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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 4587950 mal)

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Moderator: cydorian

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mora
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

mora » Antwort #32775 am:

Ja, irgendwie habt ihr ja recht - aber ;D
Wäre ja langweilig wenn wirklich nichts neues dazu kommen würde.
Ich vermenschliche das jetzt vermutlich. Wenn Mann und Frau Kinder machen sind ja auch nie beide identisch - klar, beide haben die gleichen Eltern aber am Ende kommt doch so ziemlich immer etwas unterschiedliches bei raus.

Ich denke einfach das man sich die Mühe mit dem selektieren gar nicht mehr macht und einfach alle neuen Sorten in irgendwelche Klassen steckt. Aber innerhalb dieser Klassen gibt es deutliche Unterschiede, das ganz sicher.

Ich habe z.B. eine Dottato die meiner Meinung nach aus einem Samen entstand, die ist schon ähnlich der "original" Dottato aber doch anders (m.M.n. besser).
Deshalb finde ich es eigentlich ganz toll das es so viele verschiedene Sorten gibt. Und das mit in Klassen einteilen ist ja auch nicht falsch.

Und natürlich schmecken Feigen nicht plötzlich nach Banane aber Feige mit einem Hauch Banane geht schon.
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mora
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

mora » Antwort #32776 am:

cydorian hat geschrieben: 1. Feb 2026, 09:42
mora hat geschrieben: 31. Jan 2026, 10:55 Dank der Feigenwespe werden wir auf lange Sicht auch neue Sorten bekommen.
Das möchte ich mal ganz stark in Frage stellen. Die Feigenwespe allein nutzt nichts, es würden auch massenhaft Bocksfeigen da sein müssen und die müssten möglichst grosse genetische Vielfalt haben. Das Feigenwespenweibchen benötigt Bocksfeigen. Essfeigen sind eine Todesfalle, darin stirbt sie nur.

Selbst am Mittelmeer, wo die Feigensache mit Befruchtung schon ein paar tausend Jahre länger läuft und Bocksfeigen dicht wild wachsen, sind taugliche "neue" Sorten eine Rarität. Der Mechanismus von Befruchtung, Kreuzung, Auswahl ist ein gigantischer Nachteil der Art, habt ihr euch noch nie gefragt wieso gekreuzte echte neue Sorten Mangelware sind ganz im Gegensatz zu fast allen anderen Obstsarten, wo kontrollierte Massenaussaaten und moderne Techniken jährlich dicke Ladungen an neuen Sorten produzieren? Bei Feigen schwierig.

Der Mensch liebt Neues, diesen Mangel nutzen dann die Sortenerfinder und Pseudoexperten aus und präsentieren euch ständig neue Sortennamen.

Erm, jain.
Ich denke mir das gerade bei der Feige die Parthenokarpie eine sehr große Rolle spielt und diese nicht einfach zu vermehren ist.
Macht sicher kein Spass aus 100 ausgesäten Pflanzen, nach 5-10 Jahren, vielleicht 1-2 selbstfruchtbare zu bekommen - das macht es kompliziert.
Klar kommt Mensch jetzt wieder auf die Idee mit Zwittern zu befruchten damit mehr selbstfruchtbare raus kommen aber ob das dann wirklich zu mehr Sortenvielfalt führt?

Ich vertraue da eigentlich ziemlich auf die Natur und das die Mutterpflanze ein paar "weitere" Informationen an ihre Nachkommen übermitteln und diese dann vielleicht sogar besser werden als das Original. Zumindest angepasster an die aktuellen Umwelteinflüsse.
Natürlich entsteht da nicht sofort eine ganz neue Sorte aber eben vielleicht eine bessere...
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Oxygen » Antwort #32777 am:

thuja thujon hat geschrieben: 1. Feb 2026, 11:49 Die sichere Bank ist immer noch Steckhölzer von guten Pflanzen zu machen, der Name der Sorte spielt dabei keine Rolle.
Vor über 200 Jahren ging man dazu über, Pflanzen zu beschreiben und eine Pflanzensystematik zu etablieren. Carl von Linné, Augustin Pyrame de Candolle, George Bentham, Dalton Hooker etc... Um zumindest einen kleinen Teil der Natur besser zu verstehen. Es wurde möglich, Pflanzen (nachvollziehbar!) zu bestimmen, zu vergleichen und zielgerichtete Züchtungen durchzuführen, um Sorten mit genau definierten Eigenschaften zu erhalten. Und nur weil ein paar Profi- und Hobby-Gärtner rumschlampen und/oder betrügen, soll man nun wieder auf ein infantiles "ich habe hier eine Pflanze die lecker ist" Niveau zurückkehren? Dann kann man sich Fachbücher, Foren wie dieses hier und jegliche Wissenschaft sparen.
Sollte der "Name einer Sorte" (also Sorten an sich) keine Rolle spielen, müsste jeder das Rad für sich neu erfinden. Das kann man machen, es ist aber sehr ineffektiv. Es soll wohl sogar Menschen geben, die sich für die Entstehungsgeschichte und den Kontext einer Sorte interessieren. Quasi Kulturgut. In meinen Garten kommt jedenfalls keine Pflanze, deren Historie an meiner Gartenpforte anfangen würde.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Oxygen » Antwort #32778 am:

mora hat geschrieben: 1. Feb 2026, 18:17 Ich vermenschliche das jetzt vermutlich. Wenn Mann und Frau Kinder machen sind ja auch nie beide identisch - klar, beide haben die gleichen Eltern aber am Ende kommt doch so ziemlich immer etwas unterschiedliches bei raus.
Das nennt sich sexuelle Vermehrung. Daher die Unterschiede. Sorten von Kulturpflanzen werden asexuell vermehrt.
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mora
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

mora » Antwort #32779 am:

Asexuelle Pflanzenvermehrung (vegetative Vermehrung) erzeugt genetisch identische Nachkommen ohne Samen oder Befruchtung aus Teilen der Mutterpflanze wie Stängeln, Wurzeln oder Blättern. Diese schnelle Methode ermöglicht Pflanzen, sich unabhängig von Bestäubern zu vermehren, erzeugt jedoch Klone mit geringer genetischer Vielfalt. Bekannte Formen sind Ausläufer, Knollen, Zwiebeln, Stecklinge und Ableger.

Das hat doch jetzt damit nix zu tun? Wir sind bei Kreuzungen um neue Sorten zu bekommen. Oder check ich das jetzt nicht?
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #32780 am:

thuja thujon hat geschrieben: 1. Feb 2026, 11:49 Eben. Und nur weil man mal eine Probierfrucht probiert hat, kann man davon nicht auf den Geschmack einer Sorte schließen.
Die sichere Bank ist immer noch Steckhölzer von guten Pflanzen zu machen, der Name der Sorte spielt dabei keine Rolle.
Amen ! 😀
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #32781 am:

catinca hat geschrieben: 1. Feb 2026, 11:14 Für mich liegt der Hauptunterschied zwischen Isi doro und Desert King in der Geschmacksintensität. Vor ein paar Jahren zu Beginn meiner Feigenzeit konnte ich mal beide verköstigen. Die Desert KIng schmeckte köstlich und intensiv und wurde und ist eine meiner Lieblingsfeigen. Die Isi doro hingegen schmeckte ähnlich, aber doch sehr mild, sehr sehr mild, fast blass und fad. Wie seht ihr das? Hab ich vielleicht nur ein minderwertiges Probierstück der Isi doro erwischt ?
Ich habe leider keine als DK Bezeichnete zum Vergleich, aber "fad" oder "blass" passt bei meiner Isi d'Oro nicht. Frisch, fruchtig und süß würde ich sagen, wie ich es von einer Feige eigentlich erwarte. Kein Marzipan- oder Beerenaroma oder Ausgefallenes. Lecker. "Fad , blaß" würde eher zu einer noch unreifen Feige führen ?!
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

datou » Antwort #32782 am:

Je nach Reifegrad/Wetter/Standort/etc. schmecken Feigen immer mal unterschiedlich lecker.

