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Zichorien, Radicchio und Co. (Gelesen 84419 mal)
- Mediterraneus
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Hmm, lecker!
Die Zichorien werden noch, die wachsen jetzt schnell. Über den Schneckenzaun lässt sich doch prima im Winter ein Vlies werfen, zur Ernteverlängerung.
Die Zichorien werden noch, die wachsen jetzt schnell. Über den Schneckenzaun lässt sich doch prima im Winter ein Vlies werfen, zur Ernteverlängerung.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Ja klar werde ich ein Vlies darüber ziehen. Aber noch brauche ich das nicht.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Ja, das hat Zeit bis zum ersten stärkeren Frost.
Ich meinte nur, dass das Vlies durch den Schneckenzaun nicht so fest aufliegt, bzw. der Zaun als Abstandhalter dienen kann.
Ich meinte nur, dass das Vlies durch den Schneckenzaun nicht so fest aufliegt, bzw. der Zaun als Abstandhalter dienen kann.
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Ich habe auch noch Bügel aus Federstahl, die ich drüber ziehen kann.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Vlies hilft auch gegen kalte Nächte, manchmal sind 10°C doch besser als nur 5. Manchmal hält es sogar den Tau halbwegs von der Blattoberfläche weg, dass es nicht so schnell fault. Bringt Punkte vor allem wenn es Tagsüber sonnig ist.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Guter Hinweis. Mein Problem mit Vlies ist nur, dass manches Viehzeug entweder aufs Vlies springt und mehr Schaden als Nutzen dadurch anrichtet oder (Katzen) daran markiert.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Nun denn, nach dem OT-Ordnungsruf im Gründüngungs- & Mulchmaterial-Faden (viewtopic.php?p=4381973#p4381973) dann mal hier die Themen-gerechte Fortführung des Erfahrungsaustausches in Sachen Wintersalat-Anbau... (wobei es DAFÜR eigentlich einen noch übergeordneteren Faden geben müßte* [*=> siehe P.S.], denn dieser dreht sich ja "nur" um das Thema Zichorien bzw. Radicchien bzw. Endivien & Winter.
Aber das ist mit der Großfamilie bzw. Gattung Cichorium schon wahrlich verwirrend genug - auch ohne, dass man die andere Großgattung (also die Lactucas) noch dazu holt... - auch wenn sie ja beide zu EINER Familie, also den Asteracae (Korbblütlern) gehören...
Habe mich nun mal häppchenweise durch diesen langjährigen Erfahrungsraum gelesen und bin am Ende immer noch ein bisserl verwirrt, denn es gibt einfach einige miteinander vermengte Unklarheiten bezüglich der Namen & Erfahrungen mit der Frostfestigkeit dieser Gesellen.
Die Bandbreite reicht dabei von -4 bis -11°C, die (ausgewachsene) Pflanzen schon überlebt haben sollen.
Bin leider in den letzten Jahren noch nicht so aufmerksam gewesen mit den Temperatur-Beobachtungen, aber seit ich das Thema Wintersalate jenseits von Feldsalat (vor 7 Jahren) "entdeckt" habe, weil es seitdem ein Gewächshaus im Garten gibt und ich das im Winter auch irgendwie nutzen wollte, finde ich das Thema immer faszinierender.
Um hoffentlich in das Durcheinander etwas mehr Klarheit zu bringen: Zicchorien und Radicchien sind erstmal (botanisch) dasselbe, nämlich Wegwarte-Züchtungen.
Als Zicchorien werden die grünen und als Radicchien die roten (oder zumindest gesprenkelten / panachierten [ital. "variegata"]) Vertreter bezeichnet.
Chicorée und Zuckerhut kommen unter den gleichen "Hut", bei ersterem liegt der Fokus nur auf der Nutzungsform als Winter-Treibkultur, bei letzterem auf den Blättern, die eher im Herbst und Frühwinter geerntet werden. (Hatte ja schon den leisen Verdacht, dass Chicorée lediglich etwas früher gesäter Zuckerhut ist, der dann, wenn beim später gesäten Chicorée, der als "Zuckerhut" vertrieben wird, die Ernte erst so langsam beginnt, gerodet und zum Treiben gebracht wird. Aber der hat sich schon wieder zerstreut: Die Blattform ist einfach doch ZU unterschiedlich...).
