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Ballentücher bei Container-Gehölzen (Gelesen 12170 mal)

Bäume und Sträucher, Duftgehölze, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst, Koniferen, Moorbeetpflanzen

Moderator: AndreasR

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Querkopf
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Ballentücher bei Container-Gehölzen

Querkopf »

Hallo, Gehölzfexe, mal eine grundsätzliche Frage. Nein, zwei: - Welche Erfahrungen habt ihr mit Ballentüchern bei der Gehölzpflanzung? Sind sie irrelevant fürs Wachstum der Gehölze (das ist oft zu hören/ zu lesen), oder stören sie die Wurzelbildung (mein starker Verdacht)? - Muss man bei einem Gehölz im Container damit rechnen, dass ein Ballentuch mit drinsteckt?Ich frage, weil ich grad Container-Wurzelballen genau inspiziert habe. Ergebnis: Zwei von vier Koniferen-Zwergen, die ich vor einem Jahr erworben hatte, waren untenrum stramm mit Ballentuch umwickelt und bombenfest drin eingeknotet. Und beiden Gehölzen geht es nicht gut… Als die Pflanzen ankamen, habe ich sie getaucht, um die Ballen gründlich zu durchfeuchten, und sie in deutlich größere Gefäße umgesetzt – wie immer, wenn ich nicht sofort Zeit zum Pflanzen habe. So behandelte Pflanzen wachsen normalerweise fröhlich weiter. Auch dann, wenn sie, wie hier wg. "Baustellenverzögerung" geschehen, länger als geplant im Topf bleiben müssen. In diesem Fall aber bekamen zwei der Gewächse im Frühjahr braune Nadeln. Frostschaden? Schwer vorstellbar: Es waren ausgerechnet die robusteren Mitglieder des Quartetts, die empfindlicheren sahen perfekt grün aus. Also raus aus den Töpfen, Nachschau mit gründlichem Wurzelnausklopfen – siehe da: Ballentücher, teilweise eingewachsen, von Erde bedeckt (die anhaftende Schicht fiel erst nach kräftigen Faustschlägen ab), auf den ersten Blick unsichtbar. Die beiden ballentuchfreien Gehölze haben jede Menge neuer weißer Feinwürzelchen gebildet und sich in ihren Gefäßen schön breit gemacht - alles bestens. Patient Nr. 1, wahrscheinlich nicht zu retten, hat innerhalb des Tuchs kaum Wurzeln. Patient Nr. 2 hatte nicht ein einziges Würzelchen durchs Gewebe geschoben; im Tuch befand sich ein dickes, nahezu erdfreies, holziges Filzknäuel. Dieses Schulbeispiel für Drehwurzeln habe ich mit Wasser-Hilfe ein wenig gelockert und die Pflanze zur Kur in einem Riesentopf mit gutem, lockerem Substrat verstaut – vielleicht bringt's was, ich hoffe noch; aber ich zweifle, ob sich so gnadenloser Drehwuchs noch beheben lässt. Bin stocksauer >:(: Wenn man Containerpflanzen bei einer angesehenen Baumschule kauft, dürfte sowas doch nicht passieren – oder? (Hätte ich die Gehölze gleich nach ihrer Ankunft ausgepflanzt, wären mir die Tücher schwerlich aufgefallen, und ich würde jetzt wohl grübeln, welche Pilze o.ä. in meinem Gartenboden rumtoben ::)...) Oder ist es bei Baumschulers üblich, Gehölze mit fest verschlossenen Ballentüchern zu topfen, und ich bin selbst schuld, weil ich's bei der Lieferung nicht sofort genau geprüft habe? Danke für Tipps und schöne GrüßeQuerkopfEdith sagt: Buchstaben vergessen ;)
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Staudo
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Staudo » Antwort #1 am:

Ballentücher sind üblicherweise aus Jutegewebe und sollten weder für Wasser noch für Wurzeln ein Hindernis darstellen. Nach meiner Erfahrung sind diese Ballentücher nach einem Jahr weitestgehend verrottet.Früher gab es Ballentücher auf Kunstfaserbasis. Die findet man logischerweise nach 20 Jahren noch. Trotzdem sind die Gehölze aus den Tüchern gewachsen.Vielleicht waren Deine Kiefern nur „showgetopft“ und hatten wegen der abgeschnittenen Wurzeln größere Schwierigkeiten als die im Topf gewachsenen Sträucher ohne Wurzelbeschädigungen.
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charlii
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

charlii » Antwort #2 am:

Hallo Querkopf,Ballenpflanzen in zukunft nie in wasser tauchen, da sich sonst die erde löst.Ich selber verwende nur Jute-tücher, die nach einen Jahr ganz verrottet sind.Es gibt auch Jutte-kunststofftücher, bei denen mach ich mir weniger gedanken, da die hälfte verrottet,Bei reinen Kunststofftüchern, würd ich das tuch auf jedenfall vorsichtig entfernen, da dies die wurzeln sehr beeinträchtigen kann.-> ERfahrungswerte gibt es dazu genug.warum aber ballentuch und topf?Viele Pflanzen wachsen am Feld einfach schöner und besser, und auch schneller als in einem Topf, deswegen gibt es Baumschulen, welche diese Pflanzen erst am Feld ziehen, und danach zum verkauf ausgraben und eintopfen.Für solche zwecke würd ich aber volljute-tücher verwenden, bzw. müsste man eigentlich, da man ja nach einem jahr das tuch dann nicht mehr sieht.mfg
Querkopf
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Querkopf » Antwort #3 am:

Hallo, Staudo,allein bei mir haben die bewussten Pflanzen fast ein Jahr im Topf gestanden. Wenn Ballentücher ein Jahr brauchen zum Verrotten, hätten die Dinger jetzt weg sein müssen. Sie waren aber noch komplett... Dass Wurzeln durchkommen durchs Ballentuch, habe ich schon oft gehört - ich glaube es mittlerweile nicht mehr. Bei meinem Patienten Nr. 2 scheint es überhaupt nicht geklappt zu haben, der Drehwuchs-Wurzelklumpen hatte exakt Form und Größe der Tuchverschnürung. Ich zweifle auch sonst, ob Gehölze wirklich mit den Tüchern fertigwerden: Beim Graben im Garten habe ich an etlichen Stellen, an denen Vorgänger Gehölze gepflanzt hatten, große Stücke Ballentuch gefunden. Alle diese Gehölze leben nicht mehr - reiner Zufall?!? Auch meine umgekippte Kiefer (ich hatte in einem anderen Faden von ihr berichtet), deren Wurzelwerk vermutlich nicht in Ordnung war, hatte Ballentuch zu Füßen. "Showgetopft" kann sein... Andererseits: Abgeschnittene Wurzeln (unten) haben alle vier Gewächse. Warum es den beiden tuchfreien Pflanzen gut geht und den beiden tuchumwickelten schlecht, lässt sich so nicht erklären. @Charlii: Wenn ich Pflanzen tauche, dann natürlich komplett mit Topf; so bleibt die Erde dran/ drin. Ja, sicher, Gehölze werden oft auf dem Feld herangezogen. Aber wenn man dann beim Topfen das Ballentuch dranlässt, müsste man's doch wenigstens öffnen?! Bei meinen zwei Patienten war's strammstens verknotet...Ich bin übrigens gar nicht scharf drauf, bei der Baumschule zu reklamieren; ich werde den Casus wahrscheinlich als "Lehrgeld" abbuchen. Ich möchte nur mehr wissen über die Sitten und Gebräuche der Branche - damit ich künftig weiß, was ich sofort überprüfen muss. Schöne GrüßeQuerkopf
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Staudo
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Staudo » Antwort #4 am:

Vielleicht ist es auch bodenabhängig? Hin und wieder pflanze ich ballierte Bäume und hin und wächst davon einer nicht an. Auf unseren sandig-humosen Böden sind die Ballentücher nach einem Jahr jedenfalls weitgehend verschwunden.Ich habe nachgesehen. Meyer, eine großer Lieferant der Baumschulbranche bietet sowohl reines Jutegewebe („Haltbarkeit ca. 3 Monate“) und Mischgewebe („Haltbarkeit ca. 6 Monate“) an.
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SouthernBelle
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

SouthernBelle » Antwort #5 am:

Hallo Querkopf, ich hatte letztens auch Hamamelis im Container erworben, beim (gluecklicherweise schnellen) Einpflanzen stellte ich dann fest, dass die Pflanzen eigentlich Ballenware waren, obendrauf im Container war noch ordentlich Torf. Ich hab nix gegen Ballenware, aber erkennbar sollte diese Tatsache schon sein...Meist sind Pflanzen balliert, die den Ballen nicht gut halten, also packe ich nicht aus, knote aber alle Knoten auf und schneide, sobald die Pflanze am Ort steht, soviel Tuch obenherum ab, wie moeglich, ohne dass es zu sehr rieselt. Ich hab noch nie durchwurzeltes Ballentuch gesehen...
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Querkopf » Antwort #6 am:

Hallo, SouthernBelle,
... Ich hab nix gegen Ballenware, aber erkennbar sollte diese Tatsache schon sein...
eben. Zumal ich die Pflanzen nach der Ankunft rausgenommen habe aus den Liefer-Containern - dabei ist mir nix aufgefallen. Und ich pflege beim Umtopfen die Augen nicht zuzumachen ;)... Schöne GrüßeQuerkopf
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charlii
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

charlii » Antwort #7 am:

ich meinte auch Ballenpflanzen und nicht ContainerpflanzenConainerpflanzen kannst du/sollst du tauchen, da die erde hältbei Ballenpflanzen (vom Feld ausgegrabenen) darf man sie nicht tauchen, da sich sonst die erde löst (auch wenn das tuch noch oben ist)
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Mediterraneus
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Mediterraneus » Antwort #8 am:

Bin mit sowas auch schon eingegangen.Ich prüfe seitdem vor jedem Kauf, ob im Topf ein eingewachsener Wurzelballen ist.Im Laden vorsichtig austopfen. Wenn dann schon die ganze Erde rausfällt, dann ist es Schund, bzw. sollte bei besonderen Pflanzen, die keinen schnellen Ballen machen (z.B. Strauchpfingstrosen) angegeben werden.Ansonsten gibt es mittlerweile oft den Zusatz "im Topf gewachsen".Neulich war ich im Baumarkt (bauha.s). Dort gab es wurzelechte Magnolia grandiflora(40 cm hoch) zum Superpreis. Vorsichtig Wurzeln geprüft, alle verfault, und zwar in jeder Pflanze! Die Dinger hatten bestimmt zuviel Frost, bzw standen zulange im Wasser. Oberirdisch sahen sie toll aus. Hab dann nicht zugeschlagen, obwohl ich so ein Teil unbedingt wollte. :-\
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

netrag » Antwort #9 am:

Neulich war ich im Baumarkt (bauha.s). Dort gab es wurzelechte Magnolia grandiflora(40 cm hoch) zum Superpreis. Vorsichtig Wurzeln geprüft, alle verfault, und zwar in jeder Pflanze! Die Dinger hatten bestimmt zuviel Frost, bzw standen zulange im Wasser. Oberirdisch sahen sie toll aus. Hab dann nicht zugeschlagen, obwohl ich so ein Teil unbedingt wollte. :-\
Leider hast Du vergessen den Marktleiter rund zu machen. Ich kann bei solcher Betrügerei nicht still sein.
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Mediterraneus » Antwort #10 am:

Hallo netrag1,ich habe mich dumm gestellt und gefragt, ob das denn wachsen kann, wenn die Wurzeln matschig sind."man könne mir keine Anwachsgarantie geben, ich bekäme das Geld jedoch zurück"... er wollte mir dann noch ein Zettelchen schreiben, dass ich die Pflanze dann zurückbringen könnte.Die haben sich gar nicht mal so blöd angestellt, der Gartenabteilungsleiter war sehr überrascht, er nimmt die Pflanzen in Quarantäne. Hat er zumindest gesagt.
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

raiSCH » Antwort #11 am:

Ich finde Containerpflanzen überhaupt für problematisch - dise Mode ist irgendwann in den sechziger oder siebziger Jahren aufgekommen, wohl zuerst wegen Arbeitserleicherung, jetzt hauptsächlich zur Gewinnmaximierung. Man muss natürlich den Wurzelballen prüfen und die Pflanzen deswegen austopfen, was bei Gartencentern oder Baumärkten gar nicht gern gesehen wird (Gründe siehe die obigen Posts). Früher bekam man Gehölze entweder mit Ballen oder oft mit nackten Wurzeln und sah gleich, was los war, heute kaufen viele Leute sogar Rosen lieber im Container und zahlen das Doppelte bis Dreifache. Ich bekomme Rhododendren aus Schottland grundsätzlich mit nackten Wurzeln (wohl aus Gewichts- oder/und Hygienegründen), und sie wachsen fantastisch an - in Deutschland ist das leider nur Containerware. Am schlimmsten sind natürlich die Showtopfungen beballter oder wurzelnackter Pflanzen in Containern - so etwas ist eigentlich Betrug.
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Staudo
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Staudo » Antwort #12 am:

Gewinnmaximierung in einer Baumschule ...Rhododendren werden getopft verkauft, weil der Kunde das so will. Deshalb werden diese Pflanzen oft genug auf Beeten gezogen und dann mit viel Mühe in Töpfe gepresst. Bei Rhododendren ist das vollkommen unschädlich, wenn auch blödsinnig.Bei Pflanzen, die wenig oder kaum Feinwurzeln bilden (wie z.B. Magnolien) würde ich immer im Container gewachsene Exemplare vorziehen. Nach diesem Winter ist es durchaus möglich, dass es massive Schäden an den Wurzeln gibt. Das kann übrigens selbst solche simplen Sachen wie Scheinzypressen treffen. Showgetopfte Koniferen aus dem Sonderangebot für 2,49 Euro sind meist Plunder, der schlecht anwächst.
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Paulownia
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

Paulownia » Antwort #13 am:

raiSCH:Du hast es auf den Punkt getroffen.Ansonsten ist Ballenware, Ballenware und Containerware Containerware. Alles Andere ist schlichtweg Murks.Bei Ballenware bekomme ich eine Pflanze mit gut durchwurzelten Ballen. Diese Pflanzen sind mehrmals umstochen, damit sie eben einen Ballen bekommen. Das Ballentuch dient zur Transporthilfe und hält nicht irgendwelche nicht durchwurzelte, lockere Erde um die nackte Wurzel.Gerade die Knoten sollten gelöst werden, damit keine Einschnürungen entstehen.Bei Containerware ist die Pflanze im Topf gezogen und die Unart Ballierte Pflanzen in den Topf zu setzen nimmt ständig zu. Die Ballenware wird dann einfach flugs in einen Container gesetzt, Erde drum und schon geht sie in den Verkauf. Ich finde das schlichtweg unverschämt.Wenn ich solche Ware von einer renomierten Baumschule bekommen würde, würde ich mich sofort beschweren. Das geht einfach nicht.
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wallu
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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen

wallu » Antwort #14 am:

Ich habe vor einigen Jahren ein alte Zuckerhutfichte gerodet - noch vom Vorbesitzer gepflanzt (d.h. vor 1991): Da waren immer noch Reste von einem Ballentuch im Wurzelbereich :o.Seither entferne ich jegliche Ballentücher vor der Pflanzung.
Viele Grüße aus der Rureifel
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