News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte (Gelesen 91938 mal)

Natur und Umwelt erleben und schützen
Antworten
Benutzeravatar
Nox
Beiträge: 5165
Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
Wohnort: Süd-Bretagne
Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Nox » Antwort #675 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 31. Jan 2026, 15:42
maigrün hat geschrieben: 31. Jan 2026, 13:46...(du brauchst nicht nachschauen in deiner excel-liste "was hat maigrün schlimmes über mich gesagt". ich kenns.)
Deine Pöbeleleien mir gegenüber sind einfach wiederzufinden per Suche, aber da bist du nicht die Erste/Einzige, der beim Fantasieren über mich die Gäule durchgehen.
Er bestätigt alles, was man über ihn schreibt: Maigrün hat es sehr diplomatisch und höflich ausgedrückt, gartenplaner wird sofort ausfällig.

Ich brauche diesen Faden hier nicht, um über den Klimawandel und seine Auswirkungen informiert zu sein.
Seit vielen Jahren kann man keine Natur-Doku, keine Wissenschaftssendung, keinen Wetterbericht mehr anschauen, ohne dass der Klimawandel im Abspann erwähnt wird. Wie das Amen in der Kirche. Gegen diese ständigen Katastrophenmeldungen bin ich inzwischen unempfindlich geworden. Entweder das, oder man bekommt Paranoia, Gartenplaner hat für sich schon gewählt.
Benutzeravatar
Sonnenscheinplatz
Full Member
Beiträge: 321
Registriert: 28. Okt 2025, 09:12

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Sonnenscheinplatz » Antwort #676 am:

Sehe auch so.

Leider wird das inkl. aller Zitate wieder eine Antwort in dreifacher Handybildschirmlänge geben...
Rimini, Sandboden
Benutzeravatar
hobab
Beiträge: 4880
Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
Wohnort: Berlin
Bodenart: Sand
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

hobab » Antwort #677 am:

Weiß keiner genau, einmal ist die Gegend um die Felder auch bebaut und dann ist die Theorie mit der riesigen Blase nur eine von vielen: keiner weiß was passieren wird und wann, dazu gibt es zu viele Unwägbarkeiten. Trotzdem kein Grund dort Bebauung zuzulassen. Und gut das hier Gesetze auch durchgesetzt werden, wie beispielsweise die Auflagen, die dammals den sauren Regen beendet haben.
Berlin, 7b, Sand
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 22708
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

thuja thujon » Antwort #678 am:

So ein Vulkanausbruch wäre doch was für Gartenplaner. Viel SO2 und Staub was den Temperaturanstieg bremst und dann sogar noch die Chance auf einen weiteren Link.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Benutzeravatar
DerTigga
Beiträge: 1221
Registriert: 10. Aug 2014, 19:27
Region: Weinbaugebiet
Höhe über NHN: 120m
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Balkongärtner

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

DerTigga » Antwort #679 am:

Nox hat geschrieben: 1. Feb 2026, 10:34 .. bin ich inzwischen unempfindlich geworden...
Womit du sicher nicht alleine bist. Und wogegen meinem Eindruck nach Gartenplaner anzuarbeiten versucht.
Denn die Resignation, jenes ach da kann man doch eh nix gegen machen, also Augen zu und durch / weiter wie bisher finde auch ich bedenklich, bin selber nicht frei von dieser Art zu "flüchten".
Inwieweit ich da manchem und mancher Firma / Konzern oder Politiker / Vorstandsmitglied regelrecht zuarbeite bzw. für ein sich zufrieden die Hände reiben, "alle" zum die Klappe / die Finger stille halten gebracht zu haben kann ich nur schwer einschätzen.

Mal ironisch-sarkastisch gefragt: gibts eigentlich was gesetzlich festgeschriebenes, nix gegen den Klimawandel tun zu müssen, sowas wie Abgestumpftheit und Augenzumacherei muss man da einfach sowas von dürfen ? ;)
Oder anders gefragt: wie lange hällt das angesichts von nem Jahrhunderthochwasser wenigstens etwas demütig und kleinlaut geworden sein heutzutage noch vor, bis eine / die Technikgläubigkeit bzw. die im Griff haben Denke einem (wieder) sonstewas erlaubt ?
Oder geht das gar nach: der Staat hat gefälligst was dagegen zu tun, das mein frisch gebautes Haus vom Vulkan 600m weit weg geplättet werden kann, ich MUSS das einfach an diese und jene Stelle hinbauen können.. ?
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 22708
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

thuja thujon » Antwort #680 am:

Naja, die Industrie hat sich auferlegt, sich Richtung Klimaneutral zu entwickeln. Es gibt in der EU auch die CSRD, auch mit Scope-3, also die indirekten Emissionen in der Lieferkette.
Wir hatten das mit den Klimaneutralen Produkten vor ein paar Jahren mal gemacht im Unternehmen, die Industrie hat die Produkte dann aber nicht nachgefragt, weil der Markt dafür nicht da war bzw die Endkunden nicht bereit, es wollte keiner den Mehrpreis bezahlen. Haben es also wieder eingestellt, weil man vom Verluste machen keine Arbeitsplätze erhalten kann.

