben im Boden - bis vor kurzem, denn sämtliche Grabstellen laufen in diesem Jahr ab, befinden sich daher in allgemeiner Abrüstung. ;)
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: chris_wb am 11. Juli 2013, 17:57:55
Ich versuche auch immer wieder was anderes. Dieses Jahr steht eine Mischung aus stehenden Pelargonien, Korallenfuchsien, Schneeflockenblume, Scaevola, Verbena speciosa und Kapkörbchen auf dem Grab. Farblich einigermaßen abgestimmt.

Ich habe es schon mit mehrjährigen Stauden, Sempervivum und vielem anderen versucht.

Das allergrößte Problem ist und bleiben die von unten in die Grabumrandung wurzelnden Linden auf dem Friedhof. In dem Filz hält sich bei der gleichzeitig auftretenden Trockenheit kaum etwas länger als einige Monate. ::)
Selbst jährliches Austauschen der gesamten Erde kommt dagegen nicht an.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 11. Juli 2013, 18:01:58
Hier dasselbe. Hier sind drei der fünf Gräber jeweils nur zwei Meter vom Stammfuß riesiger Birken entfernt, die auch noch nördlich stehen und daher Wasser ziehen, aber kaum Schatten spenden.
Was diesen Standort rettet, ist, daß die (hohen) Grabsteine jeweils den Südabschluss bilden und ihr Schatten für günstiges Kleinklima sorgt.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: biene100 am 11. Juli 2013, 19:41:06
Ich lese sehr interessiert, was bei Euch so aufs Grab gepflanzt wird.
Hier wird noch ziemlich konservativ gepflanzt. Eine Deschampsia am Grab würde für Aufregung sorgen.... ;) :)
Das Grab, das ich pflege hat auch 2 Platten darauf, sodaß nur ein etwa 50-60cm breiter geschwungener Streifen bleibt. Und weil ich mir da ein Durcheinander nicht gut vorstellen kann, habe ich den Streifen streng bepflanzt. Rechts eine Reihe Heuchera Silverscrolls, dann eine Reihe Festuca Zwergenkönig, davor dann je nach Saison Viola, Wachsbegonien ( jaaaa... ;D ) im Winter Heide.
Ich finde nichts besseres. Nieder muss es sein, sonst verschwindet der Zwergenkönig dahinter, kein Schneckenfutter, blühen solls lang.

lg Biene
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: chris_wb am 11. Juli 2013, 19:57:20
... würde für Aufregung sorgen....

Wie ich das satt habe. Was musste ich mir seinerzeit anhören, als ich das Grab fast komplett mit verschiedenen Sempervivium bepflanzt habe. :-X ::) :-X Nur ein schmales Stück blieb für Sommerblüher offen.

Mir war das Rille, was andere dachten und sagten.

Dauerbepflanzung führt allerdings immer noch zu dem Problem, dass ja im Winter mit Tannengrün abegedeckt werden "muss" und jeder noch sein Gesteck draufpacken will. Mit zerstrittener Verwandtschaft kriegt man es natürlich auch nicht gebacken, ein gemeinsames drauf zu legen, für das man entsprechend Platz einplant.
Aber das ist wohl schon wieder ein anderes Thema.


Was habt ihr denn noch so für Tips für den Wurzelfilz von Linden? Ich dachte schonmal an eine Decke aus Thymian, durchbrochen mit ein paar wenigen buntlaubigen Stauden.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. Juli 2013, 20:23:59
... würde für Aufregung sorgen....

Wie ich das satt habe. Was musste ich mir seinerzeit anhören, als ich das Grab fast komplett mit verschiedenen Sempervivium bepflanzt habe. :-X ::) :-X Nur ein schmales Stück blieb für Sommerblüher offen.


Wie sich die Zeiten ändern. Sempervivum war bei den Buga-Gräbern sehr beliebt ;D
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 11. Juli 2013, 22:01:38
Was habt ihr denn noch so für Tips für den Wurzelfilz von Linden? Ich dachte schonmal an eine Decke aus Thymian, durchbrochen mit ein paar wenigen buntlaubigen Stauden.

50% meiner gärtnerischen Aktivitäten werden im Wurzelfilz von Linden entfaltet. ;D
Im Grunde wächst alles, nur eben nicht so üppig. Es gab und gibt insgesamt viel mehr positive als negative Überraschungen.
Auch bekommen viele Stauden unter diesen Bedingungen eine fulminante Herbstfärbung, was anderenorts nicht der Fall ist.

Aber Gärtnern unter Linden ist ein Thema für sich.

Die Deschampsia auf dem Grab sorgte bereits für Aufregung: Im vorigen Jahr sah sich wohl ein Besitzer der "sauberen" Nachbargrabstätten dazu berufen, den Friedhof zu retten - und säbelte den gesamten Horst in Vollblüte einfach ab und schmiss uns das Bündel aufs Grab. Ich verkneife mir in diesem Zusammenhang jetzt Kraftausdrücke...
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Elro am 12. Juli 2013, 00:11:55
Ich versuche auch etwas anderst als normal zu bepflanzen.
Standort Vollsonne.
Ein Teil ist Dauerbepflanzung, hinten links ein Buchs, rechts die Rose Pepita und dann noch vier Heuchera, einmal Obsidian und dreimal Pinot Gris.
Dazwischen wechsle ich mit der Bepflanzung.
Gestern habe ich Stipa tenuissima und Zwerglöwenmäulchen in orange-gelb gefleckt gepflanzt. Bin mal gespannt wie schräg das wird ;D
Auf jeden Fall brauche ich nicht oft gießen, meist gehe ich nur zum Winden ziehen ans Grab.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: biene100 am 12. Juli 2013, 07:43:16
Na seht Ihr, eine Deschampsia am Grab sorgt auch in D für Aufregung... ;D
Dabei ist das ein sehr schönes Gras.
Aber es am Nachbargrab runterszuschneiden... :o :o tssssssss....... >:(

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 12. Juli 2013, 11:09:29
Aber es am Nachbargrab runterszuschneiden... :o :o tssssssss....... >:(

Die Primitivität des Menschen kennt bekanntlich keine Grenzen...
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 10. August 2013, 13:00:55
Danilo, die von Dir beschriebene Grabbepflanzung finde ich sehr ansprechend, aber so viel Platz ist doch auf einem Urnengrab beispielsweise gar nicht vorhanden, als dass man sich richtig austoben könnte. Ich tue mich da mit Plänen etwas schwer.

Für ein sonnig liegendes, 1 qm großes Urnengrab abzüglich Stein und Umrandung suche ich auch noch passende Stauden. Ich will in der Mitte etwas Platz lassen für die Wechselbepflanzung, die aus den Lieblingsblumen der Verstorbenen bestehen wird: "Geranien". Bisher habe ich eine kleine Hakenkiefer Pinus uncinata 'Grüne Welle' für den Ganzjahresaspekt gekauft. Dazu kommen noch Dianthus und Campanula sowie Krokus- und Narzissenzwiebeln. Astilben könnten schon zu groß werden, eine Heuchera könnte gut passen. Am liebsten wäre mir für den Herbst eine hübsche, klein bleibende, polsterförmig wachsende Aster dumosus . GG dagegen möchte gern Erica pflanzen, er hat da ein nicht unerhebliches Mitspracherecht ;). Mal sehen, wieviel Platz überhaupt noch bleibt.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 10. August 2013, 15:04:14
In der Tat, 1m² ist eine ganz andere Situation als z.B. die über 10m², die ich zur Verfügung hatte. Das war ja praktisch schon ein kleiner Garten.

Ich denke auch, Pflanzen mit den Dimensionen eines hohen Sedumhorstes sind größenmäßig schon das Maximum, der Rest sollte sich unterordnen, sonst siehts blöd aus.
Ich würde soweit es die Situation und Nachbarschaft zulässt, die Grabränder mit Schleppenbildnern ausstatten, was die Fläche optisch vergrößert und die oft harten Kanten der Einfassung etwas entschärft.
Dianthus, Campanula, Geophyten, Heuchera, Aster dumosus, Geranium renardii - in diese Richtung gingen in der Tat auch meine Überlegungen.
Hier liegen sonnige Gräber aber oftmals noch im Einflussbereich von Gehölzen (Lindensameneinflugschneise), wo dann laubschluckende Pflanzen von Vorteil sein können.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 10. August 2013, 21:21:34
Ich denke auch, Pflanzen mit den Dimensionen eines hohen Sedumhorstes sind größenmäßig schon das Maximum, der Rest sollte sich unterordnen, sonst siehts blöd aus.
Das war auch meine Überlegung. Ich hätte hier ein paar schöne rotlaubige Sedum-Sämlinge, aber die werden alle viel zu groß, außerdem weiß ich nicht, ob sie in dem dortigen Boden zum Auseinanderfallen neigen würden, was noch blöder aussähe. Auch eine kleine Rose war kurzzeitig auf meiner Liste, flog aber wieder raus, weil die ebenfalls zu groß würde und ich wollte nichts Stachliges dort haben.

Ein horstbildendes Geranium hätte ich zwar auch gern genommen, wird mir leider zu üppig. Einzig Geranium cinereum 'Ballerina' wäre eine Möglichkeit, aber das ist ein bisschen zickig. Vielleicht könnte man am Rand ein paar Festuca cinerea 'Zwergenkönig' unterbringen. Schleppenbildner wären nicht ganz so passend, die Nachbargräber werden, sagen wir mal, sehr intensiv gepflegt.

Es gibt zwar eine Menge Gehölze in der Umgebung, aber das Grab selbst liegt auf einer Lichtung, so dass nicht mit direktem Falllaub zu rechnen ist. Im Winter dürfte der Kulminationspunkt der Sonne unterhalb der südlich stehenden Gehölze liegen, im Sommer ist es über den größten Teil des Tages ein vollsonniger Standort.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: JustJoey am 10. August 2013, 21:31:23
Es ist gar nicht so einfach auf der kleinen Fläche eines Urnengrabes eine ansprechende Bepflanzung hinzubekommen. Pflege seit letztem Jahr auch eines.
Im Moment steht auf "meinem" ein Zwergahorn als Strukturelement. Das Grab habe ich optisch diagonal geteilt. Auf der einen Seite wächst Veronica incana Silberteppich (war ein Tipp aus dem Forum), auf der anderen Seite Cotula PlattsBlack (davon bin ich begeistert, während das Sternmoss einfach verschwunden ist) und dazwischen ein Band mit Heuchera und Ophiogonum. Mein Mann mochte es halt schwarz! Fürs Frühjahr habe ich ein paar Zwiebeln verbuddelt. Das hat mich dieses Jahr schon gefreut, das schon was blühte während bei den "Nachbarn" noch die Tannenzweige lagen.
Ob die Pflanzung so hinhaut wird die Zeit zeigen.

Ich versuche jetzt meine Mutter zu überreden, das Urnengrab von meiner Oma (sogar nur 50x50), die kürzlich verstorben ist, nicht mit einer Platte abzudecken. Bepflanzt ist es einfach persönlicher. Ich dachte an einen Hexenbesen, ein straff aufrechtes Gras, Heuchera.... Da muss ich aber noch Überzeugungsarbeit leisten, es ist dort alles noch ziemlich konservativ!
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 10. August 2013, 21:42:05
Hm, die Veronica incana gefällt mir sehr, obwohl ausläuferbildend eher nicht so günstig wäre, was aber sicher im Rahmen der Grabpflege beherrschbar ist. Cotula squalida 'Platt's Black' finde ich ganz entzückend, einzig die gelben Blüten könnten nicht ganz ins Bild passen.

Pinus uncinata 'Grüne Welle' ist so ein Hexenbesen, von dem ich hoffe, dass er tatsächlich so langsam wächst wie angegeben.

Eine Abdeckplatte sieht zwar immer ordentlich aus, aber viel zu unpersönlich und kalt, da gebe ich Dir recht.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 10. August 2013, 21:49:20
Hm, die Veronica incana gefällt mir sehr, obwohl ausläuferbildend eher nicht so günstig wäre, was aber sicher im Rahmen der Grabpflege beherrschbar ist.

Das Ausläufern ist wirklich vernachlässigbar, nicht mal vergleichbar mit Aster dumosus, die ja vergleichsweise selbst noch harmlos sind. Eine kurzstielige Sorte von Stachys byzantina oder Salvia 'Berggarten' wären ähnliche Alternativen. Origanum vulgare 'Compactum' (aktuell Bienenmagnet) halte ich auch für grabtauglich.
In der Sparte Geranium gingen auch G. dalmaticum und Sorten von G. x cantabrigiense. Die Art G. renardii ist ebenfalls eher schwachwüchsig. Größere Vertreter würde ich nicht einsetzen.
(Oder man setzt ein einziges 'Rozanne' in die Mitte, Frühblüher dazwischen und man hat von Februar bis November "Ruhe" auf dem Grab...)