Ähnliches Verwirrungs-Potential aber auch bei den Zicchorie Catalogna / Punterella, dem "Riesen-Löwenzahn", bei dem es sich ja keineswegs um 2 verschiedene Unterarten handelt, sondern die Punterella lediglich die ins Blütenstadium übergehende Catalogna ist. Und DIE scheint mir in Bezug auf Frostfestigkeit in der Tat ein bisserl abweichend von den übrigen Vertretern der Gattung zu sein: Bei den Frösten am vergangenen Wochenende (vermutlich bei -6 am Boden gelegen) ist meine 'Punterella di Galantina' jedenfalls in der Mehrzahl zu Grünmatsch zerfroren, während die beiden Radicchios (Palla Rossa & Castelfranco) ebenso ohne Abdeckung gut durchgekommen sind; Castelfranco hier und da mit ein paar Blattrand-Erfrierungen, Palla Rossa teilweise mit innerer Matschigkeit, aber im Kern unkaputtet. (Den immer wieder als am besten wintertauglich benannten 'Rossa di Treviso' habe ich leider nicht ausgesät.)
Frage hier: Tut man sich nen Gefallen, die JETZT "auf den Stock" zu setzen, um dann im März / April den frischen "Chicorée"-Austrieb davon ernten zu können?
Die ebenfalls engst verwandte "Endivien-Zicchorie" (cicchoria endivia) war bislang DER Massebringer in meiner Herbstsalate-Kollektion: Diese (angeblich robusteren) glatten (Eskariol-) Endivien (Sorte 'Breadblad') waren an der Grenze: Unabgedeckt teilweise geschrottet, aber abgedeckt durchweg (und ohne sichtbare Schäden) überlebt. ABER die wenigen verbliebenen (und angeblich deutlich empfindlicheren) Frisée-Endivien (also die gekrausten) haben die Sache mit gesicherten -5° (was ja angeblich die Grenze für die wie gesagt robusteren glatten Sorten sein soll) ebenso und unabgedeckt überstanden!! - Gibt's dazu ergänzende Erfahrungen in anderen Gegenden / mit anderen Temperaturen?
@ (ungünstige?) Voranzucht (da ALLE Zichorien Pfahlwurzler und ergo nicht umpflanzfreundlich): Aufgrund der zahlreichen Erfahrungswerte, dass pikierte Pflanzen durchaus gut / besser ihren Job machen als an Ort & Stelle gesäte: Beschlossen (weil auch einer von den Gärtnern, die nie Platz für die Freiland-Aussaat haben) für die standesgemäße Voranzucht wird der Fundus an tiefen Voranzuchtplatten (von denen es bislang nur eine gibt) aufgestockt: Zwar nicht von Quickpot, aber ganz ähnlich solide scheint mir diese hier gebaut: https://thefarmdream.com/de/products/de ... n48Z2zH-dC
*P.S.: Und was den Punkt mit dem "eigentlich" noch besseren Faden (Wintersalate ALLGEMEIN) anbelangt: Auch hier muss das Rad nicht neu erfunden werden, siehe viewtopic.php?p=4353488&hilit=wintersalat#p4353488
Aber das ist mit der Großfamilie bzw. Gattung Cichorium schon wahrlich verwirrend genug - auch ohne, dass man die andere Großgattung (also die Lactucas) noch dazu holt... - auch wenn sie ja beide zu EINER Familie, also den Asteracae (Korbblütlern) gehören...
Habe mich nun mal häppchenweise durch diesen langjährigen Erfahrungsraum gelesen und bin am Ende immer noch ein bisserl verwirrt, denn es gibt einfach einige miteinander vermengte Unklarheiten bezüglich der Namen & Erfahrungen mit der Frostfestigkeit dieser Gesellen.
Die Bandbreite reicht dabei von -4 bis -11°C, die (ausgewachsene) Pflanzen schon überlebt haben sollen.
Bin leider in den letzten Jahren noch nicht so aufmerksam gewesen mit den Temperatur-Beobachtungen, aber seit ich das Thema Wintersalate jenseits von Feldsalat (vor 7 Jahren) "entdeckt" habe, weil es seitdem ein Gewächshaus im Garten gibt und ich das im Winter auch irgendwie nutzen wollte, finde ich das Thema immer faszinierender.
Um hoffentlich in das Durcheinander etwas mehr Klarheit zu bringen: Zicchorien und Radicchien sind erstmal (botanisch) dasselbe, nämlich Wegwarte-Züchtungen.
Als Zicchorien werden die grünen und als Radicchien die roten (oder zumindest gesprenkelten / panachierten [ital. "variegata"]) Vertreter bezeichnet.
