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Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus? (Gelesen 628 mal)
Moderator: cydorian
- thuja thujon
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Genau genommen muss man sich ja schon überlegen, ob es sich überhaupt rentiert, die Sorten die man zu kaufen bekommt, also der Abfall von den konventionellen, ob das überhaupt noch pflanzenswert ist. Die guten Sorten, die gibts nicht, was neu ist, interessiert in 5 Jahren niemanden mehr. Es gibt noch nicht die Aprikosensorte.
Bewährte Liebhabersorten sind außen vor, wenn man sie kennt weiß man sie zu schätzen und verzichtet dann auch auf die Hälfte oder 2/3 vom Ertrag für den echten Geschmack. Da kann man vollständig mit zufrieden sein, wenn man alle 7 Jahre ein paar Probierfrüchte bekommt.
Bei Aprikosen sollte man sich eben drüber im klaren sein, dass man in genau dieser Liga spielt. Viel Arbeit für meist nichts. Aber wenn, dann unbezahlbar und bloss nicht auf die falsche Sorte gesetzt.
Bewährte Liebhabersorten sind außen vor, wenn man sie kennt weiß man sie zu schätzen und verzichtet dann auch auf die Hälfte oder 2/3 vom Ertrag für den echten Geschmack. Da kann man vollständig mit zufrieden sein, wenn man alle 7 Jahre ein paar Probierfrüchte bekommt.
Bei Aprikosen sollte man sich eben drüber im klaren sein, dass man in genau dieser Liga spielt. Viel Arbeit für meist nichts. Aber wenn, dann unbezahlbar und bloss nicht auf die falsche Sorte gesetzt.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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Christoph_1968
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Wobei es eher nicht meine Intention ist, für ein sensationelles Geschmackserlebnis alle >5 Jahre nur für einige Naschfrüchte eigens zwei Bäumchen zu pflanzen, auch wenn das Erlebnis sicher toll ist.
Sondern mir geht es eher darum, möglichst wenigstens alle ca. zwei Jahre soviel ernten zu können, daß ich zumindest ein paar Handvoll davon frisch verzehren und vielleicht nochmal dieselbe Menge zu Marmelade (bzw. Konfitüre) o.ä. verarbeiten kann. Dabei würde es mir schon reichen, wenn die Qualität so gut ist wie das, was man in einem guten Supermarkt oder beim Fruchthändler bekommt. Und da scheint mir der Anbau im Gewächshaus in meiner Klimaregion noch am sichersten zu sein, auch wenn man dafür einiges des Geschmackspotentials, das ansonsten möglich wäre, verschenkt.
Darum würde ich lieber eine Sorte anpflanzen wollen, bei der die Ausfälle durch Frost möglichst gering sind, auch wenn ich damit vielleicht auf 20% des möglichen Geschmacks verzichten muß.
Sondern mir geht es eher darum, möglichst wenigstens alle ca. zwei Jahre soviel ernten zu können, daß ich zumindest ein paar Handvoll davon frisch verzehren und vielleicht nochmal dieselbe Menge zu Marmelade (bzw. Konfitüre) o.ä. verarbeiten kann. Dabei würde es mir schon reichen, wenn die Qualität so gut ist wie das, was man in einem guten Supermarkt oder beim Fruchthändler bekommt. Und da scheint mir der Anbau im Gewächshaus in meiner Klimaregion noch am sichersten zu sein, auch wenn man dafür einiges des Geschmackspotentials, das ansonsten möglich wäre, verschenkt.
Darum würde ich lieber eine Sorte anpflanzen wollen, bei der die Ausfälle durch Frost möglichst gering sind, auch wenn ich damit vielleicht auf 20% des möglichen Geschmacks verzichten muß.
Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Ich würde es ausprobieren...
Monilia fällt unter Glas weg und Frost ggf auch, das sind die Ernteverhinderer, deshalb,
wenn es du nicht versucht hast, weißt du nicht, ob es geht.
