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In #210 ist der Link zu aktuellen Erfahrungen.
Muschelkalk bei dir, bei mir auch, da wären arteigene Unterlagen oder Hybriden daraus zu empfehlen.
Wild Obst hat geschrieben: ↑17. Jan 2026, 12:42
Ferragnes und Ai leben noch.
Das sind INRA-Sorten und genau die Herkunft, die am besten funktioniert, weil bei ihrer Züchtung Moniliaresistenz wichtig war, bei in D gängigen alten Sorten (Züchtung existiert keine, interessiert niemand) herrschen durchweg Moniliakatastophen.
Danke für die Antwort.
So richtig überzeugen tut mich Ferragnes aber auch nicht. Aber überlebt zumindest. Dann starte ich erst mal keinen neuen Versuch, oder erst, wenn mir mal eine auf GF 677 über den Weg läuft.
Ich hab meine Mandeln eigentlich alle auf Pfirischsämlinge veredelt, nur Vama habe ich auf Kirschpflaume gekauft.
Meine Ferragnes stammt sogar von Reisern von @Wild Obst (ca 2019?), ist mittlerweile > 5m hoch und wirft seit zwei/drei Jahren ordentlich Ertrag ab. Ich mag sie entweder noch frisch vom Baum oder gut getrocknet bzw. leicht geröstet. Knacken geht meistens mit den Fingern oder ganz leicht mit einem Nussknacker. Vama ist durchaus ähnlich, steht aber ums Eck an einer Südwand. Deswegen blüht sie Ende Februar, hat keinen Bestäuber und ist sehr spätfrostgefährdet. Ich habe aber noch einen zweiten, etwas schattiger gelegenen Baum. Der sollte auch bald in Ertrag kommen. Robijn habe ich schon am längsten. Die ist ertragreich und unkompliziert, aber als Pfirsichhybride nix zum roh essen. Sie braucht auch mehr Schnitt, wie ein Pfirsich und ist wahrscheinlich ein guter Bestäuber. Für Gebäck hätte sie ein super Aroma, aber weil es einen Schraubstock zum knacken braucht, habe ich die letzten Jahre mehr geerntet, als am Ende verwertet. Flour en bas hat 2025 zum ersten mal getragen. Eine echte Mandel mit harter Schale. Auch nicht schlecht, aber tendenziell nicht so wüchsig wie Ferragnes. Ferraduel hatte ich mal als Bestäuber auf meine Vama veredelt, ist aber verkommen. Lauranne sitzt als Gipfel auf einer zweite Ferragnes. Der Baum ist bis jetzt aber ziemlich blühfaul und produziert nur Äste. Vielleicht ist es ja dieses Jahr so weit.
Ich hatte von meiner Ferragnes leider bisher sehr wenig Ertrag, in der Summer vermutlich noch keine 10 Mandeln. Dann liegt es bei mir wirklich am Standort, wenn die Reiser von meinem Baum anderswo so gut tragen.
Die Pfirsichunterlagen sind bei Kalkboden schwierig, das kann man machen wenn man keinen alkalischen Boden hat, ansonsten Vorsicht. Ich hatte damit durchweg schlechte Erfahrungen, auch mit anderen Arten obendrauf, etwa Pfirsich. Es gibt da natürlich auch Unterschiede, Rubira etwa ist eine Katastrophe und verträgt nichts, andere sind etwas besser.
Mandel auf Mandel ist wirklich ideal. Trockenverträglich, geht auch auf steinigen Kalkböden, wächst. Früher war Frosthärte ein Thema, aber selbst in diesem Jahr wurden da bisher keine Grenzen erreicht.
Ja, ich muss zugeben meine Bäume stehen in bestem Löss-Ackerboden. Da wächst Pfirsich wie eine Rakete.
Drei Mandeln stehen, zusammen mit ein paar Aprikosen, an einer Betonwand. Das ist als Standort natürlich optimal. Etwas wettergeschützt, das nimmt den Moniliadruck.
Vielleicht wären auch Robijn-Sämlinge eine gute Unterlage? Habe ich leider noch nie ausgesät
Meine Aprikosen stehen auch auf Pfirsichsämling und neuerdings auch auf arteigener Wurzel.
Mein Standort ist zwar auf Muschelkalk, aber trotzdem nicht zu alkalisch, zumindest nicht oberflächlich (pH 6,5-7 laut Bodenanalyse von verschiedenen Ecken der Wiese). Esskastanien wachsen da auch, in manchen Jahren mit etwas Chlorose, aber sonst ganz OK. Pfirsiche habe ich auch einige, kernechte Sämlinge und auf Pfirsichsämling veredelt. Extrem wüchsig sind die Pfirsiche nicht, was aber auch daran liegen kann, dass die meisten "Typ Gelber Weinbergpfirsich" sind und durch ihre starke Fruchtbarkeit sehr extrem im Wuchs gebremst werden, wenn sie mal älter als 3-4 Jahre sind.