Andererseits gibt die Zwergkiefer ja thematisch schon gewisse Richtungen vor, z.B. heideähnlich oder japanisch. Kiefer+Kissenastern wäre persönlich nicht mein Fall, aber das sieht ja jeder anders.

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 10. August 2013, 22:19:13
(Oder man setzt ein einziges 'Rozanne' in die Mitte, Frühblüher dazwischen und man hat von Februar bis November "Ruhe" auf dem Grab...)
Genau ;D. So hübsch ich die 'Rozanne' finde, für ein Grab ist sie abgesehen von der Größe doch zu lümmelig und liederlich.

Andererseits gibt die Zwergkiefer ja thematisch schon gewisse Richtungen vor, z.B. heideähnlich oder japanisch. Kiefer+Kissenastern wäre persönlich nicht mein Fall, aber das sieht ja jeder anders.
Ja, stimmt, und die Zusammenstellung Pelargonium+Kiefer ist auch nicht besser ;). Deswegen ist die Heide auch noch nicht aus dem Rennen.

Stachys hatte ich auch schon in die Überlegungen einbezogen, ich muss mal sehen, wie das miteinander harmonieren könnte. Ein Insektenmagnet würde mir nämlich sehr gut gefallen. Deswegen und weil ich gern einen hübschen Herbstblüher gehabt hätte, hatte ich an eine niedrige Aster gedacht.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 10. August 2013, 22:25:08
Ein Insektenmagnet würde mir nämlich sehr gut gefallen. Deswegen und weil ich gern einen hübschen Herbstblüher gehabt hätte, hatte ich an eine niedrige Aster gedacht.

Beides in Kombination böte auch die übers Jahr immer ordentliche Anaphalis triplinervis. Meine blühen noch nicht, halten dann aber bis Oktober durch.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 10. August 2013, 22:31:09
Beides in Kombination böte auch die übers Jahr immer ordentliche Anaphalis triplinervis.
Ein "Katzenpfötchen" - das ist perfekt :D. Die würde mit Dianthus, Festuca & Co. auch besser harmonieren. So langsam ergibt sich doch ein Bild...

Vielen Dank, Danilo!
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Hobelia am 11. August 2013, 10:13:33
Interessantes Thema. Ich betreue seit 10 Jahren das Grab meiner Eltern (habe aber einen Gießauftrag). Als Rahmenbepflanzung habe ich links vom Grabstein eine Säuleneibe, die ich auf Grabsteinhöhe halte. Auf der rechten Seite 3 im Dreieck gesetzte Buchskugeln. Als Bodendecker habe ich mich für Immergrünes entschieden: im hinteren Bereich Buchs Herrenhausen und in der vorderen Hälfte weißbuntes Euonymus. Dazwischen gibt es eine Fläche für die Wechselbepflanzung. Letzten Herbst hatte ich dort kleine Hebe (hab die bei mir jetzt im Garten zwischengeparkt, die sollen dann heuer wieder aufs Grab), kleine Festucas, diese Stacheldrahtdingsbums (mir fällt momentan der Name nicht ein), Knospenheide und Hornveilchen. Im Frühjahr musste ich nur die Heide austauschen, alles andere konnte bis zu den Eisheiligen bleiben. Diese Allerheiligengestecke mag ich übrigens nicht, kommen mir nicht aufs Grab.
Bei der Sommerbepflanzung habe ich leider noch nicht das Wahre gefunden. Da bin ich immer noch am Experimentieren. Das Einzige, was mich bisher überzeugt hat, ist Diamond Frost. Dazu suche ich noch einen idealen, zuverlässig blühenden Partner.

Mediterraneus, du schreibst von einer dunkellaubigen, orange blühenden Begonie. Vertragen denn Begonien die volle Sonne? In unseren Gärtnereien gibt es nur das Übliche, wie Geranien, Gottesaugen, Hornveilchen, Impatiens neuguinea, Dipladenie, Verbenen...
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. August 2013, 11:34:22
Ich schließe mich hier auch nochmal an, da am Grab meiner Eltern unbedingt etwas geändert werden muss. Ein Problem ist, dass ich zu weit weg wohne, und höchstens einmal im Jahr danach schauen kann. Und was die pflegende Gärtnerei macht, gefällt mir nicht so ganz.
Ursprünglich gab es eine Buchshecke als Begrenzung, die aber angeblich krank war. Ganz sicher, dass das stimmt, bin ich nicht, denn im oberen Bereich ist immer wieder ein Maulwurf oder eine Wühlmaus tätig, so dass die Randpflanzen hochgehoben werden und möglicherweise handelte es sich auch um Trockenschäden.
Jedenfalls hatte ich aus der Ferne zugestimmt, den Buchs durch Euonymus zu ersetzen, und das gefällt mir eigentlich auch ganz gut.
Was mir nicht gefällt ist die Tatsache, dass alles immer noch sehr hoch sitzt. (Wie lange senkt sich so eine Grab? Sarg + Urne) Am vorderen Rand hängen die Wurzeln im Prinzip in der Luft. Und das grabende Tier ist auch noch vorhanden, zumindest waren hinten wieder Pflanzen lose, und insgesamt sind die hinteren Euonymus auch viel mickriger. Außerdem ist die Waldsteinie vom Nachbargrab ziemlich aufdringlich.
Deshalb werden wir als äußere Begrenzung wohl eine Steinkante setzen lassen, und hoffentlich passt dann der Euonymus noch.

Hinten sitzt eine Bernsteinrose, und die wird regelmäßig von der Gärnterei umpflanzt. Mit Hornveilchen sieht das ganz nett aus, die Begonien gefallen mir weniger (vor allem keine Mischung rot und rosa), Erika im Winter finde ich auch nicht so toll. Außerdem sitzen die Pflanzen meiner Meinung nach zu dicht an der Rose, was in Bezug auf Pilzerkrankungen sicher nicht so günstig ist.

Womit könnte man die Rose dauerhaft umgeben, so dass eine Wechselbepflanzung vielleicht sogar ganz wegfallen kann?

Vor der Rose sitzen Blumenzwiebeln und eine Glockenblume. Das wollen wir durch ein Dreieck (Spitze oben) aus 3 Heuchera Osidian ersetzen, und unten hatte ich eine Salvia Caradonna geplant. Mein Exemplar im Garten ist allerdings inzwischen riesig und fällt auseinander, so dass ich mir nicht sicher in, ob die Idee so gut ist.
Habt ihr vielleicht einen besseren Vorschlag?

Freue mich auf eure Vorschläge :D

Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 11. August 2013, 20:40:06
Wenn ich das richtig sehe, besteht das Grab seit 8 Jahren, da dürfte sich nichts mehr senken. Wenn am Rand die Wurzeln in der Luft hängen, könnte eine Umrandung in der Tat Abhilfe schaffen.

Ich finde die Kombination orange Rose - rote Eisbegonien ebenfalls ziemlich unglücklich gewählt. Eine Kombination gelb/orange-violett-weiß fände ich ansprechender, so wie Du es mit der Salvia schon planst. Es gibt ja bestimmt noch kleiner bleibende Sorten als die 'Caradonna', wobei ich die Farbe klasse finde.

Um was für einen Standort handelt es sich denn, sonnig (wegen der Rose), trocken, frisch? Die Heuchera sind nett, aber ich weiß nicht, ob die nicht auf dem Speisezettel eventueller Wühltiere stehen. Wenn es etwas wintergrünes sein soll, das die Rose umspielt, käme vielleicht eine Iberis infrage? Dann fiele die Wechselbepflanzung weg, allerdings muss Iberis gelegentlich mal im Zaum gehalten werden. Und wäre

LG Dicentra
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 11. August 2013, 21:00:53
So, ich war heute in Bornim einkaufen - frisch gewagt ist halb gewonnen!

Die Pflanzliste lautet (im Uhrzeigersinn, sh. Foto):
1 Pinus uncinata 'Grüne Welle'
1 Geranium renardii 'Terre Franche'
1 Anaphalis triplinervis
1 Dianthus gratianopolitanus 'Eydangeri'
1 Veronica spicata f. nana 'Blauteppich'
3 Festuca cinerea 'Silberreiher'
1 Scutellaria baicalensis
1 Stachys monnieri 'Hummelo'
2 Campanula cochleariifolium 'Alba', die den Fuß des Steins umspielen

...und in der Mitte die Saisonbepflanzung (Pelargonie, Salvia farinacea, Osteospermum), die in einem Pflanzkorb sitzt. Dieses temporäre Trio gibt es schon seit einer Weile, weil der Steinmetz ewig gebraucht hat und die Grabstelle so schrecklich öde aussah. Diese Bepflanzung werde ich nächstes Jahr vereinheitlichen, dann gibt's dort wahrscheinlich nur "Geranien".

Ob die Staudenbepflanzung so bleiben wird, weiß ich noch nicht. Wie ich mich kenne, habe ich wieder mal viel zu dicht gepflanzt, aber rausnehmen kann ich immer noch was, wenn es zu üppig geworden ist. Für den Moment bin ich ganz zufrieden und GG auch. Von Erica oder Calluna war plötzlich keine Rede mehr ;).
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. August 2013, 21:15:56

Ich finde die Kombination orange Rose - rote Eisbegonien ebenfalls ziemlich unglücklich gewählt. Eine Kombination gelb/orange-violett-weiß fände ich ansprechender, so wie Du es mit der Salvia schon planst. Es gibt ja bestimmt noch kleiner bleibende Sorten als die 'Caradonna', wobei ich die Farbe klasse finde.

Die Rose ist zwar eher gelb als orange, aber die Begonien sind nicht nur rot, sondern schachbrettartig mit rosa abgewechselt. Das sieht man auf dem Foto nicht so gut, in natura finde ich es aber ziemlich scheußlich und hätte meinen Eltern bestimmt nicht gefallen.

Um was für einen Standort handelt es sich denn, sonnig (wegen der Rose), trocken, frisch? Die Heuchera sind nett, aber ich weiß nicht, ob die nicht auf dem Speisezettel eventueller Wühltiere stehen. Wenn es etwas wintergrünes sein soll, das die Rose umspielt, käme vielleicht eine Iberis infrage? Dann fiele die Wechselbepflanzung weg, allerdings muss Iberis gelegentlich mal im Zaum gehalten werden.
LG Dicentra

Der Standort ist sehr sonnig!
Bei dem Wühler tippe ich eher auf Maulwurf. Bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass Wurzeln gefressen werden. Die Randpflanzen wurden nur mehrfach hochgehoben. Nicht besonders günstig, wenn sie ohnehin schon so (wurzel)frei stehen...
Die Idee mit der Iberis finde ich schon mal sehr gut, da gibt es ja auch niedrigere Sorten.

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. August 2013, 21:22:43
So, ich war heute in Bornim einkaufen - frisch gewagt ist halb gewonnen!


Dicentra, das sieht doch schon mal sehr harmonisch aus.
Nur bei der Scutellaria habe ich etwas Bedenken. Ich liebe sie sehr, steht in meinem Steingarten. Wenn ich sie nicht aufbinde, liegen die Blüten allerdings immer auf dem Boden... Gibt's da vielleicht unterschiedliche Sorten?

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 11. August 2013, 21:34:39
Die Rose ist zwar eher gelb als orange, aber die Begonien sind nicht nur rot, sondern schachbrettartig mit rosa abgewechselt.
Oh je, sehen die Gärtner das nicht? Stört sie vermutlich auch nicht.
Du glaubst gar nicht, wie sehr die Eisbegonien hier verbreitet sind. Das ist mir heute richtig aufgefallen, die sind auf fast jedem Grab zu finden. Schön bunt, schön schrill.

Der Standort ist sehr sonnig!
Dann ist er vermutlich auch recht trocken, es sei denn, dort regnet es häufig. Wenn Du Stauden pflanzen willst, dann sollten es wirklich trockenheits- und sonnenverträgliche sein. Die Heuchera, die hier sehr sonnig stehen, kommen nur dann ohne Blattschäden davon, wenn ich regelmäßig gieße. Wären eventuell niedrige Gräser/Seggen eine Variante? Carex montana vielleicht?

LG Dicentra
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 11. August 2013, 21:43:48
Dicentra, das sieht doch schon mal sehr harmonisch aus.
Nur bei der Scutellaria habe ich etwas Bedenken. Ich liebe sie sehr, steht in meinem Steingarten. Wenn ich sie nicht aufbinde, liegen die Blüten allerdings immer auf dem Boden... Gibt's da vielleicht unterschiedliche Sorten?
Danke :D.