Wir waren 2024 in Caneva auf dem Feigenfest. Da drehte sich alles um Figo Moro. Und ich muss sagen, dass wir von den dort gekauften Feigen längst nicht so angetan waren wie von den danach an Figo Moro Straßenbäumen "geklauten". Auch die zwei Wochen später zuhause reifenden Figo Moro waren besser.

Ich würde daher aus einzelnen Probierfeigen nicht gleich auf die Qualität einer Sorte schließen.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Krautkultur » Antwort #32783 am:

cydorian hat geschrieben: 1. Feb 2026, 09:42
mora hat geschrieben: 31. Jan 2026, 10:55 Dank der Feigenwespe werden wir auf lange Sicht auch neue Sorten bekommen.
Das möchte ich mal ganz stark in Frage stellen. Die Feigenwespe allein nutzt nichts, es würden auch massenhaft Bocksfeigen da sein müssen und die müssten möglichst grosse genetische Vielfalt haben. Das Feigenwespenweibchen benötigt Bocksfeigen. Essfeigen sind eine Todesfalle, darin stirbt sie nur.

Selbst am Mittelmeer, wo die Feigensache mit Befruchtung schon ein paar tausend Jahre länger läuft und Bocksfeigen dicht wild wachsen, sind taugliche "neue" Sorten eine Rarität. Der Mechanismus von Befruchtung, Kreuzung, Auswahl ist ein gigantischer Nachteil der Art, habt ihr euch noch nie gefragt wieso gekreuzte echte neue Sorten Mangelware sind ganz im Gegensatz zu fast allen anderen Obstsarten, wo kontrollierte Massenaussaaten und moderne Techniken jährlich dicke Ladungen an neuen Sorten produzieren? Bei Feigen schwierig.

Der Mensch liebt Neues, diesen Mangel nutzen dann die Sortenerfinder und Pseudoexperten aus und präsentieren euch ständig neue Sortennamen.
A propos Bocksfeigen, davon würde ich gerne auf meiner Feigenwiese welche ansiedeln.. Aber wo krieg ich die in Deutschland her? Kennt ihr Bezugsquellen oder verkauft vielleicht jemand von euch Hölzer?
datou
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

datou » Antwort #32784 am:

mora hat geschrieben: 1. Feb 2026, 22:46 Asexuelle Pflanzenvermehrung (vegetative Vermehrung) erzeugt genetisch identische Nachkommen [...]

Das hat doch jetzt damit nix zu tun? Wir sind bei Kreuzungen um neue Sorten zu bekommen. Oder check ich das jetzt nicht?
Zwar bin ich kein Biologe, meine aber mal aufgeschnappt zu haben, dass Mutationen auch vegetativ auftreten und ohne Vermehrung durch Aussaat zu neuen Sorten führen können. Oder vielleicht auch nur Varianten einer Sorte, die genetisch fast, aber eben nicht exakt identisch sind. Vielleicht sind Feigen ja für solche Mutationen besonders "anfällig"?

Nachtrag: Stichwort "Sproßmutation".
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datou
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

datou » Antwort #32785 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 1. Feb 2026, 10:03 Wie auch sonst bei Sorten, die nach einer Farbe benannt sind. Weiße Blumen, weiße Tomaten, weiße Trauben, weißer Apfel.
Weiß man die Sorte nicht, isses die Weiße ::)
Wir haben 2024 in der Nähe von Grado/Norditalien Urlaub auf einem Bauernhof gemacht. Die hatten auch leckere Feigen. In der Hoffnung, hier etwas von meinen neuerworbenen Fachkenntnissen zur Anwendung bringen zu können, habe ich mal vorsichtig nach Sorten gefragt...
:D

