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Schwacher Stand, was nun? (Gelesen 9009 mal)
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Querkopf
- Beiträge: 7892
- Registriert: 15. Dez 2003, 07:00
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Saartal, WHZ 7b/ 8a, 245m ü. NN, toniger Lehmboden
Re:Schwacher Stand, was nun?
Hallo, Manu,die "Obelisken" hat ein lokaler Schlosser gebaut, nach meinen Vorgaben (siehe #2 und #11). Dass sie sich diskret einfügen, liegt sicher daran, dass das "Design" funktional und schnörkelfrei ist. Zudem decken Riesenrosen die Dinger rasch ab. Ob's Fremdkörpereffekte gibt oder nicht, hängt davon ab, welche Materialien im Umfeld da sind. Bei uns passt verzinker Stahl gut rein, denn er kommt auch am Haus vor (u. a. Treppen- und Balkongeländer, ähnlich "architektonisch"-geradeaus). Das Format hätte ich wg. Rosenhöhe gern noch größer (=höher) gehabt. Aber dafür gibt es konstruktive Grenzen: 1. Die senkrechten Stützen sind bei 2 m Gerüst-Fertighöhe 2,5 m hoch - mehr geht nicht, sonst käme man beim Aufbauen mit der Schlagkatze nicht mehr dran (jedenfalls könnte man bei uns im unebenen Hanggelände sowas nicht frei auf der Leiter stehend bewerkstelligen). Außerdem: Je höher, desto schwieriger die Justierung mit der Wasserwaage. Und die muss bei verschraubten Teilen ziemlich genau sein, damit man die Schraublöcher übereinander kriegt. Mir ist wegen der Größe der Pflanzen diese Exaktheit nicht restlos geglückt, die Einzel-Elemente stehen teilweise unter leichter Spannung. Schadet nix, trägt eher noch zur Stabilisierung bei; es hätte aber kein bisschen mehr Montage-Ungenauigkeit sein dürfen. 2. Die Stützen sind nur in den Boden eingeschlagen. Bei mehr Höhe könnte es statische Probleme geben (große Rosensträucher haben Gewicht! - und bei Sturm vervielfacht Dynamik die Last), dann müsste man wohl Betonfundamente setzen; sowas meide ich im Garten, wo ich nur kann. 3. Wieviel Tragkraft man einfach eingeschlagenen Stützen zutrauen darf, ist natürlich auch eine Frage des Bodens. In meinem Garten ist es schwerer, toniger Lehm, der alles, was er einmal drin hat, fest, fester, am festesten umschließt (bei Trockenheit geradezu betonartig). Keine Ahnung, wie es in leichteren Böden aussieht mit der Stabilität. Oder ob man in sehr steinige Böden solche Stützen überhaupt tief genug reinbekäme. Ein Gerüst, das vorerst zu groß ist für deinen Rosenstrauch, könntest du mit einem kleinen Trick leicht kaschieren: Zusatzlöcher bohren lassen in die waagerechten (Halb-)Ringe (vor dem Verzinken, wg. Korrosionsschutz!) und dort Edelstahl- oder dünnes Kunststoffseil im Zickzack spannen. Daran könnte sich eine (nicht zu große) Clematis raufhangeln. Und die Wartezeit aufs Erwachsenenalter der Rose reizvoll überbrücken. Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)