Was die Scutellaria angeht - ich habe keine Ahnung. Ich habe sie spontan eingepackt, weil sie mir so gut gefiel. Allerdings wäre es nicht schlimm, wenn sie ein bisschen niederliegt. Ich bin sowieso gespannt, wie sich das Ganze im nächsten Jahr entwickelt. Wichtig war mir, dass die Pflanzen auch mal eine Weile ohne Gießen auskommen. Und wie ich beim Nachlesen festgestellt habe, sind die meisten erstaunlicherweise nicht schneckenanfällig, was ich höchst erfreulich finde. Auf jeden Fall fällt die Grabbepflanzung ziemlich aus dem Rahmen ;D.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 11. August 2013, 21:53:22
Auf jeden Fall fällt die Grabbepflanzung ziemlich aus dem Rahmen ;D.

Gut so!
Mir kam beim Gang über den eigentlich wunderbaren Bremer Friedhof (tolle alte Bäume, richtiger Park) teilweise auch ziemlich das Grauen, wie geschmacklos einheitlich manche Gräber bepflanzt sind... :-\

Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: JustJoey am 16. August 2013, 09:59:44
Das ist schön geworden Dicentra!
Ich werde mir mal ein paar der Pflanzen merken für Omis Grab, falls ich meine Mutter noch überzeugen kann.
Nochmal zu Cotula Platts Black: bei den Blüten war ich auch sketisch, gelb hätte nicht so gut reingepasst. Die Blüten waren aber winzig und eher ein helles grün in dunklen Hüllblättern (Fachbegriff fällt mir nicht ein).
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 16. August 2013, 10:24:04

Mediterraneus, du schreibst von einer dunkellaubigen, orange blühenden Begonie. Vertragen denn Begonien die volle Sonne? In unseren Gärtnereien gibt es nur das Übliche, wie Geranien, Gottesaugen, Hornveilchen, Impatiens neuguinea, Dipladenie, Verbenen...

Die Sorte stand nicht drauf, da ich sie im örtlichen kleinen Blumenladen gekauft hab. Sie sieht aber genauso aus wie "Glowing Embers", die mir bei der Bildersuche im Internet unterkam.
Sie verträgt die Sonne super, wird allerdings auch bei Hitze gewässert.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: chris_wb am 02. Oktober 2013, 20:00:54
Verzeiht das unscharfe Bild, aber nun ist auch noch meine zweite Kamera defekt. ::) Heute habe ich nun endlich das Grab aufgefrischt. Links oben ein Carex - gelb-grün gestreift, Name habe ich leider vergessen. Die Sortenbezeichnung fing mit A... an. Dazu Senecio, rotlaubige Heuchera und gelblaubige Heide. In der Mitte sitzt ein Cyclamen hederifolium, garniert mit Hagebutten von Rosa rugosa. Abgedeckt habe ich dann alles mit Moospolstern.

(http://s13.postimg.cc/cr7zfbfib/2013_10_02_Grab.jpg)
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Katrin am 02. Oktober 2013, 21:28:43
Mir gefällt deine Idee mit den Moospolstern, darauf wäre ich nie gekommen und es wirkt wunderschön weich - ganz anders, als Gräber normalerweise aussehen. Schön :) .
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: chris_wb am 02. Oktober 2013, 21:31:30
Auf dem Grab habe ich es dieses Jahr das erste Mal probiert. Diese nackte Erde oder gar Rindenmulch widerstreben mir. ::)

Auf Frühlings- und Herbstschalen mache ich das schon ein paar Jahre so. :)
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Danilo am 02. Oktober 2013, 21:54:57
Mir gefällt deine Idee mit den Moospolstern, darauf wäre ich nie gekommen und es wirkt wunderschön weich - ganz anders, als Gräber normalerweise aussehen. Schön :) .


Wir haben das ähnlich und über Jahre mit Sedum spurium (grüne Form) realisiert. Damit waren wir allerdings auf dem Friedhof familia non-grata - auch hier gehört es sich, nackte Erde oder Rindenmulch vorzuzeigen. :P
Inzwischen streue ich das auch flächendeckend in junge Staudenbeete ein (wörtlich "streuen"; jedes Stück wächst an). Die Bienen freut's.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 08:23:03
Schaut gut aus :D

Die Pflanzen an sich sind aber schon typisch für Friedhof. Zumindest hat man das hier überall erst im Baumarkt stehen und dann auf den diversen Friedhöfen.
Ich möchte ja eigentlich was Alternatives, werde aber nicht drumrumkommen, auch knospenblühende Heide zu pflanzen. Was noch dazu, weiß ich noch nicht.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 10:50:59
Hat von euch schon mal jemand Potentilla tridendata 'Nuuk' benutzt?
Irgendwo hatte ich das mal als Tipp zur Grabbepflanzung gelesen.
Ich habe im Garten ein Exemplar, das wächst bislang aber etwas gar zu zögerlich und blüht kaum.

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 21:07:39
Hier mal meine Versuche. Ist noch nicht so perfekt eingewachsen, da erst im Frühsommer angelegt.

Rose "Planten und Blomen", Euphorbia myrsinites hinten, davor Bergenia stracheii Alba, hellblaue Zwergiris, als Flächendecker Veronica surculosa (?) und vorn roter Hauswurz und Dianthus gratianopolitanus.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 21:13:57
Und Nr. 2

als Rahmen: rotes Barongras, Lavendel, Geranium dalmaticum, Aster ageratoides adustus nanus, Sedum "Angelina", Bergenia (aus Nepal), Carex humilis, Paxistima canbyi

Als Wechselbepflanzung Geranien und orange Begonie.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 21:50:28
Die Idee mit dem Sedum "Angelina" gefällt mir. Das wäre für mich vielleicht auch eine Möglichkeit....

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 22:36:50
Die Bergenia stracheii Alba klingt auch sehr interessant, kannte ich bislang gar nicht. Für unser Grab ist sie aber vermutlich doch etwas zu wüchsig.

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 22:40:32
Also eigentlich ist sie nur 10 cm hoch und so eine Art "Bonsaibergenie". Irgendwie putzig. Sie steht allerdings auch mager und trocken bei mir.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 22:48:53
Ich bin immer noch am Grübeln, wie wir unser Grab (siehe Post 33) am besten gestalten.

Der Euonymus-Rand bleibt, die Rose fliegt raus.
Im Moment tendiere ich zu folgender Lösung:
Diagonal über die verbliebene Fläche einen Streifen Wechselbepflanzung (blaue Hornveilchen, dann rote Apfelblütchen, dann Heide).
In die Mitte des hinteren Dreiecks eine schmalere Konifere, evtl. Pinus aristata "Little Doll", oder ein Hochstämmchen. Als Bodendecker evtl. Potentilla tridendata 'Nuuk'.
In die Mitte des vorderen Dreiecks Salvia nemerosa "Caradonna", als Bodendecker Sedum "Angelina".
Eigentlich wollte ich auch noch Heuchera "Obsidian" verwenden. Vielleicht jeweils eine an die Enden der Diagonale? Oder wird das dann zu unruhig?

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 22:50:40
Also eigentlich ist sie nur 10 cm hoch und so eine Art "Bonsaibergenie". Irgendwie putzig. Sie steht allerdings auch mager und trocken bei mir.

Dann könnte man sie vielleicht statt des Fingerkrauts im hinteren Dreieck nehmen, zu Füßen eines Koniferenhochstämmchens?
Das Grab ist ja nicht so groß wie deines (Einzelgrab), liegt vollsonnig.

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Oktober 2013, 22:51:32
Ich finde den Nuuk etwas langweilig. Hatt ich mal vor Jahren. Vielleicht hab ich aber auch eine Abneigung vor Fingersträuchern.

Die Angelina hat einen Fehler, sie blüht. Ich schneide die Blüten immer weg, weil das so unordentlich aussieht.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 04. Oktober 2013, 22:59:03
Ich finde den Nuuk etwas langweilig.
Soll in dem Fall ja auch eher einen ruhigen Untergrund geben. Durch den Euonymus-Rand ist es sowieso etwas unruhig

Die Angelina hat einen Fehler, sie blüht. Ich schneide die Blüten immer weg, weil das so unordentlich aussieht.

Öh, ist mir bei meiner gar nicht aufgefallen. Sie steht halbschattig im Rhodobeet. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht genau genug hingeschaut.
Blüten wegschneiden wäre schwierig, da müsste ich erst ein paar Stunden autofahren. Und die Friedhofgärtner werden es vermutlich nicht übernehmen...

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Oktober 2013, 10:57:50
Für einen kompakten Bodendecker wäre eine nichtblühende Variante schöner. Die Angelina-Blüten erscheinen recht vereinzelt, sind aber bis zu 25 cm hoch und vertrocknen nach der Blüte etwas unschön. Der geschlossene Teppichcharakter geht so etwas verloren.

Je magerer sie steht, desto besser ist allerdings das Ergebnis.

Das ist aber auch der einzige Nachteil von Angelina. Eine tolle Pflanze ansonsten. Am besten finde ich die quietschorange Winterfärbung :D
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 12:38:14
So sieht meine im Moment aus. Scheint in diesem Jahr noch gar nicht geblüht zu haben.

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 12:41:08
Für einen kompakten Bodendecker wäre eine nichtblühende Variante schöner.

Sedum "Weihenstephaner Gold" kann ich mir eigentlich auch gut vorstellen. Hat aber auch den Nachteil der Samenstände, die nicht so schön aussehen.

Was gäbe es denn sonst noch, das als Flächendecker in das Dreieck mit der Salvia Caradonna passen würde, neben bunten Euonymus?

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: gartenstolz am 05. Oktober 2013, 13:39:17
Bei unserem Familiengrab musste vor einigen Monaten die gesamte Umradung angehoben
werden, das hab ich als Anlass für eine Neubepflanzung genutzt.
Als Bodendecker, der auch noch Bienen anlockt, hab ich den Zwerg-Gamander (Teucrium chamaedrys 'nana') gepflanzt, dazu Heuchera 'Obsidian' und Bergenie 'Herbstblüte und Festuca glauca
Im Vordergrund: Saxifraga crustata
Im Frühling will ich dann noch Ysop dazussetzen.

Noch sind Plätzchen frei für saisonale Bepflanzung - ob das so bleibt, weiß ich noch nicht.

Den Zwerg-Gamander kann ich nur empfehlen - die höhere Art steht im Garten neben Thymian und Salvia. Passt gut zusammen.

Ich könnte mir als Zupflanzung zu Salvia - falls es Standort und Boden hergeben, aber auch Antennaria dioica 'rubra' vorstellen.

LG gartenstolz
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 16:57:42
Als Bodendecker, der auch noch Bienen anlockt, hab ich den Zwerg-Gamander (Teucrium chamaedrys 'nana') gepflanzt, dazu Heuchera 'Obsidian' und Bergenie 'Herbstblüte und Festuca glauca
Im Vordergrund: Saxifraga crustata
Im Frühling will ich dann noch Ysop dazussetzen.

Den Zwerg-Gamander kann ich nur empfehlen - die höhere Art steht im Garten neben Thymian und Salvia. Passt gut zusammen.

Gartenstolz, deine Zusammenstellung klingt gut! :)
An den Gamander habe ich auch schon gedacht. Muss er nach der Blüte abgeschnitten werden?

Ich könnte mir als Zupflanzung zu Salvia - falls es Standort und Boden hergeben, aber auch Antennaria dioica 'rubra' vorstellen.

Silberlaubige Pflanzen passen meiner Meinung nach nicht so gut zu dem bunten Euonymus...

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 17:00:55
Ich habe gerade nochmal recht intensiv im Netz gesucht, und noch folgende Möglichkeiten gefunden:

Potentilla neumanniana 'Nana'
Potentilla aurea 'Goldklumpen'
Potentilla crantzii 'Goldrausch'
Potentilla alba x sterilis
Azorella trifurcata 'Minima'
Geranium dalmaticum 'Album'

Kann jemand etwas dazu sagen?
Die Fläche ist relativ klein und vollsonnig....

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Oktober 2013, 17:10:53
Da die Fläche relativ klein ist, würde ich einen niedrigen und kompakten Bodendecker nehmen. Teppiche brauchen Fläche, je kleiner die Fläche, desto einheitlicher und niedriger sollte der Teppich sein.

Kriechender Thymian ist sowas z.B.

Mit den restlichen Pflanzen wäre ich dann auch sparsam, sonst wird's schnell unruhig.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 17:23:14
Da die Fläche relativ klein ist, würde ich einen niedrigen und kompakten Bodendecker nehmen. Teppiche brauchen Fläche, je kleiner die Fläche, desto einheitlicher und niedriger sollte der Teppich sein.