Chicorée und Zuckerhut kommen unter den gleichen "Hut", bei ersterem liegt der Fokus nur auf der Nutzungsform als Winter-Treibkultur, bei letzterem auf den Blättern, die eher im Herbst und Frühwinter geerntet werden. (Hatte ja schon den leisen Verdacht, dass Chicorée lediglich etwas früher gesäter Zuckerhut ist, der dann, wenn beim später gesäten Chicorée, der als "Zuckerhut" vertrieben wird, die Ernte erst so langsam beginnt, gerodet und zum Treiben gebracht wird. Aber der hat sich schon wieder zerstreut: Die Blattform ist einfach doch ZU unterschiedlich...).
Ähnliches Verwirrungs-Potential aber auch bei den Zicchorie Catalogna / Punterella, dem "Riesen-Löwenzahn", bei dem es sich ja keineswegs um 2 verschiedene Unterarten handelt, sondern die Punterella lediglich die ins Blütenstadium übergehende Catalogna ist. Und DIE scheint mir in Bezug auf Frostfestigkeit in der Tat ein bisserl abweichend von den übrigen Vertretern der Gattung zu sein: Bei den Frösten am vergangenen Wochenende (vermutlich bei -6 am Boden gelegen) ist meine 'Punterella di Galantina' jedenfalls in der Mehrzahl zu Grünmatsch zerfroren, während die beiden Radicchios (Palla Rossa & Castelfranco) ebenso ohne Abdeckung gut durchgekommen sind; Castelfranco hier und da mit ein paar Blattrand-Erfrierungen, Palla Rossa teilweise mit innerer Matschigkeit, aber im Kern unkaputtet. (Den immer wieder als am besten wintertauglich benannten 'Rossa di Treviso' habe ich leider nicht ausgesät.)
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*P.S.: Und was den Punkt mit dem "eigentlich" noch besseren Faden (Wintersalate ALLGEMEIN) anbelangt: Auch hier muss das Rad nicht neu erfunden werden, siehe viewtopic.php?p=4353488&hilit=wintersalat#p4353488
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Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
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Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Das ist ja mal ein umfassender Überblick, besten Dank. Mir ist einiges klar(-er) geworden.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Ist Innenbrand, keine direkte Frostfolge. Geschädigt ist er trotzdem, ab jetzt werden die weissen Blattrippen holzig.Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑29. Nov 2025, 23:52 Palla Rossa teilweise mit innerer Matschigkeit, aber im Kern unkaputtet.
Nein. Wenn die Wurzel gut entwickelt ist, kannst du das aber tun, dann ausgraben und im Sand im Keller lassen, Kelleranbau :-) https://gartenzone.blogspot.com/2019/01 ... o-die.htmlTempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑29. Nov 2025, 23:52Frage hier: Tut man sich nen Gefallen, die JETZT "auf den Stock" zu setzen, um dann im März / April den frischen "Chicorée"-Austrieb davon ernten zu können?
Voranzucht mach ich seit ein paar Jahren immer, man muss eben früh umpflanzen, eigentlich ist es mehr "kontrollierte Keimung". Problem ist, dass der Aufgang bei Direktsaat in unserem Boden ansonsten einfach mies ist und ich Lücken nicht mehr auffüllen kann, weil es zeitlich so eng ist.
Mit den Frosterfahrungen siehts bei mir dieses Jahr ähnlich aus, hatte noch tiefere Temperaturen, dafür aber doppelt Vlies aufgelegt. Ein paar Pflanzen waren auch ohne Vlies, sehen was draus wird. Man kann schlecht absolute Frosthärtewerte feststellen, weil es nicht nur die reinen Temperaturen sind. Spätere Pflanzung, gut geschlossene Köpfe, trockener Boden, Mikroklima, Stickstoffversorgung, langsames Absinken der Temperaturen, das spielt alles auch eine Rolle. Negativ waren jetzt die zu feuchten Böden, bei unserem schweren tonigen Lehmboden schlägt das immer stark durch und der November war nass.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Thanks; das war der Plan...Sonnenscheinplatz hat geschrieben: ↑30. Nov 2025, 08:38 Das ist ja mal ein umfassender Überblick, besten Dank. Mir ist einiges klar(-er) geworden.
Aber noch klarer wird die Sache, wenn Du mal cydorians lässig zu Kelleranbau-Tipps heruntergespieltem Link nachgehst!
Nur lass Dich nicht anstecken von der Verwandtschaftlichkeits-Verwirrung, die sich auch da findet, von wegen Zicchorien- & andere Salate als Mitglieder zweier Familien: DAS sind sie in der Tat nicht, sondern beide eben Mitglieder der einen großen Korbblütler-Familie; wohl aber darin die Vertreter der beiden genannten Gattungen, also Lattichgewächse (lactuca [von lat. 'lac' für Milch] - angeblich wg. des Milchflusses [dass auch Zicchorien milchen hatten Lenné & Konsorten wohl beim Systematisieren noch nicht auf dem Schirm, aber DASS würde hier jetzt wirklich zu weit führen... *gg*]) einerseits und Zichoriengewächse andererseits.
