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Helleborus Wildarten + "interspecies hybrids" II (Gelesen 259731 mal)

Einjährige, Zweijährige, mehrjährige Stauden, Farne, Gräser, Zwiebelpflanzen ...

Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR

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AndreasR
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Re: Helleborus Wildarten + "interspecies hybrids" II

AndreasR » Antwort #1860 am:

Meine Erfahrungen mit diesen Arthybriden sind bisher zwar nur gering, decken sich aber mit dem bisher geschriebenen. Vor allem im Winter ist die Fäulnisgefahr wohl hoch, gerade auch im Topf, und so ist mir schon das eine oder andere Exemplar (auch von Disconter-Christrosen) über die Wupper gegangen, weil's zu nass war. Im Herbst habe ich es nochmal mit einer x ericsmithii-Hybride unter meiner Tanne versucht, da fand ich irgendwo (entweder auf dem Etikett oder im Netz) auch den Hinweis, auf einen genügend trockenen Standort zu achten.

Die gekauften Exemplare sehen definitiv alle so aus, als seien sie mit Dünger vollgepumpt, das muss man wohl auch im Garten fortführen, wenn sie einigermaßen wachsen sollen. Seitdem ich an die Christrosen etwas Blaukorn gebe, blühen sie auch sehr üppig, selbst in meinem fetten Boden scheint das also etwas zu bringen, ähnlich wie bei den Geophythen, vielleicht, weil die Wachstumszeit limitiert ist und sie ansonsten nicht genügend Nährstoffe aufnehmen können, um wirklich üppig zu bleiben.

Die H. orientalis-Sämlinge vertragen durchaus eine Menge Trockenheit und blühen auch bei weniger guter Versorgung, aber gerade die Exemplare unter meiner Tanne (gespendete Sämlinge als Test, ob sie es dort aushalten) könnten wohl doch etwas mehr Zuwendung vertragen, als ich ihnen bisher angedeihen ließ. Immerhin leben sie noch, sind also deutlich robuster als all die unterschiedlichen Züchtungen. Mittlerweile habe ich eine gute Vorstellung, was dort alles wächst und was nicht, denn nicht alles hat sich an das gehalten, was auf dem Papier steht...
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Nox
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Re: Helleborus Wildarten + "interspecies hybrids" II

Nox » Antwort #1861 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 5. Jan 2026, 10:57 ..... Eine 'Annas Red' hat z.B. recht lange ausgehalten, bekam dann aber übelst Pilz, so dass ich sie rausgeschmissen habe.

Spannend, dass die bei dir so gut wachsen, brauchen sie etwa mildere Winter, mehr Feuchtigkeit im Sommer oder leichteren Boden? Du hast ja auch Lehm, sauer noch dazu, das mögen Helleboren ja eigentlich gar nicht ;D
Ich habe eine mit Sand vermischte Stelle und auch lehmigere Stellen, die sind aber nicht so krass wie bei Andreas, eher leicht bindiger guter Gartenboden. Ich kann nicht sagen, warum sie sich hier wohlfühlen, so wild bin ich mit Kalk und Blaukorn auch nicht hinter ihnen her. Vielleicht gefällt ihnen die lange Wachstumszeit mit milden Wintern zwischen September und März. Hier gibt es auch Sommertrockenheit, das scheint ihnen nichts auszumachen (verständlich, wenn man an die derben Blätter denkt).

H. orientalis wachsen auch in saurem Boden bei mir, halbschattig.
Aber mit H. niger musste ich üben, bis sie bei mir wollten. Die möchten es etwas kalkhaltiger.
Gut etabliert, hatte ich keine Sorgen mehr mit Pilzbefall.
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