Hier bekommst du seltene Sorten auf St. Julien, Montclar für 20€:
https://www.clematis-herian.de/shop/apr ... rgmarille/
Bei Sämlingen mußt du 8-10 Jahre auf Früchte warten, veredelt geht es viel schneller.
Monilia fällt unter Glas weg und Frost ggf auch, das sind die Ernteverhinderer, deshalb,
wenn es du nicht versucht hast, weißt du nicht, ob es geht.
Hier bekommst du seltene Sorten auf St. Julien, Montclar für 20€:
https://www.clematis-herian.de/shop/apr ... rgmarille/
Bei Sämlingen mußt du 8-10 Jahre auf Früchte warten, veredelt geht es viel schneller.
Grün ist die Hoffnung
- cydorian
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Wie schon gesagt, auf keinen Fall Sämling im Gewächshaus. Nur schwache Unterlagen. Bewässern muss man sowieso und wohin soll denn ein Sämling wachsen im Gewächshaus? Der wächst doch immer nur gegen die Mühen einer Baumschnittschere.
Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Dieses Drapeausystem würde passen:
https://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obs ... /index.php
Im Kanton Aargau baut man erfolgreich Aprikosen unter Folie an.
https://vomeichhof.ch/
https://www.lwg.bayern.de/gartenbau/obs ... /index.php
Im Kanton Aargau baut man erfolgreich Aprikosen unter Folie an.
https://vomeichhof.ch/
Zuletzt geändert von Roeschen1 am 24. Jan 2026, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grün ist die Hoffnung
- thuja thujon
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Ja, das Drapeau System sollte passen.
Ein Gewächshaus fördert den frühen Austrieb, deshalb an die Heizung denken, um die Blüten im Februar vor Frost zu schützen.
https://www.mobilintime.com/referenzen/ ... nel-lindau
Ein Gewächshaus fördert den frühen Austrieb, deshalb an die Heizung denken, um die Blüten im Februar vor Frost zu schützen.
https://www.mobilintime.com/referenzen/ ... nel-lindau
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Hyla
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
So ein größeres Gwh kann man nur beheizen, wenn man einzelne Abteile per Folie etc. abteilt.
Wenn mehrere Aprikosen geplant sind, empfehle ich ein, zwei günstige Jungbäumchen zu kaufen und zu pflanzen. Wie der genaue Temperaturverlauf am Ende ist, kann man kaum vorausplanen.
Pfirsiche waren bei uns ca. eine Woche früher dran, was aber stark vom Winter abhängt. War's sehr kalt und ist der Boden stark gefroren, brauchen sie länger, war's ein milder Winter und gerade viel Sonne, geht's schneller.
Die verkürzte Frosteinwirkung über Nacht und der fehlende austrocknende Winterwind wirken sich auch positiv aus.
Wichtig ist, sich das Bäumchen vor dem Kauf genau anzuschauen. Manche bieten sich schon an als Spalier, weil die Zweige bereits passend stehen. Das sind oft die, die man für einen freien Stand im Garten gerade nicht auswählen würde. Im Versand würde ich es nicht kaufen. Und es gibt nicht nur DAS Spalier, es gibt x Formen.
Wenn mehrere Aprikosen geplant sind, empfehle ich ein, zwei günstige Jungbäumchen zu kaufen und zu pflanzen. Wie der genaue Temperaturverlauf am Ende ist, kann man kaum vorausplanen.
Pfirsiche waren bei uns ca. eine Woche früher dran, was aber stark vom Winter abhängt. War's sehr kalt und ist der Boden stark gefroren, brauchen sie länger, war's ein milder Winter und gerade viel Sonne, geht's schneller.
Die verkürzte Frosteinwirkung über Nacht und der fehlende austrocknende Winterwind wirken sich auch positiv aus.