Die Antwort war schlicht und einfach: Die dort sind drüben sind "nero", diese hier ist "bianco". "Nero" war eine dunkle aber nicht schwarze Sorte. "Bianco" war grün. Mehr war nicht bekannt. Beide Sorten waren aber sehr lecker und von nun an haben wir von unseren Gastgebern jeden Tag frische Feigen bekommen. Irgendwann konnten wir keine Feigen mehr sehen. 8)

Wir haben keine Stecklinge mitgebracht, da zu unsicher, ob die bei uns was werden würden. Aber vielleicht wären "Nero da Aquileia" und "Bianco da Aquileia" ja doch wertvolle neue Sorten geworden? ::)
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

DerTigga » Antwort #32786 am:

Sofern sie (an anderem Standort) auch ohne Besuch einer gewissen Minniwespe tragen bzw. behalten/nicht abwerfen.. womöglich hättest du nämlich bei Stecklings Mitnahme bei dir zu Hause und erst nach mehreren Jahren genau diese Problematik: verdammich..nix iss mit lecka Feigen... festgestellt ;)

Davon ab könnte es auch gut sein, keine ZU genauen Standortdaten zu verraten, wäre nicht der erste "Obstbaum", der durch ihn gezielt anfahrende 'Heuschrecken' derb gerupft / kurz und klein gemacht wird, da man sich einfach Stecklinge mitnehmen dürfen MUSS..
Zuletzt geändert von DerTigga am 2. Feb 2026, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

thuja thujon » Antwort #32787 am:

Oder auch nur eine bekannte Sorte mit dem Vierhundertsiebundachtzigmillionsten Namen. Genau das ist doch verzichtbar.

Oxygen, was fehlt bei Feigen oder mir entgangen ist, ist ein pomologisches Werk. Klare äußere Parameter, anhand derer man die Sorten bestimmen kann. Die Blätter allein sind es ja nicht, die Frucht auch nicht. Wäre das da, müsste man nicht Vierhunderttausend Namen für BT erfinden, sondern man könnte von BT Pfälzer Klon usw sprechen. Wie bei den Reben. Da dürfte ein Pfälzer Klon auch in Hamburg wachsen, weil bleibt der gleiche Klon, bis er sicher und stabil mutiert. Erst dann brauchts einen Namen, er darf vorher also nicht zu `Lubera Sugarhoneydrops eingetragenes Markenzeichen´ werden.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

DerTigga » Antwort #32788 am:

Nicht ganz...denn so ohne Namen würde ich bei mir stehende Feigen nämlich durchnummerieren.
Und gesetzt den Fall, ich würde dir als meinen Onlinekumpel was davon durchreichen und jemand anderes würde das genauso tun..was würde bei dir passieren ? Richtig, du hättest da gut möglich 2 oder 3x ne Feige mit Benennung 2 bei dir stehen ? Machst du dann 2a und 2b draus oder so ? Und was ist, wenn wiederum du an jemanden was weitergibst von 1 der 2 ? Zumindest im Moment stelle ich mir so ein ohne Name jedenfalls sehr chaotisch vor :P
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Roeschen1 » Antwort #32789 am:

datou hat geschrieben: 2. Feb 2026, 07:08
mora hat geschrieben: 1. Feb 2026, 22:46 Asexuelle Pflanzenvermehrung (vegetative Vermehrung) erzeugt genetisch identische Nachkommen [...]
Zwar bin ich kein Biologe, meine aber mal aufgeschnappt zu haben, dass Mutationen auch vegetativ auftreten und ohne Vermehrung durch Aussaat zu neuen Sorten führen können. Oder vielleicht auch nur Varianten einer Sorte, die genetisch fast, aber eben nicht exakt identisch sind. Vielleicht sind Feigen ja für solche Mutationen besonders "anfällig"?

Nachtrag: Stichwort "Sproßmutation".
Ja, die Little Miss Figgy ist wohl durch eine Mutation der Negronne entstanden.
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