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Biber (Gelesen 11508 mal)
Moderator: partisanengärtner
Biber
- Staudo
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Re:Biber
Freue Dich über die Viecher.
Ein über Jahre wirkender Schutz ist unverzinkter Maschendraht, den man lose um die Stämme wickelt. Bitte unbedingt unverzinkten nehmen, weil der von allein zerfällt, falls er vergessen wird.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re:Biber
Nein!
ich freue mich sicher nicht!
>:(Und Staudo das wäre ein nicht vertretbarer Aufwand 
- Staudo
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Re:Biber
Ach was. Wertvoll erscheinende Bäume werden geschützt, beim Rest entscheidet der Biber, was bleibt und was nicht.
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- Mediterraneus
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Re:Biber
Es gibt sicher irgendwelche Studien, welche beweisen, dass Biber eigentlich gar keine Schäden verursachen.Bringt dir aber alles nix. Ich hoffe, du findest eine zufriedenstellende Lösung 
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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- Staudo
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Re:Biber
Also ich habe mal einen Biber mit dem Radlader überfahren.
Wir leben hier seit Jahrzehnten mit dem Biber. Am lästigsten ist es noch, wenn er Gräben anstaut und so für Überschwemmungen auf Feldern sorgt. In den Fällen hilft die UNB.
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Katrin
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Re:Biber
Hier gibts seit ein paar Jahren wieder Biber. Was sie nicht schätzen, ist Störung (also z.B. Hühner und Hunde). Was ihnen nichts ausmacht, sind Jogger, denn an einer beliebten Laufstrecke beobachte ich viel Fraß.Die gute Nachricht: Sie fressen nicht sinn- und wahllos alle Bäume um, sondern nur dort und da ein paar Weiden. Leider knabbern sie auch mal Falsches an, ich kenne eine Vogelkirsche, die bis zur Hälfte angenagt wurde. Wichtig auch: Biber stehen auf die jungen Ästchen ganz oben im Baum, deswegen fällen sie ja erst. Wenn man also alle Baumopfer sofort wegräumt, vergrämt das den Biber nicht, sondern man nötigt ihn im Grunde, gleich wieder einen Baum umnagen zu müssen. Deshalb: Möglichst oft im Garten herumlaufen, besonders nachts, eventuell Geräusche machen (vll. Musik, habt ihr Strom in diesem Gartenteil?), öfter Hunde einladen, Hundehaare verstreuen,... und Bäume, die schon liegen, liegenlassen. Die dicken Teile, die man heizen kann, darf man natürlich schon nehmen. Die sind dem Biber egal.
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."
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Re:Biber
Hm...Aber die Biber beschränken sich hoffentlich nur auf die Bäume die unmittelbar am Bach wachsen, oder?@Katrin: das ist nicht mehr unser Garten, das Haus liegt da schon 300m weit weg
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Katrin
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Re:Biber
Da hat der Biber dann schon genug Ruhe. Am liebsten mögen sie hier Bäume am Wasser. Biber sind im Wasser sicher vor Räubern, deswegen entfernen sie sich nicht gerne weit davon, außer sie fühlen sich sicher. Hier futtern sie Weiden, deren junge Äste sie dann vom Baum trennen und schwimmen damit davon - zu ihrer Burg oder in andere Verstecke, wo sie dann fressen. Die hiesige Au sieht noch an keiner Stelle wirklich verwüstet aus, nur hi und da fehlen Weiden.
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- zwerggarten
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Re:Biber
das kaninchen hat die grünen schneeglöckchen kaputtgescharrt,das wildschwein hat die frühjahrsgeophyten geerntet und den garten durchwühlt,der fuchs hat in die teeminze gekackt,der wolf frisst ungeschützte nutztiere,der maulwurf hat die zwergfarne und gefüllten leberblümchen tagunter gelegt,das reh hat die rosen geköpft,der waschbär hat das beerenobst gefressen,die maus hat helli-knospen genascht,die vögel verdrecken gartenmöbel und wege mit holunder- und efeuschiss,der biber...scheiß-viehzeug, scheiß-natur!
moin
"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze." hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos
"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze." hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos
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Krümel
Re:Biber
Das kann ich so nicht unterschreiben. Bei uns sind Biber an einen kleinen Fluss zurückgekommen, der sinnigerweise den Namen "Bibera" trägt. Direkt daneben ist ein vielbegangener Hunde-Spaziergänger-Jogger-Fahrrad-Weg und das hat die dort ansässige Biberfamilie in keinster Weise gestört.Ich hatte das damals aufmerksam verfolgt. Zu Beginn wurden sozusagen alle Bäume (v.a. Birken und Weiden) angeknabbert bzw. gefällt. Aber seither hat es sich eingependelt, die Weiden wachsen wieder, Birkensämlinge gibt's zuhauf.Eher negativ sind die Überschwemmungen, die durch seine "Staumauern" entstehen. Anfangs wurden die stets fein säuberlich entfernt, doch die Familie liess sich nicht beirren und baute halt kurz darauf wieder eine neue. Auch das hat sich eingependelt, wenn auch der Besitzer des angrenzenden Landes nun einige Quadratmeter weniger hat.Zwergo: Du hast die Schnecken vergessen. Und die Zecken.Hier gibts seit ein paar Jahren wieder Biber. Was sie nicht schätzen, ist Störung (also z.B. Hühner und Hunde). Was ihnen nichts ausmacht, sind Jogger, denn an einer beliebten Laufstrecke beobachte ich viel Fraß.