Wichtig ist, sich das Bäumchen vor dem Kauf genau anzuschauen. Manche bieten sich schon an als Spalier, weil die Zweige bereits passend stehen. Das sind oft die, die man für einen freien Stand im Garten gerade nicht auswählen würde. Im Versand würde ich es nicht kaufen. Und es gibt nicht nur DAS Spalier, es gibt x Formen.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Christoph_1968
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- Registriert: 18. Feb 2024, 13:40
Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Vielen Dank nochmal für die Hinweise. Inzwischen schwanke ich, ob ich es nicht doch im Freiland probieren sollte, denn das mit dem frühen Austrieb im Gewächshaus ist natürlich schon ein Punkt (gestern hatte ich schon 15°C, und das bei nur moderatem, nicht durchgehenden Sonnenschein). Heizen wäre eher schwierig, auch wenn das Haus nur ca. 100qm hat.
Aber ein wichtiger Aspekt ist, daß ich dann natürlich über die nächsten ca. 20 Jahre sicherstellen muß, daß die Bewässerung funktioniert, und da ich derzeit nicht fest am Standort wohne, sondern derzeit immer nur abwechselnd jede zweite Woche vor Ort bin, müßte ich mich mehr oder weniger komplett auf die Automatik verlassen (ebenso beim Lüften).
Von daher überlege ich nun doch, es evtl. draußen zu versuchen, mit zwei relativ späten Sorten (Harlayne und Bergeron), die ich an einen Platz pflanzen könnte, an dem es im Winter schattig bleibt, so daß der Austrieb möglichst spät erfolgt (evtl. zusammen mit einem Weißanstrich der Stämme).
Allerdings hätte ich auch da nur noch Platz für Spaliere. Von daher meine Frage: Lassen sich Bäumchen, die auf Myrobalane stehen, grundsätzlich auch sinnvoll zum Spalier erziehen, oder ist der Austrieb zu stark, so daß man ständig zuviel schneiden muß? (Vorteil von stärkeren Unterlagen wäre ja wiederum, daß man, wenn man Monilia o.ä. wegschneiden muß, noch genügend Nachschub hat.) Und wenn ja: Welche Spalierform eignet sich am besten für starkwachsende Unterlagen?
Das mit der Schrägform im vorletzten Beitrag ist ja auch eine interessante Idee – damit könnte man ja vermutlich auch einiges an Wuchskraft in Längenwachstum umleiten, oder sehe ich das falsch?
Hoffentlich sind das nicht zuviele Fragen, aber mit Aprikosen habe ich leider noch überhaupt keine Erfahrung, und ich möchte nicht unbedingt alle schlechten Erfahrungen selber machen müssen …
Aber ein wichtiger Aspekt ist, daß ich dann natürlich über die nächsten ca. 20 Jahre sicherstellen muß, daß die Bewässerung funktioniert, und da ich derzeit nicht fest am Standort wohne, sondern derzeit immer nur abwechselnd jede zweite Woche vor Ort bin, müßte ich mich mehr oder weniger komplett auf die Automatik verlassen (ebenso beim Lüften).
Von daher überlege ich nun doch, es evtl. draußen zu versuchen, mit zwei relativ späten Sorten (Harlayne und Bergeron), die ich an einen Platz pflanzen könnte, an dem es im Winter schattig bleibt, so daß der Austrieb möglichst spät erfolgt (evtl. zusammen mit einem Weißanstrich der Stämme).
Allerdings hätte ich auch da nur noch Platz für Spaliere. Von daher meine Frage: Lassen sich Bäumchen, die auf Myrobalane stehen, grundsätzlich auch sinnvoll zum Spalier erziehen, oder ist der Austrieb zu stark, so daß man ständig zuviel schneiden muß? (Vorteil von stärkeren Unterlagen wäre ja wiederum, daß man, wenn man Monilia o.ä. wegschneiden muß, noch genügend Nachschub hat.) Und wenn ja: Welche Spalierform eignet sich am besten für starkwachsende Unterlagen?
Das mit der Schrägform im vorletzten Beitrag ist ja auch eine interessante Idee – damit könnte man ja vermutlich auch einiges an Wuchskraft in Längenwachstum umleiten, oder sehe ich das falsch?
Hoffentlich sind das nicht zuviele Fragen, aber mit Aprikosen habe ich leider noch überhaupt keine Erfahrung, und ich möchte nicht unbedingt alle schlechten Erfahrungen selber machen müssen …
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ringelnatz
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- Registriert: 29. Okt 2019, 12:23
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Meinst du Spaliere an der Wand?
