Alfred,Deine Klivie hat eine sehr schöne Blüte mit dem grün-weißen Auge.
Umtopfaktion:Vor zwei Jahren hat mich ein sehr hilfsbereites Mitglied des Clivia Forums darauf hingewiesen, dass die übliche Vorgehensweise bei vielen Pflanzen, die Wurzeln nur ein wenig aufzulockern und dann den gesamten zu erhaltenden Ballen mit neuer Erde zu umgeben, bei Klivien keine gute Methode sei. Bei dieser Art des Umtopfens werden ihre fleischigen Wurzeln von einer zu dicken Substratschicht umgeben, gelangen sehr leicht in Sauerstoffnot und beginnen dann häufig zu faulen. Die Empfehlung war, das Kliviensubstrat auszuschütteln oder auszuwaschen und die Wurzeln dann dabei vorsichtig, ohne sie zu verletzen, zu entwirren. Schmunzeln musste ich damals beim Lesen, dass dieses Forumsmitglied ein besonderes Vergnügen daran fand, diese verknäuelten Wurzeln ohne Verletzung derselben auseinander zu bekommen. Da ich für meine Klivien-Sämlinge aus Platzgründen recht kleine (zu kleine) Töpfe nehme, topfe ich die Pflanzen einmal im Jahr um. Seit März habe ich ca. 60 Sämlinge in ihre neuen Gefäße gesetzt. Wie man gut an dem ersten Foto sieht, haben die Wurzeln einige Ehrenrunden in dem Topf gedreht.

Ich hatte also das Vergnügen, diese Wurzelballen der 60 Sämlinge sorgfältig aufzudröseln, was zum Teil sehr zeitaufwändig war. Ich habe jeden Tag ein paar Pflanzen bearbeitet und dabei gemütlich gesessen, wobei ich mich in meine Kindheit zurückversetzt fühlte, da ich als kleines Mädchen häufig verknäuelte Wolle, die zum Stricken verwendet werden sollte, entwirren musste. Seltsamerweise hat mir damals diese Tätigkeit gefallen. Auch jetzt empfand ich diese Beschäftigung mit den sich umschlingenden Klivienwurzeln fast als meditativ.

Aus einem Topf werden zwei:


Dann habe ich die Wurzeln etwas in Richtung des Topfrandes auseinandergespreizt und mit Erde unterfüttert, damit keine größeren Hohlräume entstehen. Die oberen Wurzeln wurden ca. zwei Zentimeter mit Substrat bedeckt. Bei größeren Pflanzen und gutem Wetter kann es im schattigen Gartenbereich sehr hilfreich sein, bei dieser Aktion zuerst das Pflanzsubstrat mit Wasser aus dem Gartenschlauch oder durch wiederholtes Eintauchen in einen Eimer mit Wasser von den Wurzeln zu lösen. Zwischen derartig gereinigten Wurzeln sind eventuell vorhandene kranke Teile gut zu sehen und zu entfernen. Die Schnittstellen noch intakter Wurzelreste sollte man mit Holzkohlepulver oder Schwefel bestäuben, damit eine weitere Fäulnis verhindert wird.

Viele GrüßeElke