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Amur
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Re:Biber
Wir haben den Biber auch schon Jahrzehnte. Anfangs reichen ihm die Weichhölzer aus. Später, wenn es mehr Biber gibt und nennenswerte Weichholzbäume ziemlich dezimiert sind, geht er auch an andere. Ich hab sogar schon entrindete Fichten gesehen. Dass er an die harzenden Dinger geht, hat mit gewundert. Wie schon angeführt, bringt er die Kopfweiden über die Jahre hinweg zum absterben, weil er ringsum die Rinde abnagt. WEnn die Dinger ein paar Meter umfang haben, geht es meist ein paar Jahre bis er alles geschafft hat. Ich vermute das war früher auch für die einfachen Leute ein Grund den Biber zu verfolgen. Denn die Kopfweiden waren wichtiger Rohstofflieferant für Körbe und andere Behältnisse. Kunststoff gabs ja nicht. Drum waren die abgenagten Weiden sicher ein richtiger Verlust und nicht wie heute eher ein optischer Verlust.Wenn es deine Bäume sind, die wertvollen schützen mit Draht oder mit Wöbra anschmieren. Heut vormittag hab ich bei mir die dicke Esche (BHD 65cm) mit Draht eingemacht. Den daneben stehenden Ahorn werde ich noch fällen, da er ringsum ohne Rinde ist. Ein anderer Ahorn ist ebenfalls schwer geschädigt, aber ich hoffe dass er noch zwei drei Jahr durchhält. Dann brauche ich wieder Brennholz.Obstbäume werden bei uns mitten in den Gärten im Ort gefällt. Also Lage innerhorts nützt gar nichts, das stört den Biber nicht. Entfernungen zum Wasser bis zu 50m hatten wir abgenagte Äpfel und Birnen. Ausserdem holt er die Früchte sehr gern. Also Säcke an den Baum stellen und langsam sammeln geht nicht, die müssen schon mitgenommen werden.Mich hat man schon öfter aufgefordert mit der Flinte mal zu kommen. Aber da werde ich einen Teufel tun. Ich denke die wenigsten Jäger sind scharf drauf dass der Biber ins Jagdrecht kommt. Denn die nächste Forderung wäre dass er schadenspflichtig wird und der Jäger dann zahlen soll. Also Bäume schützen, sich beim Landratsamt informieren (die stellen zumindest bei und Draht oder auch die Schmiere) ansonsten kannst du nur zusehen.Gefällte Bäume, besonders Weiden, wenn sie nicht zu sehr stören, zunächst mal liegen lassen, da nagt er dann den Winter rum und fängt dann hoffentlich weniger neue an abzunagen.Im Frühjahr dann abräumen. Brennholz geht zur Zeit ja immer.
nördlichstes Oberschwaben, Illertal, Raum Ulm
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Krümel
Re:Biber
Bejagt wurde der Biber auch wegen seines Fleisches bzw. seines Schwanzes (weil weder Fisch noch Fleisch - für die frommen Katholiken eine gute Ausrede) und seines Fells.Letzten Endes kam der "natürliche Landschaftsarchitekt" halt dem anderen natürlichen Landschaftsarchitekten, dem Menschen, ins Gehege. Ob die Wiederansiedlung eine gute Idee ist? (Und hier ist es ja eine ... hüstel.)Bauchmässig sage ich ja, die Vernunft sieht aber die Probleme. Für beide Seiten.Der Biber bildet durch seine Tätigkeit Lebensraum und trägt somit zur Biodiversität bei. Guter Punkt. Dass er aber Land unter Wasser setzt, das gerade in unserem Miniländchen Schweiz ein wertvolles Gut ist, führt unweigerlich zu Problemen.Andererseits haben wir es uns selber zuzuschreiben, dass immer mehr Bäche und Flüsse über die Ufer treten und Schäden verursachen. Kanalisierungen und künstliche Gewässerläufe bleiben halt wirtschaftlich unterm Strich interessant. Würden wir dem Biber "freie Hand" geben, hätten wir dieses Problem nicht. Und schwupps sind wir schon wieder beim Nachteil. Es ist eine sich beissende Schlange ...Über den "Bibera"-Biber freu ich mich aber immer noch.