Das ist perfekt für Schutz vor Spätfrösten, weil man relativ leicht mit Decken oder Vlies abhängen kann, wenn nochmal der Frost kommt.
Die optimale Wuchskraft hängt an so vielen Dingen und bei einem Wandspalier v.a. auch an der Größe und Höhe der Wand.
Da gibt es glaube ich keine eindeutige allgemeingültige Empfehlung. Bei sandigem Boden würde ich eher etwas arteigenes/Myrobalane empfehlen, bei schwerem, fruchtbarem Boden eher etwas schachwüchsigeres, aber gerade bei Spalieren enpfiehlt sich ja eine sorgfältige Bodenvorbereitung, sodass man diese Faktoren (mit)beeinflussen kann.
Als Spalierart bei Steinobst würde ich als Anfänger (bin ich auch) immer Fächerspalier nehmen, das geht wohl am einfachsten. Einfach wachsen lassen, heften und freischneiden, sodass jeder Trieb genug exklusiven Platz hat.
Das ist perfekt für Schutz vor Spätfrösten, weil man relativ leicht mit Decken oder Vlies abhängen kann, wenn nochmal der Frost kommt.
Die optimale Wuchskraft hängt an so vielen Dingen und bei einem Wandspalier v.a. auch an der Größe und Höhe der Wand.
Da gibt es glaube ich keine eindeutige allgemeingültige Empfehlung. Bei sandigem Boden würde ich eher etwas arteigenes/Myrobalane empfehlen, bei schwerem, fruchtbarem Boden eher etwas schachwüchsigeres, aber gerade bei Spalieren enpfiehlt sich ja eine sorgfältige Bodenvorbereitung, sodass man diese Faktoren (mit)beeinflussen kann.
Als Spalierart bei Steinobst würde ich als Anfänger (bin ich auch) immer Fächerspalier nehmen, das geht wohl am einfachsten. Einfach wachsen lassen, heften und freischneiden, sodass jeder Trieb genug exklusiven Platz hat.
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Christoph_1968
- Beiträge: 33
- Registriert: 18. Feb 2024, 13:40
Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
An der Wand geht es bei mir leider nicht, denn die einzig verfügbaren Wände wären eine nach Nordost oder eine nach Nordwest, da bekämen sie zuwenig Sonne.
Außerdem noch eine Gewächshauswand, die nach Südwesten geht, aber da wäre es vermutlich im Frühling zu früh warm.
Ich dachte eher, die Spaliere an eine kalte Stelle zu plazieren, wo der Boden möglichst lange bereift ist, so daß sie im Winter möglichst wenig der Sonne ausgesetzt sind und nicht zu früh austreiben, aber wo sie möglichst viel Licht und Wärme abbekommen, sobald die Sonne wieder höher steht.
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ringelnatz
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Re: Aprikosen (und anderes Obst) im Gewächshaus?
Je nach Gegend (Wärmesummen?) kann ein Aprikosenspalier durchaus auch an einer Nordostwand (sofern morgens im Sommer schattenfrei) noch etwas werden.
Frei stehend macht ein Aprikosenspalier m.E. nach keinen Sinn.
Die Austriebsverzögerung durch die "kälteste Ecke" (die maximal wenige Tage Unterschied macht) wird den Schaden durch Spätfröste (die an der kalten Ecke nochmal doller sind) nicht aufwiegen.
Wand, an der es warm wird und (nachts) wärmer bleibt, die man abhängen kann und die vor Niederschlag schützt ist im Vergleich am besten.
Frei stehend macht ein Aprikosenspalier m.E. nach keinen Sinn.
Die Austriebsverzögerung durch die "kälteste Ecke" (die maximal wenige Tage Unterschied macht) wird den Schaden durch Spätfröste (die an der kalten Ecke nochmal doller sind) nicht aufwiegen.
Wand, an der es warm wird und (nachts) wärmer bleibt, die man abhängen kann und die vor Niederschlag schützt ist im Vergleich am besten.