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Umsiedelung Epipactis (Gelesen 2633 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
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Pewe
Re:Umsiedelung Epipactis
Klasse Link, Zwiebeltom. Danke. Und Phalaina gebührt ebenfalls Dank. Bei beiden kommt man nicht mehr auf dumme Ideen.
Bin auch nicht mehr sicher, dass es die o.g. Pflanze ist. War heute noch mal in gleicher Gegend Fiffi lüften (daher kein Fotoapparat dabei), Augen stets dem Boden zugewandt und ich denke, für so ein eigentlich seltenes Pflänzchen gibt es hier zu viele. Merkwürdigerweise ist mir das nie aufgefallen. Vielleicht war ich da immer zur falschen Zeit unterwegs. Leute habe ich dort auch nicht angetroffen. Wie dem auch sei, die fraglichen Pflanzen wachsen in dem Gebiet dort, wo vor dem Zaun offenbar gelegentlich mal gemäht wird, aber nicht regelmäßig, wo es recht sonnig und offenbar selbst für hiesige Verhältnisse mager ist. In dunkleren Bereichen und dort wo gar nicht gemäht wird, habe ich nix gesichtet. Nun warte ich erst mal die Blüte ab, sofern sie erscheint, die meisten Pflanzen scheinen zu vertrocknen. Mal sehen, was das für Dinger sind. An Waldvögelein habe ich ursprünglich gedacht, weil ich mal ein Foto davon sah und mich daran erinnert fühlte. Nach nochmaliger genauerer Betrachtung kann es wer weiß was sein. Ich werde berichten. Vielen Dank erst mal.
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Pewe
Re:Umsiedelung Epipactis
So, heut war ich noch mal da. 99% der besagten Pflanzen werden wohl nicht mehr blühen - die Knospen sind vertrocknet und schwarz. Eine blühende habe ich gefunden und abgelichtet. Die dazugehörigen Leutchen wussten nix von ihrem Glück, werden aber, was immer es ist, nicht mähen, evtl. sogar mal etwas Wasser geben (wäre das überhaupt richtig?). Was ist das nun für eine Schönheit?


- Phalaina
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Re:Welche Orchidee ist das?
So auf den ersten Blick schlage ich Epipactis helleborine vor. 
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Pewe
Re:Umsiedelung Epipactis
Das wäre ja super - denn die könnte ich ja, wie Du schriebst, mit etwas Sorgfalt umsetzen. Gibst Du mir bitte Tips?
- Zwiebeltom
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Re:Umsiedelung fragl. Waldvögelein
Eine Epipactis-Art ist es auf jeden Fall. Damit sind auch eventuelle Umsiedlungsaktionen einfacher und erfolgversprechender.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
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Pewe
Re:Umsiedelung Epipactis
Wiki sagt, die mögen Kalk. Ob da zerbröselte Eierschalen reichen?
- Phalaina
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Re:Umsiedelung Epipactis
Wenn es Epipactis helleborine ist, dann brauchst Du Dir um den Kalkgehalt des Bodens keine Sorgen zu machen, es sei denn, Du setzt sie in ein Moorbeet. Ansonsten wachsen die auch auf unseren leicht sauren Böden mit Sandstein im Untergrund.Luxusvariante des Umsetzens: Die Umsiedlung kann im Herbst erfolgen. Da die Pflanzen meistens einzeln oder in kleinen Gruppen stehen, kann man einen Erdballen von 25 x25 x25 cm³ um das Rhizom ganz gut freistellen. Man sollte dabei vermeiden, die Erde um die Wurzeln herum zu verdichten. Danach kann man den Ballen abheben, vorsichtig in einen Mischkübel setzen und nach dem Transport an einem geeigneten Platz wieder einsetzen. Nach dem Auffüllen des Pflanzlochs nur leicht angießen, nicht antreten.Wenn Du es nicht ganz so sorgfältig hinbekommst, überleben es die Pflanzen allerdings meistens auch.
- Phalaina
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Re:Umsiedelung Epipactis
Kein Problem! 
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Querkopf
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Saartal, WHZ 7b, 245m ü. NN, toniger Lehmboden
Re:Umsiedelung Epipactis
Hallo, Waldschrat,Epipactis helleborine scheint recht hart im Nehmen zu sein. Vor ca. 8 Wochen habe ich ein unbekanntes Minipflänzchen mit Orchideenflair ausgebuddelt (am ursprünglichen Platz musste ich eine "Baustelle" einrichten) und getopft - aus reiner Neugierde, ich wollte wissen, was der Winzling denn nun wirklich ist. Das Pflänzchen, mit nur winzigem Ballen ausgegraben, hat sich als E. h. erwiesen (Einzelexemplare davon tauchen seit einigen Jahren überall in meinem Garten auf, zu meiner Freude in stetig steigender Zahl). Der Topfknast hat ihm nichts ausgemacht, es hat dort sogar geblüht. Nun steht es immer noch ansehnlich da. Und kommt in die Freiheit, sobald es mal wieder kühler wird. Viel Glück bei deiner Umsiedlungsaktion!Schöne GrüßeQuerkopf
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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Re:Umsiedelung Epipactis
Und ich kann von noch extremeren Durchhaltewillen berichten. Eine große Pflanze stand an sehr ungünstiger Stelle im Garten, der in diesem Bereich etwas abgeschoben werden sollte. Deshalb grub ich imHerbst aus, der "Wurzelballen" zerfiel aufgrund meines leichten Bodens sofort.Im Topf ging sie dann über den Winter und anschließen in ein sehr trockes Frühjahr und einen heißen Frühsommer. Erst im Juni konnte sie dann an eine neue Stelle ziehen. Es hat sie gar nicht gejuckt - schon im nächten Jahr stand sie wieder mit einer Blüte da
.Übrigens ist gegen Mahd zum richtigen Zeitpunkt nichts einzuwenden. Erstens verhindert man so ein Verbuschen und hält die Fläche zudem mager und frei von abgestorbenen Gras.Neben der Überdüngung und dem allgemeinen Flächenschwund ist die Verbuschung eines der Größten Probleme von Orchideen (die ja überwiegend Magerkünstler sind und Sonne und Trockenheit brauchen)
Wenn Du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)
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Querkopf
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Saartal, WHZ 7b, 245m ü. NN, toniger Lehmboden
Re:Umsiedelung Epipactis
Hallo, Macrantha,
scheint für Epipactis helleborine ein bisschen anders auszusehen mit den Standortwünschen, siehe hier (etwas runterscrollen): Sie mag offenbar Schatten und frischen, nicht gar zu mageren Boden. Bei mir hat sie sich zunächst an beschatteten Plätzen angesiedelt und hält da seit Jahren aus, wobei sie nur sehr langsam Größenzuwachs zuwege bringt. Inzwischen ist sie aber auch in besonnten Ecken aufgetaucht. Ebenso an knochentrockenen (Schatten-)Stellen unter Fichten - ich gucke gespannt zu, wie es mit diesen Pflanzen weitergeht. Schöne GrüßeQuerkopf... Neben der Überdüngung und dem allgemeinen Flächenschwund ist die Verbuschung eines der größten Probleme von Orchideen (die ja überwiegend Magerkünstler sind und Sonne und Trockenheit brauchen) ...
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