Also weiter wie bisher macht eigentlich niemand, außer die lieben Mitbürger/Endverbraucher.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Benutzeravatar
Nox
Beiträge: 5165
Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
Wohnort: Süd-Bretagne
Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Nox » Antwort #681 am:

Weisst Du, DerTigga, ich sorge mich schon seit den 80er Jahren um die Umwelt, damals las ich die "Grenzen des Wachstums". Vor allem die Bevölkerungsexplosion machte mir Sorgen. Ich denke, damit hatte ich garnicht so unrecht.
Alle Mensche streben nach mehr Konfort, mehr Einkommen, wollen essen, wohnen, Fortschritt. Heute, mit 3 - 4 facher Weltbevölkerung, ist der Schutz von Klima und Umwelt eben 3 - 4 mal so schwierig.

Oder eben rechtzeitig nicht mehr machbar, trotz aller Bemühungen. Es kostet Geld, und gerade sehen wir in Europa, dass nicht alle Wünsche gleichzeitig erfüllbar sind. Bevor die laufenden Kriege nicht eingedämmt sind und solange die USA von Leuten angeführt werde, deren Motto "drill, baby, drill" lautet, können wir hier über den Klimawandel lamentieren, soviel wir wollen, das wird uns nicht voranbringen.

Selbst die Grünenpolitikerin Ricarda Lang hat in einem Spiegelartikel dargelegt, dass der Durchschnittsbürger kaum dagegen anrennen kann, dass ihn auch nicht die Schuld trifft.

Aus diesem Artikel:Zitat

"SPIEGEL: Sie haben mal beklagt, die Grünen seien ein Eliteprojekt. Was macht sie dazu?
Lang: Wir haben die ökologische Krise oft nicht klar genug als Verteilungsfrage behandelt, auch ich nicht. Solange die reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung aber so viel CO₂ ausstoßen wie die ärmsten vier Milliarden Menschen zusammen, habe ich keinen Bock mehr, über den CO₂-Fußabdruck eines normalen Haushalts mit mittlerem Einkommen zu reden. Nicht das Familienauto ist das Problem, sondern dass wir diejenigen nicht zur Kasse bitten, die seit Jahrzehnten mit Umweltzerstörung etliche Milliarden verdienen."

Die europäische Politik arbeitet weiter an den Klimaschutzzielen, das ist löblich, sie riskiert dabei, wirtschaftlich abgehängt zu werden und die Wähler in's rechte Lager zu treiben. Und wir sind sowieso zu spät, um die Klimaziele noch einzuhalten.

Das ist die Lage am Sonntag. Besser, wir stellen uns darauf ein.
Benutzeravatar
hobab
Beiträge: 4880
Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
Wohnort: Berlin
Bodenart: Sand
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

hobab » Antwort #682 am:

Da finde ich zwei Aussagen die das ( oder eher eines der vielen) Problem verdeutlichen: thuja, der beschreibt das umweltgerechter hergestellte Dinge nicht gekauft werden und Nox Aussage das wir als einzelne eh nichts tun können, es soll doch jemand anders machen (‚die‘ Reichen): wenn viele Einzelne Energie sparen, eher Öko- als Billigprodukte kaufen würden und Druck auf andere Anbieter machen, dann würde das was bewegen. Sonst kann man ja wenig machen, außer wählen, aber was ist die Alternative? Wenn wir das gesetzte Klimaziel nicht reissen, dann wenigstens eines setzen, dass noch schlimmeres verhindert. Habt ihr keine Kinder? Wie könnt ihr so resignieren? Nur aus Bequemlichkeit gar nichts zu tun, scheint mir bei der Problematik undenkbar. Wenigstens nicht gegen den Windpark am Dorfrand zu demonstrieren wär ja schon was…
Berlin, 7b, Sand
Benutzeravatar
Nox
Beiträge: 5165
Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
Wohnort: Süd-Bretagne
Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Nox » Antwort #683 am:

Hobab, ich tue ja schon, was in meinen begrenzten Möglichkeiten liegt, aber mir ist schon klar, dass ich damit nicht die Welt retten werde :
Ich heize nicht das ganze Haus, sondern nur Bad und Wohnzimmer auf 17°C - und abends, wenn ich mich in's Wohnzimmer setzte, dann mache ich den Kamineinsatz an. Das Brennholz kommt nicht aus Rumänien, sondern ist Sturmholz, von Gartenhelfern zurechtgeschnitten und von mir gespalten und eingelagert.
Für die Duschen habe ich einen Wärmekollektor auf dem Dach.

