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Orchideen im Zimmer (Gelesen 604488 mal)

Kübelpflanzen und Zimmerpflanzen - Pflege, Überwinterung und Bestimmung

Moderator: Phalaina

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FelixB
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Re: Orchideen im Zimmer

FelixB » Antwort #3240 am:

Mit Orchideen im Zimmer bin ich anfangs genau an derselben Stelle gescheitert. Die ersten Phalaenopsis sahen gut aus, bis ich sie zu gut gemeint habe und ständig gegossen wurde.
Erst als ich gelernt habe, Trockenphasen auszuhalten und nicht auf jeden schrumpeligen Luftwurzel-Reflex zu reagieren, wurde es stabil. Die Luftfeuchte war bei mir ebenfalls der Knackpunkt, Sprühen brachte kaum etwas, eine einfache Wasserschale in Fensternähe dagegen schon.
Interessant war, wie sensibel manche Pflanzen auf minimale Standortwechsel reagierten. Seitdem fasse ich gesunde Orchideen möglichst wenig an und lasse sie einfach machen.
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Aramisz78
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Re: Orchideen im Zimmer

Aramisz78 » Antwort #3241 am:

Ja ich glaube da muss ich mich auch noch zügeln, beim Wässern meine ich.
Bei der Nopsen versuche ich die Regel folgen, erts wenn die Luftwurzeln grau sind, zu giessen. Die anderen sind eher die "säufer" typen, da schaffe ich sie vielleicht nicht zu übergiessen. (Cochleanthes, Zygopetalum, Cymbidums). ;)
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Re: Orchideen im Zimmer

Gartenplaner » Antwort #3242 am:

Also seitdem ich die Methode entwickelt hatte, die Nopsen in den Übertöpfen nur alle 14 Tage für einige Zeit komplett mit Wasser zu fluten und dann abzugießen, wodurch dann auch das Rindensubstrat wenigstens Feuchtigkeit aufsaugen kann, hatte ich keine Probleme mehr mit dem Gießen.
Nopsen mögen eher trocken als zu dauerfeucht.
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Phalaina
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Re: Orchideen im Zimmer

Phalaina » Antwort #3243 am:

Für die größeren Phalaenopsis-Varietäten (und damit die allermeisten Hybriden) ist die von Gartenplaner beschriebene Methode genau richtig und auch einleuchtend, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es im Grunde genommen semi-sukkulente Pflanzen sind. Junge Pflanzen und auch die kleineren Arten brauchen hingegen eine etwas gleichmäßigere Feuchtigkeit und reagieren positiv auf tägliches Einsprühen des Wurzelbereichs und des Substrats (mit ebenfalls nur gelegentlichem Durchgießen). ;) Exzessiv am Tage auf die Blätter zu sprühen macht meiner Erfahrung nach nur wenig Sinn, es sei denn, man sprüht bei großer Hitze (aber nicht in voller Sonne), um den Pflanzenkörper etwas abzukühlen. Phalaenopsis sind CAM-Pflanzen, das heißt, sie haben ihre Spaltöffnungen am Tage zur Verdunstungsminimierung ohnehin geschlossen und öffnen diese zur CO2-Aufnahme und -fixierung nachts.

Ähnlich leicht im Zimmer zu pflegen wie die meisten Nopserln ist Paphiopedilum insigne und ihre Hybride (mit Paph. spicerianum) Paph. x Leeanum, besonders, wenn ein Fensterplatz in einem etwas kühleren Zimmer zur Verfügung steht. Früher waren sie weitverbreitete Pfleglinge, heute sind sie seltener zu sehen. Hier blühen gerade beide:
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