Komposthaufen im Hochbeet? (Gelesen 687 mal)
- thuja thujon
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Kartoffeln ernten im Sommer bei 35°C, da wollen schon weniger Leute freiwillig mit anpacken. Zwischendrin passiert in der Regel nichts, zumindest bei den Frühsorten. Spätere Sorten müssen einmal gehackt werden, wegen der Spätverunkrautung. Passiert ohne bücken.
Was macht man denn im Hochbeet so das ganze Jahr, dass das so viel einfacher ist?
Starking, ja, das ist der Schlüsselsatz. Ich würde es manchmal wirklich gerne zeigen. Theoretisch ist das schwer zu erklären.
Weil: einen verdichteten Boden kann man lockern. Aber: einen verdichteten Boden muss man erstmal von einem gut gesetztem Boden unterscheiden können.
- hobab
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
In Berliner Schrebergarten ist sehr häufig der Anbau vor Gemüse verboten, die Böden sind einfach zu kontaminiert. Da bleibt den Pächtern oft nichts anderes übrig als Hochbeete, wenn sie doch mal Salat und Radieschen haben wollen.
Furchtbar finde ich die fertig produzierten Hochbeete aus dem Baumarkt, ein Haufen Sondermüll, ein Haufen unnötig torfbasierte Erde und irre teuer.
Ich versuche die Kunden immer dazu zu überreden, ganz einfach Hochbeete aus Bauholz zu machen, die können dann in Ruhe verrotten, wenn man sie nicht mehr braucht. Immer noch nötig sind allerdings Noppenfolie, Wühlmausgitter und Unkrautfolie: ich habe schon Hochbeet gebaut, in denen die Kunden des Vlies nicht haben wollten, nach ein paar Jahren war der Giersch flächendeckend oben…
Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Was ist daran Trend? Ich finde nur einen Anbieter für einen kleinen Stahleimer mit Löchern für teuer Geld und einen Beitrag über Schlüssellochbeete und dann noch die Wurmtöpfe.
Ich halte die Kultur im Hochbeet im Vergleich zum Anbau im Boden für relativ aufwendig, weshalb ich von der begrenzten Anbaufläche nicht noch was für ein Kompostloch abzweigen würde. Es sei denn, mein Garten wäre schön ordentlich und das Hochbeet der einzige Platz einen Komposter zu verstecken.
Dann widerspricht das gelegentliche Befüllen eines relativ kleinen Gefäßes mit Bestandsabfall der Art wie ich kompostiere. Da werden eher größere Mengen gesammelt, gemischt und aufgesetzt. Dieser Komposteimer mit seinen gut 40 l Volumen wäre bei uns nach vier Wochen mit den Küchenabfällen voll und ich fürchte, so konzentriert würde das einfach nur faulen (passiert ja schon oft nach einer Woche im Sammeleimer).
Und was ist mit den Wurmtöpfen? Es klingt in den Beschreibungen ja sehr gut, dass man die Kompostierung direkt in der Nähe der Pflanzen durchführt, und die Würmer dann die Nährstoffe über ihren Kot nach draußen zu den Pflanzen transportieren, sehr nach optimaler Kreislaufwirtschaft mit kurzen Wegen. Aber machen die das, da rein und raus gehen wie in ein Futterhaus um sich ein Salatblatt zu holen? Ich hatte eher den Eindruck dass Kompostwürmer auftauchen wenn das Material, bedingt durch andere Organismen, bereits ein gewisses Zersetzungsstadium erreicht hat, um nach getaner Arbeit wieder abwandern.
Also derzeit neige ich zur Ansicht, dass da jemand was entdeckt hat, was man dem modernen Hochbeetgärtner auch noch verkaufen kann,
- Bernd_S
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
ich wohne in einer ländlichen Gegend im Allgäu und hier gibt es in den Bauerngärten Hochbeete schon seit ich denken kann.
Die Hauptgründe hier sind klimabedingt: Schnecken, Straunässe und Wärme (nix Rücken-/Altersprobleme!)
Zum Komposteimer-> ich möchte mir die Schneckenzucht nicht ins Hochbeet verlagern. Es reicht, daß sie im Komposter,
der sicherheitshalber weiter weg ist, sich in Massen vermehren. Ich lassen im Sommer/Herbst den fertigen Kompost in der Sonne
gut austrocknen, damit ich mir nicht die Schneckeneier ins Hochbeet hole.
Ach ja: Meiner Meinung nach haben Essensreste sowieso nichts im Komposter verloren. Es sei denn, jemand mag Ratten, Mäuse Füchse und Dachs, die
den Komposter dann auf der Suche nach Futter ausräumen.