Mit den restlichen Pflanzen wäre ich dann auch sparsam, sonst wird's schnell unruhig.

Ich würde ja am liebsten auch ganz auf Wechselbepflanzung verzichten, aber davon kann ich meine Schwester vermutlich nicht überzeugen.

Aus meiner Sicht sollten die dreieckigen Grundflächen auch möglichst ruhig sein, deshalb jeweils eine Pflanzenart, passend zu der entsprechenden Einzelpflanze.

Die Konifere könnte also etwas Blühendes vertragen, zur Salvia dürfte es auch noch ruhiger sein.
Vielleicht aber auch beide Dreiecke mit dem gleichen Bodendecker.

"Mitchella repens" sah ich auch auf einigen Gräbern auf der Buga. Kann man die auch in die Sonne pflanzen?

LG Ariane
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Scabiosa am 05. Oktober 2013, 17:54:19
enaira, mit G. dalmaticum habe ich als Grabbepflanzung gute Erfahrung gemacht. Kleine Flächen werden schnell vollständig bedeckt. Jetzt zeigt es eine schöne Herbstfärbung. 'Album' wurde hier im Forum schon diskutiert und hat leider nicht so gut abgeschnitten. Ich werde es trotzdem mal ausprobieren.

Schön finde ich auch Sedum cauticola mit kleinblättrigen blauen Hostas.



Sedum cauticola

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 05. Oktober 2013, 17:59:11
Scabiosa, danke für die Info in Bezug auf das Geranium dalmaticum.
Die rosa Form würde auch gehen, wenn wir keinen gelb blühenden Bodendecker im anderen Dreieck nehmen.
Die Apfelblütchen könnte man dann ja auch farblich passend wählen. Ich glaube es gibt dunkellaubige mit fast weißen Blütchen...

Das Sedum gefällt mir auch - in meinem Garten.
Für's Grab passt der silbrige Ton wieder nicht so gut...

LG Ariane

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Oktober 2013, 09:23:12
Jetzt herrscht ja gerade wieder Volksfeststimmung auf dem Friedhof. Massenaufläufe an Menschen hantieren und pflanzen Calluna und Co. Allerheiligen naht. ;D
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Dezember 2013, 11:15:26
.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Dezember 2013, 11:19:21
sorry war doppelt
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Sandbiene am 17. Mai 2014, 09:33:16
Ich beginne gerade damit, ein 3 x 3 m großes Doppelgrab zu bepflanzen. Es liegt zumindest im Sommerhalbjahr vollsonnig und besteht aus reinem Sand. Also kann ich nur sehr robuste, trockenheitsresistente Pflanzen auswählen. Ich wollte vor allem Sedum sp., Sempervivum, Teucrium chamaedrys 'Nana' (oder 'Nanum'), Saxifraga crustata, den teilweise schon vorhandenen Buchs und das Grasschwertel (Sisyrinchium angustifolium) pflanzen und ein wenig Platz für Saisonales lassen. In der hintersten Ecke (an einer uralten Thujahecke) habe ich bereits wieder besseren Wissens eine namenlose grüne Hosta versenkt.

Für die große Fläche bräuchte ich noch Massen an Sempervivum (Hauptsache wüchsig), Teucrium chamaedrys 'Nana' (oder 'Nanum') und Saxifraga crustata. Hat jemand in der Berliner Ecke zufällig etwas abzugeben? Das wäre toll.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Maraaike am 22. Juni 2014, 14:53:48
Ich würde auch eher die Lieblingspflanzen nehmen. Es gibt ja auch Menschen, die Plastikpflanzen auf das Grab machen.. ::)
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 30. Oktober 2014, 22:12:43
Servus ,

Schlag mich nun schon länger mit diesem thema herum und bin noch zu keinem befriedigenden ergebnis gekommen .

Hab aufmerksam eure beiträge gelesen und frag mich nun was aus euren pflanzungen geworden ist.
Das zu betreuende grab ist ca 1.80 x 1.80 und liegt im sommer ab ca 12uhr in der prallen , knallen sonne .
boden eher lehmig :-\
Bin in der grabreihe eher das grab das die brauen hebt , und im moment schon mit berechtigung .
Hab nun alles mit streu abgedeckt und hab nun bis zum frühjahr zeit ein vernünftiges konzept zu entwickeln
Die umsetzung wird dann schon klappen ???
Und nein ich bin auch nicht interessiert an gottesaugen etc
Was mir aber auch immer probleme macht ist das ihr alle immer mit lateinischen begriffen arbeitet , vieles sagt mir schon was aber es tauchen auch häufig namen auf die mir nichts sagen ,und deshalb wäre es schon nett wenn auch mal die deutschen namen genannt würden ;D ;D ;D
Was mich auch wundert ist pfaffenhüttchen auf dem grab ?
Hab das in meiner hecke und ist dann doch so 1.80 hoch , und auch noch giftig .
Ok auf dem friedhof sind nun eher selten menschlein unterwegs die evtl an den hütchen naschen :o
Würd mich freuen von euren ergebnissen zu hören , oder auch von euren fehlschlägen .

Servus oooommmm
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 30. Oktober 2014, 22:35:31
Servus Omom, und willkommen im Forum.

Die lateinischen Namen haben durchaus ihre Berechtigung, weil nur dann wirklich ganz klar ist, welche Pflanze gemeint ist.
Die deutschen Namen können je nach Gegend unterschiedlich ausfallen.
Oder umgekehrt kann ein deutscher Name je nach Gegend unterschiedliche Pflanzen meinen.
Und dank Tante Google ist es auch nicht schwierig zu ergründen, welche Pflanze hinter dem jeweiligen Namen verbirgt.

Wenn du dir Gedanken zur Gestaltung eines Grabes machst, solltest du natürlich auch den Grabstein (oder -platte) mit einbeziehen:
Größe, Farbe, Lage...
Gibt es eine feste Kante (Randsteine) um das Grab?
Soll es eine Dauerbepflanzung mit Gehölzen und Stauden werden, oder legst du Wert auf eine jahreszeitliche Wechselbepflanzung?

Was meine Überlegungen angeht, so sind wir über die Planung noch nicht hinausgekommen.
Das Grab wird von einer Gärtnerei betreut, weil wir nicht am Ort wohnen. Das macht alles etwas komplizierter und langwieriger...
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 30. Oktober 2014, 22:55:56
Servus,
Ja ist schon klar das es eine berechtigung für die lateinische variante hat , da ich aber nur hobby mäßig in dem genre unterwegs bin kann ich mit den begriffen häufig nichts anfangen .
Klar kann ich tante g fragen , oft les ich aber erst mal weiter im thread und dann kommt irgendwann all die ???? , wo standen nun all die namen , und ja häufig bin ich zu faul zurück zu blättern und nochmal zu gucken .
Und all die listen die hier schon rumliegen seit ich hier lese sind echt unglaublich , die bring ich auch bald durcheinander .
Ja grab und einfassung sind schwarzer ???stein .
Und die nachbargräber sind seeeehr gepflegt , was mich auch schon wieder stresst .
Aber trotzdem hätt ich gern eine bienenfreundliche dauerbepflanzung die klar die jahreszeiten spiegelt . Und all zu oft zum giessen erscheinen , wil ich auch nicht wirklich , hab anderes zu tun :o 8)

Servus ooommm
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 30. Oktober 2014, 23:00:07
Aber trotzdem hätt ich gern eine bienenfreundliche dauerbepflanzung die klar die jahreszeiten spiegelt .
Also blühende Stauden, die Insekten anlocken?
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 31. Oktober 2014, 07:54:42
Guten Morgen ,
Ja Stauden die insekten anlöcken .
Das problem mit diesem grab ist dann auch in der tat die alt bepflanzung .
Rechts und links steht seit urzeiten je eine azalee ,die ich noch nie hab blühen sehen , und als umrandung cotenaster .In der mitte wurde immer ein streifen von ca100 auf die länge frei gehalten .Dort durften sich dann im regelmäßigen wechsel , die üblichen verdächtigen langweilen
veilchen , primeln gottesaugen etc
Nun betreu ich das grab seit längerem ohne auftraggeberin , und versuch verzweifelt dieser monotonie zu entkommen
Randbepflanzung hab ich bis dato belassen .Hatte leicht versetzt nach rechts eine rudbeckie und nach links 2erlei gräser und davor 3 geranium die wuchern ordentlich und machen richtige´ berge`.
So nun ja ging einiger masen .irgendwo dazwischen hatte ich noch platz für geranien .
Hab dann diese frühjahr die gräser und die rudbeckia wieder raus
Die gräser sahen lange blass bis sie neu durchtrieben und die rudbeckie wurde blüh faul .Heute denk ich hätt ich bloss mal gedüngt und alles gelassen , weil diese jahr sahs nun wirklich schrecklich aus , und ich bin froh das ich die streu drüber legen konnte .
Bräucht also ein dauerlösung die nicht allzuviel aufmerksamkeit fordert.
Nachdem nun die beiträge im thema gelesen habe sollte ich den rahmen ja doch belassen , gibt der pflanzungen einen halt? und ich muß nur den berühmten streifen zum blühen bringen .Ja die azazelen sollten dann ja auch mal blühen oder raus. ??? : :-[ :-X
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 31. Oktober 2014, 13:53:50
Wenn die Azaleen nicht blühen, fehlt ihnen vielleicht das Futter.
Sind es größere Knapp-Hill (Gelbtöne) oder die kleineren halbimmergrünen?
Könnte natürlich auch sein, dass ihnen der Boden nicht behagt. Sind die Blätter ordentlich grün?

Gräser fände ich auf so einem relativ großen Grab eigentlich schön, da müsstest du vielleicht nur eine andere Sorte wählen.
Es gibt ja auch immergrüne Sorten, oder welche, die relativ früh austreiben.
Wie wäre es z.B. mit Sesleria autumnalis - Herbst-Kopfgras?
Oder Stipa calamagrostis 'Algäu' - Silberährengras?

Als Blütenstaude könntest du vielleicht Salvia nemerosa (Steppensalbei) nehmen. (Sehr beliebt bei Bienen und Hummeln) Z.B. die Sorte 'Caradonna' ist sehr pflegeleicht. Wenn du sie nach der Blüte runterschneidest, treibt sie neu durch und blüht möglicherweise sogar nochmal.
Dazu vielleicht flaches, wintergrünes Geranium, wie Geranium x cantabrigiense 'Berggarten' oder 'Cambridge'.

Alles zusammen kommt mit wenig Pflegearbeiten aus und verträgt auch Trockenheit sehr gut...

Den Cotoneaster am Rand kannst du gut lassen.

Oder schau mal hier, da gibt es noch viel mehr Vorschläge.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 31. Oktober 2014, 19:29:08
Servus ,

Vielen dank Enaira :)

Die azaleen sind kleiner und immergrün( Halb ? )
und stehen schon viele jahren , haben auch immer knospen angesetzt ,
aber ich hab sie noch nie blühen gesehen .
Hab mir deine vorschläge mal abgeschrieben und werd nun tante g , oder bei der verlinkten gärtnerei nachlesen .
Danke auch nochmals für die deutschen namen :D :D

Servus Oooommm
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 31. Oktober 2014, 19:37:35
Die azaleen haben auch immer knospen angesetzt ,
aber ich hab sie noch nie blühen gesehen .

Waren das denn wirklich Blütenknospen?
Die Azaleenblüte dauert allerdings auch nicht so besonders lang...
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 31. Oktober 2014, 20:38:33
Ja ich bin mir schon sicher das das knospen sind /waren .
Wenn die nicht so lange blühen kanns schon sein das ich sie verpasst habe , aber ich hätte dann ja doch die reste sehen müßen . :-X ::)
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Mathilda1 am 31. Oktober 2014, 20:45:03
rosen würden wahrscheinlich gut funktionieren, robuste portlands zb wie "indigo", ist immer üppig belaubt und schaut gut aus neben stauden und gräsern
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: hymenocallis am 31. Oktober 2014, 22:14:45
Hier klappt es nun schon seit ca. 5 Jahren trotz trockener heißer Sommer mit folgender Zusammenstellung (Familiengrab - in rosa und blau für die verstorbenen Damen und Herren gestaltet):

Geranium Jolly Bee, Taglilie Rosy Returns, Polsterglockenblume blau, Bergenie rosa, Iris barbata nana in blaulila, Steinbrech in rosa, Reiherschnabel in rosa, Polsterphlox blaulila, Grasnelken rosa, Zwerg-Lavendel, Fetthenne Herbstfreude

In der Mitte steht die Rose Heidetraum.

Damit es schon zeitig im Frühling blüht, habe ich Zwiebeln von rosa Schneestolz und Blausternchen zusätzlich eingebuddelt.

