thuja hat geschrieben: ↑30. Jul 2018, 12:56
Wieviel Prozent sind die unterirdischen Tropfer denn sparsamer als die Regner?
Die Tropfer sind nicht unterirdisch. Sie liegen auf dem Substrat - fixiert mit kleinen Bodenspießen. Man kann Tropfergrößen wählen (bei unserem System 2l, 4l und verstellbare von 4-10l pro Stunde). Sie sparen deshalb Wasser, weil kein Blattwerk sondern nur die Erde um den Wurzelstock direkt bewässert wird. Es gibt viel weniger Verdunstung, es wird auch kein Unkraut mitgegossen. Der Prozentsatz an Wasser, das direkt an die Wurzeln kommt, ist sehr hoch - bei geschickter Platzierung würde ich auf 80-90% schätzen. Der Verlust durch die Verdunstung bei Regnern ist - abhängig von der Umgebungstemperatur - ein Vielfaches.
Wir hatten als Notlösung im ersten Garten Regner stehen - geschätzter Mehrbedarf trotz schlechterer Wirkung (kleinere Pflanzen unter größeren bekamen kaum etwas ab) ungefähr das Doppelte. Die Wassernachzahlung damals war beängstigend.
Zum besseren Verständnis: wir hatten hier 2003 einen Sommer wie er aktuell im Norden Europas stattfindet. Ich war gesundheitlich für Monate außer Gefecht, mein Mann vollzeit berufstätig in leitender Funktion (8-Stunden-Tage waren die Ausnahme), er mußte nach dem Job mich versorgen und dann noch jeden Tag 3 Stunden Garten gießen. So haben wir es geschafft, den Großteil der Pflanzen zu retten. Im Oktober dieses Jahres hat er die erste Anlage im alten Garten gebaut.
Für uns war die Lage damals schon kaum zu managen - wir haben keine Familienangehörigen in der Nähe, die uns unterstützen können und niemanden, der zu uns stundenlang gießen kommt (dafür hat in solchen Phasen niemand Zeit, weil hier dann alle stundenlang gießen müssen), zusätzlich bin ich chronisch krank und längere Totalausfälle sind immer mal möglich. In dieser Situation haben wir uns für den Bau der Bewässerungsanlage entschieden - nicht nur wegen der Wasserkosten, sondern auch weil wir immer wieder mal gerne im Sommer auf Urlaub fahren. Wir haben es nie bereut.