

Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
War diese Folie gemulcht mit Rinde oder Splitt?Wurzelunkräuter müssen immer zuvor entfernt werden, da hilft auch keine Folie.In einem von mir betreuten Garten wurde Unkrautvlies eingesetzt und die Stauden in entsprechende Schlitze gestopft . Das hat im ersten Jahr gut funktioniert , im zweiten war das Vlies der perfekte Keimboden für eine Farninvasion ( ! ) und hat weder Quecke noch Ackerwinde davon abgehalten sich immens zu verbreiten . Die sind jetzt nur schlechter zu entfernen weil man nur die oberirdischen Teile erwischt.
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
Im Fall des Nachbarn hatten sie sogar die ganze Erde 80 cm tief ausgehoben. Aber dann offenbar mit Ackerwinden-haltiger Erde wieder aufgefüllt![]()
wenn man so denkt, ist dann natürlich ein Problem, wie man ein paar 100 Kubikmeter steril bekommt, so dass keine Wurzelunkräuter hochkommen. Die Erde abgraben, ausschachten, abtransportieren, entsorgen und sterile Erde anfahren lassen, einfüllen und den ganzen Spass + die Folie + das Vlies bezahlen.Treasure-Jo hat geschrieben:Da hätten die Leute mit und ohne Folie ein Problem.
Du schreibst es genau so, wie es geschieht, wenn man mit der Natur arbeitet und nicht dagegen. Mir schwillt der Kamm und ich sehe Rot, wenn ich von Kunden höre, wie viel Bahnen Vlies oder Folie sie schon eingebaut haben und nun eine Auswahl an passenden Pflanzen für ihr versiegeltes Stück Mutter Erde wollen. Auf meine Frage "warum denn unbedingt Folie" kommt die notorische Antwort: "weil man das heute so macht" und ihnen im Baumarkt als Allerheilmittel gegen Unkraut empfohlen wurde. Anschließende Erklärungen bringen nichts wie Achselzucken und Unverständnis. Ich predige in meinen Vorträgen vehement gegen die Verwendung von Vlies in Gärten, weil genügend Beweise da sind, dass es überhaupt nichts nützt. Ich krieg die Krise, wenn bei Kiesgärten das viel wichtigere Abmagern vernachlässigt, aber ein Vlies als angeblich notwendig eingebaut wird. Sind es die Folienproduzenten und Lagerhäuser, die diesen Blödsinn angeleiert haben?? Wer auf diese Schnapsidee gekommen ist, weiß ich nicht. Es sind jedenfalls auch die Landschaftsgärtner, die auf die Idee kommen, ihren Kunden die Verlegung von Folie und Vlies aus Gewissensberuhigung unterzujubeln.Ich höre gelegentlich Argumente, weil sich so der Kies nicht mit dem Unterboden vermischen kann. Dies kommt aber nur vor, wenn nachträglich gegraben wird. Auch das ist kein Argument für ein Vlies.Für mich stellt sich eingegrabenes Vlies oder Folie als ein Fremdkörper im Garten dar. Auf einer Kiesschicht bildet sich unweigerlich Unkraut, wenn sich Dreck/Humus zwischen den Kieselsteinen sammelt. Da habe ich sogar Beweisfotos! Und Wurzelunkräuter kommen justament dort, wo die Löcher für die Stauden in die Folie gestanzt werden. Giersch, Weißwurzen und co. lassen sich nicht durch Alibihandlungen abhalten, da muss man schon vorher für ihre Vernichtung sorgen!Man muss vor allem in den ersten Jahren schauen, dass die Kiesschicht immer penibel sauber gehalten und auch abgekärchert wird?!?Unkrautvlies und Folie haben bei mir sehr gute Dienste getan, wenn ich eine Saison lang damit eine Fläche abgedeckt habe - ohne Schlitze etc. Über ein ganzes Jahr ist unter der Folie sogar die Ackerwinde dauerhaft verschwunden. Gibt es aber Schlitze/Löcher, suchen sich die Wurzelunkräuter den Weg dorthin.In diesem Jahr habe ich eine Fläche mit zwei Bahnen abgedeckt und dort, wo sie zusammenstoßen, Kürbispflanzen gesetzt. Da kommt nun auch etwas Unkraut mit hoch, aber insgesamt hat sich das auch bewährt.In dauerhaften Bepflanzungen kann ich mir Vlies aber auch nicht gut vorstellen.
Klimazone 8a (100 m ü.NN)