Sieht das ganze Jahr gut aus; ich hab vor der Bepflanzung viel wasserspeicherndes Substrat eingearbeitet - das reduziert den Gießaufwand hier deutlich.

LG
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Querkopf am 01. November 2014, 23:09:14
Ich behandle hiesige Gräber eigentlich auch nicht anders als den eigenen Garten.
Ich habe entsprechende Pläne erstellt und wähle pflegeleichte "Ordnungshelden" und "Langspielplatten". ...
Also praktisch ein Garten im Miniaturformat. ...
So halte ich das auch.
Auf das Grab das ich zu betreuen habe kommen immer nur die Lieblingspflanzen des Verstorbenen. ...
...beziehungsweise Pflanzen und Kombinationen, die den Verstorbenen gefallen hätten (im "lebendigen" Garten-Kontext, ohne Gedanken an Friedhof).

Meine Eltern haben Eisbegonien & Co. innig verabscheut. Also gibt es auf ihrem Grab keine :). Und auch sonst keinen Wechselflor.
Stattdessen ein Staudengärtchen, ca. 10 qm, mit kleinen Gehölzen. Seitlich vom Stein links einen Japanahorn-Mini, rechts eine Zwergkiefer, direkt vorm Stein ein Grüppchen roter Miniaturrosen ('Red Rascal'), Gruß von uns Kindern. Die linke Hälfte der Fläche ist "für die Blumen-Freundin" bepflanzt (klein bleibende Gartenstauden, z. B. Campanula poscharskyana 'Blauranke', Geranium wlassovianum, Geranium sanguineum 'Apfelblüte', Helleborus niger, Dicentra formosana, niedrige Chrysanthemum und Astern, rotlaubige Heuchera, eine Paeonia lactiflora, dazu Geophyten), die rechte "für den Waldfreund" (klein bleibende Stauden mit Wild-Ursprung, z. B. Primula veris, Pulmonaria, Brunnera, Corydalis ochroleuca, dazu eine Strauchpäonie und ebenfalls Geophyten); von Februar bis November blüht immer was, oder es gibt Herbstfärbung. Damit es auch in der kalten Jahreszeit nicht kahl wird, habe ich bei den Stauden viel Wintergrünes gewählt und ein paar Gräser dazwischengesetzt, im Vordergrund Festuca gautieri ssp. scoparia, im Hintergrund eine Deschampsia, einen niedrigen Miscanthus, ein rötliches Panicum. Thymus vulgaris 'Compactum' bildet den Rahmen (kein Buchs, weil der Pilz Cylindrocladium buxicola diesen Friedhof früh erreicht hat). In der Mitte liegen ein paar Trittplatten (damit man mit Sträußen o. ä. zum Stein kommt), umwachsen von Teppichthymian.

Das Grab liegt 600km entfernt. Bepflanzt habe ich's selber, pflegen kann ich's wegen der Distanz nicht. Das haben wir einer Gärtnerfirma übertragen. Die hat Plan und Pflanzenliste bekommen mit Hinweisen, was wann zu tun ist. Ob sie sich wirklich dran hält, bezweifle ich ;); egal, sie macht einen ordentlichen Job. Nur den Teppichthymian musste ich mehrfach nachpflanzen: Er wurde im Herbst dick mit Mulch überschüttet 8).

Die Pflanzung funktioniert erstaunlich gut, erhält sich quasi selbst; es genügt, wenn ich einmal jährlich - manchmal auch nur im Zweijahrestakt - korrigierend eingreife.

Aktuelle Bilder finde ich grad nicht. Dieses hier zeigt den Stand im Frühjahr nach der Pflanzung (persönliche Daten auf dem Stein sind weggelöscht).


Elterngrab

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Omom am 03. November 2014, 18:57:30
Servus ,
Schön das ihr mit mir, eure grabgestaltung teilt .
Dieses grab liegt bei mir im dorf . Die erst 2 die dort liegen kannte ich überhaupt nicht , war schon vor meiner zeit .
Dann hab ich jahre lang nur den handlanger , später den ausführenden gemimt .Der gestalterische teil :o ::) oblag meiner SM .
Würde ich das grab so gestalten wie es ihr gefallen würde , müßt ich genau das pflanzen was all die anderen so pflanzen primeln veilchen gottesaugen etc.
Das mach ich nicht da weigere ich mich .
Mir haben sich schon jahrelang die nackenhaare aufgestellt ,bei den begleitenden massnahmen.
Meiner SM war das aber bekannt so möge sie mir verzeihen das ich einen anderen weg einschlage.
Aber das ist nun garnicht so leicht , soll ja auch hübsch aus sehen .
Querkopfs bild gefällt mir gut !
Auch ich hätte gern wenig pflege aufwand , hab noch genügend mit den lebenden zu tun .
Und jedes freie zeitfenster findet schnell eine tätigkeit die in die lücke passt . Ich brauch den friedhof nicht als gedenkort , ich trag sie in mir .
Das ist ja nur für all die anderen , die da so mäckelig sind , und tage auf dem friedhof verbringen und ihre gräber zu tote pflegen . Die durch die reinen marschieren und alle anderen begutachten :( >:(
Zuhause mochte SM es" laut " ,ihr bauerngarten war kunterbunt und knallig .
Nun werd ich es im frühjahr nochmals in angriff nehmen und alles neu gestalten , und bin da guter hoffnung das es mit euren ratschlägen auch gelingen wird.
Bloss wo seit ihr den alle , wenn ich hier über den friedhof geh und die anderen gräber anschau , sind da 97% übereinstimmung - langeweile und tot in reinstform .
ausreiser gibts kaum .

LG Ommmmm
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Sandbiene am 03. November 2014, 21:54:39
Mhh, ich habe nur bei der Anlage Bilder gemacht, sogar noch bevor alle Pflanzen in der Erde waren. ::) Das Grab hat leider mehr Sand als Boden, wurde aber mit Komposterde gedopt. Es soll pflegeleicht gestaltet werden und ohne großen Gießaufwand. Daher habe ich vor allem trockenheitsresistente Bodendecker ausgesucht, noch vorhandene Buchse genutzt und einen Streifen für Saisonales/Besuchermitbringsel gelassen. Eigentlich sollten in dem Streifen Stauden gepflanzt werden, in einem weiß > blauem Band in aufsteigender Höhe. ::) Kommendes Jahr wird die zweite Seite bepflanzt.
Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 28. Januar 2015, 00:41:49
Bei der Fotosichtung habe ich noch ein paar Bilder der hier vorgestellten Grabbepflanzung gefunden. Eins der Fotos vom September - also nach gut einem Jahr seit der Pflanzung - stelle ich jetzt vor.

(http://up.picr.de/20817825wf.jpg)

Triplinervis anaphalis hat sich üppig entwickelt, dagegen ist Scutellaria baicalensis leider verschwunden, was aus Platzgründen jetzt nicht so sehr bedauerlich ist. Die weißen Campanulas kamen durch die Schnecken nicht recht voran, daher hatte ich im Herbst ein schönes Sedum cauticola gepflanzt, das in kürzester Zeit offenbar einen Liebhaber gefunden hatte >:(.

Die Bepflanzung war den größten Teil des Jahres aus Zeitmangel sich selbst überlassen, hat sich aber insgesamt hervorragend bewährt. Vielleicht muss ich dieses Jahr ein bisschen korrigierend eingreifen, weil auch das Geranium renardii prima wächst.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Waldmeisterin am 23. Juli 2015, 22:23:40
Leider "darf" ich mich seit einigen Monaten auch um ein Grab kümmern.
Und leider musste ich feststellen, dass ich von einem 2qm Urnengrab ähnlich überfordert bin wie von 2000qm Garten.
Da ich meinen Vater sehr gemocht habe, gehe ich die Sache ziemlich emotional an. Bisher habe ich eine kleine gelbe Rose gepflanzt (da meine Mutter, die das Grab ja oft besucht, gelbe Rosen liebt), die angeblich nach Lakritz duftet (weil mein Vater Lakritze liebte) und eine schnöde Iris pallida, die allerdings ursprünglich aus dem Garten meiner Eltern stammte, den sie vor ein paar Jahren verkaufen mussten. Drumherum eine Thymianhecke, dazwischen provisorisches Saisonzeug, von dem ich weiß, dass er es mochte, Nemesia, Löwenmäulchen, Verbenen, Cosmea
Mittelfristig soll sein Grab allerdings ein üppiges Staudenbeet werden, mit seinen Lieblingspflanzen: Fuchsien, Akeleien, Herbstanemonen...
Ich habe leider noch keinen Plan, wie ich es anstellen soll, dass alles so unterzubringen, dass das dann auch gut aussieht. Das Geschwätz der Leute ist dabei kein Problem, denn hier in der Großstadt, zumal im Osten, macht jeder auf "seinem" Grab was er will, ob Eisbegonien-Wüste, grünüppigem Hosta-Farn-Seggen-Beeten oder Minikräutergarten. Einzige Vorgabe der Friedhofsverwaltung ist, dass das Grab sich in den naturnahen, park- bis waldähnlichen Charakter der Friedhofs einfügen soll, Silberkies ist verboten ;)

Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: dmks am 23. Juli 2015, 22:52:40
 8) ...pflanz rein; stell um; reiß raus wenn was zu eng wird!
Gräber sind dazu da damit wir uns dort beschäftigen ;)
Und wenn Du dabei aufs innere Stimmchen hörst wird's Dir (und irgendwie auch nicht nur Dir) letztendlich gefallen :)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Waldmeisterin am 23. Juli 2015, 23:35:23
Du hast recht...
Und einfach drauf los buddeln liegt ja irgendwie auch in meiner Natur  ::)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 10. April 2016, 08:05:19
Ich hänge hier mal eine Frage an:

Habe die Tage die Grabstelle von SchwieMu (Einzelgrab; Sarg) nach dem Winter wieder in Ordnung gebracht. Einiges hat im Laufe der letzten Jahre gelitten, ein Gras (weiß nicht mehr, was die Gärtnerei um die Ecke damals da hatte...)  hat sich anscheinend über den Winter endgültig verabschiedet. Die Rose wurde uns zu üppig, die habe ich jetzt entfernt. Alles was jetzt noch steht, ist Geranium 'Vapelle' und Alchemilla erythropoda. Beide scheinen sich recht wohl zu fühlen und breiten sich aus.

Meine Idee über den Winter, die ich gestern umgesetzt habe war, dass ich noch Hosta 'June' und Heuchera 'Molly Bush' dazugesetzt habe. die Kombination mit den Blüten von 'Vapelle' kann ich mir durchaus vorstellen (muss dann aber noch live gucken). Meine Frage: bin mir a) noch nicht ganz sicher, ob dasi so okay ist - würdet ihr die Kombi so lassen, oder irgendwas verändern? Außerdem fehlt mir noch ein (kleiner) winterattraktiver Strukturgeber. Nichts monumentales, ich dachte eher an ein Gras, max Höhe 100 - 120 cm, eher noch etwas niedriger. Erste Idee: Molinia caerula 'Edith dudszus'. Was meint ihr???


Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Ulli L. am 10. April 2016, 14:36:06
Wie wäre es mit Molinia
Heidebraut oder Moorhexe.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Mrs.Alchemilla am 10. April 2016, 19:29:11
 ;D - die standen auf Platz 2  ;) insbesondere Moorhexe wegen der sehr angenehmen Höhe...  Vielleicht gibt es ja noch andere Ideen?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 02. Oktober 2016, 22:52:22
Hat jemand mal eine (kleinere) Aster auf ein Grab gesetzt und wenn ja, welche?
(Nicht Baumarkttopfastern...)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: cornishsnow am 02. Oktober 2016, 23:58:02
'Snow Flury' mit Crocus speciosum unterpflanzt. :)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 03. Oktober 2016, 07:26:03
 :D
Die ist geplant! War mir aber nicht sicher, ob sie nicht zu sehr wuchert, (ist aber eine große Grabstätte).
Crocus speciosus ist eine gute Idee! Bisher habe ich nur einige Frühjahrskrokusse bestellt.

Schafft denn C. specosus den Weg durch die dichte Decke von Aster ' Snowflurry'?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: cornishsnow am 03. Oktober 2016, 08:12:52
So dicht sind sie nicht, das Crocus speciosum nicht durch kommt. Ich würde sie nicht zu dicht an die Aster heransetzen, was auch für andere Geophyten gilt, aber das eigentlich weil die Aster erst recht spät austreibt und dann nicht durch das Laub der Nachbarn verdeckt werden sollte, sie entwickelt sich dann besser.
Gute Partner sind Polsterthymiane, die am äußeren Rand der Aster, die im Frühsommer noch etwas kahle Stelle angenehm umschmeicheln.