Grüße
Bernd
- oile
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
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- Bernd_S
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Ich kenne leider einige, die das nicht so genau nehmen und sich dann wundern, wenn die Nager auftauchen.
- maigrün
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
also derzeit neige ich zu der ansicht, dass da jemand, der gerne neue threads eröffnet, etwas entdeckt hat.Floris hat geschrieben: ↑15. Jan 2026, 08:10 Aber was ist nun mit dem eigentlichen Thema, dem Betreiben eines Komposteimers im Hochbeet?
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Was ist daran Trend? Ich finde nur einen Anbieter für einen kleinen Stahleimer mit Löchern für teuer Geld und einen Beitrag über Schlüssellochbeete und dann noch die Wurmtöpfe.
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Also derzeit neige ich zur Ansicht, dass da jemand was entdeckt hat, was man dem modernen Hochbeetgärtner auch noch verkaufen kann,
- oile
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Erdbeeren, Radieschen, Möhren, diverse Salate, diverse Zwiebelsorten, Knoblauch, Buschbohnen, Mangold, diverse Kräuter,thuja thujon hat geschrieben: ↑14. Jan 2026, 23:49 Was macht man denn im Hochbeet so das ganze Jahr, dass das so viel einfacher ist?
- thuja thujon
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Also welche Arbeitsschritte gibt es zwischen Aussaat und Ernte?
Wenn das kaum welche sind, hat man es doch auch nicht einfacher, wenn man gar keine Arbeit hat, die damit einfacher wäre.
Wenn man einmal wöchentlich die alten Blätter beim Salat abzupft, dann sehe ich das ein. Aber wenn nichts zu tun ist, wurde auch nichts einfacher oder bequemer.
Zum gießen braucht man sich nicht bücken.
Re: Komposthaufen im Hochbeet?
- oile
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
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Zauberspruch für Häckselnde: Schnittgut, Ast und Zweiglein werde schneller so zu Mulch und Erde, häcks-häcks
Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Warum umständlich? Ist das nicht alles eine Frage des "Maßstabs"? Manche haben/wollen eben keine Kartoffel- oder Schnittlauchplantage mit 200 m²?thuja thujon hat geschrieben: ↑14. Jan 2026, 13:04 Und Hochbeete sind per se umständlich und verursachen unnötige Emissionen und Kosten. Zudem hat man meist keinen Boden zum füllen und muss alles aufwendig mit den Fingern/Händen machen statt Maschinen zur Arbeitserleichterung benutzen zu können. Ich habe auch noch keinen gesehen, der Gründünger oder Kompost mit dem Spaten im Hochbeet untergegraben hat. Stattdessen wird eher das abgesackte Substrat mit Kompost aufgefüllt, was extreme Überdüngung und zu hohe Humusgehalte bedeutet.
Also weder Schlüssellochbeete noch Hochbeete ergeben für mich Sinn.
Schnittgut, Ast und Zweiglein werden
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Hyla
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Mein erster Versuch da drin waren z.B. bunte Radieschen und da haben wir alle paar Tage geguckt, welche Farben in der Mischung sind.
Salat fand ich auch gut, weil ich Schäden durch Tiere sehr früh gesehen habe. Schnecken und deren Schleim im Salat finde ich ziemlich ekelig.
Für große Mengen, sehr große Pflanzen oder windanfälliges war das nicht meins, aber das hängt ja auch von der Größe des Beets und dem Standort ab. Wenn man sonst gar keine andere Möglichkeit hat, dann ist das besser als nichts. Ich find's sehr positiv, daß doch wieder Leute ihr Gemüse selber anbauen wollen.
Vielleicht ist das für manche auch ein Anreiz, ein Stück Rasen für sowas zu roden.
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
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Re: Komposthaufen im Hochbeet?
Erde von erfrorenen Stängeln befreienthuja thujon hat geschrieben: ↑14. Jan 2026, 23:49 Was macht man denn im Hochbeet so das ganze Jahr, dass das so viel einfacher ist?
Saatbeet glätten
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Säen und Nachsäen
"Schasaugert" Unkrautkeimlinge in der Saatrinne vom Gesäten unterscheiden
Unkraut entfernen
Mulch aufstreichen
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Nachschauen ob unter der Blattmasse noch ein Radieschen nachgekommen ist
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Schnecken mit Körnchen füttern
Körnchen bedecken
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abgefallene Tomaten rausklauben
Stützstöckchen reinpressen
Zu Langes aufbinden
Dürre Tomatenblätter entfernen
Überzählige Tomatenblätter und -triebe entfernen,
Ernten
Alles ohne Bücken oder Hocken. Machen bei dir der Roboter, Arbeitssklaven und die Maschinen, kannste nicht vergleichen.
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