Aber das ist jetzt für Praktiker wirklich nicht kriegsentschiedend; also lassen wir das und zurück zu dem tollen Übersichtsartikel mit vielen Fotos.
Der bestätigt ja auch, was hier im Thread schon verschiedentlich bemerkt wurde: Aus dem Samen EINER Sorte entstehen oft viele Variationen, so sehr, dass man schon ins Grübeln kommen kann, ob es überhaupt noch die Sorte ist, die das Bild auf der Tüte zeigt. Hatte das zwar selber noch nicht, aber gibt's offenbar.
Danke für die Aufklärung mit der Fehldiagnose Frostschaden beim Pallo Rossa, die in Wirklichkeit Innenbrand ist (und diese vermutlich identisch mit der Bakteriose, auf die tt so steht...?)! Diese Matschblätter sollten also besser NICHT nur abgemacht und als Mulch oder Kompostmaterial verwendet, sondern richtig entsorgt werden.
Verwirrt bin ich jetzt (cydorian) von den doch SEHR verschiedenen Aussagen zum vermeintlich frost-festesten der Radicchien, also dem 'Rossa di Treviso' im speziellen und den ebenso verwirrenden Ansagen zur Frostfestigkeit im allgemeinen, die changieren wie die Farbskala eines panachierten Radicchios zwischen "vertragen keinen Frost" über ab -4 wirds kritisch bis hin zu "die -8°C auch nicht das letzte Wort" und sogar "Di Treviso übersteht unabgedeckt bittere Winter" (s. Beiträge ganz zu Anfang dieses Fadens).
Wünsche mir ja in der Tat auch, dass da noch mehr drin ist und denke, das Entscheidenste ist im Zweifelsfalle der Nässeschutz von oben.
Der 'Trevisianer' steht also im nächsten Jahr ganz gewiss auf der Anbauliste, ggf. sogar in den Varianten 'prococe' und 'tardivo', wenn darin das Geheimnis der so sehr verwirrend unterschiedlichen Frosthärten begründet liegen sollte...!?
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Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Wegen der unterschiedlichen Frosthärteerfahrungen musste ich auch erst lernen, dass weitere Faktoren das durchaus kräftig modifizieren können. Man hängt da gerne am Thermometer, weil das ja so gut messen kann und am Ende eine klare Zahl dasteht. Also muss es doch mit dieser Zahl auch eine klare Aussage geben, so der Gedanke.
Tut es leider nicht. Es ist zu wenig. Die anderen Faktoren bewegen die Frosthärte. Und schlimmer noch, je nach Sorte unterschiedlich gewichtet. Letztlich bleibt uns nur, an den drehbaren Stellschrauben zu drehen, das ist vor allem das Vlies, das ich vor solchen Nächten immer schon deutlich vorher auslege damit der Boden warm bleibt und das ich dann mindestens zweifach falte, befeuchte wenns trocken ist.
Tut es leider nicht. Es ist zu wenig. Die anderen Faktoren bewegen die Frosthärte. Und schlimmer noch, je nach Sorte unterschiedlich gewichtet. Letztlich bleibt uns nur, an den drehbaren Stellschrauben zu drehen, das ist vor allem das Vlies, das ich vor solchen Nächten immer schon deutlich vorher auslege damit der Boden warm bleibt und das ich dann mindestens zweifach falte, befeuchte wenns trocken ist.
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Re: Zichorien, Radicchio und Co.
Wenn Du von 'Vlies' sprichst, was meinst Du damit genau? Das federleichteste (17gr/m²) oder eh schon was "solideres"?
Und dann die Sache mit dem
Aber rein physikalisch verstehe ich das auch nicht so richtig: Warum soll ein gefrorenes Vlies mehr Frostschutz bringen?
Hast Du das mal direkt vergleichen können (also trockenes & extra befeuchtetes Vlies bei gleicher Kultur nebeneinander), so dass das ein Aha-Effekt war...?
Und was ist mit
Und dann die Sache mit dem
WIe machst Du das ganz praktisch? Vermute mal: Drucksprühgerät?
Aber rein physikalisch verstehe ich das auch nicht so richtig: Warum soll ein gefrorenes Vlies mehr Frostschutz bringen?
Hast Du das mal direkt vergleichen können (also trockenes & extra befeuchtetes Vlies bei gleicher Kultur nebeneinander), so dass das ein Aha-Effekt war...?
Und was ist mit
Nach den kalten Tagen dann sofort wieder runter damit...?
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