Ein Tuff Herbstzeitlosen lässt sich mit etwas Geschick auch gut integrieren, die Zeitlosen halten mit ihren Blättern den Platz für die späteren Blüten frei und da Laub bildet einen guten Kontrast zu dem Thymian. ;)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 03. Oktober 2016, 09:58:00
Als Bodendecker dachte ich u.a. auch an Muehlenbeckia axillaris, die wirkliche ist aber nicht einfach zu bekommen,(die Baumschule Böhlje hat sie, aber die versenden wohl nicht) während Muehlebeckia complexa jedes Herbstsortiment schmückt, aber nicht wirklich hart ist.

Danke für Herbstzeitlosen-Anregung- das muss ich mir vor Ort mal vorstellen...
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: cornishsnow am 04. Oktober 2016, 08:34:50
Als Bodendecker dachte ich u.a. auch an Muehlenbeckia axillaris, die wirkliche ist aber nicht einfach zu bekommen,(die Baumschule Böhlje hat sie, aber die versenden wohl nicht) während Muehlebeckia complexa jedes Herbstsortiment schmückt, aber nicht wirklich hart ist.

Mit denen habe ich keine Erfahrungen, bisher fand ich sie immer etwas zu unordentlich und bei einer Grabgestaltung würde ich Pflanzen bevorzugen, die nur wenige Eingriffe benötigen und von selbst die gewünschte Form einhalten.

Einfach mal testen, austauschen kann man ja immer.  :)

Zitat
Danke für Herbstzeitlosen-Anregung- das muss ich mir vor Ort mal vorstellen...

Gern! :)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: bezi-bhg am 08. August 2017, 10:09:43
Alles was jetzt noch steht, ist Geranium 'Vapelle' und Alchemilla erythropoda. Beide scheinen sich recht wohl zu fühlen und breiten sich aus.

Meine Idee über den Winter, die ich gestern umgesetzt habe war, dass ich noch Hosta 'June' und Heuchera 'Molly Bush' dazugesetzt habe. die Kombination mit den Blüten von 'Vapelle' kann ich mir durchaus vorstellen (muss dann aber noch live gucken).

Guten Morgen Alchemilla,
ich stehe vor einer ganz ähnlichen Umgestaltung. Hast Du vielleicht ein aktuelles Foto, wie sich Deine Neubepflanzung über den Sommer so macht?
Ich möchte ebenfalls Geranium und Alchemilla ergänzen. Das Grab ist aber nur gut 60 cm breit, etwas Ausladerendes kommt kaum in Frage.

Leider fummelt mir meine Schwiemu dazwischen rum, die der allgemeinen Strömung folgt, Gräber "ordentlich" mit Kies abzudecken. Hauptsache, man sieht den Stein... Gruselig! Der Friedhof ein Park mit hohen Bäumen und historischer Natursteinmauer und die Gräber eine Baumarktscheußlichkeit neben der anderen (farbiger Rindenmulch...)

Ich würde mich über ein Foto freuen!

Viele Grüße,

bezi
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Waldmeisterin am 10. April 2018, 14:09:33
Gerade komme ich vom Friedhof  :-\
Die kleine Thymianhecke rund ums Grab hat im Winter doch sehr gelitten, auch ist der Standort wohl etwas zu schattig. Nun soll die ersetzt werden. Was kann man da denn nehmen? Buchs finde ich schön altmodisch, passt auch zu dem alten Friedhof, aber der hat wohl ohne aufwendige Pflege keine Zukunft. Die gerne genommenen Euyonimus fortunei mag ich nicht und ansonsten fällt mir gerade nix ein. Habt ihr Ideen?
Standort am Rande des Schattens eines großen Ahorn, im Sommer knallt da trotzdem ganz gut die Sonne rein.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 10. April 2018, 14:13:54
Lonicera nitida?
Ist aber deutlich wüchsiger als Buchs. Aber sehr genügsam.

Was stört dich am Euonymus?
Wir haben den Buchs damit ersetzt und sind bislang zufrieden.
Es gibt auch grünen Euonymus...

Kleinbleibender Taxus ist in größeren Mengen recht teuer...
Ebenso Ilex crenata, z.B. 'Twiggy'
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: nana am 10. April 2018, 14:21:50
Ilex crenata tat bei mir im Schatten nicht recht. Wuchs überhaupt nur zur hellen Seite.

Dass Taxus recht teuer ist, stimmt. Braucht auch relativ viel Zeit, sich zu entwickeln. Aber ist dafür auch sicher was von Dauer.

Mit meinen Versuchen mit Taxus 'Renke's Kleiner Grüner' bin ich eigentlich ganz zufrieden, die könnte ich mir auch gut für eine kleine Hecke auf dem Friedhof vorstellen.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: biene100 am 10. April 2018, 14:25:48
Euonymus schaut nach dem Winter immer seehr bescheiden aus. Ausser an einem schattigen Standplatz. Hab ich erst vor zwei Tagen am Friedhof gesehen, braune äussere Blätter.
Ich habe eine Reihe Heuchera Obsidian am Grab. Sehr sonnig, trotzdem sioeht sie schon einige Jahre gleich gut aus.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 10. April 2018, 14:28:02
'Obsidian' hat den Winter hier im Garten auch nicht in Bestform überstanden. Steht allerdings sonnig...
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 10. April 2018, 14:34:45
Ich war gestern auch auf dem Friedhof und habe festgestellt, dass Festuca cinerea 'Elijah Blue' zu üppig wird. Ich habe erst mal einen Igelschnitt verpasst, das ist aber keine Lösung, ich brauche ein dauerhaft kleines blaues Gras. Ideen oder Erfahrungen??
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 10. April 2018, 14:41:28
Davon gibt es doch auch eine kleine Sorte: 'Zwergenkönig'
Der hat sich bei mir im Steingarten zwar wieder verabschiedet, aber das hat nicht unbedingt was zu sagen...
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: martina 2 am 10. April 2018, 14:42:33
Falls dort immer wieder mal gegossen wird: eine kleine robuste Strauchrose?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Gartenlady am 10. April 2018, 14:55:25
Vor ca. zwei Jahren habe ich mir als Kübelbepflanzung für den Winter einen kleinen Ilex ´Heckenzwerg´ gekauft, wächst langsam und dicht, ist vollkommen winterhart, auch im Topf. Wird als Buchsersatz angeboten.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 10. April 2018, 14:58:12
Danke für den Zwergenkönig, den merke ich mir mal vor.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: biene100 am 10. April 2018, 18:02:32
Ja, auch die Heucheras sind nicht das ganze Jahr über gleich schön, aber zumindest hier nicht so lange unschön braun wie Euonymus.
Vor der Reihe der Heucheras hab ich zufällig eine Reihe des Grases "Zwergenkönig" gepflanzt. Das schneide ich jedes Jahr zeitig zurück, jetzt treibts gerade wieder aus. Heuer musste ich 2 ersetzen. Sehr langlebig ist es nicht. Aber im Garten hab ich immer Nachschub. Grössere Exemplare teile ich einfach.
Übrigens teile ich auch die grösseren Festucas. Geht gut.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Ephe am 10. April 2018, 23:02:17
Für sonnige Gräber kann man auch Sempervivum als kleine Umrandung nehmen. Die Sorten mit den großen Rosetten sind gut standfest und widerstehen auch Amseln.

Titel: Re:Grabgestaltung
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 23. Mai 2018, 00:12:07
Am Freitag vor Pfingsten begleitete ich unsere 79 J. Nachbarin zu ihrer alljährlichen Grabpflegeaktion für die Sommerbepflanzung.
Ich durfte ihr auch zur Hand gehen und so entfernten wir alten Grabschmuck, jäteten und pflanzen.
Wir unterhielten uns über dies und das und meine Nachbarin erzählte, wie schwierig die Grabpflege inzwischen für sie ist ".......das Alter, das Auto fehlt und dieTöchter haben keine Zeit zum Giessen. Eigentlich sollte ich das Grab mit Rindenmulch abstreuen.......was meinst Du?"

Da konnte ich so spontan nicht viel dazu sagen, ich hielt inne, sah mich um und tatsächlich, viele Gräber waren gemulcht. ".........es sollte vielleicht nicht unbedingt das grobe Rindenmulch sein?" fragte ich zurück.

"Ja",  antwortete sie mir "da hinter das feinere dunkle Mulch sieht ja eigentlich ganz gut aus."

Welches Mulch nimmt man da am besten? ist daher meine Frage an Euch hier im Forum.
Und kann man auch ein zusätzliches Unkrautvlies darunter legen? (Das Grab war dicht mit Hirsesämlingen verkrautet)


Und zum Thema Giessen und Wasserversorgung fand ich hier diesen Hinweis von hemerocallis:
ich hab vor der Bepflanzung viel wasserspeicherndes Substrat eingearbeitet - das reduziert den Gießaufwand hier deutlich.
Welche Substat eignet sich da wohl?

Wenn mich meine Nachbarin schon um Rat und Meinung bittet, so möchte ich ihr gerne hilfreich antworten können.

Danke für Eure Unterstützung
sagt
Nemi
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: maka am 23. Mai 2018, 23:34:56
Hallo Nemesis

Das Problem mit der Grabpflege hab ich auch. Wir sind zudem noch ca 50 km weit entfernt, also nix mit mal eben kurz hinfahren zum Giessen. Wir haben das Problem des Austrocknens mit Pinienrinde sehr fein gelöst. An Blumen halten sich bei uns nur Eisbegonien, alles andre wird von Karnickeln usw gefressen. Die Eisbegonien kommen  gut ne Zeitlang ohne wässern aus. Der Karnickel werden wir nicht mehr Herr, trotz Bejagung durch den Förster, der arbeitet mit Frettchen. Dazu kommen noch Eichhörnchen die alles mögliche dort verbuddeln. Wie wir das nochmal mind 1o J durchhalten sollen, ist mir ein rätsel
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Dicentra am 24. Juni 2018, 00:00:51
Mal ein Update von der trockenverträglichen Urnengrabbepflanzung, die ich auf einer der vorderen Seiten vorgestellt hatte. Die letzten Wochen waren extrem trocken und einige Pflanzen sahen ein wenig mitgenommen aus. Aber über die Jahre haben sich doch ein paar Dauerbrenner bewährt. Von den ursprünglich gesetzten 12 Pflanzen leben genau noch die Hälfte.

Die Hakenkiefer kam mit der Trockenheit überhaupt nicht zurecht und ging irgendwann ein. An ihre Stelle setzte ich das Geranium renardii 'Terre Franche', das die kleine Kiefer größenmäßig gut ersetzte. Es hält sich wacker.

Stachys monnieri 'Hummelo' steht seit Jahren wie eine Eins, ist unbedingt empfehlenswert. Die Festucas haben sich recht ungleich entwickelt, was vielleicht daran liegt, dass letztes Jahr eine verirrte Wühlmaus durchgepflügt war. Sie sehen aber noch recht manierlich aus.

Anaphalis triplinervis hat durch die Trockenheit ziemlich gelitten, doch ich bin optimistisch, dass es sich nach dem heutigen durchdringenden Gießen wieder erholt. Die Pelargonien halten sich ganz gut, obwohl sie mit besserer Wasserversorgung auch üppiger wachsen und blühen würden.

Nachgepflanzt habe ich zwei Nelken und einen übrig gebliebenen Plectranthus forsteri, den ich nicht wieder mitnehmen wollte. Das Thalictrum aquilegifolium hat sich dort selber angesiedelt, ist wahrscheinlich mit dem Kompost mitgekommen. Es wird irgendwann rausfliegen, weil es definitiv zu hoch wird, aber erst, wenn ich mich entschieden habe, was ich als Ersatz nehme.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 25. September 2018, 19:06:12
Jetzt brauche ich auch mal wieder euren Rat.
Wir haben ja die Bepflanzung auf dem Elterngrab umgestaltet (Dauerbepflanzung), sind mit dem Ergebnis aber (noch) nicht zufrieden.
Zum Teil liegt es möglicherweise an dem trockenen Wetter.
Das größte Problem ist aber eine intensive Wühlmaus-Tätigkeit in dem Bereich.
Gut gewachsen ist das Fingerkraut, das soll bleiben.
In der Diagonale steht Heuchera 'Obsidian', die konnte man teilweise abheben. Meine Schwester vermutet, dass das an den darunter verlaufenden Gängen liegt, und hat deshalb leider nicht nachgeschaut, ob möglicherweise auch Dickmaulrüsslerlarven verantwortlich sind. Sie hat alles wieder festgedrückt, und wir warten mal ab, wie sich das entwickelt.
Ziemlich tot sieht leider das Kiefernstämmchen aus. Da brauchen wir Ersatz.
In der unteren rechten Ecke (oberhalb vom Stein) hat sie schon zweimal Salvia 'Caradonna' gesetzt, auch der 2. Versuch ist gescheitert. Warum auch immer....

