Weisst Du, DerTigga, ich sorge mich schon seit den 80er Jahren um die Umwelt, damals las ich die "Grenzen des Wachstums". Vor allem die Bevölkerungsexplosion machte mir Sorgen. Ich denke, damit hatte ich garnicht so unrecht.
Alle Mensche streben nach mehr Konfort, mehr Einkommen, wollen essen, wohnen, Fortschritt. Heute, mit 3 - 4 facher Weltbevölkerung, ist der Schutz von Klima und Umwelt eben 3 - 4 mal so schwierig.
Oder eben rechtzeitig nicht mehr machbar, trotz aller Bemühungen. Es kostet Geld, und gerade sehen wir in Europa, dass nicht alle Wünsche gleichzeitig erfüllbar sind. Bevor die laufenden Kriege nicht eingedämmt sind und solange die USA von Leuten angeführt werde, deren Motto "drill, baby, drill" lautet, können wir hier über den Klimawandel lamentieren, soviel wir wollen, das wird uns nicht voranbringen.
Selbst die Grünenpolitikerin Ricarda Lang hat in einem Spiegelartikel dargelegt, dass der Durchschnittsbürger kaum dagegen anrennen kann, dass ihn auch nicht die Schuld trifft.
Aus diesem Artikel:
Zitat
"SPIEGEL: Sie haben mal beklagt, die Grünen seien ein Eliteprojekt. Was macht sie dazu?
Lang: Wir haben die ökologische Krise oft nicht klar genug als Verteilungsfrage behandelt, auch ich nicht. Solange die reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung aber so viel CO₂ ausstoßen wie die ärmsten vier Milliarden Menschen zusammen, habe ich keinen Bock mehr, über den CO₂-Fußabdruck eines normalen Haushalts mit mittlerem Einkommen zu reden. Nicht das Familienauto ist das Problem, sondern dass wir diejenigen nicht zur Kasse bitten, die seit Jahrzehnten mit Umweltzerstörung etliche Milliarden verdienen."
Die europäische Politik arbeitet weiter an den Klimaschutzzielen, das ist löblich, sie riskiert dabei, wirtschaftlich abgehängt zu werden und die Wähler in's rechte Lager zu treiben. Und wir sind sowieso zu spät, um die Klimaziele noch einzuhalten.
Das ist die Lage am Sonntag. Besser, wir stellen uns darauf ein.