Fangen wir das inzwischen gar nicht mehr so neue Jahr traditionell mit Chaos an...und steigern uns im weiteren Verlauf mit mehr Chaos.
Mein wunderschöner Holunder, der Schirmherr meiner Schattenecke auf der trockenen Südseite wurde langsam problematisch groß und mit dem Zaun zum Nachbarsgrundstück verwachsen zu einer tickenden Zeitbombe. Auch waren Schnittmaßnahmen aufgrund der enormen Kronenhöhe und langjähriger Vernachlässigung durch Vorbesitzer nicht nur lästig, sondern ein akrobatisches Unterfangen. Dieses Jahr war wieder mein Holunder-Jahr und nach einem halben Tag Teleskopsägen in der Krone hat es mich gepackt: ich habe den kompletten Baum einfach geköpft. 3 Stämme, teilweise über 20cm im Durchmesser und insgesamt gut 5m Höhe einfach abgesäbelt. Die 3 Stummel bekommen nun die einmalige Gelegenheit, eine neue Krone zu bilden, auf geradezu handlichen 1,8m Höhe, vernünftig aufgeastet und erzogen. Die Leichtenteile habe ich übrigens gleich vor Ort geshreddert und vermulcht, lediglich die ganz dicken Stämme bleiben als Totholz und Dekoration liegen. Und weil ich inzwischen mit einer dritten Akku-Kettensäge ausgestattet bin (ein Hoch auf Elektromobilität!), habe ich an der Haselnuss ebenfalls die Hand angelegt. Die Basalscheibe war inzwischen bei fast 50cm im Durchmesser, alljährlich zig Wassertriebe und ab Dezember Pollenallergie - kurzum: auch sie ist weg.
Was noch passieren wird:
Der angefangene Gartenweg wird finalisiert. Anstelle der Haselnuss kommt eine kleine Sitzgelegenheit hin. Links vom Weg wird eine mehrstämmige Lagerstroemia 'Tuscarora' stehen. Habe eine sehr schöne Pflanze von fast 2m ergattert. Habe sie ebenfalls schon stark aufgeastet und in die grobe Form gebracht. Sie soll mit der künftigen kleinen Holunderkrone, so Holundergott will, ein gemeinsames Blätterdach bilden. Rechts vom Weg, gleich neben der Amphore steht schon ein wurzelechter Syringa 'Amethyst', aktuell noch ein Hochstämmchen, nach der Blüte aber radikal zu einem überhängenden Baum zurecht geschnitten. Der soll bei maximal 4m, noch unter dem Blätterdach der Lagerstroemia abschließen. Dadurch, dass Lagerstroemia so spät austreibt, müsste die Lichtsumme noch ausreichen, die komplementären Blütenfarben kommen sich auch nicht ins Gehege und ich bekomme im Hochsommer einen "Tunnelblick" ins "Dickicht" bei überschaubaren Schneideaufwand.
So weit die Pläne
Bei Corten habe ich ein Bisserl übertrieben, der niedrige Kasten links ist einfach zu viel und stört die Geometrie, so sehr ich den Platz brauche - die riesige Iris wattii ist einfach zu wild. Aber der Rückbau ist nicht mehr für dieses Jahr geplant. Immerhin baue ich Ähnliches an einer anderen Stelle als Hochteich für meine Tropfenschildkröte auf. Von meinen Oleander-Auspflanzungen, der dringend notwendigen Fassadenrenovierung und Hunderten von side quests berichte ich noch wenn ich die Ideen geordnet habe und Zeit finde (gutes Stichwort).