Jetzt grübeln wir, was wir in die beiden Ecken setzen können. Eher schmal und höher, ruhig wieder ein kleines Gehölz und eine Staude.
Die Wurzeln sollten keine Delikatesse für Wühler sein!

Habt ihr Ideen?

Noch vergessen: Das Grab liegt sonnig, eher leichter Boden, in Bremen.

(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=46713.0;attach=610007;image)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 25. September 2018, 20:12:45
Irgendwie hast du ja den immergrünen, ruhigen Rahmen, trotzdem noch ein (immergrünes?) Gehölz? Wenn würde ich wohl Eibe nehmen, u.a., weil man sie der unveränderlichen Grösse des Grabs anpassen kann.
Ein filigranes Gras kommt nicht in Frage neben dem Stein rechts für die Leichtigkeit? Da hast du aber mehr Erfahrung als ich.
Staude; Coreopsis/ Mädchenauge hat mich diesen Sommer überrascht, so lange Blüte und unkompliziert. Genaue Sorte weiss ich leider nicht, rötliches Auge, fröhlich- darfs ja aber auf dem Friedhof auch sein. ;)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Wühlmaus am 25. September 2018, 20:59:53
Enaira, schau dir mal den Ginkgo biloba 'Mariken' an. Das ist ein eher scheibenförmig und sehr langsam wachsender Klon. Er wir auf Stamm veredelt in verschiedenen Höhen angeboten.
Gerade für Gräber finde ich ihn sehr schön.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Ephe am 25. September 2018, 21:48:09
Ich würde keine weiteren Gehölze mehr auf das Grab setzen, es ist ja schon fast zugewachsen.  Eher einen niedrigen kompakten Bodendecker, zum Beispiel Polsternelken. Die halten jede Menge Sonne und Trockenheit aus. Und wenn unbedingt die Ecken betont werden sollen, dann vielleicht mit niedrigen Gräsern, Blauschwingel oder ähnliches.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 25. September 2018, 22:00:08
Enaira, schau dir mal den Ginkgo biloba 'Mariken' an.

An den hatte ich tatsächlich auch schon gedacht.
Das Problem wäre hier nur vielleicht, dass man wegen des langsamen Wachstums da schon ein etwas größeres Exemplar nehmen müsste. Und wir sind nicht vor Ort, also auf die Pflege einer Gärtnerei angewiesen. Und die haben das Absterben der Kiefer nicht verhindert oder verhindern können...
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 25. September 2018, 22:08:42
Irgendwie hast du ja den immergrünen, ruhigen Rahmen, trotzdem noch ein (immergrünes?) Gehölz? Wenn würde ich wohl Eibe nehmen, u.a., weil man sie der unveränderlichen Grösse des Grabs anpassen kann.

Müsste nicht immergrün sein. Uns ging es vor allem darum, eine vertikale Struktur einzubeziehen.

Ein filigranes Gras kommt nicht in Frage neben dem Stein rechts für die Leichtigkeit?
Warum nicht, wenn es die Wühler übersteht. Vielleicht Diamantgras?
Oder vielleicht ein Calamagrostis 'Karl Förster' oder 'England' anstelle des Kiefernstämmchens? Wäre eine Überlegung wert....

Staude; Coreopsis/ Mädchenauge hat mich diesen Sommer überrascht, so lange Blüte und unkompliziert. Genaue Sorte weiss ich leider nicht, rötliches Auge, fröhlich- darfs ja aber auf dem Friedhof auch sein. ;)

Lange Blüte klingt gut. An Coreopsis hatte ich bislang gar nicht gedacht, da gibt es ja schöne neue Sorten, die angeblich aus gut ausdauernd sind.
Salvia 'Caradonna' gefiel uns farblich als Gegengewicht zu dem Euonymus und dem gelben Fingerkraut, aber es gibt ja auch durchaus andere passende Farben. Rot gefiele uns zu dem Stein allerdings nicht so gut.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Wühlmaus am 25. September 2018, 22:15:28
Soweit ich weiß, gibt es die GingkoVeredelungen in verschiedenen Stammhöhen. Diese Höhe verändert sich ja nicht mehr und ich würde eine Höhe von max 60cm wählen. Sooo klein sind die veredelten Kronen eigentlich nicht.

Das Bewässerungsproblem würde sich ja bei jeder Neupflanzung stellen. Und ich gehe jetzt mal davon aus, dass der nächste Sommer nicht wieder so extrem wird :P
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 25. September 2018, 22:15:31
Ich würde keine weiteren Gehölze mehr auf das Grab setzen, es ist ja schon fast zugewachsen.  Eher einen niedrigen kompakten Bodendecker, zum Beispiel Polsternelken.

Dann wäre ja alles platt!
Nein, Höhe brauchen wir auf jeden Fall, der Stein liegt doch auch, und die Umrandung ist ganz niedrig...
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 25. September 2018, 22:17:56
Das Bewässerungsproblem würde sich ja bei jeder Neupflanzung stellen.

Die Frage ist halt auch, ob die Kiefer wirklich vertrocknet ist.
So, wie das Fingerkraut aussieht, müsste eigentlich gegossen worden sein.
Aber wenn die Wurzeln wegen der Wühlmausgänge den Bodenkontakt verlieren, oder gar abgefressen werden, hilft ja auch Gießen nicht....
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 25. September 2018, 22:32:37
Wühlmäuse oder andere Wühler gab es diesen Sommer wohl fast auf jedem Grab, jedenfalls  auf bzw. in denen, die gegossen wurden. Im hiesigen muss ich massiv Erde nachschütten...das kann aber nächstes Jahr wieder ganz anders sein.
Hosta möchtest Du nicht setzen in den Ecken? Hier hielt sich eine Hosta  auf dem Grab auf sehr leichtem Boden überraschend gut.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Wühlmaus am 25. September 2018, 22:34:16
In voller Sonne?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 25. September 2018, 22:48:27
Den halben Tag Sonne hatte sie und trocken war es auch, gießen schaffte ich nur so alle 10 Tage mal.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 09:48:12
Für Sonne gibt es durchaus auch schöne Hosta-Sorten.
Aber wie schon weiter oben gesagt:
Vertikale Ausrichtung und zumindest eine der beiden Pflanzen sollte ruhig Farbe durch Blüten liefern.
Ohne dass ständig ausgeputzt werden muss, denn das werden die von der betreuenden Gärtnerei vermutlich nicht machen.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Mata Haari am 26. September 2018, 10:00:01
Wie wäre es denn mit einer schönen kleinen Sommerspiere oder einer Bartblume?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 10:21:15
Bei der Bartblume bin ich nicht sicher, ob die den Winter dort übersteht. Laubfärbungen in Richtung Silber passen auch nicht so gut zum Rest.
Sommerspiere wäre da schon eher geeignet. Aber wird die nicht zu breit?
Ist ja nur ein Einzelgrab.
Früher hatten wir oben mittig eine Bernstein-Rose sitzen. Aber die war nicht gesund, lag möglicherweise an der Sorte in Verbindung mit zu wenig Pflege. Wir würden jetzt gerne die asymmetrische Anordnung beibehalten.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Mata Haari am 26. September 2018, 10:27:09
Es gibt auch Zwerg-Sommerspieren.
Schau mal bei Eggert & Co.
Die haben auch teilweise eine schöne Herbstfärbung.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 26. September 2018, 14:08:39
Vielleicht Diamantgras?
Oder vielleicht ein Calamagrostis 'Karl Förster' oder 'England' anstelle des Kiefernstämmchens? Wäre eine Überlegung wert....

Diese Gräser, nicht zu hoch?
Das Diamantgras, bei mir sonnig, heiss, trocken stehend war diesen Sommer ein paar Mal mit den Zehen im Grab ;), wahrscheinlich hätte es gern etwas mehr Wasser gehabt von mir und sonst weiss ich nicht, was dem gefehlt haben könnte.
Tautropfengras?
Spiersträucher wären sicher sehr robust. Und auch die Kleinen könnte man im Frühling noch durch Schnitt regulieren, wenn nötig. Albiflora wäre klein und weiss blühend.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 14:28:18
Vielleicht Diamantgras?
Oder vielleicht ein Calamagrostis 'Karl Förster' oder 'England' anstelle des Kiefernstämmchens? Wäre eine Überlegung wert....

Diese Gräser, nicht zu hoch?

Habe ich vorhin auch gedacht, als ich im Garten davor stand. Diamantgras wird wohl auch zu breit.
'Overdam' würde vielleicht gehen, wenn es so wächst wie bei mir.

Tautropfengras bildet wohl auch einen zu breiten Horst.

Passender fänden wir ja schon ein kleines Gehölz, das sich unten schmal macht, also z.B. ein Stämmchen.
Ich habe vorhin mal durchgeschaut, was Gärtner Scholl derzeit anbietet, und bin auf zwei Kandidaten gestoßen:
Fagus sylvatica 'Purpurea Nana' würde die Farbe der Heuchera aufgreifen und wäre sicher durch vorsichtigen Schnitt in passender Form zu halten.
Ginkgo biloba 'Baldi' bietet er auf kurzem Stamm an, wäre ähnlich der 'Mariken'. Den müsste man dann aber wohl in die Mitte der Diagonale setzen, damit die Krone nicht gar zu klein gehalten werden muss.

Dabei ist mir eingefallen, dass hier ja auch noch ein Gingko im Topf rumsteht, 'Menhir'. Ist angeblich auch schnittverträglich und könnte eventuell passend schmal geformt werden.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 26. September 2018, 14:57:33
Passender fänden wir ja schon ein kleines Gehölz, das sich unten schmal macht, also z.B. ein Stämmchen.

Oder gleich zwei, damit das eine nicht so allein steht? (Bei Stämmchen habe ich keine Erfahrung ausser Buchs, und den würde selbst ich nicht auf den Friedhof pflanzen. ;))
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 15:00:41
Schöne Idee, Neo, aber unten rechts in die Ecke passt kein Gehölz, darf vermutlich auch nicht.
Da ist zwischen Euonymus-Umrandung und Stein kaum Platz.
Und die Krone darf vermutlich nicht über den Grabplatz hinaus reichen.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 26. September 2018, 15:06:37
Wenn dann würde ich beide Stämmchen "oben" hin setzen und nicht diagonal versetzt, sondern sozusagen als "Gegenhöhe" zum Stein.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 26. September 2018, 15:20:02
Und die Krone darf vermutlich nicht über den Grabplatz hinaus reichen.

 ::) Mit der pflanzlichen "Gesetzeslage" auf Friedhöfen muss ich mich dann wohl noch beschäftigen.
Das vertrocknete Stämmchen steht für mich einfach ein bisschen verloren, vielleicht liesse sich das neue ein bisschen besser integrieren, dachte ich. Oben scheidet dann wohl aus, ob unten Zweie parallel sinnvoll sind? Kommt dann halt auch drauf an, wie schnell die wachsen, nicht dass sie sich zu sehr in die Quere kommen.
Ein einzelnes vielleicht unten rechts vom Grabstein? Du kannst ja dann ein bisschen an Ort spielen, enaira, wenn du das getopfte Stämmchen hast.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 15:43:54
Für zwei Stämmchen ist wohl kein Platz. Die ganze Grabstelle ist ja kaum größer als eine Schreibtischplatte.
Es muss sich auf jeden Fall alles oberhalb der Grabplatte abspielen.
Die Krone des vertrockneten Pinus war ja auch noch sehr klein, ebenso die Stammhöhe. Das täuscht möglicherweise auf dem Bild etwas.
Gegengewicht zum kleinen Stämmchen sollte ja eigentlich die Salvia bilden, die normalerweise etwa die gleichen Ausmaße hätte haben sollen...

Ich habe gerade mal zurückgeblättert. In Post #33 findet sich ein Bild der früheren Bepflanzung mit Rose, Polsterglockenblumen und Wechselbepflanzung (Eisbegonien), auf dem man die Größe des Platzes besser erkennen kann.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 26. September 2018, 16:00:10
Wenn ich's genau besehe würde ich das Grab recht symmetrisch bepflanzen, also etwas Höheres in die Mitte, rechts und links davon etwas Niederes in die Ecken, vielleicht Erica carnea in zwei verschiedenen Farben, kann man gut stutzen und auf Größe halten, blüht dann schon im Frühjahr. Passt zu den roten Heucherablättern.
Vielleicht kann man die Streifen Fingerkraut mit niederen Gräsern unterbrechen?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 26. September 2018, 16:44:53
Erica mögen wir beide nicht so gerne.
Das Fingerkraut soll Bodendeckerfunktion übernehmen, und das blüht ja auch. Ich glaube, es ist Potentilla crantzii 'Goldrausch'. Die Flächen sollte wie Dreiecke wirken.