So, was noch ? Ich lebe auf dem Land und habe ein Auto. Ich habe auch ein Fahrrad, aber tue mir nicht an, bei Sturm, Regen und Dunkelheit damit zu fahren. Mit dem Fahrrad Brötchen holen im Sommer ist fein, sind ja auch höchstens 4 km. Mit dem Fahrrad in die nächste Stadt zum Einkaufen wären dann schon 30 km hin und zurück, vielleicht mache ich das mal als sportliches Ereignis in der Rente.
Diese ganzen klein-klein Massnahmen, machen wir uns doch nichts vor, was den globalen Effekt betrifft:
Plastikverbote ? Der Plastikmüll wird zu 90 % von Entwicklungs- und Schwellenländern in's Meer gespült. Vielleicht wären da Projekte zur Müllabfuhr in diesen Ländern hilfreicher.
Und so geht das weiter. Letzendlich bewirkt das wenig, ist Symbolpolitik und Aktionismus, treibt aber einen immer grösseren Teil der Wähler in das rechtsaussen-Lager.
Zuletzt geändert von Nox am 1. Feb 2026, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Veilchen-im-Moose
Beiträge: 3098
Registriert: 6. Feb 2022, 09:41
Kontaktdaten:

Schwerte/Ruhr Winterhärtezone 7b

Re: Klimawandel, Extremwetter und Schutzkonzepte

Veilchen-im-Moose » Antwort #684 am:

Danke hobab, dass du nicht resignieren magst, wo es hier doch allzu viele wohlfeile Argumente für eine ganz grundsätzliche Resignation zu lesen gibt.

Ich halte es in diesem Punkt mit dem Philosophen und Wissenschaftstheorektiker Karl Popper. "Optimismus ist Pflicht". Das gilt in so vielen Bereichen... auch beim Thema Klimawandel. Denn nur mit einem nicht blinden, nicht naiven Optimismus, bleibt grundsätzlich die Fähigkeit erhalten, mich meiner Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft zu stellen und damit einzugreifen, in das was kommen wird. Ob über Wahlen, über politisches Engagement, über meine Lebensgestaltung. Es ist nicht vollständig gleichgültig, was ich tue oder unterlasse.
Nox hat geschrieben: 1. Feb 2026, 11:56
Die europäische Politik arbeitet weiter an den Klimaschutzzielen, das ist löblich, sie riskiert dabei, wirtschaftlich abgehängt zu werden und die Wähler in's rechte Lager zu treiben.


Das ist meiner Kenntnis nach schon in seinen Grundaussagen irreführend. Die europäische und deutsche Politik wird nicht wirtschaftlich abgehängt durch die unendlich naive Bereitschaft, gegen jede wirtschaftliche Vernunft an Klimazielen festzuhalten. Sie wird abgehängt dadurch, dass sie mit beeindruckender Zukunftsverweigerung längst tot gerittene Pferden nochmals an den Start bringt. Das gilt für die Automobilindustrie, die den Umstieg auf die Produktion von E-Fahrzeugen über Jahrzehnte verzögert hat und immer noch hinauszögert. Andere Nationen sind inzwischen davongezogen.

Auch ein schönes Beispiel, die deutsche Solarindustrie. Die war im ersten Jahrzehnt diese Jahrtausends ein aufstrebenden Wirtschaftszweig. Vor die Wand gefahren durch politische Entscheidungen der Merkel CDU. Jetzt könne wir beispielsweise nach China gucken und uns da anschauen, was uns durch solche Fehlentscheidungen entgangen ist.

Aber warum jetzt nicht die Weichen anders stellen? Das Potential ist da.

Ich sitze nicht der Illusion auf, dass ein grünes Wirtschaftswachstum dem ganzen Planeten ein ewiges Leben in Saus und Braus ermöglichen wird. Es werden Einschnitte kommen. Aber je länger wir damit warten, die Zukunft verantwortungsvoll für kommende Generationen zu gestalten, desto einschneidender wird uns treffen.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
Henri Matisse
Antworten