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Winteranbau in Freiland und Kalthaus (Gelesen 58054 mal)

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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #315 am:

Alles ist relativ...: Was bei dem einen als "heftige" Fäulnis durchgeht, würde einem anderen allenfalls marginal erscheinen... ;)
Zumal für nen (Frisee-)Endivien, der ja in der bisherigen Übersicht - relativ zu härter gesottenen Zichorien-Vertretern - eher als nicht ganz so kältetolerant firmiert...

Aber zur Ergänzung der Einordbarkeit: Das ganze bei welchen relativ absoluten Temperaturen...?, will sagen: Bei welcher offiziellen Lufttemperatur oder davon abgeleiteter Feuchttemperatur?
Mit der kamst Du (tt) ja vor gut nem Monat mal im 'Zichorien, Radicchio und Co.'-Faden um die Ecke [viewtopic.php?p=4387424#p4387424]
Hier mal von der nahe gelegenen Wetterstation nen Screenshot aus der kürzlichen (bisherigen) Frostnacht der Nächte des laufenden Winters, nur wenige Minuten vor dem absoluten Tiefsttemperaturmoment ne halbe Stunde später [-14°C] geschossen.

Welches ist diese Feuchttemperatur darauf unter den weiteren genannten Temperaturen? (Tippe mal, dass 'Wet Bulb' die größten Chancen hat, oder?)
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Screenshot_20260112_040122_Ecosia.png
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Mediterraneus
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Mediterraneus » Antwort #316 am:

Thuja hat glaub ich noch keine heftige Fäulniss gesehen ;D

Der Frisee wär bei mir 1a, für die Witterung momentan...
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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thuja thujon
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

thuja thujon » Antwort #317 am:

Ich kenne auch extreme Fäulnis, aber die nennt sich dann anders, Totalschaden etwa.
Das Thema was ist viel und was ist wenig ist uralt. Ein Gärtner versteht darunter auch was anderes als ein Supermarkteinkäufer oder Kunde.
Da es auch unter Gärtnern nicht gleich ist, hat man sich da auf einen Leitfaden geeinigt, was wie viel ist und wie es erhoben wird, damit Versuche zur Pflanzengesundheit vergleichbar werden. Mein Buch dazu ist die 2. Auflage von 1987, also nicht ganz neu.
Veröffentlicht werden diese Guidelines von der EPPO, man braucht aber einen Account, ist also mehr was für die Forschungswelt.
Abzurufen zB hier: https://pp1.eppo.int/standards/PP1-054-3

Für den Winter ist das Erscheinungsbild nicht schlecht oder auch 1a (b), sehe ich auch so, aber die Fäulnis lässt sich nicht wegdiskutieren und kann benannt werden.

Kalt war es nur 2 mal, minus 7 am 22. November, das hat die Vegetationsperiode beendet, nach Weihnachten gabs etwas Schnee, da war das kälteste minus knapp 8.

@Tempelhofgärtner: ja, wet bulb für Feuchtkugeltemperatur, windchill ist aber auch ähnlich, da gehts ja auch um Verdunstungskälte.
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #318 am:

Okay, so wär auch das geklärt (mit der Feuchtetemperatur): Habe mal ne kleine Reihe von Screenshots durchgesehen: So ganz groß ist der Unterschied ja nicht (meist deutlich unter 1°C [oft gar nur 0,2 - 0,3°], sowohl für den Faktor 'Windkälte' als auch für die 'Nasse Glühbirne'. Also eher akademisch als praktisch wirklich relevant.
Für uns Normalsterbliche reicht imho weiter einfach das, was auf dem Thermometer ablesbar ist... ;D

Und -8°C war ja auch bislang schon "erlaubt" für den Endivien - notfalls sogar ohne Abdeckung... 8)
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

thuja thujon » Antwort #319 am:

Bei der Frostschutzberegnung sollte man die Feuchttemperatur nicht ignorieren. Aber die machen wir ja nicht.
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #320 am:

Schon klar. Aber DIE ist ja auch eher was für die nicht-Hobbygärtner... ;)
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