Vielleicht machen wir es tatsächlich so:
Gehölz/Stämmchen in die Mitte der Diagonale aus Heuchera (die sich hoffentlich berappeln), Fingerkraut weiter als Flächendecker, 2 gleiche Stauden in die rechten Winkel der Dreiecke, also hinten links und vorne rechts. Das sollten dann möglichst dauerblühende Stauden sein, die nicht zu breit werden, nicht ständig ausgeputzt werden müssen und eher unbeliebt bei den Wühlern sind. Farbe passend zu den Gelb-Rotbraun-Tönen.
Coreopsis? Oder was noch?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 27. September 2018, 07:32:41
In Post #33 findet sich ein Bild der früheren Bepflanzung mit Rose, Polsterglockenblumen und Wechselbepflanzung (Eisbegonien), auf dem man die Größe des Platzes besser erkennen kann.

Die Grösse, resp. "die Kleine" ist schon eine gewisse Herausforderung...Finde, es sieht heute besser aus als damals.
Veronica spicata ist bei mir im Garten auch noch eine Staude mit langer Blütendauer (aber ein Mal schneide ich das Verblühte jeweils raus).
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: laguna am 27. September 2018, 09:04:37
Nachdem du selten persönlich nach dem Grab sehen kannst, ist ein Rosen-Hochstämmchen nicht so geeignet. Das wäre meine erste Wahl gewesen. Aber was hältst du von einem Cotoneaster-HSt. z.B. die Sorte Frieders Evergreen? Blüht im Frühjahr und bekommt im Herbst rote Früchte. Auch ein niedriger Acer-Hochstamm würde passen.
Zu den angesprochenen Stauden möchte ich nur anbringen, daß die wenigsten Stauden ohne ausputzen lange blühen.
Ich würde jedes Frühjahr zwei Bidens pflanzen lassen. Die sind unkompliziert und blühen bis zum Herbst. Im Winter ist von Stauden eh nichts zu sehen.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 27. September 2018, 17:44:00
Nachdem du selten persönlich nach dem Grab sehen kannst, ist ein Rosen-Hochstämmchen nicht so geeignet. Das wäre meine erste Wahl gewesen.
Meine auch! Aber es hat ja schon mit einer "normalen" Rose leider nicht funktioniert...

Aber was hältst du von einem Cotoneaster-HSt. z.B. die Sorte Frieders Evergreen? Blüht im Frühjahr und bekommt im Herbst rote Früchte. Auch ein niedriger Acer-Hochstamm würde passen.
Cotoneaster-Stämmchen ist tatsächlich noch eine gute Idee. Bei denen denke ich eher in größeren Dimensionen, ziehe mir gerade einen größeren Stamm von C. franchettii, aber es gibt ja auch hübsche kleine.  Da müssen wir mal das Angebot sichten.
Ich hatte auch schon an Viburnum gedacht. Hier steht schon lange eines von 'Summer Snowflake', das eigentlich das ganze Jahr über hübsch aussieht (regelmäßige Nachblüte im Herbst).
Für Acer ist es vermutlich zu sonnig.

Ich würde jedes Frühjahr zwei Bidens pflanzen lassen. Die sind unkompliziert und blühen bis zum Herbst. Im Winter ist von Stauden eh nichts zu sehen.
Ja, Bidens ist in der Beziehung wirklich klasse. Das wäre mir in dem Fall dann aber vermutlich zu viel Gelb.
Da würde ich vermutlich eher Angelonia oder Mehlsalbei nehmen. Ist auf jeden Fall auch eine Überlegung wert, es so zu machen, wenn uns nichts anderes einfällt.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: RosaRot am 27. September 2018, 19:58:38
Es gibt eine sehr schöne Form von Lobularia maritima, mit panaschierten Blättern. Die hatte ich letztes Jahr auf dem Grab und dieses Jahr in ein einigen Balkonkästen.
Duftet, macht ein schönes Kissen und ist unverwüstlich, gerade jetzt legt sie noch mal richtig los. Kann gern ein Foto machen, wenn gewünscht.
Dieses Jahr habe ich auf dem Grab ein hellgelbes Bidens, das litt etwas, kommt aber jetzt wieder in die Gänge. Nächstes Jahr nehme ich wohl wieder Lobularia.
Die Bienen lieben beides.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: troll13 am 27. September 2018, 20:04:09
Enaira,

ich verfolge deine Grabgestaltungsfrage schon die ganze Zeit, traute mich jedoch nicht Cotoneaster als Stämmchen vorzuschlagen, weil C... den meisten wohl zu "gewöhnlich" wäre. ;)

Schau mal nach C. congestus. Die gibt es in unterschiedlichen Stammhöhen von 40 bis 80 cm. Sind relativ trockenheitsverträglich, was nach diesem Sommer gerade für dich wichtig zu sein scheint. Und man kann die Kronen über viele Jahre mit der Schere kompakt halten. Gingko 'Marieken' wird für die kleine Grabstelle nach meiner Erfahrung einfach zu wuchtig.

Bei der Unterpflanzung würde ich selbst es mit einen Sedum in zwei etwa gleich stark wachsenden Sorten  versuchen. Vielleicht S. spurium oder s. album in unterschiedlichen Laubfarben. Um ein Ineinanderwachsen zu verhindern müsste man dann jedoch vermutlich irgendeine "Trennschiene" einbauen.

Und als Kontrapunkt für das Stämmchen eine eher niedrige "dauerblühende" Staude. Salvia nemorosa, Scabiosa columbaria...?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 27. September 2018, 20:28:20
Schau mal nach C. congestus. Die gibt es in unterschiedlichen Stammhöhen von 40 bis 80 cm. Sind relativ trockenheitsverträglich, was nach diesem Sommer gerade für dich wichtig zu sein scheint. Und man kann die Kronen über viele Jahre mit der Schere kompakt halten. Gingko 'Marieken' wird für die kleine Grabstelle nach meiner Erfahrung einfach zu wuchtig.
C. congestus sieht wirklich seeeeehr interessant aus. Muss ich gleich mal meiner Schwester vorschlagen!

Bei der Unterpflanzung würde ich selbst es mit einen Sedum in zwei etwa gleich stark wachsenden Sorten  versuchen. Vielleicht S. spurium oder s. album in unterschiedlichen Laubfarben. Um ein Ineinanderwachsen zu verhindern müsste man dann jedoch vermutlich irgendeine "Trennschiene" einbauen.
Die Unterpflanzung mit Fingerkraut und Heuchera möchten wir schon erst einmal lassen. Ob es mit der Heuchera geht muss sich zwar noch zeigen, aber erstmal bleibt sie.

Und als Kontrapunkt für das Stämmchen eine eher niedrige "dauerblühende" Staude. Salvia nemorosa, Scabiosa columbaria...?
Salvia nemerosa hatten wir ja erfolglos versucht (Caradonna).
Scabiosa columbaria wäre eine Idee, da gibt es ja auch eine blaue Version. Die sind hier im Steingarten allerdings nicht gerade langlebig. Aber das könnte in Bremen ja anders sein.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 27. September 2018, 20:30:48
Es gibt eine sehr schöne Form von Lobularia maritima, mit panaschierten Blättern. Die hatte ich letztes Jahr auf dem Grab und dieses Jahr in ein einigen Balkonkästen.
Duftet, macht ein schönes Kissen und ist unverwüstlich, gerade jetzt legt sie noch mal richtig los. Kann gern ein Foto machen, wenn gewünscht.
Der Euonymus am Rand ist ja auch schon buntlaubig. Da hätten wir es innen lieber einfarbig, und auch nicht zu fein in der Blütenstruktur. Weiße Blüten wären auch zu zart zu dem Rest.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: troll13 am 27. September 2018, 20:37:04
'Butterfly Blue' ist hier offenbar hart im Nehmen und blüht tatsächlich fast den ganzen Sommer durch. die Originalpflanze hält schon einige Jahre durch, versamt sich allerdings, vorzugsweise in Pflasterfugen.

Nach diesem Sommer versuche ich sie auch auf den sandigen Problemecken (GR 1, so) zu etablieren.

Edit: Halt!!! ich muss da wohl etwas zurückrudern... Kam eben 'ne PM dazwischen. :-X

In der Potentilla wird die Scabiose vermutlich untergehen. So wuchsstark ist sie nicht. ich grübele nach Ersatz....
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: enaira am 27. September 2018, 20:42:54
Hier haben die blauen Schmetterlinge leider nur 2 Sommer getanzt... :'(
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Weidenkatz am 23. September 2019, 13:46:04
Diese vollsonnige Grabstelle kann nur selten von uns gepflegt werden, muss möglichst allein zurecht kommen. Gegossen haben wir sie in diesem trockenen Sommer 2 oder 3mal. Ich bin froh, dass sich die gewählte Bepflanzung prima bewährt hat :):
Eine kleine rote Rose, extra nach allein zurechtkommen ausgesucht (Name entfallen), 2 mal Sedum, 2 Lavendel, 2 Blauschwingel, 2 Sandkraut, 1 panaschiertes Efeu, 2 kleine Heben.
Nun habe ich vergessen, Schwingel-"und Lavendelblüten abzuschneiden. Kann ich doch jetzt einfach nachholen, oder?
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 23. September 2019, 14:11:23
Klar kannst du. Übrigens eine sehr geschickt gewählte Bepflanzung unter dem Aspekt, dass das Grab nicht oft gepflegt werden kann. Sieht auch hübsch aus.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: laguna am 24. September 2019, 21:37:38
Für Gräber, die nicht gegossen werden können ist Erigeron karvinskianus sehr zu empfehlen.
Auch Erodium - Reiherschnabel ist eine Überlegung wert.
Ich habe auf einem Gartenmarkt ganz flach wachsende in rosa und weiß gekauft, die seit Juni bei mir blühen. Die Sorten weiß ich leider nicht.
Eine weitere Staude, auch für Halbschatten geeignet, ist Liriope. Wintergrün, sehr lange blühend und in lila und weiß erhältlich.
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: AndreasR am 24. September 2019, 22:19:30
Das sieht wirklich sehr schön aus! Trockenheitsverträglichkeit ist mittlerweile ja das A und O, wenn man nicht regelmäßig zum Gießen kommen kann oder will, und wenn man dazu dann noch Pflanzen auswählt, die rund ums Jahr schön sind, muss man nicht viel Pflege aufwenden. Von der "Graberde", die so viele Leute verwenden, halte ich nicht viel, als (dünne!) Abdeckung aus optischen Gründen mag die ja taugen, aber die Leute pflanzen da immer ihre Wechselbepflanzung 'rein, die dann natürlich sofort vertrocknet...

Ich finde es im Nachhinein etwas schade, dass das Urnengrab meiner Oma nur eine sehr kleine Pflanzfläche (vielleicht 50 x 50 cm) bietet, es sollte halt von Anfang an pflegeleicht sein, und wächst dort nun ein flacher Cotoneaster über den breiten Steinrand, daneben eine kleine Rose, Sedum spurium als Bodendecker, eine Hebe, und zur Auflockerung habe ich noch ein paar Krokusse und Narzissen gepflanzt. In der Sommerhitze wird gelegentlich mal gegossen, ansonsten braucht man sich nicht großartig darum zu kümmern.

Gerne hätte ich etwas mehr Platz, dann würden da auch Hohe Fetthenne, dazu vielleicht Thymian, Lavendel, Sempervivum, ein Gras, und noch mehr kleine Geophythen wie Schneeglöckchen, Schneeglanz und Co. einziehen. Auf manchen alten Gräbern und weit darüber hinaus haben sich diese an ein paar Stellen auf dem Friedhof munter ausgebreitet, das sieht im Frühling immer sehr bezaubernd aus. :)
Titel: Re: Grabgestaltung
Beitrag von: neo am 10. Oktober 2019, 22:21:19
Auf manchen alten Gräbern und weit darüber hinaus haben sich diese an ein paar Stellen auf dem Friedhof munter ausgebreitet, das sieht im Frühling immer sehr bezaubernd aus. :)
Das sieht man auf dem Friedhof meines Heimatdorfs leider nicht. Dann werde ich kommenden Frühling mal ein paar Schneeglöckchen initiieren!
Auf dem Grab wächst u.a. die Chinesische Bleiwurz, die gerade mit ihren Blüten meine Mutter erfreut. Im Frühling hatte sie nämlich nicht recht dran geglaubt, dass dort nochmal was wiederkommt. ;)